Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

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Das liebe Geld

Vor einigen Jahren hatten wir es in der Regel noch mehrmals am Tag in den Händen, es hat uns stets begleitet und wenn wir es einmal zuhause vergessen hatten, fühlten wir uns unwohl, irgendwie nackt.

Dann kam der Wendepunkt. Der technische Fortschritt machte das Unmögliche möglich. Eine kleine Karte war plötzlich in der Lage, beinahe sämtliche Funktionen des Geldes zu ersetzen. Anfänglich nur sehr skeptisch angenommen, gelang der Karte Stück für Stück der Vormarsch und im Laufe der Jahre entwickelten sich ganze Horden ausnahmsloser Kartenzahler, die in Barzahler-Geschäften ins Schwitzen gerieten. Nach und nach rüsteten die Geschäfte auf und inzwischen sind wir an einem Punkt angelangt, wo Barzahlung nur noch eine Option des Bezahlens ist.

Nichts ist so beständig wie der WandelIn dieser fortschrittlichen Zeit, in der man überleben kann, ohne auch nur eine Münze oder eine Banknote in die Hand zu nehmen, möchten wir ein paar Gedenkminuten einlegen und unserem langjährigen Wegbegleiter unseren Respekt zollen.

Sie ahnen es schon, die Rede ist vom lieben Geld.

Die mannigfaltigen Facetten des Geldes

Geld hat viele Gesichter. Es existiert in unterschiedlichster Form, in vielzähligen Währungen, hat x-beliebige Wertigkeiten und wir arbeiten hart, um in den Besitz zu gelangen. Wir kaufen Lebensmittel, Medikamente und all die Dinge des täglichen Lebens, der Rest wird gespart, angelegt und/oder gegen Güter oder Dienstleistungen „ausgetauscht“. Die einen haben davon im Überfluss, die anderen haben kaum genug, dass es zum Leben reicht.

Geld ist so simpel und doch so komplex. Obwohl es uns so vertraut ist, wissen wir letztlich doch so wenig darüber. Was ist Geld eigentlich genau, wo kommt es her und wie viel ist es wert? Hat Geld Macht und wo hört sie auf? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir in unserer Beitragsreihe über das liebe Geld auf den Grund gehen.

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Das liebe Geld, 4.8 out of 5 based on 8 ratings

Alle Beiträge dieser Serie

  1. 17 Sekunden = 30.000 Euro
  2. Altpapier erzähl mir was
  3. Die Geschichte des lieben Geldes
  4. Das liebe Geld
Kategorie: Geld & Welt
Thema:
  • Seegal Galguntijak sagt:

    Ich denke nicht, dass das Geld noch lange Bestand haben wird. Letztlich hat es uns immer dazu geführt, dass sich ein Übermaß an Reichtum bei einer zu kleinen Zahl an Menschen konzentriert, und dies dann dazu missbraucht wurde, um Macht über die Massen auszuüben. Würde das liebe Geld von einen Tag auf den anderen aufhören zu existieren, oder alternativ die Beliebigkeit seines Wertes offen für alle gelebt werden können (z.B. durch einen Punkt “Kontostand eintippen” am Geldautomaten), würden zwar viele Menschen, die heute in Banken arbeiten, sich eine andere Tätigkeit suchen müssen (und dann eine, die sie vielleicht ursprünglich als Berufswunsch hatten, vielleicht Künstler oder Sportler, oder etwas anderes, was sich mangels Ertrag in der Welt des Geldes nicht zum Beruf/zur Berufung machen lässt, obwohl sie sich dazu berufen fühlen), aber letztendlich würden wir Menschen als Gesellschaft erkennen, dass wir nur genau so weitermachen brauchen, wie bisher, und es würde sich nichts ändern. Die wenigsten würden sich “mehr als genug” nehmen, und die welche es machen würden, wären dem schnell überdrüssig, weil es nicht befriedigen würde (es ist ja keine Macht mehr damit verbunden).
    Achso, und zur Beliebigkeit des Geld-Wertes: Diesen kann man wunderbar erkennen, wenn man sieht, dass oft für kleine oder gar kleinst-Beträge kein Geld da ist, aber andererseits in den Regionen wo es um hunderte Millionen, Milliarden oder gar zig oder hunderte von Milliarden geht, jederzeit eine Finanzierung abgewunken werden kann. Die Bankenrettungsprogramme sind nur eines von vielen Beispielen, wo dies so läuft.

    Soweit der provokante Kommentar zu diesem Beitrag. Ich bin mal gespannt, ob er zur öffentlichen Lesbarkeit freigeschaltet wird, oder sogar der ein oder andere Gedanke darin für weitere Beiträge dieser Serie zum “lieben Geld” aufgegriffen wird.

    Eine liebe Kollegin von Ihnen im Schalterraum meinte übrigens einmal auf die Frage hin, wo denn der Menüpunkt “Kontostand eingeben” am Geldautomaten bliebe, dass dies doch zu einfach wäre. Da frage ich mich dann, warum nicht einfach, wenn es auch kompliziert geht? ;-)

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    • Gudela Noack sagt:

      Selbstverständlich möchten wir Ihren Kommentar unseren Lesern nicht vorenthalten.

      Gerne werde ich Ihren Gedanken in einem zukünftigen Beitrag aufgreifen. Schließlich ist es nicht nur eine abenteuerliche Vorstellung, dass Geld urplötzlich seinen Wert verliert, sondern für viele bereits gelebte Realität. Auch wenn der Auslöser kein Geldautomat ohne Boden war und die Auswirkungen einer Inflation nicht an Ihre „Vision“ heranreichen, so haben einige unter uns erlebt, was es bedeutet, wenn mühsam erspartes Geld nichts mehr wert ist.

      Auf der anderen Seite stimme ich Ihnen natürlich zu. In einigen Fällen ist die Verhältnismäßigkeit des Geldes verloren gegangen. Manchmal besitzt es für den Besitzer in diesen Fällen aber bereits jetzt keinen Wert mehr. Die gefühlte Wertigkeit des Geldes kann also auch ohne tatsächliche Entwertung verloren gehen.

      Es gibt aber Situationen, wie auch in der sogenannten Bankenkrise, da mögen Summen unverhältnismäßig wirken, die es vielleicht gar nicht sind. Hierbei darf man nicht vergessen, dass es nicht um ein Unternehmen, sondern letztendlich die gesamte Volkswirtschaft geht, auf die sich die Krise einer Bank auswirken kann. Soviel sei schon mal gesagt – aus der Objektivität einer Volksbank, die wie alle Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland nicht auf die staatliche Unterstützung zurückgreifen musste.

      Wenn es kein Geld mehr gäbe, würde sich meiner Meinung nach früher oder später ein alternatives „Tauschmittel“ finden. Geld ist schließlich eine zivilisatorische Errungenschaft, die sich im Laufe der Jahrhunderte aus eben solchen “Alternativwährungen” entwickelt hat. Diesem Aspekt werde ich meinen folgenden Beitrag widmen.

      Herzliche Grüße

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      • Seegal Galguntijak sagt:

        Liebe Frau Noack, ich denke Sie haben nicht ganz verstanden, wie ich das meinte, oder ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Vielleicht von beidem etwas. Was ich meinte, ist keineswegs eine klassische Inflation – der Wert von Geld ist sowieso bereits nicht mehr an reale Werte gekoppelt, wie auch die Reallohnentwicklung in den letzten 10 bis 20 Jahren gut deutlich macht, wenn man sie mit der volkswirtschaftlichen Entwicklung insgesamt vergleicht.
        Ich meinte, dass Geld seinen “Wert” als Tauschmittel an sich verlieren könnte, und die Menschen einfach aufhören würden, alles gegeneinander aufzurechnen. Statt dessen erkennen, dass in unserem Land immer für jeden genügend da ist, und niemand Mangel zu leiden braucht. Verteilungsungerechtigkeiten und damit Machtmissbrauch über Menschen würden schlagartig die Existenzgrundlage entzogen.
        Das Argument “dann würde niemand mehr arbeiten” ist dabei meines Erachtens durch die Umfragen in Bezug auf das “Bedingungslose Grundeinkommen” (welches das Problem keineswegs an seiner Wurzel löst) widerlegt: Dort antworteten über 80%, sie würden weiterhin arbeiten, wenn auch wohl weniger, oder andere Tätigkeiten mit mehr Abwechslung (warum nicht mal 4 Wochen Mülltonnen leeren, und danach wieder zurück in den angestammten Beruf, oder mal was ganz neues machen/ausprobieren?). Ein ähnlich hoher Prozentsatz sagte aber, “die Anderen” würden dann nicht mehr arbeiten, weshalb wichtige Arbeiten liegen bleiben würden. Nageln Sie mich bitte auf die Prozente nicht fest, ich schreibe das aus der Erinnerung – es waren jedenfalls deutlich über 50%.
        Natürlich würden ungeliebte, aber nötige Arbeiten, zunächst einmal “schleifen” – aber wenn die Menschen erkennen, dass diese Arbeiten nötig sind, und eine Arbeit nicht gleichbedeutend mit einer (nicht vorhandenen) Karriere-Aussicht ist, sondern eben bloß eine zeitweise Gelegenheit, sich in einem neuen Bereich nützlich zu machen und was anderes kennen zu lernen, würden wir uns mit Sicherheit gemeinschaftlich organisieren und das hinbekommen. Denn schließlich sitzen wir alle im selben Boot, genannt Erde – und diese Erkenntnis wird durch Machtausübung/-missbrauch, Verteilungsungerechtigkeiten, sowie den Zwang in einer Welt der totalen Fülle sich nicht nur ausreichend nützlich zu machen, sondern so viel seiner Lebenszeit für die Überlebensmöglichkeit innerhalb der anscheinenden Fülle zu opfern, dass das eigentliche Leben zu kurz kommt, derzeit noch verhindert. Etablierte Institutionen wie Politik, Medien etc. tragen dazu ihren Teil bei, während das Umdenken und Aufwachen der Menschen bereits in vollem Gange ist.

        Ein klugerer Umgang mit Werten, sowie die Erkenntnis, dass die “Finanzwirtschaft”, also der Teil unserer Gesellschaft, wo es sich ums liebe Geld um seiner selbst Willen dreht, sich bereits vollkommen von der realen Volkswirtschaft entkoppelt hat, kann hierzu einen wichtigen Teil beitragen.
        Und wenn Geld nur noch dann etwas wert ist, wenn man damit Macht erkaufen kann, weil alles andere sowieso im rauhen Überfluss verfügbar ist, dann ist es eben bereits nichts mehr wert (außer als Machtinstrument, um die Menschen “an der kurzen Leine” zu halten, auch geistig), sondern lediglich ein Mittel, welches vollkommen missbraucht wird.

        Wenn Handel nicht mehr aus Gewinnstreben und Bedürfnissnotwendigkeiten heraus getrieben wird, und das eine gegen das andere nicht mehr penibel aufgewogen wird, sondern aus der reinen Freude am “mehr als unbedingt nötig” Produzieren und Tauschen, dann wird auch kein Geld mehr gebraucht. Wir brauchen das Geld also nur, weil unsere Grundbedürfnisse nicht von sich aus gedeckt sind, und diese sind nur deshalb von sich aus nicht gedeckt, weil wir dafür Geld brauchen. Ein klassisches Henne-Ei-Problem. Mit dem Unterschied, dass die Grundbedürfnisse vorhanden sind und weiterhin gedeckt werden müssen – die Existenz des Geldes müssen wir nicht weiter erhalten.

        Und wie viele Bankmitarbeiter wären vielleicht früher lieber Leichtathleten, Rennfahrer, Saxophonisten, Maler, Schrifststeller, Sänger, Wissenschaftler geworden?

        Die Arbeiten, welche dann “liegen bleiben”, weil sie keiner mehr aus dem Zwang der Überlebensnotwendigkeit tun muss, waren dann in der Tat unwichtig, womit wieder Arbeitskräfte für notwendige und wichtige Tätigkeiten frei werden, welche uns als Gesellschaft weiterbringen.

        Naja, vielleicht bin ich meiner Zeit auch bloß um ein paar Jahrzehnte voraus, denn die alten Strukturen stoßen ja immer mehr an ihre Grenzen, und ich denke eben lösungsorientiert darüber hinaus weiter.
        Sicherlich entbehrt das Thema nicht einer gewissen Brisanz oder gar “Sprengkraft”, und es im Blog ausgerechnet einer Bank (Wobei die Genossenschaftsbanken in meinen Augen die einzigen sind, die überhaupt in einer Gesellschaftsform existieren, welche sich der Tolerierbarkeit annähert) anzusprechen mag töricht erscheinen, doch ich bleibe lieber der Meinung, dass es gerade hier von Menschen gelesen wird, die durch solche Gedankengänge inspiriert werden können, ihre bisher genutzten gedanklichen Gleise zu verlassen und neu “umzudenken”, dabei zu der Erkenntnis kommend, dass eine solche Welt möglich ist und lebenswerter erscheint als die bisherige.

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        • Peter sagt:

          Entschuldigung vorab wenn ich es mal ganz direkt formuliere.

          Aber Sie haben bei Ihrer RosarotenWolkeGeschichte einen ganz entscheidenden Faktor vergessen, obwohl Sie sich eigentlich auf diesen beziehen … nämlich den Faktor Mensch.

          Ganz ehrlich!? Nein ich möchte nicht den gleichen Basislohn für eine hochqualifizierte Tätigkeit erhalten, wie jemand der im Park Papier aufsammelt. Wobei ich damit die Tätigkeiot selber nicht bewerten will. Alles muss getan werden und alles hat seine Berechtigung.

          Es wird immer Menschen geben, die mehr haben/besitzen wollen als andere. Genauso wie es immer Menschen geben wird, die sich auf Kosten anderer auf die faule Haut legen und als Gesellschaftschmarotzer ihr Dasein fristen.
          Und Bitte .. Ihre angeführten Umfragen sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. So lange man nicht in der entsprechenden Situation leben muss und im Hinterkopf beim beantworten solcher Fragen sein wärmendes Heim und den nächsten Einkauf bei Karstadt hat, haben diese Aussagen für mich Null Wert.

          Wer will denn wirklich nur einfach mal zwischendurch für 4 Wochen Mülltonnen leeren oder Kaugummi von Bahnhöfen kratzen und danach wieder ins Büro zurück? Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich will hier keine Tätigkeiten oder Berufe in Misskredit bringen. Alles hat seine Daseinsberechtigung und seine Notwendigkeit. Aber wem wollen Sie denn erzählen, dass es für Alle ok ist, dass ein Pförtner das Gleiche bekommen soll, wie jemand der die Verantwortung für mehrere Tausend Menschen und hochwertige Maschinen trägt?

          Denn wir wollen ja nicht vergessen, dass das Alles, was jetzt Ihrer Meinung nach im Überfluss vorhanden ist (Warum eigentlich? Weil man damit Geld verdienen kann?), auch von irgend jemandem produziert werden muss.

          Im Zweifelsfall sind Sie Ihrer Zeit Jahrtausende voraus und ehrlich gesagt kann ich auch keine Lösung erkennen, da viele Ihrer Gedanken nicht zu Ende gedacht sind.

          Ich finde meine derzeitige Welt durchaus lebenswert, wenn sie auch sicherlich nicht ganz perfekt ist, aber wer oder was ist das schon.

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  • Seegal Galguntijak sagt:

    Lieber Peter,
    lassen Sie es mich bitte kurz auf den Punkt bringen:
    Sie glauben an das Schlechte im Menschen – ich weiß um das Gute im Menschen.

    Dabei basiert bemerkenswerterweise eine solche Einstellung wie die Ihre, die natürlich noch immer sehr weit verbreitet ist, auf demselben Mangel, der auch zu dem von mir erwähnten (auf die gesamte Gesellschaft/Menschheit bezogen) Fehlverhalten wie Machtstreben, Profitgier, Ruhmsucht und überhaupt jeder Form von Eigennutz-Denken führt. Dies ist ein Mangel an Liebe – in erster Linie Liebe zu sich selbst, und daraus resultierend die Liebe zu jedem Menschen, überhaupt jedem Lebewesen, Achtung des gesamten Planeten.

    Ich merke auch bei Ihren Beschreibungen von Tätigkeiten – ohne diese in Misskredit zu bringen – dass Sie in erster Linie die Motivation des Geldes dahinter sehen. Niemand wird Pförtner, wenn er statt dessen auch das Zwanzigfache verdienen könnte, und dafür Verantwortung für mehrere tausend Menschen und hochwertige Maschinen haben könnte? Außer, er hat mehr Spaß und Freude an der Tätigkeit als Pförtner…
    Wenn da nicht das liebe Geld wäre, was uns immer wieder als – in meinen Augen nicht mehr notwendiger – äußerer Sachzwang dazu bringt, Dinge zu tun, die wir nicht gerne machen bzw. “eigentlich” nicht machen wollen. Wenn die Motivation, eine Tätigkeit aufzunehmen, vollständig von der Bezahlung – und dem davon “überleben-müssen” entkoppelt wäre, würden viele Menschen glücklicher sein, auch ohne sich einen wesentlich höheren Lebensstandard leisten zu müssen, als die erwähnten Pförtner oder Mülleimer-leermacher. Wenn dann der hochbezahlte Mensch, der Verantwortung für tausende Menschen und hochwertige Maschinen trägt, die Chance bekommt zu erkennen, dass er diese Arbeit so, mit all dem Stress und dem “sich-verbiegen”, in Wirklichkeit gar nicht machen möchte, solange er auch so seinen Lebensstandard halten kann (der natürlich ein anderer als der des Pförtners etc. ist). Und die Verantwortung würde sich auf die Mitarbeiter verteilen, so dass jeder nur die Menge zu tragen braucht, die einen Menschen nicht unter ihrer Last erdrückt.

    Ich bleibe bei meiner Überzeugung: Ohne Geld wären wir frei. Wir würden erkennen, dass Tätigkeiten die nötig sind, gemacht werden müssen, egal von wem, denn die Motivation ist nicht mehr das Geld, sondern die Notwendigkeit.
    Andere Tätigkeiten, die nicht für das Funktionieren unserer Gesellschaft nötig sind, würden nur noch von Menschen gemacht werden, die Freude an der Tätigkeit um ihrer selbst willen haben. Dann aber eben vielleicht nicht mehr 40 bis 70 Stunden oder mehr in jeder Woche, sondern nur so viel, wie man selbst es auch wirklich möchte.

    Wir müssten uns nur aufrappeln, und zu einem wahren Miteinander, anstatt des den Strukturen unserer Gesellschaft immanenten Gegeneinander finden. Wir können neue Strukturen schaffen, die mangels Geld und der damit einhergehenden Notwendigkeit zum “Gegeneinander”, auf einem echten “Miteinander” basieren. Und dabei auch alles schöne und angenehme erhalten, alles unangenehme jedoch sein lassen, weil keine Notwendigkeit mehr dazu besteht. Wenn man sich den Zustand unseres Planeten anschaut, haben wir dafür jedoch wahrscheinlich eher keine Jahrtausende mehr Zeit – denn wir sitzen ja bereits die ganze Zeit über “im selben Boot”, unabhängig davon, ob wir auch so leben, oder nicht.

    Würde nichts mehr exakt (oder überhaupt) gegeneinander aufgerechnet werden müssen, dann entfielen all diese Sachzwänge, und man könnte völlig pragmatisch und ganzheitlich lösungsorientiert an die Sache herangehen.
    Übrigens spricht nichts dagegen, eine für einen selbst lebenswerte Welt (und sei sie es auch nur aufgrund des “wärmenden Heims und des nächsten Einkaufs bei Karstadt”), noch lebenswerter auch für alle anderen zu machen – es ist dafür nicht einmal nötig, selbst übermäßige “Opfer” im eigenen Lebensstandard zu bringen.

    Bitte verzeihen Sie, die “nicht zuende gedachten Gedanken” rühren daher, dass ich diese Idee oder Vorstellung einer wirklich für alle Menschen ideal lebenswerten Gesellschaft nur als abstraktes Gesamtbild in meinem Sinn entwickelt habe. Ich weiß dennoch, dass es möglich ist, auch wenn die vielen Details auf Grund der Komplexität der für die Realisierung nötigen Änderung von einem allein gar nicht alle bedacht und ausgearbeitet werden können. Deshalb müssen wir ja endlich alle an einem Strang ziehen, und aufhören immer nur “gegeneinander” zu leben, anstatt miteinander.

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  • Öff Öff Jürgen Wagner sagt:

    Die Welt wird bestimmt von aus dem Gesamt-Zusammenhang gelösten “Einzel-Rechnungen bzw. -Vergeltungen” (- wofür der “Tausch nach Leistungs-Prinzip” steht, mit oder ohne Geld: ‘Ich gebe, um dafür entsprechend zurück zu bekommen…’)…
    Wen kann es wundern, daß der Gesamt-Zusammenhang dabei verhängnisvoll leidet?
    Die ganze Menschheits-Geschichte lang gibt es aber auch den Traum, daß wir Menschen als entscheidendem Maßstab danach gehen, was LIEBE und SINN IM GANZEN entspricht, auch wenn es für die einzelne “Rechnung” ‘Ungleichgewicht’ bedeuten würde…
    Die Zellen im Organismus verhalten sich so “organisch”…
    Und auch wir Menschen z.T. schon, z.B. in LIEBES-BEZIEHUNGEN und in FAMILIEN…
    Einfach liebevoll miteinander schenken und teilen, so wie es für Alle bzw. fürs Ganze am Besten ist…
    Eigentlich ganz einfach, nicht wahr?

    Öff Öff, Gründer der “Schenker-Bewegung”…

    Moderationshinweis: Hallo Herr Wagner, wir haben Ihren Kommentar bearbeitet. Bitte achten Sie darauf, die Kommentare nicht als Werbefläche für andere Internetseiten zu nutzen. Näheres dazu finden Sie in unseren Kommentarrichtlinien.
    Herzliche Grüße
    Stephan Levin

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  • Öff Öff Jürgen Wagner sagt:

    Man kann auch sagen: “Global denken, lokal handeln…”

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  • Henriette sagt:

    Das Geld wird wohl nicht an Bedeutung verlieren können. Sicher, das Bargeld als reines Zahlungsmittel, wird mit Sicherheit in der digitalen Welt an Bedeutung verlieren. Allerdings wird der reine Wert immer wichtig sein. So werden allerdings Transaktionen via Smartphone oder weiterer in der Zukunft entwickelten Geräte durchgeführt werden. Aber Vermögen und Rente wird im Alter ebenso wichtig sein, wie es bereits seit Jahrhunderten entscheidend gewesen ist. Allerdings gibt es wichtigere Sachverhalte, wie die Altersarmut in Deutschland (http://www.riester-rente.eu/1490/2012/04/20/armutsgefahrdung-in-deutschland-bei-156-prozent/)

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