Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

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Ein Dreikäsehoch und die Spaltung Berlins

1949 – unsere Bank ist drei Jahre alt

Gewitzt, pfiffig, neunmalklug und einfach liebenswert. Mit drei Jahren beginnt für viele Kinder das erste pädagogische Abenteuer – der Kindergarten. Das erste Mal ohne die Eltern. Das ist aufregend. Der eine betritt diesen neuen Lebensabschnitt schüchtern, der andere ist froh, endlich mal raus zu kommen und Gleichgesinnte zu treffen. Malen, basteln, spielen, streiten und toben. Leider können sich viele von uns nur schemenhaft an diese Zeit erinnern. Doch an das, was hängen geblieben ist, erinnert man sich ein Leben lang. Ob gern oder nicht, sei dahingestellt.

Geteiltes Berlin – Zigarette als Währung

An die Spaltung des Landes zur selben Zeit denken wir jedenfalls nicht so gern zurück. Die unmittelbare Nachkriegszeit in Deutschland wurde vom allgemeinen Chaos bestimmt. Zu den ungeheuren Mengen deutschen Geldes kam noch das Besatzungsgeld. Der Schwarzmarkt blühte. Die Preise wurden in extreme Höhen getrieben. Schließlich verlor das Geld seine Bedeutung als Wertmaßstab fast völlig. Der Naturalientausch setzte sich durch und nachdem die Westmächte in Berlin eingezogen waren, bestimmte eine härtere Währung den Markt: Die Zigarette.

Am 20. Juni 1948 führten die westlichen Besatzungsmächte in Westdeutschland eine Währungsreform durch. Als Antwort reagierte die sowjetische Militärregierung ihrerseits am 24. Juni 1948 mit einer Währungsreform. Die Spaltung Deutschlands in zwei Währungsgebiete fand 1949 ihre bittere Konsequenz in der Spaltung des Landes in zwei Staaten.

Der Riss ging auch durch die Berliner Volksbank

Nicht nur Deutschland und Berlin waren geteilt – der Riss ging auch durch unsere noch sehr junge Berliner Volksbank, deren Filialen sich über das gesamte Stadtgebiet erstreckten. Vom Tage der Währungsreform an ergaben sich für das Buchungssystem Probleme, die nicht zu lösen waren. Eine einheitliche Leitung der Bank war nahezu unmöglich. So wurde auch der Vorstand am 23. Juli 1948 getrennt. Während das Vorstandsmitglied Gerhard Fröhling mit den Aufgaben der Westfilialen betraut wurde, waren Ernst Furche und Ernst Härtel für die Filialen im Ostsektor zuständig.

Der Hunger als ständig knurrender Gast

Das Leben war schwer in dieser Zeit. Es fehlte überall an allem. Davon war die Berliner Volksbank nicht ausgenommen, weder in Ost noch in West.

Es gab keine Kohlen, keine Fensterscheiben, kein Papier. Doch der Bankbetrieb wurde in beiden Stadthälften mit aller Kraft aufrecht erhalten. Improvisationskunst war gefragt. Als Schreibpapier nutzte man die Rückseiten bereits beschriebener Blätter. Im Winter brachten die Mitarbeiter allmorgendlich Briketts, die sie wer weiß woher „organisiert“ hatten, um die Filialen wenigstens lauwarm heizen zu können. Die leeren Fensterrahmen wurden mit ebenso „organisierten“ Brettern vernagelt.

Trotz dieser Versuche, der Kälte zu Leibe zu rücken, mussten die Kassierer in Handschuhen mit abgeschnittenen Fingerlingen arbeiten, um die klammen Hände überhaupt noch bewegen zu können.

Zu alldem gesellte sich der Hunger als ständig knurrender Gast. Das vom sowjetischen Stadtkommandanten Kotikow eingerichtete tägliche warme Mittagessen, das Kotikow-Essen, war für alle eine sehnlich erwartete Mahlzeit. Wenn sie auch häufig aus Graupen bestand, die einem schon fast zu den Ohren heraus quollen. Doch es war ein warmes Essen! Jeden Tag.

Eine der Kotikowküchen befand sich in der Ruine, in der auch die erste Zentrale der Berliner Volksbank untergebracht war – Brüderstraße 3, Berlin-Mitte. Das Essen wurde in eine Granatenhülse gefüllt und ein Kollege fuhr mit einem klapprigen Fahrrad (zu dieser Zeit ein großer Schatz!) von Filiale zu Filiale. In der letzten Filiale kam das Essen freilich kalt an, aber diese Kollegen hatten das Privileg, die Granatenhülse auszukratzen.

Tortenschlacht!
Wir haben Geburtstag – Sie gewinnen die Torten

Torte der Konditorei Fester

Das könnte bald Ihre Torte sein

Apropos Essen. Wir haben versprochen, dass wir unseren Geburtstag nicht alleine feiern. In unserem Geburtstagsjahr verlosen wir jeden Monat köstliche Torten der Konditorei Fester. 65 Jahre Berliner Volksbank macht 65 Torten für Sie. Was Sie dafür tun müssen? Erzählen Sie uns von sich – und zwar von Ihrer Kindergartenzeit. Lassen Sie uns teilhaben an Ihren Erlebnissen als Dreikäsehoch.

Unter allen Geschichten, die bis zum 28. Februar 2011, 12 Uhr, als Kommentare bei uns eingehen, entscheidet das Los. Die Benachrichtigung der Gewinner erfolgt per E-Mail und hier im Blog. Machen Sie mit, es lohnt sich! Die Cremetorten haben einen Durchmesser von 27 cm und machen bis zu 16 Süßschnäbel glücklich.

Wir danken unserem langjährigen Kunden, der Konditorei Fester, für die Unterstützung.

Weitere Informationen

Konditorei Fester

Update vom 28.02.2011 | Die ersten Torten sind verlost

Eine Glücksfee hat die Gewinner unserer fünf Geburtstagstorten ermittelt. Herzlichen Glückwunsch und guten Appetit an:

  • Juliane B.
  • Günter Schulze
  • Julian M.
  • Ilona Lehmann
  • MHMueller

Die Tortenschlacht ist aber noch lange nicht zu Ende. Mitte März geht es weiter. Dann verlosen wir wieder unsere leckeren Geburtstagstorten. Schauen Sie doch einfach wieder rein in unseren Blog. Dort erfahren Sie dann auch wieder mehr über die Geschichte der Berliner Volksbank.

Bei allen, die nichts von der Torte abbekommen haben, bedanken wir uns ganz herzlich. Wir haben sehr geschmunzelt über die schönen Geschichten aus der Kindergartenzeit.

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Alle Beiträge dieser Serie

  1. Ihr süßes Dankeschön
  2. Wunder geschehen …
  3. Es lebe der schlechte Geschmack
  4. Baracken und der Ernst des Lebens
  5. Die wilden Siebziger und andere Kassenschlager
  6. Hot Pants und heiße Technik
  7. Erste Liebe und ein neues Zuhause
  8. Ein Dreikäsehoch und die Spaltung Berlins
  9. Herzlichen Glückwunsch zum 65sten!
Kategorie: Bank & Leute
  • Christian Schulz sagt:

    Ich kann mich erinnern,das ich nicht allzu gern in den Kindergarten gegangen bin.Da wir zu dieser Zeit in Schmiedeberg (Erzgebirge) gewohnt haben und das in einer sehr schönen Gegend liegt, ging ich lieber eigene Wege.Ich entfernte mich des öfteren vom Kindergarten und mußte bald feststellen das, das für die Eltern und die Kindergärtnerinnen nicht lustig war.Das Drahma fing natürlich erst an als man mich dann auf dem Marktplatz auffand.(lustig spielend) Die Strafe folgte natürlich auf dem Fuße.Meine Eltern und Die Erzieherinnen waren froh mich gesund zurück zu haben.Meine Patentante jedoch hatte mich schon vorher erwischt und mich mit dem Kopf unter den kalten Wasserhahn gehalten.Es war furchtbar aber in dieser Zeit ging man mit Kindern nicht zaghaft um.Ich war ja erst 7 Jahre.

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  • Günter Schulze sagt:

    Liebe Leser, in meiner Kinderzeit gab es keinen Kindertgarten, von dem ich berichten könnte. Da gab es noch das 3. Reich, eine weniger rühmliche Zeit. Da gab es aber Freunde, mit denen ich in der Natur spielen konnte und wir voneiander lernen konnten. Jeder hatte mal eine Ide die wir gemeinsam versuchten zu lösen. Das Lernen in der Schule machte uns Spaß. Die ersten 2 Schuljahre gingen so friedlich ins Land. Doch dann war Schluß mit lustig, im Herbst 1939 begann der wahnsinnige Krieg, ich war 9 Jahre alt. Mit 10 Jahren wurden wir dann in das ” Jungvolk”, eine Nazi Organisation, aufgenommen, eine vormiltitärische Einheit. Da wurde in Uniform in Formationen marschiert, Marschlieder mit mehr oder weniger militärischem Inhalt gesungen, Geländerspiele gemacht. Das ging eigentlich noch, es gab sonst keine Unterhaltung, außer einmal ins Kino zu gehen. Das Fernsehen war zwar schon erfunden, die erste Übertragung zu Olympia 1936 hatte schon stattgefunden, aber nicht für uns. In den nächsten Jahren, etwa 1942, kam dann der Krieg auch zu uns. Verdunklung, es durfte kein Licht aus den Häusern ins freie dringen, es durfte im Freien kein Licht angezündet werden, nicht einmal ein Streichholz. Nachts gab es die ersten Fliegeralarme, die Bombenflieger kamen, wir mußten in den Keller und abwarten bis Entwarnung kam. Als die Bombenangriffe auf Berlin dann immer häufiger wurden, ich wohnte am Rand von Berlin, bekamen wir in nächster Umgebung eine Scheinwerfer- und eine Flackgeschützstellung aufgebaut. Das war böse, da die Bomber, wenn sie von den Scheinwerfern erfaßt und von der Flack beschossen wurden, ihre Bomben bei uns abgeladen haben, um leichter aus den Scheinwerfern zu kommen. Da gab auch bei uns Tote und völlig zerstörte Häuser, eben Krieg. Später gab es auch am Tage Luftangriffe, Fliegeralarm, Schule beendet, nach Hause laufen, aufpassen dass man nicht von Splittern der Flackgranaten gertroffen wurde. Auch vom Kinofilm konnte man oft nur ein Teil sehen, und mit den Nahrungsmittel, die es auf Lebenmittelkarten gab, war es auch sehr dürftig. Das war meine Kindheit, ohne Fernsehen, ohne Radio, ohne Handy und all den Vergnüglichkeiten der heutigen Zeit. Wir waren trotzdem immer guter Laune und sind sehr achtbare Menschen geworden.

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  • Mandy Grammel sagt:

    Auch wenn ich noch bissel jünger bin, aber an meine Kindergartenzeit kann ich mich trotzdem kaum erinnern. Aber eins weiß ich noch ich war mit meiner allerbesten Freundin im Kindergarten wir haben alles zusammen gemacht, die Erzieherinnen hatten es nicht immer leicht mit uns denn wir waren wie zwei “siamesische” Zwillinge die nie zu trennen waren.
    Egal was uns in den Kopf kam wir haben es gemacht. Diese Freundschaft hilt nicht nur im Kindergarten, Nein, denn unsere Eltern setzen sich dafür ein das wir auch in die selbe Klasse gehen durften und so kam es das wir auch zusammen eingeschult wurden, und die schöne Zeit ging in der Schule weiter.
    Wir gingen nach der Schule zusammen nach Hause machten unsere Hausaufgaben und waren dann den ganzen Nachmittag mit spielen beschäftigt, nur am Abend mussten wir uns dann verabschieden und jeder musste nach Hause, aber nicht für lange denn der nächste Tag lief genau wieder so ab.
    Nur leider musste sie dann nach der Grundschule die Schule wechseln und wir sahen uns nicht mehr so oft, aber das hat unserer Freundschaft keinen abbruch gebracht denn wir hatten ja noch die Nachmittage zusammen und holten da wieder alles auf.
    Das war echt ne tolle Zeit mit ihr!!!

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  • Jana A. sagt:

    Hallo,

    auch ich möchte von meiner Kindergartenzeit erzählen. Zumindest soweit ich mich erinnern kann. Ich bin in der ehemaligen DDR in den Kindergarten gegangen. Ich habe damals noch mit meiner Mama bei Oma und Opa in einer kleinen Drei-Zimmer-Wohnung gewohnt, da mein Papa bei der NVA seine Armeezeit ableisten musste. Und da konnte er nur alle paar Monate nach Hause kommen.
    Im Kindergarten war es sehr schön. Ich bin meistens in der Früh von Mama gebracht worden, und Nachmittags meist als eine der letzten, da Mama und auch Oma und Opa lange Arbeiten mussten, von Opa wieder abgeholt worden. Wir haben natürlich viel gespielt und auch gelernt. Einmal war ich nicht die letzte, die nach Hause durfte. Da hatte mein Papa nämlich überraschend Urlaub von der Armee bekommen, und kam nach Hause. Keiner hat es gewusst, Telefon oder Handy gab es damals ja noch nicht. Klar, Telefonzellen waren bekannt, aber mal schnell jemanden anrufen, um Bescheid zu sagen, das man gleich da ist, das war nicht möglich.
    Wir waren im Kindergarten gerade beim Mittagessen, als miteinmal ein Soldat in der Tür stand. (Papa kam direkt vom Zug in seiner Uniform zu Kindergarten). Die Kindergartentante wollte ihn gerade fragen, was er denn möchte, als ich ihn schon entdeckt hatte, und jubelnd auf ihn zugerannt bin. Das war echt toll. Ich hab mich total gefreut. Und nachdem Papa mit der Kindergärtnerin gesprochen hatte, habe ich ganz schnell mein Mittagessen aufgegessen und dann durfte ich mit Papa nach Hause gehen. Zu Hause haben wir dann auf Mama und auf Oma und Opa gewartet und ganz viel gespielt. Das ist die schönste Episode, an die ich mich in meiner Kindergartenzeit erinnern kann. Vorallem weil es so überraschend war.

    lg.
    an
    Alle.

    Jana

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  • Trinitz Kirstin sagt:

    Hallo,

    meine Kindergartenzeit war schön.Früh hat mich entweder mein Opa mit dem Simson oder meine Mama mit dem Roller hingefahren.Ich erinnere mich an den großen Garten mit riesigen Kastanienbäumen und unser Indianerspiel mit Fesseln,Retten,Essen sammeln….
    Nachmittags haben wir am Zaun gestanden und gewartet wann endlich die Eltern einen abholen.Die schönste Erinnerung an den Kindergarten ist die eigene Malmappe mit gesammelten Klebe/Malwerken.Meine Tochter(5) findet es ganz lustig, wie Mama gemalt hat.

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  • Danijela Lazovic sagt:

    Hallo zusammen,
    ich kann mich noch an viele Augenblicke aus meiner Kindergartenzeit erinnern. Eine Geschichte wurde mir jedoch immer wieder von meinen Eltern erzählt. Ich war ungefähr 2 Jahre alt als ich in den Kindergarten kam. Wie so viele Kinder von “Gastarbeitern” habe ich die erste Zeit, getrennt von meinen Eltern, im jetzigen Kroatien bei meiner Oma verbracht, weil es keinen Kindergartenplatz gab. Meine Oma, eine sehr praktisch veranlagte Frau, ließ mich den Sommer über immer “unten ohne” rumlaufen, was mir dann in der Kita ein wenig Ärger einbrachte. Freiheitsliebend wie ich war zog ich mich natürlich immer wieder aus und die Erzieherinnen musten ständig meine Sachen zusammen suchen und mich wieder anziehen.

    Ich habe die Zeit im Kindergarten sehr genossen und denke immer wieder gern daran!

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  • Karl-Heinz sagt:

    Meine Kindergartenzeit bestand aus einem einzigen Tag.
    Ich wollte nicht von meiner geliebten Oma getrennt sein und brüllte und weinte den ganzen Tag.Außerdem weigerte ich mich auch auf Befehl zu schlafen. Schließlich hißte der Kindergarten und meine Eltern die weiße Flagge und ich durfte wieder bei meiner Oma bleiben.
    Was ich daraus fürs Leben gelernt habe ? Widerstand lohnt sich und der Lebenskampf fängt bereits im Kindergarten an.
    Ps. Mein Sohn ist Erzieher.So spielt das Leben……

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  • Alex sagt:

    Verstehe ich das richtig? Die Berliner Volksbank ist erst 65 Jahre alt? Gab es vor dem Krieg in Berlin keine Volksbank?

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    • Nancy Mönch sagt:

      Der Name Berliner Volksbank ist 65 Jahre alt. Genossenschaftsbanken gibt es schon viel länger. Ihre historischen Wurzeln reichen zurück bis in Jahr 1858. Zu diesem Zeitpunkt wurden überall im Land Darlehenskassenvereine gegründet. So auch der Vorschussverein Treuenbrietzen und der Vorschuss- und Sparverein zu Kyritz. Beide gehören heute zum Filialnetz der Berliner Volksbank. Schauen Sie doch einfach mal auf unserer Internetseite vorbei, wenn Sie mehr über unsere Geschichte und die unserer Vorgängerinstitute erfahren möchten. http://www.berliner-volksbank.de/die_bank0/zahlen___fakten0/historie.html

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  • Andreas sagt:

    Ich erinnere mich gern an meine Kindergartenzeit, in einem kleinen Ort in Mecklenburg. Die Unbekümmertheit und der Zusammenhalt waren und sind für mich die schönsten Erinnerungen. Meine Mutter brachte mich morgens zum Kindergarten und holte mich, da sie beruftätig war, am Nachmittag ab. Mein Vater war zu jener Zeit viel auf Montage und „nur“ am Wochenende für mich Zeit. Richtig schön wurde es für mich, als meine Mutter berufsbedingt in „meinen“ Kindergarten wechselte, da sie mir als Köchin dann am Nachmittag ab und an einen übrig geblieben Nachtisch zukommen ließ, natürlich heimlich. Ich fand das schon toll und war wirklich stolz sagen zu können, dass meine Mutti, das Essen für uns Kinder kocht. Meine Kindergartenfreundschaften pflege ich noch immer. Natürlich kommt und geht im Laufe des Lebens, der ein oder andere Freund, eine kleine Runde trifft sich aber noch heute ab und an. Ich mag diese Zeit nicht missen, war sie doch für mich als Kind völlig sorgenfrei und eben das wünsche ich mir auch für meine Kinder. Die zugegeben in einer medialeren Welt aufwachsen als ich, aber dennoch diese Unbekümmertheit erfahren und ebenso gerne wie ich in den Kindergarten gehen sollen.

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  • Christine Offen sagt:

    Eingeschmuggelt!

    Nein, zum 1. Mai, also in 14 Tagen kann ihre Tochter nicht bei uns in die Kita. Sind Sie denn angemeldet und haben Sie schon die Zusage vom Bezirksamt? Ich war vollkommen perplex. Aus Bayern kommend, von Kinderangelegenheiten in Berlin ziemlich unbeleckt, hatte ich so bei mir gedacht, dass ich kurz bevor ich wieder meine Arbeit aufnehme, meine damals fast 2-jährige Tochter einfach so in meiner Lieblings-Kita, mit viel Wald und Spielmöglichkeiten drin und draußen, anmelden und pünktlich unterkriegen zu können.
    81 Anmeldungen seien für das kommende Kitajahr im August schon vorgemerkt und 20 Plätze hätten sie zu vergeben, ich könne mich gern als 82ste auf die Liste setzten lassen, vielleicht klappts ja dann zum nächsten Jahr. – ZUM NÄCHSTEN JAHR – WAS DENKEN DIE DENN, WIELANGE MEIN ARBEITGEBER WARTET? waren so meine Gedanken. Während wir , also die Kita-Leiterin und ich, uns so unterhielten – und es war sehr angenehm sich über die Erziehungsmethoden, das Lehr- und Spieleangebot und auch über Gott und die Welt im allgemeinen und in Berlin im besonderen zu unterhalten- büchste mein Töchterchen aus, wischte einfach zur Tür hinaus. Hinterher müsse ich nicht, meinte die Leiterin, da wären überall genügend Erzieherinnen und Kinder, da ginge sie nicht verloren.
    Nach unserem dann doch sehr ausführlichen Gespräch gingen wir los, meine Tochter zu suchen: wie gesagt, sie war noch nicht mal zwei Jahre alt, erst in drei Wochen hatte sie Geburtstag.
    Und da saß sie, an einem Kinderfrühstückstisch, zusammen mit etwa 6 oder 8 anderen Kindern, im Alter von ca. 2-5 Jahren. Trank Kakao, aß Obst und Gemüse, das mundgerecht von der Erzieherin aufgeschnitten wurde, bekam Pausenbrotangebote von allen, die da um sie herum saßen – schlicht und ergreifend, sie hatte schon gefunden, was Mama doch so verzweifelt versucht hatte zu finden. Sie saß da, als wäre sie schon immer dabei gewesen. Die Kinder und auch die Erzieherin behandelten sie ebenso.
    Die Leiterin und ich standen erstaunt an der Tür und schauten eine Weile zu. Dann ging die Leiterin zur Erzieherin beriet sich mit ihr und bat mich dann, die Frühstückspause abzuwarten, bevor ich meine Tochter mit nach Hause nähme. Außerdem solle ich mich in einer Woche nocheinmal telefonisch melden.
    Bei dem Telefonat dann erfuhr ich, dass zwei Kinder nach Bonn umsiedelten – es war damals die Zeit des Berlin-Bonn u.u. Beamtenwechsels – ein Kind davon aus der Gruppe, in die sich meine Tochter eingeschmuggelt hatte. Wenn wir noch wollten konnte sie jetzt den Kita Platz ab 1. Mai bekommen.
    Glück für uns alle – einen besseren und schöneren Start in und für dieses kleine Leben konnten wir uns gar nicht wünschen. Der erste Kita Tag!!

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  • Madleen sagt:

    Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie ich und ein Freund damals aus dem Kindergarten “entwischt” sind. Wir waren vielleicht 5 Jahre alt und haben uns nach dem Nachtisch heimlich aus die Kita geschlichen, um uns irgendetwas aus dem Laden gegenüber zu holen. Dabei fiel mir auf, dass ich noch den Löffel vom Pudding dabei hatte, den ich dann auf der Straße, die wir überqueren mussten um den Laden zu erreichen, in meiner Eile verloren habe. Natürlich sind wir nicht weit gekommen :)
    Doch den Löffel hat keiner gefunden. Heute, 15 Jahre später, ist der Löffel immernoch auf der Straße. Nur ganz platt, in die Straße eingefahren. Immer wenn ich dort lang komme, denke ich an unsere kleine “Fluchtaktion”.

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  • Ilona Lehmann sagt:

    Liebe Leser,
    ich bin 1949 geboren, also ein Nachkriegskind. In unserer Zeit gab es schon wieder etwas mehr zu essen, die Eltern bemühten sich ja mit ganzer Kraft, uns Kindern das Leben so angenehm wie möglich zu machen.
    Ich bin nicht in den Kindergarten gegangen, da meine Mutter Heimarbeit machte. Sie war Schneiderin und saß den ganzen Tag an der Nähmaschine und nähte Damenmäntel. Dadurch konnte ich meine Zeit so verbringen, wie es gerade anstand. Im Sommer bewohnten wir eine kleine Gartenlaube. Rund um uns wohnten Kinder in meinem Alter und wir hatten jeden Tag Ideen und Pläne, die Tage waren eigentlich viel zu kurz.
    Abends wurde ich in einer Waschschüssel mit einem Schluck Fit abgeseift, um für den nächsten – aufregenden Tag bereit zu sein. Als Beleuchtung hatten wir in der Laube Petroleumlampen, kein Radio und nichts.
    Dann kam der 17. Juni 1953. Ein Erlebnis, was ich heute noch sehe. Durch die Laubenkolonie patroullierten Volkspolizisten miten am Tag, immer zu zweit und jeder mit einem Gewehr, und wir versteckten uns im selbstgebauten Zelt aus Decken auf unserer Wiese im Garten, weil wir Angst vor ihnen hatten. Durch die Ritzen schmulten wir ihnen nach, und kaum waren sie am Gartenzaun vorbei, ging unser aktives Spielen im Freien weiter.
    Es war eine sehr intensive Kindheit, die ich empfunden habe, und ich denke sehr gern an diese Zeit zurück und habe auch noch relativ viel Erinnerungen. Dann erst kam 1961 die Teilung Berlins.

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  • Konrad Götze sagt:

    Das war schon prima, als mich mein Großvater Gerhard Fröhling, der damals Vorstandvorsitzender der Berliner Volksbank war, mich morgens um 7:20 h mit seinem schmucken, runden, schwarzen Mercedes und Herrn Daubitz oder Herrn Andreé als Chauffeur von der Rothenburgstr. in den Kindergarten in die Birkbuschstr. fuhren. Ich war dann immer der erste im Kindergarten. Es war eine tolle Erfahrung. Ich habe viel von meinen Großeltern gelernt: Pünktlichkeit, Höflichkeit, Großzügigkeit u. das Leid der Juden zur Hitlerzeit, da meine Oma Jüdin war u. sich mein Opa nicht von ihr scheiden ließ!!!, sondern sie für eine Weile im Umland unterbringen konnte.

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  • Christine Krause sagt:

    Ich war gar nicht im Kindergarten, denn meine Familie wohnte damals in einem kleinen Vorort von Göttingen in einer Reihenhaussiedlung mit vielen Familien. Meine beiden Schwestern und ich spielten jeden Tag mit den Nachbarskindern, und unsere Mütter hatten durchs Küchenfenster immer ein wachsames Auge auf uns. Mittagessen gab es mal hier und mal da. Die Mütter mussten immer damit rechnen, entweder keine oder viel mehr als die eigenen Kinder am Tisch zu haben. Als die älteren Kinder dann nach und nach in die Schule kamen, wurde es mir aber sehr langweilig, und ich verlangte von meinen Schwestern nachmittags immer, dass sie mit mir “Schule” spielen. Die fanden das irgendwann nicht mehr lustig, und so wurde meine Einschulung kurzerhand um ein Jahr vorverlegt. Ich war dann wähernd meiner gesamten Schulzeit immer die Jüngste in der Klasse, was mir aber nicht geschadet hat – glaube ich zumindest…

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  • Heike S. sagt:

    “Eine Streuselschnecke für die Kleine, Bitte!”

    Kindergartenzeit – Schönste Zeit !!!!! Immer wieder erinnere ich mich gerne an diese Zeit zurück. Mein Kindergarten war in einer großen Villa mit zwei großen Magnolienbäumen davor, die im Frühjahr wunderschön blüten und dufteten. Gegenüber vom Kindergarten war ein großes Denkmal von Theodor Fontane zu sehen, ganz in schwarz auf einer Bank sitzend mit einen Stift in der Hand, Zylinderhut mit langem Mantel auf der Bank abgelegt. Der Kindergarten hatte einen riesigen Garten mit Schaukel, Klettergerüst und Buddelkasten. Eines Tages stand auf einmal eine riesige Eisenbahn aus Holz auf dem Rasen. Wo diese wohl auf einmal her kam? Alle Kinder haben sich riesig darüber gefreut und es gab auch öfter mal Streit unter den Jungs,
    wer nun der Lokomotivführer sein durfte!? Sie hatte viele Sitzplätze und spendete im Sommer viel Schatten. Draußen haben unsere Kindergärtnerinnen mit uns Kleinen viel Kinderringelreihenspiele gespielt und gesungen. Ich kann mich auch noch an den großen Waschraum erinnern. Viele kleine Waschbecken nebeneinander mit Spiegel in der Mitte vom Raum aufgestellt, so das man herum laufen konnte und an den Wänden waren die Handtuchhaken mit schönen Kindermotiven. Eines Tages durften wir nicht nur unsere Hände waschen, sondern auch unsere vielen Grünpflanzen aus unseren Gruppenräumen mit einem Wattebausch und klarem Wasser, aber ohne Seife!
    Zur damaligen Zeit gab es noch die Kindergartenumhängetasche mit einer stabilen Plastikeinlage. Darin waren die eigenen Frühstücksstullen mit ein wenig Obst drin.
    Ich kann mich sehr gut noch an den ledrigen Geruch erinnern, der von dieser Tasche immer aufstieg. Die Brote waren nur in Butterbrotpapier eingewickelt und diese rochen ebenfalls sehr lecker nach Leberwurst, Teewurst oder Salami. Und wenn man nicht alles geschafft hat im Kindergarten, so nahm man diese angebissenen Bemmen mit nach Hause. Die sogenannten Hasenbrote waren abends auch ganz lecker und beliebt.
    Mein Opa hat mich öfters morgens mit seinem alten 28iger Herrenfahrrad zum Kindergarten gebracht. Auf der Fahrradstange war damals ein kleiner Kindersattel befestigt und an der Fahrradgabel die Fußstützen. Darauf gesetzt in Fahrtrichtung ging es erstmal zum Bäcker und anschließend zum Kindergarten. Manchmal kaufte mir mein Opa beim Bäcker eine Zuckerstreuselschnecke. Und ich weiß noch wie ich so beim Bäcker ander Glasscheibe vorm Ladenthresen stand mit meinen langen blonden geflochtenen Zöpfen und den Blick mit meinen blauen Kugeläuglein den Opa und den Bäcker anschaute. Zu guter letzt mich dann der Bäcker fragte: Eine Streuselschnecke für die Kleine? Ich zu meinen Opa fragend aufschaute und er nickt mir zu. Ich voller freude sagte: Eine Streuselschnecke für die Kleine, Bitte!
    Und je mehr man darüber nachdenkt fallen einem noch einige andere Erinnerungen aus der Kindergartenzeit ein. Achja, schöne Zeit!!!!!!

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  • Katja Dumat sagt:

    Ach ja, lang ist ‘s her !
    Wir wohnten Mitte/Ende der 60er im damaligen Ost-Berlin, meine alleinerziehende Mama und ich. Weil sie arbeiten musste, fand sie nach langem Suchen einen Kita-Platz in Pankow für mich: IN EINER KATHOLISCHEN KIRCHE – und das, wo wir doch Heiden sind ;-) . Unsere Erzieherinnen waren allesamt Nonnen (selbstverständlich in Gewand und voller Montur), ich kann mich noch an die damals schon alte Schwester Koska erinnern. Zum Frühstück wurde ein wenig Kirche gepaukt. Auf die Frage, wer denn weiß, was Weihwasser sei, meldete ich mich als einzige (!) und meinte, das sei das Wasser, in dem meine Mama abends immer die Strümpfe einweicht (es gab damals ein Waschmittel, das hieß FEI…)
    Nach dem Frühstück wurde das alte Radio angemacht und wir hörten “Die Findigs” (vielleicht erinnert sich der eine oder andere “Ossi” noch daran: “Was ist denn heut’ bei Findigs los?”)
    Alle Jahre zu Weihnachten auch immer wieder heiß geliebt: das Krippenspiel in Lebensgröße: als ich in den Kulissen rumturnte, holte mich Schwester Koska mit milder Bestimmtheit aus dem Aufbau vieler lustiger Figuren (fand ich zumindest). Abends erzählte ich dann zuhause, die Schwarze habe mich vom Engel geschmissen :-D
    Letztlich sah ich auch mich als “Sozial-Engel”: die Frühstücksbrote, die mir meine Mama mitgegeben hat, bestanden meist aus Graubrot mit Butter und Wurst (Salami oder Bierschinken). Die Wurstscheiben ragten üblicherweise immer aus den Stullen heraus und meine Mama schnitt daher die Überstände ab. Bis ich das mitbekam !!! Fortan musste der “Wurst-Überschuss” immer dranbleiben, damit Tino, mein Kita-Kumpel aus einfachem Hause, die Ränder abnagen konnte, denn er hatte oftmals nur reine Butterstulle mit.
    Meine Kita-Zeit war schön, in der Kirche vor allem (wichtig zur damaligen Zeit) sehr unpolitisch. Ich finde den Besuch einer Kita für alle Kinder wichtig. Die Erfahrungen und das Erlernte kann einem keiner nehmen.

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  • Florian A. sagt:

    Liebe Leser,

    wie bei Allem im Leben gibt es positive und negative Erinnerungen aus meiner Kindergartenzeit. Deutschland war noch gespalten. DDR. Mit Demokratie hatte der Aufenthalt in der Kita jedoch wenig gemein. Zugegeben, als kleiner Knirps, der ständig plapperte, frech war und somit regelmäßig seine Erzieher zur Weißglut bringen konnte, habe ich mir viel Ärger selbst geschaffen. Wie jeden Tag musste man Mittagsschlaf abhalten. Widerstand? Zwecklos! Von wenigen Ereignissen, die mir aus dieser Zeit noch geblieben sind, waren diese prägend. Wer der Ansicht ist, dass man in einem gemütlichen, weichen und wohltuendem Bettchen schlafen durfte, der irrt sich. Es waren Holzpritschen. Kalt. Alt. Eklig. Knarrend. Ächzend. Ätzend. Wir mussten mit gefalteten Händen, quasi betend, unter dem Kopf ruhen. Anfangs habe ich es mir wahrlich nicht leicht gemacht. Ich habe mich geweigert. Geschimpft. Gebockt. Geweint. Das Resultat war eine Bestrafung. Es gab noch diese Gitterbetten. Eigentlich für Kleinkinder bzw. Babys. Diese standen in einem separaten Raum. Fernab der anderen Kinder. Man wollte so wohl mutmaßlich schon früh einen Einblick in die Zukunft geben?! Wer sich wehrt, wird bestraft.
    Das besagte Kleinkinderbett war natürlich zu klein, isoliert und hatte mir noch weniger gefallen, geschweige denn gut getan. Obwohl ich noch so jung war habe ich aus dieser Erfahrung meine Lehre und Konsequenz gezogen. Als 3-5-jähriger gelang mir erstmals in meinem Leben eine Täuschung. Ich rebellierte nun weniger lautstark. Meine gefalteten Hände lagen nun nicht mehr unter meinem Kopf. So tat es weniger weh. Ich habe sie ein wenig vorgeschoben, so dass mein Kopf zwar auf dem Holz/Pressspan lag, jedoch meine Hände frei lagen. Auch geschlafen habe ich selten. Jedoch wurde ich auch nicht mehr bestraft. Die Erzieher haben entweder diesen Kompromiss geduldet oder eben nicht genau hingesehen. Ich hatte meine Ruhe. Mittagsruhe. :)

    Ich hoffe dieser kleiner Ausschnitt hat Ihnen gefallen und vielleicht den Einen oder Anderen dazu angeregt seine Erfahrungen zu schildern. Es gab wie oben erwähnt auch gute Zeiten, die mir in Erinnerungen geblieben sind. Jedoch sind gute Nachrichten selten spannender als die Schlechten. … No news, like good news !!

    In diesem Sinne alles Gute und liebe Grüße

    Florian A.

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  • Julian M. sagt:

    Bei mir ist’s gar nicht all zu lange her, genauer 13 Jahre.
    Der Kindergarten, den ich besuchte, war die Kita der St. Ludwig in Wilmersdorf und meine liebe Erzieherin hieß Gabi. Der Kindergarten hatte verschiedene Gruppen und ich war in der Gruppe, die einen grünen Apfel als Erkennungszeichen trug.
    Allerdings erinnere ich mich nur noch an wenige Dinge.
    Zum Beispiel an das Apfelschälen mit Gabi, wobei nicht der Apfel sondern die “leckere” Schale das Ziel der Mühen war. An gemeinsame Frühstücke, bei denen ich nur darauf aus war, das Innere der Schrippen rauszupulen. An das Trennen von meiner Mutter, bei dem mein Bruder und ich gemeinsam winkend vor dem Fenster standen, nur um nach ihrem Verschwinden in Tränen auszubrechen und dann doch von der nächsten Spielgelegenheit abgelenkt zu werden.
    Aber das prägendste Ereigniss, das ich Jahre später immer noch bedauerte, war das Verbuddeln meiner geliebten roten Powerranger-Actionfigur auf dem Spielplatz, die ich nie wieder finden sollte…

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    • Sabine Baumann sagt:

      Hallo, dass ist ja lustig. Genau in dem gleichen Kindergarten war ich auch nur ca. 35 Jahre früher . Wie meine Erzieherin hieß,weiss ich garnicht mehr. Ich bin dann auch 6 Jahre in die St.Ludwig-Schule gegangen.

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  • Yvonne Zipperling sagt:

    Hallo, leider habe ich keine schönen Erinnerungen an meine Krippen- und Kindergartenzeit. Ja selbst an die Kinderkrippe kann ich mich noch erinnern da wir sehr konsequente Erzieherinnen hatten. Diese legten sehr viel Wert darauf kleinen Kindern von 1nem Jahr nicht mehr die Windel wechseln zu müssen. Und wenn dann doch mal etwas ins Höschen ging(wie bei mir) dann stand man bei 30 Grad im Schatten im Garten neben seinem vollgemachten Sachen zur Abschreckung für die Anderen. Zum Glück kam nach ca einer Std meine Mutter und wollte mich abholen. Ich weiß nicht was sie gemacht hat, ich mußte so nie wieder stehen:). Was war ich froh endlich in den Kindergarten wechseln zu dürfen,jetzt wird alles gut. Dachte ich. Dort war ein riesiges gemauertes Badebecken wo wir im Sommer planschen durften, vorausgesetzt es war keine Bremsspur in dem Höschen, das wurde akribisch kontrolliert. Was auch von Nachteil war: wenn man etwas rundlich war,wie ich damals, sollte man einen Badeanzug mitbringen. Die anderen Kinder könnten ja sonst das beginnende Brustwachstum!!! sehen. Weiß man ja das es bei 4 jährigen schon los geht:)) Jetzt kann ich über all dies schmunzeln damals war es die Hölle für mich. Übrigens esse ich heute noch keine Kohlrouladen weil man mich damals gezwungen hat alles aufzuessen bis ich mich erbrach. So geschehen von 1973- 1978 in Friedrichsthal. Heute ist dort alles i.O. das Kind meiner Freundin ging dort hin und es gab keine Klagen. Ich bin dort weggezogen sonst hätte ich meine Kinder mit Bauchweh und stets wachsamen Augen hingebracht.

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  • Sascha S. sagt:

    Hin und wieder holte mich meine damals am Klausener Platz lebende Oma vom Kindergarten in der Kuno Fischer Strasse ab. Wir liefen dann den für mich weiten Weg quer durch Charlottenburg zum Schloss. Wie das bei Omas in der Regel so üblich ist, werden die kleinen Enkel kulinarisch bis über beide Ohren versorgt. So auch an diesem Tag…
    um mein Problem zu verstehen, muss ich etwas früher beginnen…

    jeden Tag um 12Uhr gab es im Kindergarten das Mittagessen.
    An diesem Tag gab es Linsensuppe. Diese war nie mein Favorit auf der Speisekarte, aber alle paar Wochen war es erträglich. Nachdem mich nun meine Oma abgeholt hat, ich den schier endlosen Weg zum Schloss geschafft hatte, gab es also zum 2ten mal ein warmes Essen an diesm Tag: Lisensuppe…
    Ich quälte mich, unter großen Protesten und nur mit dem Lockmittel, dass es anschließend eine Tafel Milka Schokolade gäbe, wurde der Teller Linsensuppe von mir aufgegessen.
    Abends, zu Hause bei meinen Eltern angekommen, gab es wie gewohnt das familiäre Abendbrot: na, was wohl?
    ja, Linsensuppe!
    Und nun dürfen alle mal raten, welche Suppe ich seit dme nicht mehr sehen kann :-)

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  • Jenny H. sagt:

    Meine Kindergartenzeit habe ich als eine schöne Zeit in Erinnerung. Ich wuchs in einer Kleinstadt in der damaligen DDR und erinnere mich, dass mein Vater oder meine Mutter mich mit dem Rad immer in den Kindergarten gebracht haben. Dort war ich recht beliebt aber auch ziemlich frech. Eine meiner besten Freundinnen erzählt mich heute noch, dass ich ihr damal in den Finger gebissen habe, weil sie mir ein Spielzeugauto nicht geben wollte. Sowieso habe ich lieber mit Autos gespielt und zwei Freunde und ich spielten täglich die TV-Serie ‘Ein Colt für alle Fälle’ nach indem wir mit Kippern (solche Spielzeugautos die damals so groß waren, dass wir sie unproblematisch durch die Gegend schieben konnten) durch den Kindergartenhof gerannt sind.
    In der Mittagspause habe ich alle anderen Kinder immer wach gehalten, weil ich nicht schlafen sondern spielen wollte. Da gab es dann schon öfter mal Ärger mit der Erzieherin. Es gab Opa Langbeine (Weberknechte) in der Kammer wo die Liegen standen, das weiß ich auch noch.
    Die Zeit war schön, ich möchte sie nicht missen. Und obwohl es damals nicht so buntes Spielzeug wie im ‘Westen’ gab, hatten wir Kinder immer Spaß weil wir mit Fantasie sogar aus einem Laubblatt einen Drachen werden lassen konnten. :)

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  • MHMueller sagt:

    Kindergarten….
    das ist schon lange her. Ich kann mich noch grob an das Gebäude meines ersten Kindergartens erinnern. Zwischendurch musste ich den Kindergarten wechseln. Nicht weil ich mich nicht benehmen konnte, sondern weil wir nach Berlin gezogen sind.
    Den ersten Tag, an dem ich (unter Beobachtung) alleine in den Kindergarten gegangen bin kann ich mich noch gut erinnern. Habe mich ständig umgeschaut, ob meine Eltern noch in der Nähe sind. Es ist doch gut zu wissen, dass man einen starken Menschen oder Partner an seiner Seite hat. Das sollten wir uns als Volksbank doch auch auf die Fahne schreiben und für unsere Kunden leben.
    Auf geht`s ;-)

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  • Antje Räther sagt:

    Heute habe ich Geburtstag, was ein guter Grund ist, eine kleine Rückschau zu halten.
    Im Kindergarten habe ich es geschafft, immer wieder über die selbe Wurzel zu stolpern, was mir ständig zerschrammte Knie einbrachte. Auch war ich ein Genie darin, gegen die eine Glastür zu rennen, woran mich die Beule am Kopf heute noch erinnert. Im Garten gab es ein steinernes Planschbecken mit glatten Sprungsteinen, in welche ich gedanklich die schönen Figuren vom Märchenbrunnen am Friedrichshain gemeißelt habe. Und es gab die Hecken mit den Pflanzen, deren Blattunterseiten ganz hell sind und wo Hunderte – für mich Tausende – von Glück bringenden Mariechenkäfern saßen. Eine fantastische Zeit in einer fantasievollen, eigenen, kleinen Welt.
    Später Umzug, Schule, Lehre, Arbeit, fort. Weit weg und wieder da. Um nun, mehr als Dreißig Jahre später, wieder in die Nähe meines Kindergartens zu ziehen. Durch Zufall und auch mit Hilfe der Volksbank habe ich in meinem alten Kiez mein Zuhause und meinen Lebensinhalt gefunden. Und ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit überkam mich, als ich entdeckte, dass mein Kindergarten noch da ist und viele Zwerge dort das lernen und erfahren, was mir damals so gut tat.
    So schließt sich ein Kreis und wer weiß, was sich daraus entwickelt. Es kann nur großartig werden.
    Dank der Mariechenkäfer!

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  • Beatrice sagt:

    Hhm…
    Gerade neulich habe ich alle meine Fotos eingescannt, die ich so habe und natürlich waren da auch jede Menge Bilder aus meiner Kindergartenzeit dabei… Ich weiß nicht, wie das anderswo ist, aber bei uns gab es den Kindergarten bis zur Schulzeit und ab der Schulzeit war man in der Kita… An die Kita habe ich keine so großen Erinnerungen… meist war ich nur zum Essen da und bin als “Schlüsselkind” relativ früh nach Hause gegangen… Aber an das Essen kann ich mich guuuut erinnern… Noch heute mag ich das Mensaessen in der Uni lieber als die meisten anderen :-D
    Aber an den Kindergarten habe ich schöne Erinnerungen… Das erste Mal in meinem Leben eine Kakerlake im Klo gesehen… Das erste Mal mit der Papierschere in die Finger geschnitten (jaaa… auch den Umgang mit der Schere muss man erst lernen!!!)… Das erste mal die Finger mit Uhu zusammen geklebt (und mit Uhu umzugehen erst recht;-) ) … Zuhören, wie ein Freund aus der anderen Gruppe lernen muss dass es “mit ohne” nicht gibt… Mit dem Dreirad und der besten Freundin hinten drauf quer über den Hof rasen… Es war einfach die schönste und unbeschwerteste Zeit, an die ich mich so erinnern kann, mit all der Neugier, Lebensfreude, Naivität… Wie gern wäre ich doch ab und an wieder so unbedarft wie noch vor 20-25 Jahren… !

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  • Marco Grensing sagt:

    An meine Kindergartenzeit habe ich fast ausnahmslos nur gute Erinnerungen. ich bin zu DDR-Zeiten (in den 70-er Jahren) im Kindergarten unseres kleinen Dorfes Finowfurt gewesen. Die Szenerie war schon ziemlich “charmant provinziell”. Man kannte sich untereinander, was dazu führte, dass meine Eltern oftmals schon von meinen “Schandtaten” und “Streichen” wussten, noch beor ich zu Hause war. Es hatte aber auch sein Gutes. Man war nicht überbehütet, aber doch sozial eingebunden. Als Kindergartenkinder lernten wir bereits viel, sangen und lernten sehr viele allgemeinbildende Wissensgrundlagen kennen. Es gab auch “Heimatkunde”, wo wir kleine Knirpse schon eine Menge über unser Dorf und die Natur drumherum erlernten. Sicherlich mitunter politisch geprägt, aber das waren halt die gesellschaftlichen Umstände damals.
    Man legt viel Wert auf lebenskundliche Fertigkeiten, die wir als Kinder sehr früh erlernt haben. Besonders gerne erinnere ich mich an meinen Urgroßvater, der (schon in den Neunzigern) mich oft mit dem Fahrrad vom Kindergarten abholte. Damals durfte man noch in einem kleinen geflochtenen Kindersitz am Lenker des Fahrrades sitzen. Wir fuhren dann oft singend uns lachend nach Hause. Heute habe ich selbst eine dreijährige Tochter, die ihren Kindergarten liebt. Wenn es bei uns zu Hause Spinat gibt, denke ich mit Grausen an die Zeit im Kindergarten. Damals war der Spinat noch eine nicht identifizierbare fast braune klebrige Masse. Ganz anders als heute.
    Wir haben damals viele Ausflüge in die Natur unternommen und Tiere beobachtet. Im Winter sammelten wir Kastanien und Eicheln für die Tiere des Waldes. Manchmals wünschte ich mir heute auch solch ein Naturengagement für unsere Kinder.
    Aber auch ich stelle fest: “… die Zeiten ändern sich!”

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  • Petra G. sagt:

    Die Erinnerung an meine Kindergartenzeit ist bruchstückhaft wie ein unfertig liegen gelassenes Puzzle. Manche Teile passen gut zusammen andere liegen vereinsamt in der Mitte und scheinen sich nirgends richtig einfügen zu wollen.

    Wir haben in den 60ern im Ruhrgebiet gewohnt – als es noch kohlengrau und unansehnlich war. Aber als Kind fehlt der Vergleich und jeder Tag beginnt aufregend.

    Der Weg zu meinem Kindergarten führte durch einen kleinen Park mit einem Sandkasten und einer Schaukel. Manchmal bin ich einfach auf der Schaukel sitzen geblieben und habe beim Schaukeln in den Himmel geschaut und bin nicht im Kindergarten angekommen.

    Im Kindergarten gab es viele Gartenfeste und ich durfte manchmal ein schönes rosa Rüschenkleid und einen spitzen Hut tragen.

    Wir hatten einen Hund, einen Boxer, der musste so einige Kinderstreiche über sich ergehen lassen, war mir aber immer ein guter Bruder und Beschützer.

    Und an einen Raben erinnere ich mich. Ein großes furchteinflößendes scharzes Tier, daß mir manchmal morgens vor mein Kinderbett gekleckert hat und dessen Schnabel fast so groß wie mein Fuß war. Den hatte mein Vater am Straßenrand aufgelesen und ihn so lange gepflegt, bis er wieder fliegen konnte.

    Und meine roten Lackschuhe!

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  • Juliane B. sagt:

    Für mich war die Kindergartenzeit bis auf ein paar Ausnahmen sehr angenehm.
    Im Nachhinein muss ich sagen waren selbst die Ausnahmen ganz schön witzig was ich als Kind überhaupt nicht so empfand.
    Am prägensten war eigentlich 1 Ereignis.
    Wie bei uns im Kindergarten üblich, waren wir vormittags immer draußen auf dem Hof spielen und kurz vor dem Mittag mussten wir rein und durften bis zum Mittag noch irgendwas Kleines spielen oder malen. An diesem Tag hatte unsere Erzieherin für alle Teddybärbilder zum ausmalen kopiert, da ich nicht die schnellste war saß die ganze Gruppe schon am Tisch und hat fleißig gemalt. Als wir alle fertig waren wurden die Bilder eingesammelt da unsere “Werke” immer an unsere Eltern weitergegeben wurden. Als mein Bild an der Reihe war fragte mich meine Erzieherin warum mein Bild so aussah wie es aussah und ich fing an zu weinen.
    Von da an ging alles ganz flott und ich saß mit meiner Erzieherin vor dem Büro der Kindergartenleiterin die zusammen mit meiner Mutter und einer anderen Person ein Gespräch führte. Der Mann der noch im Raum war hat dann auch noch mit mir allein gesprochen und mir ganz viele Fragen gestellt wie “gehts dir zu Hause gut” oder “ist jemand böse zu dir” und irgendwann nachdem ich ihm scheinbar vermittelt hab dass alles okay wäre hat er mit meiner Mama noch einen Termin ausgemacht und dann durfte ich schon vor dem Mittagsschlaf nach Hause.

    Am Abend wollte meine Mama nochmal mit mir darüber reden und als erste an diesem Tag fragte sie mich direkt warum mein Teddybärbild vollkommen schwarz sei und warum ich vor meiner Erzieherin deshalb geweint habe.
    Die Erleichterung in Ihren Augen werde ich wohl nie vergessen als ich Ihr erzählte dass alle schon am Tisch saßen und malten als ich dazukam und nur noch ein schwarzer Stift da war und niemand teilen wollte und als ich dann die anderen Bilder gesehen habe und mich meine Erzieherin fragte warum das Bild so aussieht habe ich es als Meckern aufgefasst weil meins das wohl hässlichste Teddybild war das an diesem Tag entstanden ist.

    Erst später habe ich natürlich den kompletten Hintergrund zu diesem Trubel verstanden und zu meinem 18. Geburtstag habe ich dieses Bild von meiner Mama zur Erinnerung bekommen und dazu einen Pechschwarzen Glücksteddy, welcher mich immerwieder an meine Zeit im Kindergarten erinnert und mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert :)

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  • Regina Kutzner sagt:

    Als Kind kurz nach dem 2. weltkrieg hatte ich wenig Freizeit. Ich musst meinen Eltern im Haushalt und beim Füttern der Tiere helfen. Als ich von der Schule nach hause kam, erwarteten mich schon die Gänse. Bei Spätung standen sie schon auf der Strasse, so dass die Nachbarn Angst um die Gänse hatten. Ich schnappte mir einen Eimer und holte aus der naheliegenden Wuhle Entengrütze. Als ich damit ankam, setzten sich schon die schnellsten auf den Eimerrand und frassen los.

    Bei Gewitter ging ich in den Stall und beruhigte unser Schaf. Ich streichelte es und sang ihm Lieder zur Beruhigung vor. Teilweise schlief ich sogar bei ihm ein.

    Meine Katze durfte nicht mit ins Bett, aber wenn meine Eltern schliefen, machte ich das Fenster auf, holte meine Katze rein und setzte sie ans Fußende. Das genoss ich sehr und auch meine katze fan es schön.

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  • Angela Kutzner sagt:

    Ich bin mit meinen Eltern viel ins Museum gegangen. Am Anfang haben meine Eltern ausgesucht, wo wir hingehen (Naturkundemuseen, Schlösser in Potsdam, Spielzeugmuseen, Volkskundemuseen). Danach so mit 10 Jahren habe ich dann unsere Urlaubsreisen geplant mit den Aufenthalten in Museen vorwiegend im Süden der DDR. Dazu wurden dann noch die passenden Zeltplätze ausgesucht.

    Ich war viel basteln und künstlerich aktiv. So habe ich ab dem 6. Lebnsjahr mehrere Arbeitsgemeinschaften erst im Pionierpark Ernst Thälmann und dann ab 1979 im Pionierpalast Ernst Thälmann (heute FEZ Wuhlheide) besucht und rege an den jährlichen Ausstellung der AG-Teilnehmer im Mai teilgenommen. Es hat sehr viel Spass gemacht, mit Ton Figuren und Gefäße zu formen, verschiedene textile Techniken (Weben, Sticken, Nähen, Drucken, Applizieren, Collagen) kennenzulernen und sich darin zu erproben. Wir sind auch mit den AG-Teilnehmern in Jugendherbergen gefahren und haben dort in der Natur gezeichnet, Kanu gefahren und gewandert. Wir waren sogar in Prag und haben dort den Pionierpalast besichtigt und die Stadt erkundet. Von den Kenntnissen der Kunst und des Kunsthandwerks profitiere ich heute noch in meiner Freizeit.

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    • Schermer, Rosa sagt:

      Hallo Angela, Ihren Beitrag hier fand ich interessant. Wenn Sie die Tochter von Frau Zamzow (Betten, Matratzen,…) sind, bitte ich Sie sehr, mit mir Kontakt aufzunehmen. Ich suche Ihre Mutter schon sehr lange.
      Vielen Dank.
      Rosa-M. Sch

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  • Norman S. sagt:

    Jetzt habt Ihr mich dazu gebracht, die ganze Zeit während dem Lesen der Kommentare über meine eigene Kindergartenzeit nachzudenken. Anfang der 80er Jahre in einem kleinen westdeutschen Dorf, ein kleiner Kindergarten mit 4 Gruppen. Ein Waschraum mit einem damals riesigen Waschbecken an der Wand, dahinter Klo-Kabinen, wo die Klos nur Brillen, aber keine Deckel hatten. In den Räumen neben Zimmerpflanzen Luftbefeuchter, so komische braune Kästen. Spielsachen, Milch aus großen Plastikbeuteln mit einem Gummischlauch vorne dran, der aufgeschnitten werden musste. Wenn das geschah, ohne dass die Verschlussklemme dran war, ging alles daneben, und es muss mehr als einmal passiert sein (sonst würde ich mich nicht dran erinnern). Spielen, klar, war schön. Einmal im Jahr gab es eine Woche wo es um andere Länder ging. Ich erinnere mich dunkel an “China”, und an “Holland”…Da sangen wir dann alle “Edamer Kaas mijn Heer”. Im Flur gab es Haken, wo man seine Jacke aufhängen sollte. Jeder Haken hatte ein Schildchen mit dem Namen eines Kindes, und einem Bildchen. Jedes Jahr ein neues Schild. Prominenteste Erinnerung war, dass meine Mutter die Kindergärtnerin darauf aufmerksam machte, dass nun schon zum zweiten Mal mein Name darauf falsch geschrieben war – ich konnte ja noch nicht lesen. Jedenfalls kann ich seitdem behaupten, wenn jemand meinen Namen mit “e” statt mit “a” schreibt, dass mich dieser Fehler bereits seit dem Kindergarten verfolgt ;-)

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  • Anette sagt:

    Durch diverse Umzüge meiner Eltern, “durfte” ich drei Kitas kennen lernen.
    Naja, wie das damals so war vor gut 40 Jahren. Strenge und unnachgiebige Erzieherinnen, alles musste aufgegessen werden (noch heute ekelt es mich vor Weintrauben mit Kernen), Mittagsschlaf für alle, egal ob man den brauchte oder nicht.
    Aber ich erinnere mich auch an “Zauberhaftes”. Wie der Weihnachtsmann auf dem Dach stand und für uns einen Korb mit Obst und Süßigkeiten runter ließ (Kinder glauben ja fast alles), oder eine aufregende Hortreise (relaxte Erzieher und viel Spaß am Lagerfeuer, sowie jede Menge Muskelkater bei Laurentia, liebe Laurentia mein).
    Vielleicht waren die schlechten Erinnerungen mir stets ein Ansporn es anders zu machen.
    Meine Berufswahl: Erzieherin
    Kita heute ist gar nicht vergleichbar mit früher, man möchte manchmal wieder Kind sein, bei all den Möglichkeiten die Kitas heute so bieten.
    Also ich gehe gerne in den Kindergarten, jedenfalls in meinen ;-)

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