Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Blüten? Nein, danke

Würden Sie Falschgeld auf den ersten Blick erkennen? So richtig schaut sich kaum einer die Geldscheine an, oder? Bezahlen, Wechselgeld einstecken, wieder bezahlen – ein steter Prozess, tagtäglich. Und so gelangen immer wieder unbemerkt Blüten in den Umlauf.

Bevorzugt wird Falschgeld im Einzelhandel und Tankstellen ausgegeben und dort von den Mitarbeitern unerkannt entgegengenommen. Erst später bei Werttransportunternehmen oder Banken wird das Geld als falsch erkannt.

Achtung! Wechselgeldtrick 

Es werden hierfür – wieder bevorzugt in Tankstellen – Waren in geringem Wert mit großen Scheinen bezahlt. Der wichtigste Komplize der Geldbetrüger ist die Leichtgläubigkeit ihrer Opfer.

Manche Blüten können Sie richtig teuer zu stehen bekommen. Denn wenn Sie Falschgeld entgegennehmen und dies zu spät merken, haben Sie gleich doppelten Schaden: Sie bekommen keine Entschädigung und machen sich – wenn Sie das Falschgeld weitergeben – überdies sogar noch strafbar.

Woran können Sie Falschgeld erkennen?

Hier ist Ihr  “Fingerspitzengefühl” und “Durchblick” gefragt

  • Der Geldschein fühlt sich weder lappig noch glatt, sondern griffig an.
  • Der Stichtiefdruck der Abkürzungen der Europäischen Zentralbank, der Wertzahl und der Abbildungen der Architekturelemente ist deutlich fühlbar (Fingernagelprobe) von der Oberfläche abgehoben.
  • Die Hilfe für Sehbehinderte am Rand der Vorderseiten der 200- und 500-Euro-Banknoten ist ertastbar.

Gegen das Licht zu sehen:

  • Das Wasserzeichen im druckbildfreien Teil zeigt das Architekturmotiv und die Wertzahl.
  • Der in das Banknotenpapier etwa mittig eingebettete Sicherheitsfaden erscheint als dunkle durchgehende Linie über die ganze Höhe der Banknote, darauf sind wechselweise seitenrichtig und seitenverkehrt EURO und die Wertzahl lesbar.
  • Die unregelmäßigen Zeichen links oben auf der Vorder- und rechts oben auf der Rückseite bilden im Gegenlicht die vollständige Wertzahl (Durchsichtsregister).

Beim Kippen zu sehen:

  • Der Spezialfolienstreifen im rechten Teil der Vorderseite von 5-, 10- und 20-Euro-Banknoten zeigt je nach Betrachtungswinkel das Euro-Symbol ¤ oder die Wertzahl in wechselnden Farben als Hologramm.
  • Der Perlglanzstreifen auf der Rückseite von 5-, 10- und 20-EUR-Banknoten mittig neben dem Sicherheitsfaden wechselt beim Kippen gegen eine gute Lichtquelle von hellgelb nach goldgelb und zeigt als Aussparungen das Euro-Symbol ¤ sowie die Wertzahl.
  • Das Spezialfolienelement im rechten Teil der Vorderseite 50-, 100-, 200- und 500-EUR-Banknoten zeigt je nach Betrachtungswinkel die Wertzahl oder das Architekturmotiv der jeweiligen Banknote in wechselnden Farben als Hologramm.
  • Die Wertzahl auf der rechten unteren Ecke der Rückseiten von 50-, 100-, 200- und 500-EUR-Banknoten zeigt einen Farbwechsel von purpurrot bei Draufsicht nach olivgrün oder braun unter anderem Betrachtungswinkel.

Das war jetzt die Theorie. Mit dem Blütentrainer der Polizei können Sie jetzt Ihr neu erworbenes Wissen testen …

Skimming: Achtung, Konten-Plünderer

Jeder braucht Bargeld und das machen sich die Täter gern zunutze, vor allem an Wochenenden. Die Täter installieren vor dem Karteneinschubschacht des Geldautomaten ein manipuliertes Kartenlesegerät oder sogar eine vollständige Frontplatte.

Die manipulierten Kartenleser sind optisch dem Geldautomaten angepasst und nur schwer zu erkennen. Die eingeschobene Bankkarte wird durch das illegale Lesegerät zum originalen Kartenleser weitertransportiert. So können Kontodaten ausgelesen und ausgespäht werden, ohne dass das die Bedienung des Geldautomaten beeinträchtigt oder Sie als Kunde misstrauisch werden.

Damit die Täter an Ihre PIN gelangen, wird das Eintippen über eine Kamera oder ein Foto-Handy aufgezeichnet.  Für die Installation einer Minikamera oder fürs Foto-Handy gibt es verschiedene Örtlichkeiten:

  • Oberhalb der Tastatur
  • Seitlich, z. B. in einem manipulierten Prospekthalter
  • An der Decke, versteckt in einer Rauchmelderattrappe

Außerdem kann die PIN über eine täuschend echt aussehende Tastatur oder über ein Aufsatzkartenlesegerät mit integrierter Kamera ausgespäht werden.

Skimming? So schützen Sie sich:

  • Sollten Sie mehrere Zahlungskarten besitzen, heben Sie nicht mit der Karte Geld ab mit der Sie den Türöffner betätigt haben.
  • Für den Zutritt zur Bank über den Türöffner ist nie die Eingabe einer PIN erforderlich. Sollten Sie zu einer Eingabe aufgefordert werden, verständigen Sie die Polizei.
  • Seien Sie aufmerksam und sorgen Sie dafür, dass keiner Sie während der PIN-Eingabe beobachtet.
  • Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand ab oder mit einem Gegenstand (z. B. Geldbörse). So können Sie einen Versuch des Ausspähens erschweren.
  • Nutzen Sie keinen Geldautomaten, an dem Ihnen etwas außergewöhnlich erscheint wie angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende oder lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.
  • Bei Verdacht einer Manipulation sollten Sie den Automaten nicht nutzen. Verständigen Sie die Polizei, um mögliche Spuren sichern zu lassen.
  • Außerdem kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich im Falle von Auffälligkeit sofort an Ihre Bank.
  • Sollten Sie z. B.  nachts oder am Wochenende das Gefühl haben, dass Sie Opfer eines Skimmingversuchs geworden sind, sperren Sie umgehend Ihre Karte.
Hinweis: Zur Bildvergrößerung auf das Foto klicken
Original-Mundstück des Kartenlesers Skimming - Anbau einer Verkleidung
Orginal-Mundstück des Kartenlesers Anbau (Farblackierung in Volksbank-Farben)
Skimming - Anbau einer Minikamera Kamera mit Speicherchips und USB-Anschluss
Anbau mit Mini-Kamera Innenleben des Anbaus (Mini-Kamera mit
Speicherchips und USB-Anschluss)

 

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UPDATE vom 10.05.2011

Artikel Berliner Morgenpost “Diebe stehlen 60 Millionen Euro an EC-Automaten”

Cash-Trapping: Bargeld in der Falle

Jederzeit und überall Geld abheben ist bequem und gehört zu unserem Alltag. Leider ruft das auch Betrüger auf den Plan, die gern von Ihrem Geld etwas abhaben wollen und das zurzeit besonders über Cash-Trapping (Bargeld in der Falle):

Geld abheben am Geldautomaten

Stellen Sie sich vor, Sie wollen am Geldautomaten abheben. Karte rein, PIN und Wunschbetrag eingetippt und – es passiert nichts. Sie erhalten lediglich den Hinweis einer Störung. Vielleicht versuchen Sie es noch einmal an einem anderen Geldautomaten oder verlassen die Filiale. Der Betrüger holt sich das “Bargeld in der Falle” ab, denn vor dem Geldauswurfschacht hat er vorher eine Blende geklebt, in der sich das Bargeld sammelt. Und obwohl Sie leer ausgegangen sind, ist der Geldbetrag in der Zwischenzeit von Ihrem Konto abgebucht worden.

Vorzugsweise werden diese Manipulationen am Geldautomaten gern am Wochenende vorgenommen, wenn kein Bankmitarbeiter vor Ort ist.

Wie können Sie sich schützen?

  • Schauen Sie sich den Geldautomaten immer genau an. Wenn Ihnen Verblendungen oder Vorbauten auffallen, heben Sie kein Geld ab. Wenden Sie sich an Mitarbeiter der Bank oder außerhalb der Öffnungszeiten der Bank an die Polizei.
  • Bleiben Sie auf jeden Fall am Geldautomaten. Lassen Sie sich auch nicht von vermeintlich hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken. Sollte die Bankfiliale geöffnet sein, bitten Sie eine andere Person, die Bankmitarbeiter zu verständigen.
  • Bei Geldautomaten in Einkaufszentren usw. informieren Sie per Handy die zuständige Bank oder die Polizei.

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Die Geschichte des lieben Geldes

Haben Sie sich schon einmal gefragt, seit wann es Geld überhaupt gibt? Wer sich dieser Frage zuwendet, stellt schnell fest, dass das Wesen des Geldes bereits sehr lange existiert. Natürlich nicht in der Form, in der wir es heutzutage kennen, denn erst eine Vielzahl von Entwicklungen und Fortschritten führte dazu, dass wir heute Geld in Gestalt von Münzen und Geldnoten in den Händen halten. Aber lesen Sie selbst…

Wie alles begann …

In der Steinzeit gab es noch kein Geld. Die Steinzeitmenschen versorgten sich hauptsächlich selbst, indem sie Tiere jagten und Beeren und Kräuter sammelten. Alles, was sie zusätzlich brauchten, tauschten sie gegen das, was sie hatten.

Die große Herausforderung bestand damals darin, einen geeigneten Tauschpartner zu finden. Plattformen wie ebay und Co. weilten noch im Reich des Unvorstellbaren. So blieb nur die Suche im unmittelbaren Umfeld, was die Auswahl drastisch einschränkte.

Wenn man nun das Glück hatte, einen entsprechenden Tauschpartner zu finden, stand man häufig vor folgender Problematik: Wenn die zu tauschenden Güter sich nicht in der Wertigkeit entsprachen, aber auch nicht teilbar waren, konnte schwerlich ein fairer Tauschhandel stattfinden.

Die Lösung dieses Problems lag in einer Art “Währung”, die als Zwischentauschmittel eingesetzt werden konnte.

Perlen vor die für Säue

Im Laufe der Zeit etablierten sich spezielle Güter, die als Zwischentauschmittel eingesetzt werden konnten. Aufgrund der regionalen Unterschiede waren diese sehr unterschiedlich: Muscheln, Perlen, Lebensmittel, Bekleidung oder Vieh…wichtig war in erster Linie, dass man sie in kleinere Einheiten teilen und gut verwahren konnte.

Dieses Naturalgeld besaß als Vorläufer des Münz- und Scheingeldes bereits die wesentlichen Eigenschaften des heute bekannten Geldes. In Notsituationen (wie beispielsweise in Kriegssituationen oder im Gefängnis) wird nach wie vor auf diese Währung zurückgegriffen. Zigaretten dienen dabei häufig als Tauschwährung.

Münze zu Ehren Hermann Schulze-Delitzschs

Die Gestalt der Währung entwickelte sich stets weiter. So etablierten sich auch Edelmetalle wie Bronze, Silber und Gold als Zwischentauschmittel, da sie viele Vorteile vereinten. Nicht nur, dass sie gut teilbar, lagerfähig und unverderblich waren, sie waren zusätzlich auch sehr begehrt. Je nach Bedarf wurden beim Kaufvorgang Stücke von den Barren abgehackt und abgewogen. Diese Handhabung bescherte dieser Urform der späteren Münzen den Namen Hackgeld bzw. Wägegeld.

Die ersten Münzen und Noten

Der Fortschritt, dass der jeweilige Wert auf dem Metallstück vermerkt wurde und somit auf eine Waage beim Kaufvorgang verzichtet werden konnte, führte zu der Entstehung der ersten “richtigen” Münzen. Anfangs bestimmte hierbei der Wert des Metalls auch den Wert der Münze.

Heutzutage werden vorwiegend Münzen hergestellt, deren Herstellungskosten unter ihrem Nennwert liegen. Dementsprechend werden heute günstigere Metalle bevorzugt. Unser heutiges 1-Euro-Stück besteht beispielsweise aus Nickel, Messing und Kupfer und das 1-Cent-Stück aus Stahl und Kupfer.

Der nächste Schritt war die Schaffung des Papiergeldes. Der Ursprung dieser Weiterentwicklung war zum einen, dass Münzen in der Masse sehr schwer zu handhaben waren, zum anderen spielte auch der Sicherheitsaspekt eine wesentliche Rolle. Besitzer von Münzen konnten diese nun in den ersten Vorläufern der heutigen Banken abgeben und erhielten dafür eine Quittung. Diese konnte in einer Bank an einem anderen Ort eingelöst werden.

Der Inbegriff des Geldes

Jetzt stellt sich die Frage, ob wir an diesem Punkt am Ende der Entstehungsgeschichte des Geldes angekommen sind. Immerhin sind es die klimpernden Münzen und die mannigfaltigen Scheine, die für uns der Inbegriff des Geldes sind. Doch am Ende der Geschichte sind wir noch lange nicht, denn die darauf folgenden Entwicklungen sind nichts anderes als die vorhergehenden.

Das Buchgeld, also die Möglichkeit über ein Konto bargeldlos Transaktionen durchzuführen, ist letztendlich nichts anderes als eine Weiterentwicklung des Geldes. Aber auch das immer häufiger verwendete “elektronische Geld”, das beispielsweise die Möglichkeit bietet, mit einer Karte Geld abzuheben oder auch Rechnungen zu begleichen, gesellt sich  in diese Riege.

Warum also drängt sich automatisch das Bild von Münz- und Papiergeld auf, wenn von Geld die Rede ist? Vermutlich liegt es daran, dass es im Gegensatz zu sämtlichen Formen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs greifbar ist. Was auch immer der Auslöser ist, der Frage werden wir nachgehen…

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Ihre Daten bei der Schufa

Online-Shopping

Aus dem täglichen Leben ist für viele ein Einkauf in einem Online-Shop nicht mehr wegzudenken. Und wenn Sie ein höherwertiges Produkt bestellen wollen, will der Händler schnell die Echtheit Ihrer Person prüfen um positiv entscheiden zu können. Die Datenversorgung über die Schufa ermöglicht hier Vertragsabschlüsse binnen weniger Minuten. Würden Sie selbst den Beweis liefern müssen, würde sich der Bestellprozess deutlich verlängern.

Auch privat kann Ihnen Ihre Schufa-Auskunft nützlich sein. Denn immer häufiger werden vor Vertrags- und Geschäftsabschlüssen, z. B. auch bei der Unterzeichnung eines Mietvertrages Informationen zur Person erfragt. Mit der Vorlage einer Bonitätsauskunft von der Schufa können Sie Ihre wirtschaftliche Vertrauenswürdigkeit beweisen und entscheiden mit, welche Auskunft Ihr Vertragspartner erhält.

Ein sensibles Thema: Datenschutz

Ein Thema, das nicht nur die Politik schon reichlich beschäftigt hat. Denn viele fragen sich: Wer weiß was von mir (und warum)? Grundlage für die bei der Schufa gespeicherten Daten ist das Bundes-Datenschutzgesetz.  In diesem Gesetz ist geregelt unter welchen Umständen Daten weitergegeben werden dürfen:

  • Der Anfragende muss ein berechtigtes Interesse haben.
  • Das Geschäft verfügt über einen nennenswerten Umfang.
  • Es werden nur Daten der Person geliefert, mit dem der Anfragende ein Vertragsverhältnis hat oder eingehen will.

Bei der Schufa liegen 440 Millionen Daten vor. Sollten Sie bei Vertragsabschlüssen auf unerklärliche Schwierigkeiten stoßen, empfiehlt es sich, eine Eigenauskunft bei der Schufa einzuholen.  Die Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz enthält alle Informationen, die bei der SCHUFA über Sie gespeichert werden.  Hierin erfahren Sie, woher diese stammen und an wen sie weitergeleitet wurden.

Bildnachweis

SCHUFA Holding AG

Wer erhält eine Schufa-Auskunft?

Im ersten Teil haben Sie erfahren, was die Schufa über Sie weiß und woher diese Informationen kommen. Natürlich ist keinem wohl bei dem Gedanken, dass jemand Daten einsehen könnte, der dazu nicht befugt ist. Diese Gefahr besteht jedoch nicht.

Vertragspartner, wie in Teil 1 beschrieben, erhalten nur Auskunft, wenn ein berechtigtes Interesse zugrunde liegt. Die Schufa informiert in diesem Fall über positive und negative Merkmale. Informationen über Kundenbeziehungen zu anderen Vertragspartnern (z. B. Kreditinstitute, Leasingunternehmen, Telekommunikationsanbieter, Versand- und Handelshäuser sowie Energieversorger) werden nicht weitergegeben. Nur in bestimmten Fällen ist die Schufa verpflichtet Auskunft zu erteilen. Dies kann z. B. bei Anfragen der Staatsanwaltschaft.

Unternehmen möchten Sie als Kunden gewinnen

Verständlicherweise möchten sich die Unternehmen aber auch vor möglichen Zahlungsausfällen absichern. Sie wiederum möchten schnell Ihre bestellte Ware erhalten. Beides wird ermöglicht durch das Scoring-Verfahren. Beim Scoring wird anhand von gesammelten Erfahrungen eine möglichst zuverlässige und objektive Prognose für die Zukunft erstellt.

Sie können Ihre bei der Schufa gespeicherten Daten jederzeit einsehen.

Scorewerte, die zu Verbrauchern berechnet werden, basieren auf den zur Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten und die Sie in Ihrer Eigenauskunft sehen. Zu den gespeicherten Informationen zählen z. B. die Anzahl und Art der Kreditaktivitäten, etwaige Zahlungsausfälle oder Informationen darüber, seit wann Sie schon Erfahrungen im Umgang mit Kreditgeschäften gesammelt haben. In SCHUFA-Scores gehen standardmäßig keine Daten dazu ein, ob es sich um eine “gute” oder “weniger gute” Wohngegend handelt.

Privatleute erhalten Auskunft über Firmen

Seit kurzem bietet die Schufa Privatleuten auch die Möglichkeit, Schufa-Auskünfte über Firmen einzuholen. Das ist z. B. sinnvoll für Bauherren, die sich vorher über die Bonität von Handwerkern und andere mit dem Bau beauftragte Unternehmen informieren möchten. Nach einer kostenpflichtigen Registrierung erhält man über 12 Monate lang über ein Ampelsystem Signale zur Zahlungsfähigkeit.

Update vom 10.03.2011

Auch bei unserem Kooperationspartner, der TeamBank AG, erhalten Sie in allen acht easyCredit-Shops in Berlin  Informationen zur SCHUFA und auch einen Zugang zum Internetportal www.meineSCHUFA.de.

Was weiß die Schufa über Sie?

Jeder, der sich mit dem Gedanken einer Kreditaufnahme befasst, hat im Hinterkopf das Wort “Schufa”  (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung). So richtig weiß meist keiner, was dort gespeichert wird und woher die Daten kommen. Gelegentlich sieht man auch Werbeanzeigen von Kreditvermittlern, die eine Kreditvergabe ohne Schufa versprechen.

Briefbogen der SCHUFA

Foto: SCHUFA Holding AG

Insgesamt hat die Schufa über 440 Millionen Daten von mehr als 65 Millionen Menschen gespeichert. Sie sind die Basis für Entscheidungen bei vielen Dienstleistern: Banken, Händlern und Handy-Anbietern. Und ohne Check dieser Daten kommt kein Vertrag zustande.

Folgende Daten werden gespeichert:

  • Kredit- oder Leasingvertrag mit Betrag und Laufzeit
    sowie eventueller vorzeitiger Erledigung
  • Eröffnung eines Girokontos
  • Ausgabe einer Kreditkarte
  • Einrichtung eines Telekommunikationskontos (Handyvertrag)
  • Kundenkonten beim Handel (z. B. Versandhäuser)

Es kann auch von Verträgen abweichendes Verhalten aufgeführt sein wie:

  • Forderungen, die fällig, angemahnt oder nicht bezahlt sind
  • Forderungen nach gerichtlicher Entscheidung und deren Erledigung
  • Missbrauch eines Giro- oder Kreditkontos nach Nutzungsverbot

Außerdem sind möglicherweise Angaben aus öffentlichen Verzeichnissen und amtlichen Bekanntmachungen aufgenommen. Dazu gehören unter anderem:

  • Eidesstattliche Versicherung,
    Haftbefehl zur Erzwingung von eidesstattlichen Versicherungen
  • Eröffnung eines privaten Insolvenzverfahrens

Manchmal finden sich auch Angaben zu einem Identitätscheck im Internet. Dabei werden durch Online-Händler oder Online-Auktionshäuser lediglich persönliche Daten wie Name und Anschrift geprüft, um sich und andere vor möglichen Betrügern zu schützen.

Nicht gespeichert werden Angaben zum Einkommen, zu vorhandenem Vermögen, zu Beruf und Nationalität.

Wer liefert Daten und wann werden diese gelöscht?

Die Schufa verfügt über 4.500 Vertragspartner, die Informationen über ihre Kunden liefern. Bei den Vertragspartnern handelt es sich um Kreditinstitute, Handelshäuser, Versand- und Internethändler, Telekommunikationsanbieter oder Versorgungsunternehmen. Also Unternehmen, mit denen jeder irgendwie mal zu tun hat. Aber keine Angst, Ihre Daten bleiben nicht für immer gespeichert, sondern werden bei folgenden Anlässen gelöscht:

  • Giro- und Kreditkarten-Konten: nach Auflösung des Kontos
  • Handelskonten: drei Jahre nach Eingang der Daten bzw. bei Mitteilung über Konto-Auflösung
  • Kredite: nach drei Jahren ab dem Jahr der Rückzahlung
  • Nicht vertragsgemäß abgewickelte Geschäfte: nach ihrer Erledigung, zum Ende des dritten Jahres ab Aufzeichnung
  • Titulierte Forderungen: nach ihrer Erledigung, drei Jahre nach Rückzahlung
  • Informationen aus Schuldner-Verzeichnissen der Amtsgerichte: nach drei Jahren oder bei Eingang der Mitteilung, dass der Eintrag beim Amtsgericht gelöscht wurde.

Lesen Sie demnächst mehr zum Thema: Was weiß die Schufa über Sie und woher kommen die Informationen …

Weitere Informationen

Lesen Sie weiter auf der Seite www.meineSCHUFA.de

Das liebe Geld

Vor einigen Jahren hatten wir es in der Regel noch mehrmals am Tag in den Händen, es hat uns stets begleitet und wenn wir es einmal zuhause vergessen hatten, fühlten wir uns unwohl, irgendwie nackt.

Dann kam der Wendepunkt. Der technische Fortschritt machte das Unmögliche möglich. Eine kleine Karte war plötzlich in der Lage, beinahe sämtliche Funktionen des Geldes zu ersetzen. Anfänglich nur sehr skeptisch angenommen, gelang der Karte Stück für Stück der Vormarsch und im Laufe der Jahre entwickelten sich ganze Horden ausnahmsloser Kartenzahler, die in Barzahler-Geschäften ins Schwitzen gerieten. Nach und nach rüsteten die Geschäfte auf und inzwischen sind wir an einem Punkt angelangt, wo Barzahlung nur noch eine Option des Bezahlens ist.

Nichts ist so beständig wie der WandelIn dieser fortschrittlichen Zeit, in der man überleben kann, ohne auch nur eine Münze oder eine Banknote in die Hand zu nehmen, möchten wir ein paar Gedenkminuten einlegen und unserem langjährigen Wegbegleiter unseren Respekt zollen.

Sie ahnen es schon, die Rede ist vom lieben Geld.

Die mannigfaltigen Facetten des Geldes

Geld hat viele Gesichter. Es existiert in unterschiedlichster Form, in vielzähligen Währungen, hat x-beliebige Wertigkeiten und wir arbeiten hart, um in den Besitz zu gelangen. Wir kaufen Lebensmittel, Medikamente und all die Dinge des täglichen Lebens, der Rest wird gespart, angelegt und/oder gegen Güter oder Dienstleistungen „ausgetauscht“. Die einen haben davon im Überfluss, die anderen haben kaum genug, dass es zum Leben reicht.

Geld ist so simpel und doch so komplex. Obwohl es uns so vertraut ist, wissen wir letztlich doch so wenig darüber. Was ist Geld eigentlich genau, wo kommt es her und wie viel ist es wert? Hat Geld Macht und wo hört sie auf? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir in unserer Beitragsreihe über das liebe Geld auf den Grund gehen.

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