Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Bitte aufmachen, Polizei!

Ob meinem Opa der Schreck durch die Glieder fahren würde, stünde die Polizei plötzlich vor seiner Tür? Auf einen Versuch würde ich es gerne ankommen lassen. Schließlich sind die Berliner Polizisten der Direktion 2 gerade unterwegs, um Senioren vor den häufigsten Methoden der Trickbetrüger zu warnen.

Die neue Form der Präventionsarbeit ist in Bremen bereits erfolgreich und wird nun in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizeischule in Berlin Westend getestet. Denn nicht nur die Zahl der Trickdiebstähle in Wohnungen ist gestiegen, auch der sogenannte „Enkeltrick“ ist in jedem zehnten Fall erfolgreich. Der Schaden liegt bei rund 1,5 Millionen Euro.

Autsch! Eine stattliche Summe, die bei (m)einem Opa allein nicht zu holen wäre. Da beißen sich die Täter an einem Gebissträger vielmehr die kriminellen Eckzähne aus. (Entschuldige, Opi!). Denn mein Opa ist auf zack. Einem dahergelaufenen Anrufer, der sich als vermeintlicher Verwandter ausgibt, um Bargeld zu bekommen, würde er ins Kreuzverhör nehmen und in Schallgeschwindigkeit enttarnen. Üblicherweise rufen die Täter an und entlocken ihrem Opfer mit einem simplen „Hallo, ich bin es“, den Namen eines Familienangehörigen. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Aber vor allem würde mein Opa niemals wildfremden Leuten Geld in die Hand drücken, die ich angeblich vorbeischicke, weil ich dies- und deswegen verhindert bin. Genauso läuft es bei dem „Enkeltrick“ in der Regel ab. Garniert mit der Drohung, es auch ja keinem zu erzählen.

Die vorgetäuschte persönliche Beziehung ist nur eine von vielen Maschen der Trickbetrüger. Die Täter wenden noch weitere Methoden an, um sich das Ersparte älterer Leute zu ergaunern. Ob mein Opa alle Tricks kennt, weiß ich nicht. Bei meinem nächsten Besuch finde ich es aber heraus. Und das sollten Sie auch tun. Nein, nicht meinen Opa besuchen. Sprechen Sie mit Ihren Verwandten und Freunden. So kann jeder von uns die Arbeit der Polizei unterstützen.

Darauf fällt man eben doch herein

Es klingelt und über die Gegensprechanlage ist ein „Können Sie bitte aufmachen? Ich möchte ein Paket/Geschenk für einen Nachbarn abgeben.“ zu vernehmen. Machen Sie dann die Tür auf? Oder wenn eine schwangere Frau an heißen Tagen um Wasser bittet, holen Sie dann ein Glas? Wenn Sie beide Fragen mit ja beantworten, sind Sie hilfsbereit und mitfühlend. Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht handelt es sich aber um eine krumme Tour der Diebe: die vorgetäuschte „Notlage“. Und sei es nur, dass ein Unbekannter um Stift und Zettel bittet.

Wie bei jeder Täuschung arbeiten die Diebe auch hier häufig zu zweit. Der Lockvogel verschafft sich Zutritt zur Wohnung und beschäftigt das Opfer, sodass ein zweiter Täter unbemerkt in die Wohnung eindringen kann. Schauen Sie daher durch den Türspion, wenn es an der Wohnungstür klingelt. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung. Und wenn Sie hilfsbereit sein wollen, schließen Sie in jedem Fall die Tür, bevor Sie Stift und Zettel holen.

Nicht blind vertrauen!

Die Türen schließen sich schwungvoll und ein kräftiges „Die Fahrausweise bitte!“ schallt durch den Wagon. Jeder kramt seinen Fahrschein hervor und lässt ihn vom Kontrolleur begutachten. Wissen Sie eigentlich wie das Dokument aussieht, mit dem sich die „Schrecken der Schwarzfahrer“ ausweisen? Ich nicht. Genaugenommen sehe ich nicht einmal hin. Das wird schon seine Richtigkeit haben. Genau dieses Vertrauen in „Amt und Würden“ machen sich Trickdiebe zu Nutze. Falsche Polizeibeamte, vermeintliche Handwerker, falsche Sozialamtsmitarbeiter – eine offizielle Funktion oder andere vermeintliche Befugnis vorzutäuschen, ist ebenfalls eine beliebte Methode von Trickbetrügern. Eine gesunde Skepsis sollte man sich bewahren und den Mut haben, genauer hinzusehen und nachzufragen. Damit rechnen die Täter nicht. Sie wollen ihre Opfer nur möglichst schnell bestehlen und gleich wieder verschwinden.

Eine Marke allein, macht noch keinen Polizisten

Haben Sie gewusst, dass man die Metallmarke der Kriminalpolizei in jedem Spielzeugladen kaufen kann? Echte „Cops“ zeigen ihre Marke immer in Verbindung mit dem Dienstausweis. Zivilpolizisten der Kriminalpolizei tragen zusätzlich eine rote Plastikkarte in der Größe einer Bankkarte mit Foto, Name und Wasserzeichen bei sich. Die Beamten der Wasserschutzpolizei weisen sich mit einem grünen Ausweis aus. Studieren Sie die Dokumente ruhig sorgfältig. Ein echter Beamter hat nichts zu verbergen und daher auch nichts dagegen, wenn man sich den Ausweis länger anschaut.

Vorsicht, bissiger Banker!

Im November 2012 wurden zwei Berater der Berliner Volksbank von der Polizei ausgezeichnet. Aufmerksam wie unsere Kollegen sind, haben sie dazu beitragen können, dass zwei „Enkeltrick“-Täter auf frischer Tat gefasst wurden. Warum? Weil wir unsere Kunden kennen und ein feines Gespür für ungewöhnliche Situationen und „Wünsche“ haben. So konnten wir unsere Kundin vor einem Schaden in Höhe von 10.000 Euro bewahren.

Aufmerksamkeit lohnt sich: kein Schaden für die Kundin und eine Auszeichnung für unsere Berater

Wir halten die Augen weiter offen. Sie bitte auch! Reden Sie mit den älteren Menschen in Ihrem Umfeld. Schließen Sie gegebenenfalls einen Familienpakt: „Wann immer ein Familienmitglied oder Freund in Geldnöten ist und schnelle Hilfe braucht, werden die Details persönlich – Auge in Auge – besprochen. Niemals am Telefon.“

Vorsicht falscher Enkel – Tipps der Polizei

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die sie als solche nicht erkennen
  • Geben Sie von sich aus keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis
  • Fragen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Ihren Familienangehörigen nach
  • Übergeben Sie Geld niemals an unbekannte Personen
  • Reden Sie mit Verwandten und Freunden über den „Enkeltrick“ und sensibilisieren Sie sie
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt
  • Notrufnummer 110

Stuss mit lustig!

Nehmen wir zum Bleistift mal das Wortspiel “herzlichen Glühstrumpf”. Sagen Sie aber bitte nicht gleich “bis Baldrian”, obwohl Sie dergleichen wahrscheinlich jetzt gut gebrauchen können. Denn heute, am 12. November 2012, ist der Tag der schlechten Wortspiele. Na das kann ja Eiter werden!

Wer hat nicht schon mehrmals gedacht “praktisch denken, Särge schenken”, wenn ein Freund oder Kollege mit einem beherzten “alles fit im Schritt” auftritt? Schalömchen, nicht wahr? Aber heute wird alles Andreas: Wir sagen Tschö mit Ö zum schlechten Wortspiel!

Schicken Sie uns Ihre Vorschläge für die schlimmsten schlechten Wortspiele per Kommentar. Wir sammeln alle, drucken sie aus und versenken sie mit einem feierlichen Akt in der Spree. Bilder von der Aktion folgen hier bald. Dann klatscht es, aber keinen Beifall. Und dann ist mal Ende Gelände, aus die Maus und haste nicht mehr gesehen.

Ach ja: Und unter allen Teilnehmern verlosen wir keine Euronen, aber ein exklusives Posting auf unserer Facebook-Seit mit namentlicher Nennung und herzlichem Glühstrumpf an den Gewinner! Schitteböhn! Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.

Bis später, Peter!

Update, 18. Dezember 2012

Wenn Sie hier mal eben Looki Looki machen möchten: Wir waren kurz spazifizieren und “Holla, die Waldfee!” – haben die gut gebrannt, die Wortspiele. Jetzt ist aber wirklich Stuss mit lustig, das heißt: noch so’ne Aktion, Intensivstation! In diesem Sinne: Tschüssikowski und bis Dannimanski. … Ach so, wir wollten der Spree die schlechten Wortspiele dann doch nicht zumuten, daher feierliche Verbrennung!

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80.000 auf einen Schlag

Wann haben Sie das letzte Mal einen Blick in Ihr Portemonnaie geworfen? Wie viele alte Kassenzettel haben sich angesammelt? Welche abgelaufenen Rabatt-Coupons schlummern noch darin? Und ist der Ausweis überhaupt noch gültig? Bei der BankCard brauchen Sie sich keine Gedanken machen, denn darum kümmern wir uns.

Zum Jahresende laufen ungefähr 80.000 BankCards, ServiceCards und SparCards ab. Die Vorbereitungen für den Austausch laufen schon seit Wochen auf Hochtouren. Die Karten werden in Neuwied (Rheinland-Pfalz) produziert, eingetütet und landen auf dem Postweg bei Ihnen.

Können Sie sich 80.000 Karten vorstellen?

Gasometer Schöneberg

Gasometer Schöneberg

Wir nicht. Daher haben wir mal ein bisschen den Taschenrechner gequält und drei Vergleiche angestellt:

80.000 Karten aufeinander gestapelt ergeben einen Turm, der höher ist als die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und genauso hoch ist wie das Gasometer in Schöneberg: 80 Meter!

Liegen alle Karten nebeneinander, könnte daraus eine Brücke über die gesamte Länge des Müggelsees gebaut werden: rund 4,3 km.

Unter allen Briefen des diesjährigen Hauptkartenaustauschs wäre die Eisfläche in der O2 World nicht mehr zu sehen und das nächste Eishockeyspiel müsste leider ausfallen.

Schon wieder eine neue Geheimzahl?

Nein, die Austauschkarten funktionieren mit der gewohnten PIN und Sie müssen sich keine neuen Zahlen merken. Falls Sie trotzdem Lust auf Veränderung haben, können Sie die Geheimzahl der neuen Karten an vielen Geldautomaten selbst frei wählen.

Tipps und Tricks für die sichere PIN-Wahl und kleine Eselsbrücken hat Josefine Holl in Ihrem Beitrag “Welche Passwörter sind sicher?” hier im Blog zusammengefasst.

Ab 22. Oktober geht es los

Die Auslieferung beginnt am 22. Oktober und jeden Tag danach könnte Ihre neue BankCard, ServiceCard oder SparCard im Briefkasten sein. Bei der Gelegenheit: Haben wir Ihre aktuelle Anschrift? Das ist nämlich der häufigste Grund, warum einige Karten als unzustellbar zurück kommen. In diesem Fall ist die Karte aber nicht verloren, sondern wartet in Ihrer Filiale auf die Abholung.

Falls Sie bis Ende November keine neue Karte erhalten haben, schauen Sie doch einfach mal in Ihrer Filiale vorbei.

Bildnachweis: © ArTo – Fotolia.com

Streitpunkt Dispo

Nur 43 % kennen ihren Dispo-Zins, aber 80 % aller Befragten halten Dispo-Zinsen für zu hoch – das sind zwei Antworten aus der forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Merkwürdig, dass dies nirgendwo in der Presse erschien. Den Banken Raffgier und Profitstreben vorzuwerfen ist ja auch viel einfacher und vor allem muss man sich dabei nicht mit Details beschäftigen.

Beide verursachen Kosten, nur einer bringt Geld

Um das Thema aus unserer Sicht verstehen nachvollziehen zu können, muss man wissen, dass es zwei Arten gibt:
Ungenutzte und genutzte Dispos.

Sehen Sie uns nach, dass wir hier keine vollständige Kalkulation offen legen können. Zum einen würden sich die Wettbewerber freuen und zum anderen gibt es bei uns viele Kosten, die sich nicht auf ein einzelnes Produkt runterbrechen lassen. Die Fixkosten sind einfach da und müssen von allen Produkten und Dienstleistungen mitfinanziert werden.

Einen kleinen Einblick in die direkten Kosten wollen wir ihnen trotzdem gewähren:

Kosten Erträge
ungenutzer Dispo EDV-Kosten
Eigenkapitalkosten
Vorhaltekosten
keine
genutzer Dispo Refinanzierungskosten
Risikokosten
EDV-Kosten
Eigenkapitalkosten
Zinsen

EDV-Kosten: 

Einen Dispo einräumen und laufend zu überwachen erfolgt weitgehend automatisiert. Dennoch muss der IT-Dienstleister bezahlt werden und somit fallen Kosten an, die ohne dieses Produkt nicht fällig wären.

Eigenkapitalkosten:

Jeden Kredit an Verbraucher müssen Banken mit Eigenkapital unterlegen. In unserem Fall bedeutet dies, dass ein Teil des Genossenschaftsguthabens unserer Mitglieder für einen eingeräumten Kredit beiseite gelegt werden muss. Doch warum kostet das Geld? Ganz einfach: Eigenkapital darf nur in bestimmten Anlageformen “geparkt” werden. Mit diesem Geld können wir nicht arbeiten oder es als Kredite weitergeben. Also kein Ertrag und ohne Ertrag keine angemessene Dividende, die unsere Mitglieder (zurecht) erwarten.

Vorhaltekosten:

Der Dispo ist für die Kunden super praktisch und flexibel. Ist das Limit eingeräumt, kann der Kunde ganz alleine entscheiden, wann er ihn nutzt und wann nicht. Ohne die Bank anrufen zu müssen. Ganz einfach mit der BankCard bezahlt, vom Geldautomaten rasch Bargeld geholt oder eine Überweisung getätigt. Heißt: Jeden Tag kann der Dispo in Anspruch genommen werden und wir schicken das Geld, was der Kunde nicht auf dem Konto hat, auf die Reise. Also müssen wir eine Reserve vorhalten, um dies jeden Tag gewährleisten zu können. Diese Geldreserve ist nicht langfristig angelegt und damit entstehen durch entgangene Zinsen quasi Kosten, die mit dem Produkt zusammenhängen.

Refinanzierungskosten:

Jetzt kommt das vielzitierte Argument des billigen EZB-Geldes. Die EZB hat den Leitzins auf einen historischen Tiefstand von 0,75 % gesenkt und Banken haben die Möglichkeit sich teilweise darüber zu refinanzieren. ABER: Bekommen wir das Geld von der EZB einfach so? Auf Dauer? Nein! Bei der EZB gibt es im Rahmen des Leitzins nur Geld gegen Sicherheiten, notenbankfähige Sicherheiten (z.B. Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland). Die Laufzeit des Standardtenders zum Leitzins beträgt dabei 14 Tage.

Kurzum, die Refinanzierung einer Bank ist leider etwas komplexer, als es in der einen oder anderen Zeitung dargestellt wird und eine Bank, die auf Dauer bestehen möchte, sollte dort sorgfältiger kalkulieren, als pauschal auf 0,75 % zu setzen.

Im Übrigen sind wir damit in der Vergangenheit gut gefahren. Wohin allzu risikoreiche, kurzfristige Refinanzierungen führen können, hat man in Deutschland am Beispiel der HypoRealEstate oder in den USA bei kurzfristigen Immobilienkrediten gesehen …

Risikokosten:

Ein Kredit beruht auf Vertrauen zwischen Bank und Kunde. Beim Dispo werden in der Regel keine Sicherheiten vereinbart. Der Kreditgeber vertraut darauf, dass der Kreditnehmer aus seinem Einkommen jederzeit den Kredit zurückzahlen kann.

Das trifft aber nicht auf alle Kreditnehmer zu. Leider weiß keiner, welcher Kunde zahlungsunfähig wird. Aus diesem Grund gibt es Risikoprämien. Aus der Erfahrung über Tausende Kunden und viele Jahre hinweg errechnen sich Wahrscheinlichkeiten, ob der Kunde in den nächsten 12 Monaten zahlungsunfähig wird. Daraus lassen sich kalkulatorische Kosten ableiten. Davon werden quasi die ausgefallenen Dispos “bezahlt”. Denn weil ein Kunde seinen Kredit nicht zurückzahlen kann, verzichtet ja die EZB nicht auf die Refinanzierung oder ein anderer Kunde auf sein Guthaben auf dem Sparkonto.

Soviel zu ein paar Kostenbestandteilen, die unmittelbar mit dem Produkt Dispo zusammenhängen.

Und die Einnahmen?

Auf dieser Seite ist der Dispo ein ganz einfaches Produkt. Wer einen hat, ihn aber nicht nutzt, zahlt nichts. Wer mit Hilfe des Dispos zeitliche Überschneidungen von Einnahmen und Ausgaben überbrückt oder kurzfristig die plötzliche Autoreparatur bezahlt, muss für den in Anspruch genommenen Betrag Zinsen zahlen. Ganz transparent und simpel. Und von diesen Zinsen können dann all die genannten Kosten beglichen werden und es bleibt noch etwas übrig. Übrigens kommen auf jeden genutzten Dispo etwa drei ungenutzte, die keine Einnahmen bringen.

Was ist Quersubventionierung?

In der Studie im Auftrag der Ministerin Ilse Aigner wurde die Vermutung geäußert, dass Banken andere Leistungen mit den Zinsen aus Dispositionskrediten subventionieren. Im Dienstleistungsbereich hat man immer eine Form der Mischkalkulation. Es gibt keine fünf oder zehn festen Mitarbeiter bei uns, die den ganzen Tag nur Dispos machen. Nicht jede Dienstleistung, die wir erbringen hat einen direkten Preis mit dem alle Kosten abgedeckt sind. Ein Beispiel: Das Lesen dieses Blog ist kostenfrei, unsere Facebook-Seite ist kostenfrei. Der Server und letztlich auch unser Gehalt muss also von anderen Einnahmen bezahlt werden. Von unseren Filialen, Mitarbeitern, Automaten usw. ganz zu schweigen.

Ein Bekenntnis und Sie haben die Wahl

Ja, Banken wollen Einnahmen generieren. Zum einen, um die genannten Kosten zu bezahlen, zum anderen um Gewinn zu erwirtschaften. Das ist der Sinn eines Unternehmens. Nur aus Gewinnen können Investitionen (wie zum Beispiel neue Geldautomaten) getätigt werden. Nur mit Gewinnen ist ein dauerhaftes Fortbestehen des Unternehmens möglich.

Streiten kann man sicher über die Höhe von Gewinnen und noch viel mehr über die Verwendung des Gewinns. Bei uns ist das ganz einfach: 25 % Rendite erwartet von uns keiner und streben wir auch nicht an. Und wohin geht der Gewinn? Ein Blick in den Geschäftsbericht 2011 zeigt es ganz genau: 13,5 Millionen Euro war der Bilanzgewinn der Berliner Volksbank, davon blieben rund 20% im Unternehmen (als Reserve für schlechte Zeiten oder zukünftige Investitionen) und rund 80%, also über 10 Millionen Euro, haben unsere Mitglieder als Dividende bekommen.

Was, Sie sind auch Mitglied? Dann haben auch Sie am Dispo mitverdient …

Bildnachweis: © gena96 – Fotolia.com

Leider keine Kaugummis und Wechselgeld

Kürzlich erreichte uns folgende E-Mail. Wir geben den Inhalt hier vollständig wieder, nur ohne den Absender zu nennen:

Am Beispiel der Berliner Volksbank kann man prima sehen wohin ungezügelte Unverschämtheit gepaart mit menschlicher Raffgier führt, wenn der Gesetzgeber diesem kriminell anmutendem Treiben keinen Riegel vorschiebt. Nicht nur, dass Sie seit einigen Monaten eine Gebühr von 9 Euro erheben, wenn jemand eine Bar Einzahlung auf das Konto eines Ihrer Kunden machen möchte… Nein, diesen für eine Bank an Banalität kaum noch zu überbietenden “Service” bieten Sie nur nur in einigen handverlesenen Filialen an – und dort verlangen Sie allen ernstes, das man den Betrag auf den Cent genau in Kleingeld abgezählt abgibt. Das grenzt an Irrsinn zumal jeder Kiosk Besitzer in der Lage ist Wechselgeld heraus zu geben wenn man dort ein Kaugummi kauft. Offensichtlich ist die Berliner Volksbank soooo sehr damit beschäftigt unser Gemeinwohl durch Zockerei und zweifelhafte “Deals” zu schädigen, das für 9 Euro Gebühr (entsprechen 3 Stunden Arbeitsleistung mancher Menschen in diesem Land!) und zwei Minuten Arbeit am Schalter nicht mal die Herausgabe von Wechselgeld “drin” ist. Ich wünschte die Verantwortlichen bei der Berliner Volksbank würden per Gesetz ob so viel Dreistigkeit öffentlich auf dem Alexanderplatz ausgepeitscht! Nicht mal die Deutsche Bank, die nicht eben als Karitative Vereinigung bekannt ist, erlaubt sich 9 Euro!

Zwar erhalten wir selten Nachrichten mit solch heftiger Ausdrucksweise, aber das Thema Bargeldverkehr in Bankfilialen sorgt immer mal wieder für Missverständnisse und Missstimmungen. Warum wir die besagte Gebühr für eine Bareinzahlung zu Gunsten Dritter erheben, erklären wir weiter unten. Zunächst ein Wort zum Verständnis:

Die Automaten kommen

Unsere Filialen verfügen heutzutage nicht mehr über einen mit Panzerglas abgetrennten Kassenbereich, wie ihn jüngere Leute gar nicht mehr kennen. Tatsächlich hantieren wir kaum noch Wechselgeld wie der besagte Kiosk.
Wir verkaufen keine Kaugummis und können kein Kleingeld herausgeben. Denn der Bargeldverkehr von Banken wird so weit wie möglich automatisiert; seit Jahren schon über die Geldausgabe per Automaten und zunehmend in unseren Filialen auch via Bargeldannahme mittels Geldeinzahlgeräten.

Damit entsprechen wir zum Beispiel einem dringenden Wunsch insbesondere unserer Geschäftskunden. Dank der neuen Automaten kann man rund um die Uhr Münzen und Scheine einzahlen. Auch für Privatkunden sind die neuen Geräte eine große Erleichterung. Selbst Kleingeld kann man, ohne es zählen zu müssen, einfach in den Automaten schütten und erhält den Betrag umgehend auf dem eigenen Konto gutgeschrieben.

Diese Automatisierung schafft ganz neue Möglichkeiten, setzt aber auch Investitionen in Technik voraus. Außerdem muss der laufende Betrieb durch einen Dienstleister gewährleistet sein. Automaten müssen befüllt oder gewartet und das Geld überprüft werden. Auch dadurch entstehen einer Bank laufende Kosten. Zum Teil erheben wir dafür Gebühren wie zum Beispiel bei der Bargeldeinzahlung.

“Bargeld nervt Banken nur noch”?

Auf unserer Facebook-Pinnwand hatten wir kürzlich eine Diskussion zu diesem Thema, bei der jemand schrieb: “Bargeld nervt Banken nur noch.” Das würden wir etwas anders formulieren: Mit dem Geldverkehr ist einfach ein erheblicher Aufwand verbunden. Nehmen wir das Beispiel einer Münzrolle, die wir ausgeben. Münzen müssen gerollt, geprüft und konfektioniert werden. Das kostet. Zum Teil kaufen wir Münzrollen selbst regulär ein.

Auch gesetzliche Regelungen verteuern Aufwand und Kosten der Bargeldbearbeitung. Als Beispiele seien die Einführung der Normcontainer Anfang 2011 oder das sogenannte CashEDI gennant.

Sonderfall “Bareinzahlung zu Gunsten Dritter”

Dieser eingangs erwähnte Vorgang ist zwar selten, löst aber einen aufwendigen Prozess aus. Das eingezahlte Geld wird zunächst auf einem Zwischenkonto gutgeschrieben, auf dem alle Bareinzahlungen zu Gunsten Dritter gesammelt werden. Die Belege werden dann gesammelt an eine Zentralstelle weitergeleitet. Dort muss die Aufstellung aller Vorgänge manuell kontrolliert werden, bevor wiederum von einem Mitarbeiter persönlich die jeweiligen Ausbuchungen und Überweisungen veranlasst werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass auch der richtige Verwendungszweck auf den Überweisungen ausgewiesen wird.

Wir können diese Bearbeitung sogar nur in wenigen Filialen anbieten. Der gesamte Vorgang der Bareinzahlung zu Gunsten Dritter sperrt sich der Automatisierung und lässt sich also nicht auf Knopfdruck vornehmen. Daher die Gebühr.

Kleine Einzahlung, großer Aufwand

Tatsächlich bieten manche anderen Bankinstitute diese Leistung auch nicht wie wir für 9 Euro an. Aus dem einfachen Grund, dass sie diese Leistung gar nicht anbieten. Die uns entstehenden Kosten für eine Bareinzahlung zu Gunsten Dritter übersteigen die von uns erhobenen 9 Euro Gebühr deutlich. Die in der Nachricht an uns genannte “Profitgier” würde es uns verbieten, eine solche Leistung überhaupt anzubieten.

Wir möchten Sie um Verständnis in diesem Einzelfall und ganz allgemein für den Hintergrund des sich wandelnden Bargeldverkehrs bei Banken bitten. Wäre eine Bankfiliale heutzutage noch eine Münzkasse wie früher, müssten wir sämtliche Leistungen neu, sprich: zu Ungunsten unserer Kunden kalkulieren. Das trifft für uns wie für alle anderen Filialbanken zu.

Die Zukunft des Bargelds

Ganz allgemein zählt der Umgang mit Bargeld heute längst nicht mehr zum Kerngeschäft von Banken. Das korreliert mit dem allgemeinen Rückzug des Bargelds aus unserem Alltag. Neue Technologien wie Mobile-Payment und andere ermöglichen in immer mehr Bereichen bargeldlose Transaktionen.

Das physisch vorhandene Bargeld wird zunehmend digital. Die Abläufe werden dadurch zum Vorteil von Kunden und Unternehmen rationalisiert. Im Gegenzug sind alle Vorgänge, die sich der Automatisierung sträuben und daher manuell ausgeführt werden müssen, kostenintensiv. Die guten alten Scheine und Münzen werden in Zukunft daher wahrscheinlich noch weiter an Bedeutung verlieren.

So rollt der Rubel – flüssig bleiben mit dem ZasterLaster

Wer kennt das nicht: Gerade wenn’s am schönsten ist, hat man manchmal nicht genug Geld dabei. Da man aber auf Konzerten, Events, Festen und Veranstaltungen aller Art nicht zum Geldautomaten kommen kann, kommt der Geldautomat eben zum Event. Die ZasterLaster bringen Bargeld dahin, wo es gebraucht wird. Eine europaweit einmalige Erfindung der Berliner Volksbank.

Als Zugtiere für die beiden mobilen Geldautomaten dienen zwei fleißige Bienchen; nämlich zwei Piaggio APE, wobei “Ape” das italienische Wort für “Biene” ist. Die unverwüstlichen Kleinstlaster knattern seit Jahrzehnten durch die verwinkelten Gassen italienischer Städte und sind heute zunehmend auch hierzulande sehr beliebt – nicht zuletzt in Berlin und Brandenburg als ZasterLaster.

Geldsäcke schon mehrmals geraubt

ZasterLaster beim Müllerstraßenfest in Berlin-Wedding

Leider sind die beiden ZasterLaster wiederholt beraubt worden. Gestohlen wurden aber nur die beiden Geldsäcke auf dem Dach der Fahrerkabinen. Dabei handelt es sich zwar um echte Geldsäcke, wie sie bei Banken im Einsatz sind. Aber das Bargeld steckt, wie sich jeder denken kann, im Geldautomaten und nicht in den Säcken auf dem Dach der Fahrerkabine, die reine Dekoration sind. Die Geldautomaten selbst sind selbstverständlich sicher und mit modernster Technik ausgestattet.

Ansonsten haben die beiden kleinen Kultbrummer der Berliner Volksbank  zwar nur einen Zylinder und wenig mehr als zehn PS unter der Haube, dafür aber ausreichend Bargeld im Gepäck, um die Besucher von großen Veranstaltungen zu versorgen. Für die Fahrer der ZasterLaster gilt allerdings: Besser nicht größer als 1 Meter 80 gewachsen sein. Sonst kann man sich in der beengten Fahrerkabine mit den Knien die Ohren zuhalten.

Gern gesehene Gäste in Stadt und Land

ZasterLaster auf dem Deutsch-Französischen Volksfest

Inzwischen waren die ZasterLaster bei hunderten Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg gern gesehene Gäste; sei es bei Volksfesten, Sportveranstaltungen, Konzerten. Auch bei den großen Berliner Messen und Kongressen wie re:publica, Grüne Woche, ITB und anderen haben die ZasterLaster einen festen Standplatz.

Auf der Fanmeile bewiesen die rollenden Bargeld-Bienchen unfreiwillig auch ihre Einsatztauglichkeit auch als Podest: Begeisterte Fußball-Fans kletterten dem ZasterLaster aufs Dach, um von dort aus die gute Aussicht zu genießen. Wir bitten aber – bei aller Begeisterung – die ZasterLaster wie gehabt nur zum Geldabheben zu nutzen. Für den Einsatz als Party-Mobile sind sie ausdrücklich nicht gebaut!

Nur mit Bargeld “bewaffnet”

Auch bei der internationalen Luftfahrtausstellung ILA kommen die ZasterLaster zum Einsatz; nicht zuletzt weil die beiden mobilen Geldautomaten über keinerlei kriegstaugliche Bewaffnung verfügen, sondern rein zivilen Zwecken dienen. Letzteres muss nämlich vor dem Einsatz gegenüber dem ILA-Veranstalter deklariert werden, um eine Genehmigung zu erhalten.

Die „ZasterLaster-Sommertour 2012“

Der aktuelle Einsatzplan der beiden mobilen Geldautomaten ist jederzeit auf der Website der Berliner Volksbank einsehbar. Hier die Highlights der kommenden Wochen:

21. Juli A&P Summer Rave, Flughafen Tempelhof
27. bis 29. Juli Greenville Festival, Paaren/Glien bei Berlin
27. Juli bis 19. August Deutsch-Amerikanisches Volksfest, Berlin
3. bis 5. August Internationales Berliner Bierfestival

Leer hin, voll da

Zu Ablauf und Funktion sei hier nur das wichtigste gesagt: Die ZasterLaster werden leer zu ihren Einsatzorten gefahren und erst vor Ort von einem Werttransporter bestückt. Ansonsten wird nur ein Stromanschluss gebraucht. Die Daten der einzelnen Vorgänge werden per UMTS übertragen.

Da die ZasterLaster oft erstaunlich stark frequentiert werden, passen wir die Taktung der Werttransporter entsprechend an. Deswegen kommt es nur in seltenen Fällen vor, dass einem ZasterLaster vor Ort das Bargeld ausgeht.

Bargeld auch bei Umbau

Als sehr nützlich haben sich die ZasterLaster auch im Filialeinsatz bewährt. Wenn möglich, parken wir bei Umbau oder Renovierung einer Filiale einen ZasterLaster direkt vor Ort und können unseren Kunden so die reibungslose Bargeldversorgung gewährleisten.

Mittlerweile bringen die beiden ZasterLaster seit sechs Jahren in Berlin und Brandenburg Bargeld unters Volk. Und inzwischen rollen die ersten Lizenznehmer auch durch München und Mönchengladbach. Weitere werden dazukommen, denn die Idee ist so charmant wie praktisch – eine kleine, aber feine Innovation aus Berlin.

Sind Sie unseren fleißigen Bargeld-Bienchen schon persönlich begegnet? Hat Ihnen ein ZasterLaster mal aus der Klemme geholfen?

Daten-Alarm 2.0

Wer weiß was über uns und kann dieses Wissen wie nutzen? Transparenz in Zeiten digitaler Durchdringung unseres Alltags ist kein abwegiges Netzthema, sondern betrifft uns alle auf dem Sprung zum total gläsernen Bürger. Wer das nicht glaubt, versuche einmal, mit Wohnort Berlin-Wedding etwas auf Rechnung zu bestellen.

Am 7. Juni 2012 platzt eine Bombe in den Medien: Die Schufa plant, Daten aus sozialen Netzwerken zur Beurteilung der Bonität zu nutzen. Entsprechend groß ist die Aufregung (siehe dazu ausgewählte Tweets in diesem Artikel). Nachdem sich das Thema inzwischen etwas abgekühlt hat, nehmen wir es als Anlass für einen Beitrag zur Bedeutung von Datentransparenz und neuen Medien. Auch aus Sicht einer Bank stellen sich hier wichtige Fragen und Problemfelder.

Dieser Beitrag soll Ihnen helfen, zwischen den beiden Extremen Unterschätzen und Hyperventilieren zu navigieren. Denn das Thema Datensicherheit in Zeiten neuer Medien und Technologien betrifft jeden. Es geht um elementare Persönlichkeitsrechte und drastische Auswirkungen auf jeden einzelnen Bürger – ob online oder offline.

Neue Medien heißt in diesem Fall, dass sich die technologischen Entwicklungen so drastisch beschleunigen, dass unser Rechtssystem mit weitem Abstand hinterherhinkt. In gewisser Weise befinden wir uns aktuell in einer Art Wilder Westen, in dem ein Faustrecht schneller ist als sich unser Rechtssystem den neuen Gegebenheiten anpassen kann. Um das besser einschätzen zu können, zunächst ein Wort zu den gebräuchlichsten Missverständnissen.

Irrtum 1: “Ach, das betrifft nur Onliner …”

Keineswegs. Es handelt sich hier nicht um einen abwegigen Nebenkriegsschauplatz irgendwelcher Computer-Nerds, sondern um eine Entwicklung aus der realen, analogen Welt. Millionen Menschen im Land haben zum Beispiel Kundenkarten von Payback und anderen. Das Geschäftsmodell lautet: Preisnachlass gegen Datenpreisgabe. Facebook funktioniert genau so: Kostenlose Nutzung gegen Daten.

Payback, Facebook und andere lassen es sich also etwas kosten, unsere Daten einzusammeln. Und wenn jemand für unsere Daten bezahlt, dann müssen sie auch einen Wert haben. Egal ob im Internet, an der Tankstelle oder am Telefon: Wer kennt nicht die lästigen Werbeanrufe und die sich aufdrängende Frage, über welche Kanäle man denn zur dieser Ehre kommt.

Irrtum 2: “Mit Bildern von meinem Mittagessen bei Facebook kann keiner was anfangen.”

Viele Nutzer sozialer Medien meinen, mit ihren harmlosen Späßen oder alltäglichen Beiträgen im Freundeskreis können Facebook & Co. nichts anfangen. Damit unterschätzt man die Algorithmen der großen Datensammler erheblich. Selbst die vermeintlich unbedeutendsten Meldungen addieren sich zu einem auslesbaren Profil. Wie sonst könnte Ihnen zum Beispiel Facebook personalisierte Werbung präsentieren?

Kein Schritt ohne Fußabdruck

Tatsächlich hinterlassen wir alle immer mehr Spuren in der digitalen wie in der analogen Welt. Sei es dass wir die Kundenkarte zum Punktesammeln nutzen, mit dem Handy telefonieren, im Internet eine Seite aufrufen oder in einer Fußgängerzone videoüberwacht werden. Diese Spuren werden zu Datensätzen gesammelt, gebündelt und gewerblich genutzt.

Das führt uns zum Beispiel Schufa. Geschäftsgrundlage der Auskunftei sind selbstverständlich Daten, mit denen die Bonität von Verbrauchern bewertet wird. Das betrifft nicht nur Kredite von Banken. Auch im Einzelhandel, beim Mobilfunk- oder Mietvertrag und vielen anderen Bereichen des Alltags kommen die Schufa oder ihre Wettbewerber ins Spiel.

Prinzipiell leisten solche Auskunfteien einen wertvollen Beitrag zu unserer Wirtschaft. Im Bankbereich reduzieren Bonitätsprüfungen das Risiko von Kreditausfällen, was letztlich der Allgemeinheit zugute kommt. Versandhändler müssten ohne Datengrundlage deutlich höhere Zahlungsausfälle verbuchen, was wiederum zu höheren Preisen für ihre Produkte führen würde, die alle Verbraucher bezahlen müssten. Auskunfteien wie die Schufa sind also eine wichtige Komponente einer funktionierenden Marktwirtschaft. Warum kam es also kürzlich zur großen Medienwelle um die Schufa?

Mit totaler Transparenz auf dem Weg zum Big Brother?

Am 7. Juni war also die Aufregung groß. Was war passiert? Es wurde publik, dass die Schufa und das renommierte Hasso-Plattner-Institut (HPI) Forschungen zur Datenerhebung in sozialen Netzwerken planen. Ziel der Schufa ist es laut Pressemitteilung, “langfristig die Qualitätsführerschaft unter den Auskunfteien in Deutschland (zu) sichern”.

Das heißt im Klartext: Der im Internet gläserne Bürger würde jetzt so transparent, dass seine privaten Daten und Aktivitäten bei Facebook, Twitter & Co. direkt in die Bewertung seiner Bonität einfließen. Entsprechend groß war die Empörung. Sämtliche Zeitungen brachten das Thema in Artikeln und Kommentaren, hunderte Beiträge spülten Twitterer in die Timeline und so weiter.

Aber statt aus der ersten Erregung heraus den Verstand ab- und dafür den Panik-Modus einzuschalten, empfehlen wir auch für die Zukunft: Kühlen Kopf bewahren und sich die Sachlage erst einmal in Ruhe anschauen!

In diesem Fall veröffentlichte der NDR zwar vertrauliche Unterlagen über die Methoden der geplanten Schufa-Datensammlung, die wie Öl im Feuer der medialen Aufmerksamkeit wirkten. Tatsächlich waren zum Beispiel Tarn-Profile avisiert, die sich in sozialen Netzwerken mit anderen befreunden nur zum Zweck des Datensaugens.

Schuldig im Sinne des Reiz-Reaktionsschemas

Aber im ersten Eifer des Gefechts wurde nicht beachtet, dass die Schufa und ihr Partner, das Hasso-Plattner-Institut (HPI), das Projekt als Forschungsvorhaben planten, dessen Ergebnisse man transparent halten und der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte.

Und einen Tag nach der großen Medienwelle war der Spuk auch schon wieder vorbei. Das HPI kündigte der Schufa die Zusammenarbeit mit der Begründung, dass man aufgrund der Missverständnisse in der Öffentlichkeit ein solches wissenschaftliches Projekt nicht mit der nötigen Ruhe durchführen könne.

Wir maßen uns nicht an, diesen Einzelfall zu bewerten. Wir möchten aber anhand dieses Beispiels aufzeigen, welch ungeheurer Sprengstoff grundsätzlich in diesem Thema steckt. Es geht weit über rein ökonomische Belange hinaus.

Denn letztlich spielt es gar keine Rolle, ob nun konkret die Schufa tatsächlich diese Grenzen überschreiten will oder das Projekt storniert. Entscheidend ist, dass es die Möglichkeiten gibt und sie früher oder später auch jemand einsetzen will, falls das nicht ohnehin schon passiert. Was die Schufa heute unterlässt, unternimmt morgen vielleicht ein Wettbewerber. Auch Facebook, Google & Co. wissen sicher mehr über die Bonität von uns Verbrauchern, als wir uns vorstellen können.

Wie stellt sich das aus Sicht der Bank dar?

Natürlich könnte man der gesamten Wirtschaft attestieren, dass der total transparente Bürger im Prinzip in ihrem Interesse wäre. Wenn man also bei Vertragsabschlüssen, Bestellungen und bargeldlosen Einkäufen oder Kreditvergaben dem Kunden mittels Auskunftei quasi direkt in den Geldbeutel blicken könnte und mittels Social-Media-Anbindung sogar noch umfassend über dessen Privatleben und Freundeskreis informiert wäre. Das Kreditausfallrisiko ließe sich weiter senken, was wiederum der Allgemeinheit zugute käme.

Trotzdem wird uns persönlich dabei etwas unwohl zu Mute. Wirtschaftliche Interessen kollidieren hier mit ethischen Prinzipien. Auch wir bei der Berliner Volksbank sind ja selbst Kunden oder Verbraucher und nicht zuletzt Menschen mit einem Privatleben, das wir vor unbefugtem und unbekanntem Zugriff geschützt wissen wollen. Die Frage lautet, wie weit der so oft beschworene gläserne Bürger wirklich wird oder schon real geworden ist.

Wie transparent Individuen werden können, zeigt eine Entwicklung aus den Vereinigten Staaten. Dort ist es inzwischen möglich, dass die Bewerbung für einen Job abgelehnt wird, weil der “Klout Score” des Bewerbers zu niedrig ist.

Kennen Sie eigentlich Ihren “Klout Score”?

Eine Fluglinie gewährt Zutritt zur VIP-Lounge. Ein Hotel spendiert kostenlose Updates auf luxuriösere Zimmer. Oder eine Job-Bewerbung wird abgelehnt. Dieses sind nur einige Beispiele für die Folgen des Klout Scores, den ein amerikanisches Start-up entwickelt hat. Es handelt sich um einen Algorithmus, der die Social-Media-Reputation misst. Dieses Szenario klingt nach düsterem Sci-Fi-Stoff, ist aber längst Realität.

Aus dem sozialen Leben wird eine knallharte, bezifferbare Währung, deren Gewicht durchaus mit echtem Geld oder echter sozialer Reputation vergleichbar ist. Das heißt, wie die Berliner Zeitung treffend titelte: “wie eine Schufa fürs Netz” – mit gravierenden Folgen. In den USA wurde der Klout Score inzwischen wiederholt als Einstellungskriterium herangezogen.

Ist das eine schöne neue Welt der Transparenz oder der Weg in eine brutal übertransparente Zukunft mit Big-Brother-Algorithmen, die extremen Einfluss auf unser Leben ausüben, ohne dass wir sie beeinflussen könnten? Diese Frage bleibt vorerst stehen – als eine der Kernfragen unserer Zeit und unserer Zivilgesellschaft auf dem Weg in die durchdigitalisierte Zukunft.

Die Schufa-Welle Anfang Juni 2012 jedenfalls – gestartet wie ein Tsunami und am Tag darauf schon vollflächig versandet und vergessen – war nur eines von vielen Beispielen. Der nächste große Aufreger kommt bestimmt.

Hier eine Auswahl lesenswerter Beiträge:

Hier geht’s richtig Los!

Lotterien locken mit spektakulär hohen Jackpots, aber wirklich spektakulär ist die extreme Unwahrscheinlichkeit auf einen Volltreffer. Viel gelassener kommt das Gewinnsparen der Berliner Volksbank daher – dabei sind die Chancen auf Hauptgewinne erstaunlich hoch im Vergleich zu den großen Lotterien! Und das Beste daran: Sie müssen nichts tun, um mit einem kleinen Einsatz auch noch viel Gutes zu tun.

Der Name ist Programm: Gewinnsparen kombiniert Sparen und Gewinnen. Das ist zunächst einmal sehr bequem. Pro Los werden monatlich 5 Euro abgebucht, von denen 4 Euro angespart und am Jahresende wieder ausgezahlt werden. Das heißt: Der tatsächliche Einsatz pro Los liegt bei nur einem Euro pro Monat – bei überdurchschnittlich hohen Gewinnchancen!

Mit 1 Euro sind Sie dabei

Mit diesem einen Euro bietet das Gewinnsparen Monat für Monat die Chance auf einen Hauptgewinn von 500 oder 15.000 Euro. Die Gewinnquote liegt bei beeindruckenden 1:2000, die im Vergleich zu Lotterien ihresgleichen sucht. Am Jahresende wird unter allen Teilnehmern zusätzlich ein Jackpot in Höhe von 50.000 Euro verlost. Und außerdem nimmt jedes Los automatisch an Sonderverlosungen teil. Aktuell wurden zum Stichtag 3. April 60 iPad 2 verlost; 6 davon gewannen Kunden der Berliner Volksbank. Und Lose, die bis 3. Mai 2012 gekauft werden, nehmen an der Verlosung von drei Audi Q3 teil!

Unsere Sondergewinne sind aktuell auf Road-Tour durch ausgewählte Standorte. Kommen Sie gerne auf einen Sprung vorbei für einen Schwung Vorfreude. Sie finden einen der drei Audi Q3 vom 25. bis 27. April im FinanzCenter Oranienburg.

So rechnet sich Ihr Los im Detail

Monatlich werden 5 Euro abgebucht, wovon die Berliner Volksbank 4 Euro für Sie anspart und am Jahresende wieder auf Ihr Konto auszahlt. Sie selbst müssen nicht mehr tun, als sich über ein kleines Weihnachtsgeschenk von 48 Euro freuen. Inklusive natürlich die guten Aussichten auf Gewinne von 2,50 bis 50.000 Euro.

Unser Tipp – die 10er-Kombi

10 Lose lohnen sich richtig! Wenn Sie sich zehn Lose mit fortlaufenden Endziffern von 0 bis 9 sichern, gewinnen Sie 2,50 Euro monatlich garantiert. Denn der Mindestgewinn von 2,50 wird auch mindestens auf eine Ihrer Endziffern ausgeschüttet. Über das Jahr gerechnet ergibt sich für die 10er-Kombi eine beeindruckende Gewinnspar-Kalkulation:

50 Euro pro Monat für 10 Lose = 600 Euro im Jahr
Rückzahlung zum Jahresende 480 Euro
Garantierte Gewinne 12 x 2,50 Euro = 30 Euro
Ihr Jahreseinsatz beträgt 600 – 510 = 90 Euro

Das heißt: Statt 1 Euro im Monat wie bei einem einfachen Los, kosten 10 Lose im Monat zusammen nur 7,50 Euro – sprich: nur 75 Cent je Los!

Schenken Sie ein Jahr lang Chancen

Jahres-Geschenk-Los-HülleAnstatt nur selbst die guten Aussichten zu genießen, dürfen Sie auch als edler Spender auftreten und ein Gewinnsparlos verschenken. Das kostet nur 60 Euro im Jahr, während der oder die Beschenkte alle eventuellen Gewinne und die Jahresrückzahlung in Höhe von 48 Euro erhält. Mit mindestens einer netten Überraschung erfreuen Sie die Person Ihrer Wahl also in jedem Fall. Das Jahres-Geschenk-Los können Sie in dieser exklusiven Geschenkhülle überreichen.

Und nicht zuletzt: der gute Zweck

Was ist eigentlich der Sinn des Gewinnsparens? Ganz einfach die Kombination von Sparen, Gewinnen und Helfen. Schon vor über 100 Jahren wurden soziale Institutionen wie Kirchen oder das Rote Kreuz mittels Gewinnsparen unterstützt. Heute sorgen wir dafür, dass sich zahlreiche karitative, gemeinnützige und soziale Einrichtungen in Berlin und Brandenburg über üppige Spenden freuen können, die wir vom Gewinnsparen an sie ausschütten. Allein im Jahr 2011 haben wir 165.000 Euro an 85 gemeinnützige Einrichtungen in Berlin und Brandenburg übergeben.

Jetzt aber los zu Ihrem Los

Wenn Sie volljährig sind und bei der Berliner Volksbank ein Girokonto haben, seien Sie dabei! Gewinnsparlose können Sie in allen unseren Geschäftsstellen erwerben oder auch online anfragen. Wir wünschen Ihnen viel Glück beim Gewinnsparen!

Weitere Informationen zum Gewinnsparen …

Das mulmige Gefühl beim Online-Banking

Immer mehr Menschen verlagern einen Großteil ihres täglichen Lebens ins Internet. In den unendlichen Weiten des WorldWideWebs wird kommuniziert, recherchiert, verglichen, gekauft und bezahlt. So wird auch der Zahlungsverkehr mehr und mehr online abgewickelt. Überweisungen werden heutzutage über das Online-Banking auf den Weg geschickt. Wie schön könnte alles sein, wäre da nicht dieses ungute Gefühl des stets präsenten Sicherheitsrisikos. Wo explizit die Gefahren lauern, wissen viele nicht so genau, aber dass sie existieren ist allgemein bekannt.

Es ist wohl eine Mischung aus diesem schwammigen Halbwissen und der gefühlten Machtlosigkeit in Bezug auf die Bekämpfung dieser Gefahren, die uns dieses mulmige Gefühl schnell beiseite schieben lässt. Gerne auch mit der Begründung: Warum sollte es gerade mich treffen?

Doch die Wahrheit ist: Irgendwen trifft es nun mal. Und vermutlich hat dieser Jemand zuvor auch nicht damit gerechnet, dass es gerade ihm passieren würde.

Damit Sie Ihren Sicherheitsbedenken einen Namen geben können, haben wir die derzeit größten Gefahren in Bezug auf Online-Banking zusammengestellt. Manchmal ist es sinnvoll, seinen “Feind” zu kennen.

Phishing

Beim Phishing versuchen die Betrüger, an Ihre Zugangsdaten und Passwörter zu gelangen. Dafür bilden sie die Internetseite Ihrer Bank nach und nutzen viele Tricks, Sie auf diese Seite zu locken. Im Laufe der Jahre wurden als „Lockmittel“ unterschiedliche Methoden entwickelt. Am gängigsten ist folgende: Sie erhalten eine offiziell aussehende E-Mail (scheinbar von Ihrer Bank) mit der Bitte, mittels eines angehängten Links die Website aufzusuchen, um dort beispielsweise im Online-Banking Ihre Daten zu aktualisieren. Folgen Sie dem angegebenen Link, so landen Sie auf der täuschend echt aussehenden Internetseite des Betrügers. Geben Sie nun Ihre Zugangsdaten ein, so spielen Sie diese direkt in die seine Hände.

Pharming

Pharming ist eine Weiterentwicklung des klassischen Phishings. Ein eingeschleustes Schadprogramm leitet Sie beim Aufruf der Internetseite unbemerkt auf eine gefälschte Website um. Hier beginnt die Manipulation bereits auf Ihrem Computer. Mithilfe von Viren oder Trojanern auf Ihrem Rechner wird hierbei die IP-Adresse eines bekannten Domain-Namens (z. B. www.berliner-volksbank.de) durch die IP-Adresse des Betrügers ersetzt. Bei einem solchen Angriff wird die URL (z.B. www.berliner-volksbank.de) richtig dargestellt, obwohl sich der Nutzer auf einer falschen Seite befindet. Auch hier spielen Sie (wie beim Phishing) sämtliche Daten, die Sie eingeben, direkt in die Hände des Betrügers.

Man-in-the-middle

Eine Man-in-the-middle-Attacke ist eine Betrugsmethode, bei der sich der Betrüger zwischen Sie und Ihren „Kommunikationspartner“ (z. B. Ihre Bank) klinkt und somit die Kontrolle über den Datenverkehr hat. Die Betrüger konzentrieren sich dabei auf Online-Banking-Kunden, die noch das altbewährte iTAN-Verfahren zur Legitimation nutzen. So haben sie die Möglichkeit, im Hintergrund die Zielkontonummer und den Betrag zu verändern, ohne dass Sie etwas davon mitbekommen.

Die Banken arbeiten fortlaufend daran, die Sicherheitsrisiken für ihre Kunden zu minimieren.
Dabei geht es primär darum, dass vertrauliche Daten bei der Übertragung über das Internet nicht unberechtigt eingesehen oder verändert werden können.

Mehr Sicherheit durch neue Verfahren

Online-Banking-Nutzer werden in den vergangenen Jahren festgestellt haben, dass es gerade in Bezug auf die Transaktionsnummern einige Veränderungen gegeben hat. Diese TAN entsprechen Ihrer Unterschrift bei Auftragserteilungen im Internet. Für jeden Auftrag wird eine neue TAN benötigt. Bei diesem Verfahren besteht allerdings die Gefahr, dass einem Betrüger Transaktionsnummern in die Hände gelangen, mit denen er in Kombination mit der ausgespähten PIN etwas anfangen kann. Dieser Gefahr sind viele Banken und so auch wir mit dem iTAN-Verfahren begegnet. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass für jede Transaktion eine ganz spezielle TAN verlangt wird.

Die Sicherheitsgefahr in Hinsicht auf Man-in-the middle-Attacken konnte so jedoch nicht abgewendet werden. Die Daten könnten im Hintergrund trotzdem verändert werden, ohne dass der Nutzer dies mitbekommt. Die Einführung von mobileTAN, also der Anforderung einer TAN per SMS auf das Handy, brachte durch die unterschiedlichen Kommunikationsmedien (Computer/Handy) und die Überprüfungsmöglichkeit der Auftragsdaten auf dem Handy zusätzliche Sicherheit.

Doch die Entwicklungen schreiten stets voran. Die Betrüger schlafen nicht, also dürfen auch die Gegner sich kein Ruhepäuschen gönnen. Das Sm@rt-TAN plus-Verfahren ist die neueste Entwicklung und zählt derzeit mit zu den sichersten Arten, eine Transaktionsnummer (TAN) zu generieren. Hier wird die TAN mit einem separaten Kartenleser (TAN-Generator) und der eigenen Bankkarte erzeugt. Die Auftragsdaten werden auf den Kartenleser übertragen und müssen dort separat bestätigt werden. So können Sie sicher sein, dass Ihr Auftrag nicht durch einen Man-in-the-middle-Betrüger verändert wurde.

Sm@rt-TAN plus bei der Berliner Volksbank

Um unseren Kunden die Möglichkeit zu bieten, Online-Transaktionen noch sicherer zu gestalten, haben wir das neue Sm@rt-TAN plus-Verfahren seit dem 01. Juni 2011 auch bei uns eingeführt. Dieses Verfahren wird das bestehende iTAN-Verfahren zukünftig ablösen.

Schnelligkeit wird belohnt

Die ersten 20.000 Kunden, die sich für das Sm@rt-TAN plus-Verfahren anmelden, erhalten von eine Gutschrift in Höhe von 4 Euro.

Hier finden Sie Informationen zur Einführung des Sm@rt-TAN plus-Verfahrens bei der Berliner Volksbank:

Der ganz spezielle Support

Um Sie bei der Umstellung auf das Sm@rt-TAN plus-Verfahren zu unterstützen, bieten wir Ihnen Hilfe der ganz besonderen Art. Unter dem Motto „Fan werden und Fragen stellen“ haben wir für Sie auf Facebook eine neue Fanpage erstellt. Dort steht Ihnen unser kompetentes “Support-Team” mit Rat und Tat zur Seite und beantwortet allgemeine Fragen rund um Sm@rt-TAN plus.

Schützen Sie sich selbst

Wie Sie sehen, wird stets an der Antwort auf neue betrügerische Methoden gearbeitet. Doch häufig lauern die größten Sicherheitslücken beim Internetnutzer selbst. Aber was können Sie eigentlich tun, um die eigene Sicherheitslücke zu minimieren? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat einige Grundregeln zusammengestellt, die Sie zu Ihrem eigenen Schutze beherzigen sollten. Mithilfe dieser einfachen Maßnahmen lässt sich die Sicherheit im Online-Banking deutlich erhöhen.

Vertrauen Sie nicht darauf, dass es Sie nicht treffen kann. Sorgen Sie lieber vor, damit Sie sich in Zukunft mit einem guten Gefühl und der Gewissheit in der Online-Welt bewegen können, für den besten Schutz gesorgt und somit das Risiko erheblich minimiert zu haben. Mehr können Sie nicht tun.

Update: Neue Phishing-Variante

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer neuen Variante des Phishings im InternetBanking.

Das Bundeskriminalamt warnt vor einer neuen Variante von Schadsoftware, die Manipulationen von InternetBanking-Seiten durchführt.Nach Login im InternetBanking wird bei einem infizierten Rechner im ersten Schritt eine Information eingeblendet, dass auf dem Konto irrtümlicherweise eine Gutschrift eingegangen sei. Diese müsse umgehend zurücküberwiesen werden, um das Konto wieder zu entsperren.In einem zweiten Schritt manipuliert die Schadsoftware die Umsatzanzeige der Kontoumsätze und zeigt so den angeblichen Eingang der Gutschrift in der Saldoübersicht an. Tatsächlich ist auf dem Konto jedoch niemals eine Gutschrift eingegangen.Folgt man der Aufforderung die Rücküberweisung vorzunehmen, präsentiert die Schadsoftware das normale, aber bereits ausgefüllte Onlineüberweisungsformular. Da der Geschädigte in diesem Fall die Überweisung selbst ausführt, bleiben die üblichen Sicherungsmechanismen im Internetbanking wirkungslos und der angewiesene Betrag wird auf ein zur Täterseite gehörendes Bankkonto überwiesen.

Das Bundeskriminalamt rät:
Sollten Sie eine derartige Meldung auf Ihrem Computer erhalten, tätigen Sie keinesfalls die angeforderte Rücküberweisung und wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle. Der benutzte Rechner ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Schadsoftware infiziert.

Quelle: Pressemitteilung des BKA vom 15.07.2011

Altpapier erzähl mir was

Die Geschichte des lieben Geldes haben wir in unserem Blog bereits beleuchtet und heute nehmen wir uns einer verwandten Gattung an: den Wertpapieren.

Mittlerweile verläuft der Wertpapierhandel weitestgehend computergestützt. Nach dem Kauf bekommt nach von seiner Bank einen völlig sachlichen Brief, in dem bestätigt wird, dass die Aktien oder Anleihen wie gewünscht erworben worden und ins Depot eingebucht wurden. Doch das war nicht immer so …

Omas Schatzkiste auf dem Speicher

Historische WertpapiereDie Geschichte von Wertpapieren reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Da es in der Zeit noch kein ausgebautes Finanzsystem gab, wurden die Schuld- und Eigentumsrechte an Aktiengesellschaften durch echte Dokumente aus Papier verbrieft.

Bei einigen Sammlern beginnt die Leidenschaft für historische Wertpapiere mit einem Fund auf dem Speicher. Diese Papiere haben keinen direkten materiellen Wert mehr, denn die ursprünglich mit dem Wertpapier verbundenen Eigentümer- oder Gläubigerrechte sind erloschen und somit haben sie ihr eigentliches Leben verwirkt. Doch für Sammler versprühen diese historischen Dokumente weiterhin ihren Reiz.

Bunte Wirtschaftsgeschichte 

Die Geschichte anfassen zu können und somit gefühlt auch ein bisschen besitzen zu können, fasziniert viele Sammler. Denn egal ob Aktie, Anleihe und Kux (Bergwerksbeteiligung), jedes historische Wertpapier kann eine Geschichte erzählen:Historische Wertpapiere

Ein Stück Wirtschaftsgeschichte, manchmal auch Landesgeschichte oder Geschichten von abenteuerlichen Expeditionen in fremde Länder, dubiosen Machenschaften und skurrilen Geschäftsideen – wie etwa ein Perpetuum mobile. Auch der Bau der ersten Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth 1825 oder die Errichtung der Deutschlandhalle im Jahre 1935 wurden über solche Papiere finanziert.

Spezialisierung tut Not

Alte Wertpapiere gibt es in einer sehr großen Vielfalt. Daher spezialisieren sich viele Sammler frühzeitig, da sonst die Leidenschaft uferlos werden kann. Typische Spezialgebiete sind Regionen, Branchen, Kunststile oder Epochen. Zahlreich sind die „Heimatsammler“, die nur Papiere aus ihrer Heimatregion suchen. Automobilwerte, amerikanische Eisenbahnaktien, Papiere aus der DM-Zeit, Papiere vor 1800 und Zoo-Aktien sind beliebte Sammelgebiete. Andere Liebhaber entscheiden sich auf Basis der Gestaltung der Wertpapiere für ihre Favoriten. Sie sammeln nach Kunststilen wie zum Beispiel Art Deco oder Jugendstil.

Woher nehmen und nicht stehlen?

Das Hobby ist in der Nachbarschaft der Münz- und Geldscheinsammler angesiedelt und in kleinerem Umfang auch ähnlich professionalisiert. Alte Wertpapiere für das kleine Budget kann man in zahlreichen Online-Versandhäusern und auch auf ebay erwerben. Anspruchsvolleres Material findet auf ca. 20 Auktionen jährlich, veranstaltet von renommierten Auktionshäusern, einen neuen Besitzer.

Auktion im Hause der Berliner Volksbank

Wenn Sie nun auf den Geschmack gekommen sind und sich selbst ein Bild von der Vielfältigkeit der besonderen Dokumente der Zeitgeschichte machen möchten, laden wir Sie herzlich zu der Auktion der „Freunde Historischer Wertpapiere“ am 28. Mai 2011 ein.

Auktion und Basar am 28. Mai 2011:

ab 09.30 Uhr – Besichtigung der Auktionslose

ab 11:30 Uhr – Auktion Teil I, Los 1 – 780

ab 14:00 Uhr – Kaffeepause

ab 14:30 Uhr – Auktion Teil II, Lose 781 – 1640

ab 16:30 Uhr – Internationale Tauschbörse

in der Zentrale der Berliner Volksbank eG
Budapester Straße 35
10787 Berlin

Veranstalter:

Freunde Historischer Wertpapiere
Auktionsgesellschaft
Salzbergstraße 2
38302 Wolfenbüttel 

Weitere Informationen

 

Fotos: Wikipedia, HWPH AG