Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Bitte aufmachen, Polizei!

Ob meinem Opa der Schreck durch die Glieder fahren würde, stünde die Polizei plötzlich vor seiner Tür? Auf einen Versuch würde ich es gerne ankommen lassen. Schließlich sind die Berliner Polizisten der Direktion 2 gerade unterwegs, um Senioren vor den häufigsten Methoden der Trickbetrüger zu warnen.

Die neue Form der Präventionsarbeit ist in Bremen bereits erfolgreich und wird nun in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizeischule in Berlin Westend getestet. Denn nicht nur die Zahl der Trickdiebstähle in Wohnungen ist gestiegen, auch der sogenannte „Enkeltrick“ ist in jedem zehnten Fall erfolgreich. Der Schaden liegt bei rund 1,5 Millionen Euro.

Autsch! Eine stattliche Summe, die bei (m)einem Opa allein nicht zu holen wäre. Da beißen sich die Täter an einem Gebissträger vielmehr die kriminellen Eckzähne aus. (Entschuldige, Opi!). Denn mein Opa ist auf zack. Einem dahergelaufenen Anrufer, der sich als vermeintlicher Verwandter ausgibt, um Bargeld zu bekommen, würde er ins Kreuzverhör nehmen und in Schallgeschwindigkeit enttarnen. Üblicherweise rufen die Täter an und entlocken ihrem Opfer mit einem simplen „Hallo, ich bin es“, den Namen eines Familienangehörigen. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Aber vor allem würde mein Opa niemals wildfremden Leuten Geld in die Hand drücken, die ich angeblich vorbeischicke, weil ich dies- und deswegen verhindert bin. Genauso läuft es bei dem „Enkeltrick“ in der Regel ab. Garniert mit der Drohung, es auch ja keinem zu erzählen.

Die vorgetäuschte persönliche Beziehung ist nur eine von vielen Maschen der Trickbetrüger. Die Täter wenden noch weitere Methoden an, um sich das Ersparte älterer Leute zu ergaunern. Ob mein Opa alle Tricks kennt, weiß ich nicht. Bei meinem nächsten Besuch finde ich es aber heraus. Und das sollten Sie auch tun. Nein, nicht meinen Opa besuchen. Sprechen Sie mit Ihren Verwandten und Freunden. So kann jeder von uns die Arbeit der Polizei unterstützen.

Darauf fällt man eben doch herein

Es klingelt und über die Gegensprechanlage ist ein „Können Sie bitte aufmachen? Ich möchte ein Paket/Geschenk für einen Nachbarn abgeben.“ zu vernehmen. Machen Sie dann die Tür auf? Oder wenn eine schwangere Frau an heißen Tagen um Wasser bittet, holen Sie dann ein Glas? Wenn Sie beide Fragen mit ja beantworten, sind Sie hilfsbereit und mitfühlend. Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht handelt es sich aber um eine krumme Tour der Diebe: die vorgetäuschte „Notlage“. Und sei es nur, dass ein Unbekannter um Stift und Zettel bittet.

Wie bei jeder Täuschung arbeiten die Diebe auch hier häufig zu zweit. Der Lockvogel verschafft sich Zutritt zur Wohnung und beschäftigt das Opfer, sodass ein zweiter Täter unbemerkt in die Wohnung eindringen kann. Schauen Sie daher durch den Türspion, wenn es an der Wohnungstür klingelt. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung. Und wenn Sie hilfsbereit sein wollen, schließen Sie in jedem Fall die Tür, bevor Sie Stift und Zettel holen.

Nicht blind vertrauen!

Die Türen schließen sich schwungvoll und ein kräftiges „Die Fahrausweise bitte!“ schallt durch den Wagon. Jeder kramt seinen Fahrschein hervor und lässt ihn vom Kontrolleur begutachten. Wissen Sie eigentlich wie das Dokument aussieht, mit dem sich die „Schrecken der Schwarzfahrer“ ausweisen? Ich nicht. Genaugenommen sehe ich nicht einmal hin. Das wird schon seine Richtigkeit haben. Genau dieses Vertrauen in „Amt und Würden“ machen sich Trickdiebe zu Nutze. Falsche Polizeibeamte, vermeintliche Handwerker, falsche Sozialamtsmitarbeiter – eine offizielle Funktion oder andere vermeintliche Befugnis vorzutäuschen, ist ebenfalls eine beliebte Methode von Trickbetrügern. Eine gesunde Skepsis sollte man sich bewahren und den Mut haben, genauer hinzusehen und nachzufragen. Damit rechnen die Täter nicht. Sie wollen ihre Opfer nur möglichst schnell bestehlen und gleich wieder verschwinden.

Eine Marke allein, macht noch keinen Polizisten

Haben Sie gewusst, dass man die Metallmarke der Kriminalpolizei in jedem Spielzeugladen kaufen kann? Echte „Cops“ zeigen ihre Marke immer in Verbindung mit dem Dienstausweis. Zivilpolizisten der Kriminalpolizei tragen zusätzlich eine rote Plastikkarte in der Größe einer Bankkarte mit Foto, Name und Wasserzeichen bei sich. Die Beamten der Wasserschutzpolizei weisen sich mit einem grünen Ausweis aus. Studieren Sie die Dokumente ruhig sorgfältig. Ein echter Beamter hat nichts zu verbergen und daher auch nichts dagegen, wenn man sich den Ausweis länger anschaut.

Vorsicht, bissiger Banker!

Im November 2012 wurden zwei Berater der Berliner Volksbank von der Polizei ausgezeichnet. Aufmerksam wie unsere Kollegen sind, haben sie dazu beitragen können, dass zwei „Enkeltrick“-Täter auf frischer Tat gefasst wurden. Warum? Weil wir unsere Kunden kennen und ein feines Gespür für ungewöhnliche Situationen und „Wünsche“ haben. So konnten wir unsere Kundin vor einem Schaden in Höhe von 10.000 Euro bewahren.

Aufmerksamkeit lohnt sich: kein Schaden für die Kundin und eine Auszeichnung für unsere Berater

Wir halten die Augen weiter offen. Sie bitte auch! Reden Sie mit den älteren Menschen in Ihrem Umfeld. Schließen Sie gegebenenfalls einen Familienpakt: „Wann immer ein Familienmitglied oder Freund in Geldnöten ist und schnelle Hilfe braucht, werden die Details persönlich – Auge in Auge – besprochen. Niemals am Telefon.“

Vorsicht falscher Enkel – Tipps der Polizei

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die sie als solche nicht erkennen
  • Geben Sie von sich aus keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis
  • Fragen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Ihren Familienangehörigen nach
  • Übergeben Sie Geld niemals an unbekannte Personen
  • Reden Sie mit Verwandten und Freunden über den „Enkeltrick“ und sensibilisieren Sie sie
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt
  • Notrufnummer 110

Verwirrung – Warum die Knöllchen jetzt europäisch sind

Das Auto falsch geparkt, kein Parkticket gelöst oder zu schnell gefahren. Auf die folgende Post vom Polizeipräsidenten ist Verlass. Ein kurzes Murren und auf zur Bezahlung des Parktickets per Post. Doch was ist das? Sah der Überweisungsvordruck letztes Jahr nicht noch anders aus?
Drei neue Abkürzungen. Von denen hat man vielleicht schon im Rahmen einer Überweisung ins Ausland gehört, beispielsweise zur Zahlung der Miete einer Ferienwohnung in der Toskana. Aber der Polizeipräsident sitzt doch am Tempelhofer Damm, in Berlin, in Deutschland. Soll das jetzt eine Auslandsüberweisung werden? Was ist denn da passiert?

SEPA? – Wo liegt SEPA?

Die 27 EU-Staaten, die EWR-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die Schweiz und Monaco wissen was sie wollen: Einen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum, neudeutsch Single European Payment Area oder kurz SEPA.
Damit ist die erste Abkürzung geklärt und wir als Bank wissen was zu tun ist. EU-Richtlinen, Verordnungen und nationale Gesetze umsetzen. Mit den Details, wie es dazu kam und was bei uns alles umzustellen ist, verschonen wir Sie an dieser Stelle mal. Wir machen brav unsere Hausaufgaben und erklären Ihnen, was es Neues gibt, was geändert wird und was auf Sie zukommt.
Firmenkunden beschäftigen sich schon seit 2008 mit dem Thema und einige Privatkunden haben schon erste Erfahrungen gesammelt, sofern sie ins Ausland überweisen mussten. Die haben jetzt einen kleinen Vorteil, denn die wissen die Bedeutung der beiden anderen Abkürzungen schon. Aber diesen Informationsvorsprung wollen wir heute deutlich reduzieren.

IBAN und BIC – Nur einer kann überleben

Die Kontonummern werden europaweit vereinheitlicht und heißen nun IBAN (International Bank Account Number = Internationale Bankkontonummer) und die passenden internationalen Bankleitzahlen heißen BIC (Bank Identifier Code).
Während die beiden “Neuen” bisher nur bei Auslandsüberweisungen im SEPA-Raum nötig waren, machen sich diese Zahlen- und Buchstabenreihen jetzt auch in den teilnehmenden Ländern breit. Überweisungen, Daueraufträge und selbst Lastschriften sind vor ihnen nicht mehr sicher. Gemeinsam erobern sie die einheimischen Zahlverfahren, doch am Ende wird nur eine der beiden gewinnen.
Am Ende des geplanten Prozesses wird die gewohnte Kontonummer, Bankleitzahl und auch der BIC aussterben. Die IBAN wird als Einzige überleben.

2016, 2014 oder bereits heute?

Die nationalen Zahlverfahren enden am 1. Februar 2014. Firmenkunden müssen ihren Zahlungsverkehr bis dahin vollständig auf das neue Verfahren mit der IBAN umstellen. Für Verbraucher gibt es eine Übergangsfrist bis 2016. Soweit die Theorie; aber wer jetzt glaubt, er könne sich entspannt zurücknehmen, den holt die Praxis ganz schnell wieder ein.
Wie beispielsweise in Form der Landeshauptkasse, die mal eben die Formulare umstellt und den Parksünder gleich zweimal schockiert. Er soll zahlen, weiß aber mit dem SEPA-Überweisungsträger nix anzufangen. Dann ist die Zukunft doch schon heute da.

EU-Standardüberweisung

Wie lautet meine IBAN?

Aber keine Panik. Wir verraten Ihnen, wo wir Ihre IBAN schon “versteckt” haben. Entdecken kann man die “Neue” auf dem Kontoauszug, auf der Rückseite der BankCard oder sogar im InternetBanking.
Wenn Sie jetzt einen bewussten Blick auf Ihre IBAN werfen, bitte nicht erschrecken, sie ist ganze 22 Stellen lang!
Mit einer kleinen Eselsbrücke lässt Sie sich dennoch ganz einfach merken, denn viele Stellen kommen Ihnen garantiert bekannt vor:

DE 99 100 900 00 1234567890
Deutschland -neu- bisherige Bankleitzahl bisherige Kontonummer

Damit ist das Geheimnis gelüftet und das “Buchstaben-Ziffern-Monster” verliert den Schrecken, aber auch ein bisschen den Zauber. Wenn man den Trick kennt, ist das alles kein Hexenwerk mehr.
Die gute Nachricht für Nostalgiker: So lebt die gewohnte Kontonummer und unsere geliebte Bankleitzahl in der IBAN doch irgendwie weiter.

Und wie ist der BIC?

Unsere internationale Bankleitzahl, auch als SWIFT-Code bekannt, lautet weiterhin BEVODEBB und ist meist in direkter Nachbarschaft zur IBAN zu finden.

Das InternetBanking rechnet selbst

Die SEPA-Überweisung wurde bereits 2008 geboren und hat auch im InternetBanking Einzug gefunden. Dort kann der Nutzer direkt in der Überweisungsmaske auf die SEPA-Überweisung umstellen. Die eigene IBAN rechnet das InternetBanking ganz schnell aus und übernimmt sie ins Formular.
So können Sie auch heute schon das Knöllchen online bezahlen, ohne den Vordruck der Landeshauptkasse zur Bank zu bringen.

Mit diesen kleinen Tipps schocken Sie die neuen Vordrucke nicht mehr und auf´s Erste sind Sie damit gut gerüstet. Was sich bei Ihren Lastschriften und Daueraufträgen ändert, erläutern wir Ihnen in einem späteren Beitrag.

Für Firmenkunden bedeutet die Umstellung auf SEPA eine ganze Menge Arbeit.
Auf unserer Internetseite haben wir daher viele Informationen, Fristen und Umstellungshilfen auf einer eigenen Themenseite zusammen gestellt.

Hier geht’s richtig Los!

Lotterien locken mit spektakulär hohen Jackpots, aber wirklich spektakulär ist die extreme Unwahrscheinlichkeit auf einen Volltreffer. Viel gelassener kommt das Gewinnsparen der Berliner Volksbank daher – dabei sind die Chancen auf Hauptgewinne erstaunlich hoch im Vergleich zu den großen Lotterien! Und das Beste daran: Sie müssen nichts tun, um mit einem kleinen Einsatz auch noch viel Gutes zu tun.

Der Name ist Programm: Gewinnsparen kombiniert Sparen und Gewinnen. Das ist zunächst einmal sehr bequem. Pro Los werden monatlich 5 Euro abgebucht, von denen 4 Euro angespart und am Jahresende wieder ausgezahlt werden. Das heißt: Der tatsächliche Einsatz pro Los liegt bei nur einem Euro pro Monat – bei überdurchschnittlich hohen Gewinnchancen!

Mit 1 Euro sind Sie dabei

Mit diesem einen Euro bietet das Gewinnsparen Monat für Monat die Chance auf einen Hauptgewinn von 500 oder 15.000 Euro. Die Gewinnquote liegt bei beeindruckenden 1:2000, die im Vergleich zu Lotterien ihresgleichen sucht. Am Jahresende wird unter allen Teilnehmern zusätzlich ein Jackpot in Höhe von 50.000 Euro verlost. Und außerdem nimmt jedes Los automatisch an Sonderverlosungen teil. Aktuell wurden zum Stichtag 3. April 60 iPad 2 verlost; 6 davon gewannen Kunden der Berliner Volksbank. Und Lose, die bis 3. Mai 2012 gekauft werden, nehmen an der Verlosung von drei Audi Q3 teil!

Unsere Sondergewinne sind aktuell auf Road-Tour durch ausgewählte Standorte. Kommen Sie gerne auf einen Sprung vorbei für einen Schwung Vorfreude. Sie finden einen der drei Audi Q3 vom 25. bis 27. April im FinanzCenter Oranienburg.

So rechnet sich Ihr Los im Detail

Monatlich werden 5 Euro abgebucht, wovon die Berliner Volksbank 4 Euro für Sie anspart und am Jahresende wieder auf Ihr Konto auszahlt. Sie selbst müssen nicht mehr tun, als sich über ein kleines Weihnachtsgeschenk von 48 Euro freuen. Inklusive natürlich die guten Aussichten auf Gewinne von 2,50 bis 50.000 Euro.

Unser Tipp – die 10er-Kombi

10 Lose lohnen sich richtig! Wenn Sie sich zehn Lose mit fortlaufenden Endziffern von 0 bis 9 sichern, gewinnen Sie 2,50 Euro monatlich garantiert. Denn der Mindestgewinn von 2,50 wird auch mindestens auf eine Ihrer Endziffern ausgeschüttet. Über das Jahr gerechnet ergibt sich für die 10er-Kombi eine beeindruckende Gewinnspar-Kalkulation:

50 Euro pro Monat für 10 Lose = 600 Euro im Jahr
Rückzahlung zum Jahresende 480 Euro
Garantierte Gewinne 12 x 2,50 Euro = 30 Euro
Ihr Jahreseinsatz beträgt 600 – 510 = 90 Euro

Das heißt: Statt 1 Euro im Monat wie bei einem einfachen Los, kosten 10 Lose im Monat zusammen nur 7,50 Euro – sprich: nur 75 Cent je Los!

Schenken Sie ein Jahr lang Chancen

Jahres-Geschenk-Los-HülleAnstatt nur selbst die guten Aussichten zu genießen, dürfen Sie auch als edler Spender auftreten und ein Gewinnsparlos verschenken. Das kostet nur 60 Euro im Jahr, während der oder die Beschenkte alle eventuellen Gewinne und die Jahresrückzahlung in Höhe von 48 Euro erhält. Mit mindestens einer netten Überraschung erfreuen Sie die Person Ihrer Wahl also in jedem Fall. Das Jahres-Geschenk-Los können Sie in dieser exklusiven Geschenkhülle überreichen.

Und nicht zuletzt: der gute Zweck

Was ist eigentlich der Sinn des Gewinnsparens? Ganz einfach die Kombination von Sparen, Gewinnen und Helfen. Schon vor über 100 Jahren wurden soziale Institutionen wie Kirchen oder das Rote Kreuz mittels Gewinnsparen unterstützt. Heute sorgen wir dafür, dass sich zahlreiche karitative, gemeinnützige und soziale Einrichtungen in Berlin und Brandenburg über üppige Spenden freuen können, die wir vom Gewinnsparen an sie ausschütten. Allein im Jahr 2011 haben wir 165.000 Euro an 85 gemeinnützige Einrichtungen in Berlin und Brandenburg übergeben.

Jetzt aber los zu Ihrem Los

Wenn Sie volljährig sind und bei der Berliner Volksbank ein Girokonto haben, seien Sie dabei! Gewinnsparlose können Sie in allen unseren Geschäftsstellen erwerben oder auch online anfragen. Wir wünschen Ihnen viel Glück beim Gewinnsparen!

Weitere Informationen zum Gewinnsparen …

Welche Passwörter sind sicher?

Passwörter sind zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Wir brauchen sie für die Arbeit, für das Online-Banking, um Mails zu schreiben, um in den sozialen Medien zu surfen und für zahlreiche Kundenkonten, wenn wir online shoppen. Aber wie sicher sind meine Passwörter überhaupt?

“Nur jedes vierte Passwort ist sicher“ titelte zuletzt die Computerwoche auf ihrer Internetseite. Aber wie sollte ein Passwort aussehen, das sicher ist und man sich trotzdem merken kann?

So nicht!

Die Klassiker der Passwörter sind Abwandlungen des Wortes an sich, Namen des Lebenspartners, der Kinder oder Haustiere, Autokennzeichen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Adressen, Zahlen- oder Buchstabenreihen sowie Kontonummern. Wer nicht will, dass Außenstehende das Passwort erraten, verzichtet besser auf diese Varianten!

Außerdem sollten Sie Fremdwörter, Wörter in einer anderen Sprache oder zusammengesetzte Kunstwörter wie beispielsweise „Pfeifenleuchte“ vermeiden. Diese können schnell mit einem elektronischen Wörterbuchangriff herausgefunden werden.

Eine unsichere aber weit verbreitete Methode den Passwortwechsel zu vereinfachen ist es, eine Ziffer oder das Monatskürzel an das Passwort anzuhängen.
Das sind alles bekannte Techniken, die immer als Erstes überprüft werden. Also lassen Sie lieber die Finger davon.

Der sicherste Weg

Denken Sie sich einen Merksatz aus. Dieser kann ein eigens formulierter Satz sein, ein Sprichwort, ein Liedtext oder ein Zitat. Streuen Sie nun Sonderzeichen und Zahlen ein und schon haben Sie das perfekte Passwort. Hier ein paar Beispiele:

Der Satz „0221 ist die Vorwahl von Köln.“ wird so zu 0221idVvK. Und der Satz „1 Zoll entspricht 2,54 Zentimeter“ verwandelt sich in1Z0ll=2,54cm. Wer von Ihnen würde solch ein Passwort erraten?

Man kann aber auch einzelne Wörter so verfremden, dass sie einem Wörterbuchangriff nicht mehr standhalten. Anhand des Wortes Siebenmeilenstiefel kann man das gut demonstrieren. Das Wort sieben wird durch die Ziffer 7 ersetzt, aus Meilen werden km und das i aus Stiefel dreht man einfach um und schreibt „!“. Es entsteht das Passwort 7kmst!efel.
Ein sicheres Passwort sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Es sollte aus großen und kleinen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen und mindestens 8 Zeichen lang sein.
  • Sie sollten keine Umlaute (ä,ö,ü) verwenden, da sich diese im Ausland meist nicht auf der Tastatur befinden.
  • Das Passwort sollte mindestens alle 90 Tage gewechselt werden und nicht nur eine andere Zahl angehangen werden.
  • Schreiben Sie das Passwort nirgendwo auf und speichern Sie es nicht im Computer.
  • Benutzen Sie verschiedene Passwörter.

Geheimzahl für EC-Karte selbst wählen

Seit 1. Februar können Sie bei der Berliner Volksbank Ihre PIN selbst wählen. Auch dabei sollten Sie an die Sicherheit denken und bestimmte Zahlenkombinationen vermeiden. Benutzen Sie nicht viermal die gleiche Zahl, verwenden Sie, wie beim Passwort auch, keine Zahlenreihen oder Geburtstage.

Werden Sie kreativ, kombinieren Sie persönliche Daten. Sie machen Diät und möchten auf 65kg kommen und wieder Größe 38 tragen? Kombinieren Sie diese Zahlen und schon haben Sie die vierstellige PIN. Oder koppeln Sie Ihre Körpergröße mit Ihrer amerikanischen Schuhgröße (geht natürlich nur bei kleinen Füßen). Und wer außer Ihnen und Ihrer Mutter kennt das Geburtsgewicht? Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten. Hauptsache ist, Sie können sich die Zahlen merken.

Achtung vor Spionage

Die freie Hand oder einen Gegenstand vor die Tastatur bei der Eingabe der PIN zu halten, beherzigen die meisten Menschen. Doch leider gibt es noch andere Wege, als über die Schulter zu gucken, um das Passwort oder die PIN auszuspionieren.

Social Engineering ist das Sammeln von Informationen und Auskundschaften von Zugangsmöglichkeiten per Telefon, E-Mail oder unter Verwendung einer vertrauten Identität. Dagegen hilft nur: Geben Sie niemandem Ihre persönlichen Daten und Passwörter! Egal, wie vertrauenswürdig Ihnen die Person erscheint.

Doch nicht nur Menschen können spionieren, sondern auch Computerprogramme (Viren). Sie können die Passworteingabe aufzeichnen und per E-Mail versenden. Viren werden meist durch eine E-Mail oder einen Link übertragen aber auch auf Internetseiten lauern. Öffnen Sie daher keine unbekannten E-Mails, Datenanhänge oder Internetseiten.

Das mulmige Gefühl beim Online-Banking

Immer mehr Menschen verlagern einen Großteil ihres täglichen Lebens ins Internet. In den unendlichen Weiten des WorldWideWebs wird kommuniziert, recherchiert, verglichen, gekauft und bezahlt. So wird auch der Zahlungsverkehr mehr und mehr online abgewickelt. Überweisungen werden heutzutage über das Online-Banking auf den Weg geschickt. Wie schön könnte alles sein, wäre da nicht dieses ungute Gefühl des stets präsenten Sicherheitsrisikos. Wo explizit die Gefahren lauern, wissen viele nicht so genau, aber dass sie existieren ist allgemein bekannt.

Es ist wohl eine Mischung aus diesem schwammigen Halbwissen und der gefühlten Machtlosigkeit in Bezug auf die Bekämpfung dieser Gefahren, die uns dieses mulmige Gefühl schnell beiseite schieben lässt. Gerne auch mit der Begründung: Warum sollte es gerade mich treffen?

Doch die Wahrheit ist: Irgendwen trifft es nun mal. Und vermutlich hat dieser Jemand zuvor auch nicht damit gerechnet, dass es gerade ihm passieren würde.

Damit Sie Ihren Sicherheitsbedenken einen Namen geben können, haben wir die derzeit größten Gefahren in Bezug auf Online-Banking zusammengestellt. Manchmal ist es sinnvoll, seinen “Feind” zu kennen.

Phishing

Beim Phishing versuchen die Betrüger, an Ihre Zugangsdaten und Passwörter zu gelangen. Dafür bilden sie die Internetseite Ihrer Bank nach und nutzen viele Tricks, Sie auf diese Seite zu locken. Im Laufe der Jahre wurden als „Lockmittel“ unterschiedliche Methoden entwickelt. Am gängigsten ist folgende: Sie erhalten eine offiziell aussehende E-Mail (scheinbar von Ihrer Bank) mit der Bitte, mittels eines angehängten Links die Website aufzusuchen, um dort beispielsweise im Online-Banking Ihre Daten zu aktualisieren. Folgen Sie dem angegebenen Link, so landen Sie auf der täuschend echt aussehenden Internetseite des Betrügers. Geben Sie nun Ihre Zugangsdaten ein, so spielen Sie diese direkt in die seine Hände.

Pharming

Pharming ist eine Weiterentwicklung des klassischen Phishings. Ein eingeschleustes Schadprogramm leitet Sie beim Aufruf der Internetseite unbemerkt auf eine gefälschte Website um. Hier beginnt die Manipulation bereits auf Ihrem Computer. Mithilfe von Viren oder Trojanern auf Ihrem Rechner wird hierbei die IP-Adresse eines bekannten Domain-Namens (z. B. www.berliner-volksbank.de) durch die IP-Adresse des Betrügers ersetzt. Bei einem solchen Angriff wird die URL (z.B. www.berliner-volksbank.de) richtig dargestellt, obwohl sich der Nutzer auf einer falschen Seite befindet. Auch hier spielen Sie (wie beim Phishing) sämtliche Daten, die Sie eingeben, direkt in die Hände des Betrügers.

Man-in-the-middle

Eine Man-in-the-middle-Attacke ist eine Betrugsmethode, bei der sich der Betrüger zwischen Sie und Ihren „Kommunikationspartner“ (z. B. Ihre Bank) klinkt und somit die Kontrolle über den Datenverkehr hat. Die Betrüger konzentrieren sich dabei auf Online-Banking-Kunden, die noch das altbewährte iTAN-Verfahren zur Legitimation nutzen. So haben sie die Möglichkeit, im Hintergrund die Zielkontonummer und den Betrag zu verändern, ohne dass Sie etwas davon mitbekommen.

Die Banken arbeiten fortlaufend daran, die Sicherheitsrisiken für ihre Kunden zu minimieren.
Dabei geht es primär darum, dass vertrauliche Daten bei der Übertragung über das Internet nicht unberechtigt eingesehen oder verändert werden können.

Mehr Sicherheit durch neue Verfahren

Online-Banking-Nutzer werden in den vergangenen Jahren festgestellt haben, dass es gerade in Bezug auf die Transaktionsnummern einige Veränderungen gegeben hat. Diese TAN entsprechen Ihrer Unterschrift bei Auftragserteilungen im Internet. Für jeden Auftrag wird eine neue TAN benötigt. Bei diesem Verfahren besteht allerdings die Gefahr, dass einem Betrüger Transaktionsnummern in die Hände gelangen, mit denen er in Kombination mit der ausgespähten PIN etwas anfangen kann. Dieser Gefahr sind viele Banken und so auch wir mit dem iTAN-Verfahren begegnet. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass für jede Transaktion eine ganz spezielle TAN verlangt wird.

Die Sicherheitsgefahr in Hinsicht auf Man-in-the middle-Attacken konnte so jedoch nicht abgewendet werden. Die Daten könnten im Hintergrund trotzdem verändert werden, ohne dass der Nutzer dies mitbekommt. Die Einführung von mobileTAN, also der Anforderung einer TAN per SMS auf das Handy, brachte durch die unterschiedlichen Kommunikationsmedien (Computer/Handy) und die Überprüfungsmöglichkeit der Auftragsdaten auf dem Handy zusätzliche Sicherheit.

Doch die Entwicklungen schreiten stets voran. Die Betrüger schlafen nicht, also dürfen auch die Gegner sich kein Ruhepäuschen gönnen. Das Sm@rt-TAN plus-Verfahren ist die neueste Entwicklung und zählt derzeit mit zu den sichersten Arten, eine Transaktionsnummer (TAN) zu generieren. Hier wird die TAN mit einem separaten Kartenleser (TAN-Generator) und der eigenen Bankkarte erzeugt. Die Auftragsdaten werden auf den Kartenleser übertragen und müssen dort separat bestätigt werden. So können Sie sicher sein, dass Ihr Auftrag nicht durch einen Man-in-the-middle-Betrüger verändert wurde.

Sm@rt-TAN plus bei der Berliner Volksbank

Um unseren Kunden die Möglichkeit zu bieten, Online-Transaktionen noch sicherer zu gestalten, haben wir das neue Sm@rt-TAN plus-Verfahren seit dem 01. Juni 2011 auch bei uns eingeführt. Dieses Verfahren wird das bestehende iTAN-Verfahren zukünftig ablösen.

Schnelligkeit wird belohnt

Die ersten 20.000 Kunden, die sich für das Sm@rt-TAN plus-Verfahren anmelden, erhalten von eine Gutschrift in Höhe von 4 Euro.

Hier finden Sie Informationen zur Einführung des Sm@rt-TAN plus-Verfahrens bei der Berliner Volksbank:

Der ganz spezielle Support

Um Sie bei der Umstellung auf das Sm@rt-TAN plus-Verfahren zu unterstützen, bieten wir Ihnen Hilfe der ganz besonderen Art. Unter dem Motto „Fan werden und Fragen stellen“ haben wir für Sie auf Facebook eine neue Fanpage erstellt. Dort steht Ihnen unser kompetentes “Support-Team” mit Rat und Tat zur Seite und beantwortet allgemeine Fragen rund um Sm@rt-TAN plus.

Schützen Sie sich selbst

Wie Sie sehen, wird stets an der Antwort auf neue betrügerische Methoden gearbeitet. Doch häufig lauern die größten Sicherheitslücken beim Internetnutzer selbst. Aber was können Sie eigentlich tun, um die eigene Sicherheitslücke zu minimieren? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat einige Grundregeln zusammengestellt, die Sie zu Ihrem eigenen Schutze beherzigen sollten. Mithilfe dieser einfachen Maßnahmen lässt sich die Sicherheit im Online-Banking deutlich erhöhen.

Vertrauen Sie nicht darauf, dass es Sie nicht treffen kann. Sorgen Sie lieber vor, damit Sie sich in Zukunft mit einem guten Gefühl und der Gewissheit in der Online-Welt bewegen können, für den besten Schutz gesorgt und somit das Risiko erheblich minimiert zu haben. Mehr können Sie nicht tun.

Update: Neue Phishing-Variante

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer neuen Variante des Phishings im InternetBanking.

Das Bundeskriminalamt warnt vor einer neuen Variante von Schadsoftware, die Manipulationen von InternetBanking-Seiten durchführt.Nach Login im InternetBanking wird bei einem infizierten Rechner im ersten Schritt eine Information eingeblendet, dass auf dem Konto irrtümlicherweise eine Gutschrift eingegangen sei. Diese müsse umgehend zurücküberwiesen werden, um das Konto wieder zu entsperren.In einem zweiten Schritt manipuliert die Schadsoftware die Umsatzanzeige der Kontoumsätze und zeigt so den angeblichen Eingang der Gutschrift in der Saldoübersicht an. Tatsächlich ist auf dem Konto jedoch niemals eine Gutschrift eingegangen.Folgt man der Aufforderung die Rücküberweisung vorzunehmen, präsentiert die Schadsoftware das normale, aber bereits ausgefüllte Onlineüberweisungsformular. Da der Geschädigte in diesem Fall die Überweisung selbst ausführt, bleiben die üblichen Sicherungsmechanismen im Internetbanking wirkungslos und der angewiesene Betrag wird auf ein zur Täterseite gehörendes Bankkonto überwiesen.

Das Bundeskriminalamt rät:
Sollten Sie eine derartige Meldung auf Ihrem Computer erhalten, tätigen Sie keinesfalls die angeforderte Rücküberweisung und wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle. Der benutzte Rechner ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Schadsoftware infiziert.

Quelle: Pressemitteilung des BKA vom 15.07.2011

Blüten? Nein, danke

Würden Sie Falschgeld auf den ersten Blick erkennen? So richtig schaut sich kaum einer die Geldscheine an, oder? Bezahlen, Wechselgeld einstecken, wieder bezahlen – ein steter Prozess, tagtäglich. Und so gelangen immer wieder unbemerkt Blüten in den Umlauf.

Bevorzugt wird Falschgeld im Einzelhandel und Tankstellen ausgegeben und dort von den Mitarbeitern unerkannt entgegengenommen. Erst später bei Werttransportunternehmen oder Banken wird das Geld als falsch erkannt.

Achtung! Wechselgeldtrick 

Es werden hierfür – wieder bevorzugt in Tankstellen – Waren in geringem Wert mit großen Scheinen bezahlt. Der wichtigste Komplize der Geldbetrüger ist die Leichtgläubigkeit ihrer Opfer.

Manche Blüten können Sie richtig teuer zu stehen bekommen. Denn wenn Sie Falschgeld entgegennehmen und dies zu spät merken, haben Sie gleich doppelten Schaden: Sie bekommen keine Entschädigung und machen sich – wenn Sie das Falschgeld weitergeben – überdies sogar noch strafbar.

Woran können Sie Falschgeld erkennen?

Hier ist Ihr  “Fingerspitzengefühl” und “Durchblick” gefragt

  • Der Geldschein fühlt sich weder lappig noch glatt, sondern griffig an.
  • Der Stichtiefdruck der Abkürzungen der Europäischen Zentralbank, der Wertzahl und der Abbildungen der Architekturelemente ist deutlich fühlbar (Fingernagelprobe) von der Oberfläche abgehoben.
  • Die Hilfe für Sehbehinderte am Rand der Vorderseiten der 200- und 500-Euro-Banknoten ist ertastbar.

Gegen das Licht zu sehen:

  • Das Wasserzeichen im druckbildfreien Teil zeigt das Architekturmotiv und die Wertzahl.
  • Der in das Banknotenpapier etwa mittig eingebettete Sicherheitsfaden erscheint als dunkle durchgehende Linie über die ganze Höhe der Banknote, darauf sind wechselweise seitenrichtig und seitenverkehrt EURO und die Wertzahl lesbar.
  • Die unregelmäßigen Zeichen links oben auf der Vorder- und rechts oben auf der Rückseite bilden im Gegenlicht die vollständige Wertzahl (Durchsichtsregister).

Beim Kippen zu sehen:

  • Der Spezialfolienstreifen im rechten Teil der Vorderseite von 5-, 10- und 20-Euro-Banknoten zeigt je nach Betrachtungswinkel das Euro-Symbol ¤ oder die Wertzahl in wechselnden Farben als Hologramm.
  • Der Perlglanzstreifen auf der Rückseite von 5-, 10- und 20-EUR-Banknoten mittig neben dem Sicherheitsfaden wechselt beim Kippen gegen eine gute Lichtquelle von hellgelb nach goldgelb und zeigt als Aussparungen das Euro-Symbol ¤ sowie die Wertzahl.
  • Das Spezialfolienelement im rechten Teil der Vorderseite 50-, 100-, 200- und 500-EUR-Banknoten zeigt je nach Betrachtungswinkel die Wertzahl oder das Architekturmotiv der jeweiligen Banknote in wechselnden Farben als Hologramm.
  • Die Wertzahl auf der rechten unteren Ecke der Rückseiten von 50-, 100-, 200- und 500-EUR-Banknoten zeigt einen Farbwechsel von purpurrot bei Draufsicht nach olivgrün oder braun unter anderem Betrachtungswinkel.

Das war jetzt die Theorie. Mit dem Blütentrainer der Polizei können Sie jetzt Ihr neu erworbenes Wissen testen …

Skimming: Achtung, Konten-Plünderer

Jeder braucht Bargeld und das machen sich die Täter gern zunutze, vor allem an Wochenenden. Die Täter installieren vor dem Karteneinschubschacht des Geldautomaten ein manipuliertes Kartenlesegerät oder sogar eine vollständige Frontplatte.

Die manipulierten Kartenleser sind optisch dem Geldautomaten angepasst und nur schwer zu erkennen. Die eingeschobene Bankkarte wird durch das illegale Lesegerät zum originalen Kartenleser weitertransportiert. So können Kontodaten ausgelesen und ausgespäht werden, ohne dass das die Bedienung des Geldautomaten beeinträchtigt oder Sie als Kunde misstrauisch werden.

Damit die Täter an Ihre PIN gelangen, wird das Eintippen über eine Kamera oder ein Foto-Handy aufgezeichnet.  Für die Installation einer Minikamera oder fürs Foto-Handy gibt es verschiedene Örtlichkeiten:

  • Oberhalb der Tastatur
  • Seitlich, z. B. in einem manipulierten Prospekthalter
  • An der Decke, versteckt in einer Rauchmelderattrappe

Außerdem kann die PIN über eine täuschend echt aussehende Tastatur oder über ein Aufsatzkartenlesegerät mit integrierter Kamera ausgespäht werden.

Skimming? So schützen Sie sich:

  • Sollten Sie mehrere Zahlungskarten besitzen, heben Sie nicht mit der Karte Geld ab mit der Sie den Türöffner betätigt haben.
  • Für den Zutritt zur Bank über den Türöffner ist nie die Eingabe einer PIN erforderlich. Sollten Sie zu einer Eingabe aufgefordert werden, verständigen Sie die Polizei.
  • Seien Sie aufmerksam und sorgen Sie dafür, dass keiner Sie während der PIN-Eingabe beobachtet.
  • Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand ab oder mit einem Gegenstand (z. B. Geldbörse). So können Sie einen Versuch des Ausspähens erschweren.
  • Nutzen Sie keinen Geldautomaten, an dem Ihnen etwas außergewöhnlich erscheint wie angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende oder lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.
  • Bei Verdacht einer Manipulation sollten Sie den Automaten nicht nutzen. Verständigen Sie die Polizei, um mögliche Spuren sichern zu lassen.
  • Außerdem kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich im Falle von Auffälligkeit sofort an Ihre Bank.
  • Sollten Sie z. B.  nachts oder am Wochenende das Gefühl haben, dass Sie Opfer eines Skimmingversuchs geworden sind, sperren Sie umgehend Ihre Karte.
Hinweis: Zur Bildvergrößerung auf das Foto klicken
Original-Mundstück des Kartenlesers Skimming - Anbau einer Verkleidung
Orginal-Mundstück des Kartenlesers Anbau (Farblackierung in Volksbank-Farben)
Skimming - Anbau einer Minikamera Kamera mit Speicherchips und USB-Anschluss
Anbau mit Mini-Kamera Innenleben des Anbaus (Mini-Kamera mit
Speicherchips und USB-Anschluss)

 

Weitere Informationen

UPDATE vom 10.05.2011

Artikel Berliner Morgenpost “Diebe stehlen 60 Millionen Euro an EC-Automaten”

Cash-Trapping: Bargeld in der Falle

Jederzeit und überall Geld abheben ist bequem und gehört zu unserem Alltag. Leider ruft das auch Betrüger auf den Plan, die gern von Ihrem Geld etwas abhaben wollen und das zurzeit besonders über Cash-Trapping (Bargeld in der Falle):

Geld abheben am Geldautomaten

Stellen Sie sich vor, Sie wollen am Geldautomaten abheben. Karte rein, PIN und Wunschbetrag eingetippt und – es passiert nichts. Sie erhalten lediglich den Hinweis einer Störung. Vielleicht versuchen Sie es noch einmal an einem anderen Geldautomaten oder verlassen die Filiale. Der Betrüger holt sich das “Bargeld in der Falle” ab, denn vor dem Geldauswurfschacht hat er vorher eine Blende geklebt, in der sich das Bargeld sammelt. Und obwohl Sie leer ausgegangen sind, ist der Geldbetrag in der Zwischenzeit von Ihrem Konto abgebucht worden.

Vorzugsweise werden diese Manipulationen am Geldautomaten gern am Wochenende vorgenommen, wenn kein Bankmitarbeiter vor Ort ist.

Wie können Sie sich schützen?

  • Schauen Sie sich den Geldautomaten immer genau an. Wenn Ihnen Verblendungen oder Vorbauten auffallen, heben Sie kein Geld ab. Wenden Sie sich an Mitarbeiter der Bank oder außerhalb der Öffnungszeiten der Bank an die Polizei.
  • Bleiben Sie auf jeden Fall am Geldautomaten. Lassen Sie sich auch nicht von vermeintlich hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken. Sollte die Bankfiliale geöffnet sein, bitten Sie eine andere Person, die Bankmitarbeiter zu verständigen.
  • Bei Geldautomaten in Einkaufszentren usw. informieren Sie per Handy die zuständige Bank oder die Polizei.

Weitere Informationen

Ihre Daten bei der Schufa

Online-Shopping

Aus dem täglichen Leben ist für viele ein Einkauf in einem Online-Shop nicht mehr wegzudenken. Und wenn Sie ein höherwertiges Produkt bestellen wollen, will der Händler schnell die Echtheit Ihrer Person prüfen um positiv entscheiden zu können. Die Datenversorgung über die Schufa ermöglicht hier Vertragsabschlüsse binnen weniger Minuten. Würden Sie selbst den Beweis liefern müssen, würde sich der Bestellprozess deutlich verlängern.

Auch privat kann Ihnen Ihre Schufa-Auskunft nützlich sein. Denn immer häufiger werden vor Vertrags- und Geschäftsabschlüssen, z. B. auch bei der Unterzeichnung eines Mietvertrages Informationen zur Person erfragt. Mit der Vorlage einer Bonitätsauskunft von der Schufa können Sie Ihre wirtschaftliche Vertrauenswürdigkeit beweisen und entscheiden mit, welche Auskunft Ihr Vertragspartner erhält.

Ein sensibles Thema: Datenschutz

Ein Thema, das nicht nur die Politik schon reichlich beschäftigt hat. Denn viele fragen sich: Wer weiß was von mir (und warum)? Grundlage für die bei der Schufa gespeicherten Daten ist das Bundes-Datenschutzgesetz.  In diesem Gesetz ist geregelt unter welchen Umständen Daten weitergegeben werden dürfen:

  • Der Anfragende muss ein berechtigtes Interesse haben.
  • Das Geschäft verfügt über einen nennenswerten Umfang.
  • Es werden nur Daten der Person geliefert, mit dem der Anfragende ein Vertragsverhältnis hat oder eingehen will.

Bei der Schufa liegen 440 Millionen Daten vor. Sollten Sie bei Vertragsabschlüssen auf unerklärliche Schwierigkeiten stoßen, empfiehlt es sich, eine Eigenauskunft bei der Schufa einzuholen.  Die Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz enthält alle Informationen, die bei der SCHUFA über Sie gespeichert werden.  Hierin erfahren Sie, woher diese stammen und an wen sie weitergeleitet wurden.

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SCHUFA Holding AG

Wer erhält eine Schufa-Auskunft?

Im ersten Teil haben Sie erfahren, was die Schufa über Sie weiß und woher diese Informationen kommen. Natürlich ist keinem wohl bei dem Gedanken, dass jemand Daten einsehen könnte, der dazu nicht befugt ist. Diese Gefahr besteht jedoch nicht.

Vertragspartner, wie in Teil 1 beschrieben, erhalten nur Auskunft, wenn ein berechtigtes Interesse zugrunde liegt. Die Schufa informiert in diesem Fall über positive und negative Merkmale. Informationen über Kundenbeziehungen zu anderen Vertragspartnern (z. B. Kreditinstitute, Leasingunternehmen, Telekommunikationsanbieter, Versand- und Handelshäuser sowie Energieversorger) werden nicht weitergegeben. Nur in bestimmten Fällen ist die Schufa verpflichtet Auskunft zu erteilen. Dies kann z. B. bei Anfragen der Staatsanwaltschaft.

Unternehmen möchten Sie als Kunden gewinnen

Verständlicherweise möchten sich die Unternehmen aber auch vor möglichen Zahlungsausfällen absichern. Sie wiederum möchten schnell Ihre bestellte Ware erhalten. Beides wird ermöglicht durch das Scoring-Verfahren. Beim Scoring wird anhand von gesammelten Erfahrungen eine möglichst zuverlässige und objektive Prognose für die Zukunft erstellt.

Sie können Ihre bei der Schufa gespeicherten Daten jederzeit einsehen.

Scorewerte, die zu Verbrauchern berechnet werden, basieren auf den zur Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten und die Sie in Ihrer Eigenauskunft sehen. Zu den gespeicherten Informationen zählen z. B. die Anzahl und Art der Kreditaktivitäten, etwaige Zahlungsausfälle oder Informationen darüber, seit wann Sie schon Erfahrungen im Umgang mit Kreditgeschäften gesammelt haben. In SCHUFA-Scores gehen standardmäßig keine Daten dazu ein, ob es sich um eine “gute” oder “weniger gute” Wohngegend handelt.

Privatleute erhalten Auskunft über Firmen

Seit kurzem bietet die Schufa Privatleuten auch die Möglichkeit, Schufa-Auskünfte über Firmen einzuholen. Das ist z. B. sinnvoll für Bauherren, die sich vorher über die Bonität von Handwerkern und andere mit dem Bau beauftragte Unternehmen informieren möchten. Nach einer kostenpflichtigen Registrierung erhält man über 12 Monate lang über ein Ampelsystem Signale zur Zahlungsfähigkeit.

Update vom 10.03.2011

Auch bei unserem Kooperationspartner, der TeamBank AG, erhalten Sie in allen acht easyCredit-Shops in Berlin  Informationen zur SCHUFA und auch einen Zugang zum Internetportal www.meineSCHUFA.de.