Alle Betreiber und Nutzer von Selbstbedienungsbereichen kennen das Problem: Die begehbaren Räume mit Geld- und anderen Automaten erfreuen sich konstanter Beliebtheit als Party-Location, Toilette, Schlafplatz und nicht zuletzt Mülleimer. Der Schnappschuss aus der Vandalismus-Szene ist noch ein moderates Beispiel. Uns liegen Fotos vor, die wir Ihnen lieber nicht zeigen möchten, weil uns selbst beim Anblick dabei das Frühstück wieder hochkam.

Noch harmlos? Fragen Sie lieber nicht, was für eine Art Haufen man unter diesem Haufen vorfand.
Was kann man tun?
Tun wir nichts und belassen es dabei, hagelt es zu Recht Beschwerden von Kunden, die beim Geldabheben saubere Räume und ein sicheres Umfeld erwarten. Die einzige Lösung, das Problem vollständig in den Griff zu bekommen, wäre, neben jeden Automaten einen Wachmann zu stellen. Doch die Kosten dafür sind weder für uns, noch für unsere Mitglieder und Kunden tragbar.
Eine andere Lösung könnte sein, Geldautomaten an Häuseraußenwände zu verlegen oder dort zusätzliche zu installieren und die Vorräume von Filialen oder Selbstbedienungsstandorten zu schließen. Doch die sogenannten Außenautomaten haben auch Nachteile. Eine Sprachausgabe für sehbehinderte oder blinde Menschen ist dort wegen mangelnder Diskretion nicht möglich. Je nach Standort sinkt zudem das Sicherheitsgefühl beim Geldabheben. Darüber hinaus muss es baulich möglich und der Eigentümer muss mit dem „Loch in der Wand“ einverstanden sein.
Fazit: eine Zwickmühle
Vandalismus ist eine üble Sache, bei der wir und Sie nur die Wahl zwischen verschiedenen, kleineren Übeln haben. Die einzige für alle zufriedenstellende Lösung wäre der Verzicht auf die Sauereien. Da es vermutlich auch in Zukunft an Einsicht mangeln wird, müssen wir auf eine Mischung verschiedener Maßnahmen setzen.
Bei aktuell 30 Standorten reagieren wir auf die dort herrschenden “Vandalismus-Stoßzeiten” mit gezieltem Wachschutz und Schließzeiten in der Nacht. Jeweils zwischen 22 und 24 Uhr schließen sich die Türen und öffnen erst wieder zwischen 4 und 6 Uhr für Kunden und Nicht-Kunden, die unsere SB-Standorte und Foyers so nutzen, wie wir uns das wünschen: nämlich zum Geldabheben und nicht als Müllhalde, Partykeller oder günstige Übernachtungsmöglichkeit.
Und wer glaubt, es sei nur ein Phänomen der bekannten Party-Ecken oder „Problembezirke“, täuscht sich: Die betroffenen Filialen und Selbstbedienungsstandorte erstrecken sich vom edlen Ku’damm oder Berlin-Mitte über ruhige Bezirke wie Karlshorst bis aufs Land zum beschaulichen Kyritz oder nach Saarmund.
Sicherheit und Sauberkeit vs. Einschränkungen
Bei allen Maßnahmen wägen wir zwischen den zusätzlichen Kosten für Reinigung, Wachschutz oder Einbau eines Außenautomaten und den jeweiligen Einschränkungen für unsere Kunden ab. Für jeden Standort wurden die „kritischen“ Zeiten ermittelt und gegen die Anzahl der Kunden an den Geldautomaten abgewogen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und trotzdem Sicherheit und Sauberkeit zu gewährleisten.
Berlin, ey. RT @h3rzrauschen: illegaler rave in der volksbank. twitter.com/h3rzrauschen/s… — Phil (@philgrooves) 24. Dezember 2012
Liebe Leute, Berlin ist nun wirklich nicht arm an geeigneten Locations für ausgefallene und ausufernde Partys. Unsere Bankfilialen sind dafür nun wahrlich nicht der richtige Ort. Falls Sie einen verdreckten SB-Raum vorfinden, informieren Sie uns bitte per E-Mail an service@berliner-volksbank.de und wir veranlassen eine entsprechende Reinigung. Zusätzlich werden wir alle betroffenen Standorte genauer beobachten. Wir bitten ansonsten um Ihr Verständnis.





Was viele nicht wissen: Wachsende Papierstapel und zeitaufwändigere Abwicklungen im Bankalltag sind keine Schikane unsererseits, sondern kosten uns selbst ebenfalls viel Zeit und Nerven. Die Gründe für mehr Bankbürokratie sind allerdings vielfältig und deren Sinn ist oft schwer vermittelbar. Wir haben hier einmal einen Überblick über die Sachlage sowie die Vor- und Nachteile bei den wichtigsten Prozessen zwischen Kunde und Bank zusammengestellt.





