Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Keine Experimente

Zum Auftakt eine Quizfrage: Was wäre die bessere Wahl?

a) Eine internationale Lotterie mit einem Jackpot in Höhe von 100 Mio. Euro und einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 : 200 Millionen.
b) Eine nationale Lotterie mit einem Jackpot in Höhe von 15.000 Euro und einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 : 2.000.

Die Lösung lautet ganz einfach: entweder oder. Das heißt, ganz wie es Ihrem Temperament entspricht. Wenn Sie risikofreudiger sind, spekulieren Sie auf einen riesigen Jackpot bei sehr großem Verlustrisiko. Sind Sie dagegen konservativer, bevorzugen Sie einen moderat hohen Jackpot mit aussichtsreicher Gewinnwahrscheinlichkeit. Die Antwort b) ist übrigens ein reales Beispiel: nämlich unser Gewinnsparen.

Kommen wir deswegen zur Lösung, auf die wir eigentlich hinauswollen: Bei einer Bank und bei Ihren Bankgeschäften möchten wir Ihnen unbedingt die bodenständigere Variante empfehlen; also zum Beispiel uns. Denn die Berliner Volksbank führt das “Volk” nicht zufällig im Namen. Das heißt: Wir befinden uns auf Augenhöhe mit unseren Kunden, Mitgliedern oder Partnern und bleiben maßvoll bei allem, was wir tun.

Bodenständigkeit ist unser Business

Man könnte auch sagen, wir lassen die Kirche im Dorf, verlieren nicht die Bodenhaftung oder sind wie der Schuster, der bei seinen Leisten bleibt. Es ist kein Zufall, dass unsere Sprache zahlreiche Redewendungen für Bodenständigkeit kennt. Man darf das als Indiz dafür werten, welche Bedeutung diese Eigenschaft hat. Das gilt insbesondere in Zeiten, in denen sich auf erschreckende Weise gezeigt, wie tief man fallen kann, wenn man allzu hochfliegende Ziele hat.

Zum Beispiel keine Provision

Dass wir dagegen auf dem Teppich bleiben, sieht konkret so aus:

  • Wo Volksbank draufsteht, ist auch Volk drin: Unsere Kunden sind ein genaues Abbild der Bevölkerung: ob Handwerker oder Student, Gewerbetreibender oder Rentner, Arbeitsloser oder Hartz IV-Empfänger, Einzelhändler oder Schüler, Bauer oder Häuslebauer und so weiter. Leute wie du und ich sind unser Klientel.
  • Was die meisten Kunden und Mitglieder nicht wissen: Unsere Berater erhalten keine direkte Provision beim Abschluss von Finanzprodukten, sondern ausschließlich ein Festgehalt. Daher entstehen keine falschen Anreize, die Kunden nicht in ihrem Sinne zu beraten. Provisionen erhält nur die Bank insgesamt.
  • Unser Förderauftrag für die regionale Wirtschaft wie Handwerk und Gewerbe besteht seit Gründung der genossenschaftlichen Banken im 19. Jahrhundert und gilt für uns auch weiterhin als Maxime. Im letzten Jahr standen wir der heimischen Wirtschaft mit einem Kreditvolumen von 6,2 Mrd. Euro zur Verfügung.
  • Wir machen nur Geschäfte, die wir auch verstehen, und mit Kunden, die wir auch kennen. Wir werden damit niemals sensationelle Gewinne erwirtschaften können, riskieren dafür aber auch niemals Kopf und Kragen. Das Ergebnis: Die Volksbanken Raiffeisenbanken mussten während der Finanzkrise nicht vom Steuerzahler subventioniert oder gar gerettet werden.
  • Während sich andere Finanzinstitute phasenweise vom Privatkundengeschäft zurückgezogen haben, um es dann wieder neu für sich zu entdecken, waren und bleiben wir immer für unsere Kunden da.
  • Was wir selbst nicht können, überlassen wir lieber anderen; und zwar unseren Partnern in der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Dadurch können wir unseren Kunden Leistungen und Finanzprodukte preiswerter anbieten, als wenn wir diese in Eigenregie stemmen müssten.
Blauer VW Käfer

Und läuft, und läuft, und läuft … unspektakulär, aber zuverlässig. Genau wie eine Volksbank.

Der VW Käfer unter den Banken

Dank dieser Bodenständigkeit wird man als Volksbank oft mit dem legendären Volkswagen, dem VW Käfer, verglichen. Diesen Vergleich lassen wir uns gerne gefallen: Man kann mit einem VW-Käfer kein Rennen gegen einen Porsche gewinnen. Aber man kann auch nicht mit Tempo 300 aus der Kurve fliegen. Ihre Wahl!

Übrigens: Ihren persönlichen Anteil am “VW-Käfer unter den Banken” können Sie schon für 52 Euro erwerben – mit einem Mitgliedsanteil bei der Berliner Volksbank. Welche konkreten Vorteile Sie davon haben, finden Sie hier im Beitrag “Die Bank, die Ihnen mitgehört“.

Dies war der fünfte Teil unserer Serie zum Thema Genossenschaft und Bank. Es folgen weitere Beiträge, die sich mit der Historie, unserem Engagement oder auch den konkreten Vorteilen für Sie als Mitglied befassen.
Bildnachweis: © Norman Nick – Fotolia.com

Kohle für Kids

Volle Pulle Spannung: Am 17. Dezember ging’s bei unserem ZasterMaster 2013 ins große Finale und zur Preisverleihung.

Zum Auftakt starteten die Kandidaten in eine aufregende Finanzrallye. Bis zu 3.000 Euro konnten sich die acht Teams an den acht Etappen erspielen. Fing es am ersten Stützpunkt noch mit bekannten Währungen wie Dollar und Euro an, steigerte sich der Schweregrad für die 10- bis 20-Jährigen schnell. Doch nicht nur die Gymnasiasten erkämpften sich Gewinne zwischen 2.600 und 2.850 Euro, auch die Fünft- und Sechstklässler bewiesen Teamgeist und Cleverness in Finanzfragen. Insgesamt 21.550 Euro nahmen die acht geladenen Teams allein aus der Finanzrallye mit nach Hause. Doch dann wurde es erst richtig spannend.

Anspruchsvoller Parcours: Schüler-Team bei der Finanzrallye

Auf Platz 1: Das Team vom Gymnasium Am Burgwall Treuenbrietzen (siehe unten)

Vier Teams aus Grundschulen, Gymnasien und ein Jugendclub wurden für ihre eingereichten Konzepte bei „ZasterMaster“ 2013 prämiert. Die Aufgabe in diesem Jahr:

Plant eine Veranstaltung und die Berliner Volksbank zahlt!

Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Ob Theaterstück, Gesprächsrunde mit Experten, Straßenfest, Musik-Performance oder Trödelmarkt – alles war erlaubt. Einzige Bedingung: Das Thema Geld und Finanzen musste eine Rolle spielen. Diesem Anspruch des Wettbewerbs entsprachen acht der eingereichten Projektideen. Grundsätzlich verfolgt der Wettbewerb das Ziel, dass sich Jugendliche sowohl theoretisch als auch praktisch mit finanziellen und wirtschaftlichen Fragen auseinandersetzen. Indem sie eine Veranstaltung planen, kalkulieren, organisieren und am Ende auch durchführen, durchleben sie alle Phasen eines Businessplans.

ZasterMaster Gruppenfoto

Die Sieger aus Treuenbrietzen, Lichtenberg, Waidmannslust, Oranienburg, Wildau, Wandlitz, Potsdam

Die Berliner Volksbank möchte mit dem Wettbewerb dazu beitragen, dass junge Menschen auf die praktischen Fragen des Lebens gut vorbereitet sind und in einer komplexen Finanz- und Wirtschaftswelt kompetent handeln und entscheiden können. Dass das gut ankommt, ließ sich an der begeisterten Stimmung und dem Enthusiasmus beim diesjährigen Finale ablesen. Auch unsere Azubis waren dabei und unterstützen die Schüler-Teams an den Rallye-Stützpunkten.

Jetzt schreiten wir aber zur Preisverleihung: Mit dem Titel „ZasterMaster“ wurden die folgenden Konzepte ausgezeichnet:

Platz 1: Gymnasium Am Burgwall Treuenbrietzen
Projekt: Eröffnung eines Schulclubs
Preisgeld: 10.000 Euro

Platz 2: Jugendclub Tube, Berlin-Lichtenberg
Projekt: Poetry Slam
Preisgeld: 8.000 Euro

Platz 3: Grundschule in den Rollbergen, Berlin-Waidmannslust
Projekt: Schülerrestaurant für Erwachsene
Preisgeld: 5.000 Euro

Platz 4: Jean-Clermont-Schule, Oranienburg
Projekt: Landesmeisterschaft der Schulsanitäter
Preisgeld: 3.000 Euro

Sonderpreis: Grüner Campus Malchow; Berlin-Hohenschönhausen
Projekt: Team Triathlon für Grundschulen in Lichtenberg und Hohenschönhausen
Preisgeld: 2.000 Euro

Strahlende Gesichter gab es auch bei den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Villa Elisabeth aus Wildau, des Gymnasiums Wandlitz und des Herrmann-von-Helmholtz-Gymnasiums aus Potsdam, die sich jeweils fast 3.000 Euro Prämie bei der Finanzrallye erkämpften.

Das Preisgeld über insgesamt 49.550 Euro wurde vom genossenschaftlichen Verbundpartner Teambank AG, besser bekannt als easyCredit, zur Verfügung gestellt. Weiter geht’s nächstes Jahr mit dem dann schon 4. ZasterMaster. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Hier noch ein paar Impressionen vom großen Finale 2013:

Bildnachweis sämtliche Fotos: © Jürgen Rocholl

Das Geld bleibt hier!

Vorab eine Frage: Angenommen, eine Bank erwirtschaftet mit Ihrem Geld Gewinn. Was meinen Sie, wer entscheidet, wohin dieser Gewinn fließt? Falls Sie es nicht wissen, werden Sie staunen. Wir verraten wir es Ihnen gleich. Vorab ein Wort zur Verortung von Banken.

Kürzlich hatten wir in unseren Social-Media-Kanälen sehr kontroverse Debatten angestoßen. Zwei Punkte, die mehrmals angesprochen wurden, möchten wir kurz aufgreifen: Erstens hieß es in einigen Kommentaren sinngemäß: “Dann gehe ich eben zu einer Direktbank, weil ich keine Gebühren für mein Girokonto zahlen möchte.” Und zweitens fiel wiederholt der Vorwurf, es ginge bei uns um “Gier”, wir würden “den Hals nicht vollkriegen” und letztlich dienten die Kontoführungsgebühren ja nur dazu, “unsere Vorstandsgehälter üppig zu erhöhen”.

Vorstandsgehälter in der Regionalliga

Anscheinend ist vielen der Unterschied zwischen einer regionalen Volks- und einer international agierenden Großbank nicht bekannt. Tatsächlich spielen die Gehälter unserer Vorstände im Vergleich zu beispielsweise der Deutschen Bank im Regionalliga-Niveau. Das kann jeder in den Geschäftsberichten persönlich nachlesen und vergleichen. Und selbstverständlich haben unsere Vorstandsbezüge nichts mit Kontoführungsgebühren zu tun.

Außerdem – und jetzt kommen wir zur Antwort auf die eingangs gestellte Frage – mag natürlich jeder für sich entscheiden, bei welcher Art von Bank man Kunde sein möchte. Nur muss man wissen, dass man mit der Wahl einer Bank auch über den Verbleib des Gewinns entscheidet.

Wohin mit dem Geld?

Bei einer überregionalen Bank fließen Gewinne zum Beispiel nach Frankfurt, nach London oder noch weiter weg bis zur Wall Street. Bei einer regionalen Bank verbleibt das Geld im heimischen Wirtschaftskreislauf. Alles, was die Berliner Volksbank in Berlin und Brandenburg unternimmt und erwirtschaftet, verbleibt in der Region und fließt auch wieder in die Region: in Form von Förderungen, Krediten, Aufträgen an die hiesigen Firmen oder Unternehmenssteuern. Auch unsere Mitarbeiter zahlen Steuern und ihre Gehälter kommen als Kaufkraft wieder der Region zugute.

Denn eine Volksbank ist grundsätzlich ein rein regional operierendes Unternehmen. Dazu ein paar Fakten, Beispiele und Perspektiven:

Wir zahlen hier!

Im Jahr 2012 zum Beispiel:

  • 11,6 Mio. Euro Gewerbesteuer
  • 23 Mio. Euro Lohnsteuer
  • rund 700.000 Euro für die Förderung sozialer Projekte in der Region
  • 6,2 Mrd. Euro Kundenkreditvolumen
  • Unterstützung von 273 Existenzgründungen
Bilck nach Berlin

Immer die Region im Blick: Was die Berliner Volksbank in Berlin-Brandenburg erwirtschaftet, bleibt hier.

Berlin-Brandenburg ist unsere Welt. Hier sind wir zuhause, hier kennen wir uns auch aus. Wir wissen, was die Region bewegt. Entscheidungen werden von hier für hier getroffen. Zum Beispiel ticken andere Regionen ganz anders wie bei Städten mit starker Industrie. In Berlin-Brandenburg haben wir dagegen Tourismus, Dienstleistung, Kreativwirtschaft und weiteres. Und in allen diesen Bereichen kennen wir uns aus. Auch in der Landwirtschaft sind wir traditionell verwurzelt.

Unsere Finanzierungen dienen Unternehmen und Menschen vor Ort. Trotzdem können wir – falls es mal etwas umfangreicher oder weiter weg umgesetzt werden muss – auf unsere genossenschaftliche Familie setzen und die Leistungen überregionaler Partner wie DZ Bank, Bausparkasse Schwäbisch-Hall oder R+V Versicherungen an unsere Kunden und Mitglieder weiterreichen.

Was wir ausgeben, bleibt auch hier: Zum Beispiel in Form von Aufträgen an Unternehmen in der Region wie Gewerke, Reinigung, Büro und viele mehr. Sprich: Wir haben nicht nur Kunden aus der Region, wir sind selbst bei vielen Unternehmen in der Region Kunde.

Entsprechend unserer regionalen Verortung sind wir vor Ort auch gut vernetzt: Anstelle großer Werbekampagnen stecken wir unsere Energie in Bereiche, die unsere Region bewegen und voranbringen: von Stammtisch und Bürgerforen über Unternehmervereinigungen, Kammern, Innungen, Verbände bis hin zu Initiativen wie Bürgerbeteiligungen und Arbeitsgemeinschaften der Kieze, die wir tatkräftig unterstützen; mit Rat und Tat oder auch mit Geld.

Ein Zelt am See

Gute Aussichten: Bei uns wandert kein Geld ab in die weite Welt, sondern nützt uns allen vor Ort.

Nicht besser, aber besser für die Region

Jeder Kunde mag nach seinen eigenen Prioritäten im Detail urteilen – wir bieten Ihnen nur die lokale Perspektive als ein zusätzliches Kriterium für Ihre Auswahl an.

Sie entscheiden mit, ob das Geld in die weite Welt abfließt oder zuhause bleibt und unserer Region nützt. Oder ob es in die Hände von auf der ganzen Welt verstreuten Aktionären wandert oder als Dividende zu Berliner und Brandenburger Mitgliedern der Berliner Volksbank. Ob Ihr Geld hier vor Ort Arbeitsplätze erhält oder ob es irgendwo anders auf dem Globus Wohlstand mehrt.

Und nicht zuletzt haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Geschäftsmodellen: die globale Bank mit Investmentsparte und teilweise hochriskanten Finanzspekulationen oder eine heimische Volksbank mit bodenständigem Regionalgeschäft.

Wenn Sie sich für die lokale Option entscheiden, bieten wir Ihnen sogar noch eine zusätzlichen Regional-Effekt: Sie können ganz einfach Mitbesitzer der Berliner Volksbank werden, siehe dazu unseren Beitrag: “Die Bank, die Ihnen mit gehört!

Dies war der vierte Teil unserer Serie zum Thema Genossenschaft und Bank. Es folgende weitere Artikel, die sich mit der Historie, unserem Engagement oder auch den konkreten Vorteilen für Sie als Mitglied befassen.
Bildnachweis: Peter Adamik

Die asoziale Bank?

“Arme subventionieren Reiche! Profit auf Kosten der Geringverdiener! Wer wenig hat, muss zahlen, und wer viel hat, dem wird gegeben!” Solche Vorwürfe hören wir derzeit von einigen Kunden. Der Auslöser dafür sind unsere neuen Kontomodelle. Überhaupt nicht neu dabei ist, dass wir Kunden mit einem monatlichen Geldeingang von unter 1.250 Euro Kontoführungsgebühren berechnen. Das praktizieren wir schon seit 2008 und das ist auch bei unseren Wettbewerbern üblich. Deswegen sind wir etwas verwundert über die teils in heftigem Tonfall vorgetragenen Anschuldigungen. Unsere Preise seien asozial, heißt es oft. Starker Tobak! Dazu möchten wir uns hier einmal erklären.

Wer hat, dem wird gegeben?

Schauen wir zunächst bei einem Schuhladen vorbei: Hier kostet ein Paar Schuhe 69 Euro. Der Schuhladen macht seinen Kunden aber ein Angebot. Wer zwei Paar kauft, kriegt ein drittes Paar zum halben Preis. Dieser Rabatt gilt für jeden Kunden; egal wie vermögend er ist.

So weit, so normal … aber, Moment! Was ist mit Kunden, die sich zwei Paar Schuhe gar nicht leisten können? Obwohl sie weniger besitzen, müssen sie insgesamt betrachtet mehr bezahlen als jemand, der sich zwei Paar leisten kann. Ist das nicht ungerecht? Anscheinend nicht. Niemand empört sich darüber. Auch erwartet niemand, dass der Schuhladen seine Ware an Geringverdiener verschenkt.

BU

Bei Schuhen kein Problem, beim Girokonto drückt der Schuh: das Rabatt-Prinzip

Girokonto, da drückt der Schuh

Ein Girokonto braucht heute jeder und daher spielt das Produkt bei Banken eine besondere Rolle: Es ist die erste Verbindung zwischen Bank und Kunde, sozusagen das „Einsteigermodell“. Allein mit einem Girokonto ist jedoch keine Bank überlebensfähig.

Dazu folgende, sicherlich für manchen überraschende Rechnung: Angenommen, wir würden nur mit dem Produkt Girokonto am Markt agieren. Alle Kosten müssten dann von den Kontoführungsgebühren gedeckt werden. Hier die stark vereinfachte Kalkulation, was das bedeuten würde: Wir nehmen nur die Personal- und Sachkosten aus unserer Bilanz 2012 und verteilen sie auf 500.000 Girokonten. Das Ergebnis: Jedes Konto müsste 47 Euro kosten! Pro Monat! Mit diesem Preis wären wir natürlich nicht marktfähig und die Berliner Volksbank wäre umgehend insolvent.

47 Euro pro Monat für ein Girokonto?!

Fazit: Girokonten wären für sich betrachtet ein hochgradig defizitäres Geschäft. Wir können sie nur kostengünstig anbieten, wenn wir mit anderen Bankleistungen wie Finanzierungen, Bausparen, Altersvorsorge, Existenzgründungen, Immobilien, Auslandsüberweisungen, Kreditkarten und vielen anderen Gewinn erwirtschaften. Das heißt, dass Kunden, die komplexere Angebote von uns nutzen, die einfacheren Girokonten damit subventionieren. Der Vorwurf “Arme subventionieren Reiche” ist daher nicht nur absurd, sondern auch schlicht falsch. Denn das Gegenteil ist der Fall. Nur wenn wir mit Kunden über 1.250 Euro ausreichend Umsatz erzielen, können wir es uns leisten, den Kunden unter 1.250 Euro ein Girokonto für nur 6 Euro Gebühren pro Monat anzubieten (bzw. 4 Euro für Mitglieder).

Und wieso ausgerechnet 1.250 Euro? Ganz einfach. Aus unserer Erfahrung und unseren Daten ist ein klarer Zusammenhang erkennbar, dass Kunden mit Geldeingang über diesem Betrag mehrere Produkte von uns nutzen. Diesen Kunden geben wir einen Rabatt über 4 Euro auf die Kontoführungsgebühren.

Apropos, was sagen eigentlich die Kunden dazu?

Unsere Ideen zu den neuen Kontomodellen haben wir im Vorfeld mit Kunden abgestimmt, um deren Erwartungen und Wünsche einzubeziehen. Dazu wurde eine Befragung mit rund fünfzig Kunden aus verschiedenen Alters-, Einkommens- und Lebensbereichen durchgeführt, die den Querschnitt unseres Kundenstamms widerspiegeln: Vom Studenten bis zum Rentner, vom Handwerker bis zum Zahnarzt, vom Alleinerziehenden bis zum Arbeitslosen sind alle Gruppen vertreten.

Das Ergebnis: Die neuen Kontomodelle wurden detailliert diskutiert. Zum Beispiel bevorzugten die Kunden, BankCard-Gebühren in einer Summe abgebucht zu bekommen. Wir hatten dagegen die monatliche Abbuchung vorgesehen, jetzt aber die Wünsche der Kunden umgesetzt. Das wichtigste Resultat aber lautet: Die besagte und seit 2008 bestehende 1.250 Euro-Marke bewerteten die Testkunden als angemessen und nachvollziehbar.

Das “Volk” in Volksbank

Wahrscheinlich werden wir den Vorwurf der Vorzugsbehandlung Besserverdienender wohl nie ganz aus der Welt schaffen können, weil der Rabatt anscheinend dem Prinzip einer “Volks”-Bank widerspricht.

Daher noch einmal zum Verständnis: Wir sind durchaus eine Bank für alle Kunden vom Arbeitslosen bis zum Millionär. Wir sind eine Volksbank, aber wir sind keine Billigbank. Wir unterhalten über 100 Standorte in Berlin und Brandenburg, beschäftigen über 2.000 Mitarbeiter und bieten unseren Kunden die volle Leistungsbreite vom Geldautomaten über Online-Banking bis zum Berater vor Ort mit zahlreichen Finanzprodukten für alle Lebenslagen. Um diese Leistungsbreite anbieten zu können, muss jeder Kunde einen Obolus beitragen. Auch wir haben, wie Ihr Bäcker um die Ecke, keine Brötchen zu verschenken.
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Der heimliche Wirtschaftsboom

Was für eine Geschichte: Morgens frühstückt Erika Mustermann zuhause, dazu liest sie Zeitung. Danach checkt sie noch schnell online ihren Kontostand. Und eine Domain wollte sie ja noch reservieren für die neue Projekt-Idee. Im Büro steht heute die monatliche Steuerabrechnung mit DATEV an. Nach der Arbeit schnell noch einkaufen. Abends kommen Verwandte aus Büdingen zu Besuch. Mit denen geht’s zu einer Stadtführung. Danach zuhause noch ein Glas Wein oder Bier vor dem kleinen Kaminofen …

Finden Sie diese Geschichte auch erstaunlich uninteressant? Stimmt. Alles völlig normal und alltäglich. Warum schreiben wir dann darüber? Ganz einfach, es gibt eine Pointe in dieser Ansammlung von Alltäglichkeiten. Alles, was unsere Frau Mustermann nutzt, basiert auf Leistungen von Genossenschaften. Hier die Auflösung:

Wohnung = Wohnungsbaugenossenschaft
Frühstück mit Milch und Honig = landwirtschaftliche Genossenschaften in Brandenburg
Zeitung = die Berliner Tageszeitung “taz”
Bank = die Berliner Volksbank, ein genossenschaftliches Institut
DATEV = Deutschlands viertgrößtes Software-Unternehmen, eine Genossenschaft
Internet-Domain = DENIC, Genossenschaft zu Verwaltung der deutschen Internet-Domains
einkaufen = bei EDEKA, einer Einzelhändler-Genossenschaft
Stadtführung = bei der Vive Berlin e.G., einer Stadtführergenossenschaft
Wein = die deutschen Winzergenossenschaften produzieren jährlich etwa ein Drittel der deutschen Weine
Bier = zahlreiche regionale Biersorten verdanken ihre Existenz der genossenschaftlichen Wirtschaftsform
Kaminholz = rund 70.000 Hektar Wald werden genossenschaftlich bewirtschaftet
Strom = Ökostrom aus einer regionalen, dezentralen Energiegenossenschaft

Man könnte diese Liste beliebig fortsetzen, denn das genossenschaftliche Wirtschaftsmodell durchdringt unseren Alltag heute mehr denn je. Trotzdem oder gerade deswegen bringt es das Thema Genossenschaft im Vergleich zu beispielsweise dem täglich Auf und Ab an den Börsenkursen selten zu Schlagzeilen. Die Erfolgsgeschichte blüht eher im Verborgenen. Dabei ist die Genossenschaft DIE boomende Wirtschaftsform unseres Jahrhunderts. Beispiele gefällig?

  • Weltweit sind über 800 Millionen Menschen in über 100 Ländern Mitglied einer Genossenschaft. Tendenz stark steigend.
  • Genossenschaften schaffen weltweit mehr als 100 Millionen Arbeitsplätze, 20 Prozent mehr als internationale Großunternehmen.
  • In Deutschland hatten sich im Jahr 2005 noch elf neue Genossenschaften eingetragen. 2011 waren es schon 253. Insgesamt gibt es hierzulande fast 8.000 Genossenschaften.
  • Nur rund 4,5 Millionen Deutsche besitzen Aktien. Aber etwa 20 Millionen Menschen hierzulande sind Mitglied einer Genossenschaft.
  • Allein bei der Berliner Volksbank sind 106.333 Berliner und Brandenburger Mitglied.
BU

Zukunftsvision Holzmarkt eG (© FSKA Architekten)

Ob Musik oder Szene …

Bemerkenswert dabei ist, dass sich der Boom nicht nur in traditionell stark genossenschaftlich geprägten Branchen wie Wohnungsbau, Handel und anderen entwickelt. Im Gegenteil: Gerade in zukunftsweisenden Feldern setzen immer mehr Gründer auf das kooperative Wirtschaftsmodell. In der “Berlin Music Commission” vereinigen sich Radios, Musiklabels und Clubs. Die Szene-Legende “Bar 25″ firmiert inzwischen als Holzmarkt-Genossenschaft mit großen Plänen für ein neues Stadtareal.

… oder Energie …

Vor allem im Bereich der Energieversorgung ist viel passiert in den letzten Jahren. Zahlreiche regionale Energienetzwerke haben sich gegründet, die ihre eigene, dezentrale und nachhaltige Versorgung sicherstellen und sich von den großen Quasi-Monopolisten unabhängig machen. 2012 stieg die Zahl der Energiegenossenschaften in Deutschland auf 656, die zusammen circa 136.000 Mitglieder hatten.

… oder Sie!

Für eine Genossenschaft gibt es mehr Nischen, als man gemeinhin meint. Und: Kooperation kann jeder! Grundsätzlich braucht es nur drei Mitglieder, um eine Genossenschaft zu gründen und damit Dinge zu ermöglichen, die andere Wirtschaftsmodelle nicht leisten könnten. Sei es, das Imkerhandwerk zu fördern, sich für die Bildung in der Region zu engagieren oder Reisebüros zu etablieren, die unabhängig von Konzernen agieren.

Natürlich können Sie Ihre Bankgeschäfte ebenfalls getrost in die Hände einer Genossenschaft legen, womit wir bei der nicht ganz uneigennützigen Pointe angekommen wären. Und mehr noch: Sollten Sie selbst ein genossenschaftliches Unternehmen gründen wollen, kennen wir uns damit aus. Unsere GründerCenter für Berlin und Brandenburg stehen Ihnen dabei gerne zur Seite.

Das war Stars for free 2013

17.000 strahlende Gewinner feierten am 31. August ihre „STARS for FREE“ in der Kindl-Bühne-Wuhlheide.

Neben Kamaliya, Christina Stürmer, Lena und 2raumwohnung heizten Leslie Clio und Lukas Graham dem Publikum ein. Nicht musikalisch, aber dennoch mit viel Stimme strapazierte Bauchredner Sascha Grammel die Lachmuskeln des Publikums mit dem schnoddrigen „Frederic Freiherr von Furchensumpf“. The Wanted ließ besonders die Mädchenherzen höher schlagen und die Söhne Mannheims boten einen stimm(ungs)vollen Abschluss eines gelungenen Konzerttages, der mit einem großen Feuerwerk endete.

Die zweite Chance auf 300 Euro

Bei unserem Gewinnspiel auf der großen Bühne konnte sich eine Konzertbesucherin über 300 Euro Taschengeld freuen. Sie hatte die Aufgabe innerhalb von 2 Minuten von ihrem Platz aus direkt auf die Bühne zu kommen, ganz so, wie es im zuvor gezeigten Film vorgemacht wurde.

Wie versprochen gibt es hier die zweite Chance: Auf einem Bild haben wir alle Personen unkenntlich gemacht, außer eine. Wenn sich diese Person erkennt und sich bis 30. September 2013 – in einer Filiale der Berliner Volksbank oder telefonisch unter 030 3063-3300 meldet – gewinnt auch sie 300 Euro. Wir drücken die Daumen!

Bitte aufmachen, Polizei!

Ob meinem Opa der Schreck durch die Glieder fahren würde, stünde die Polizei plötzlich vor seiner Tür? Auf einen Versuch würde ich es gerne ankommen lassen. Schließlich sind die Berliner Polizisten der Direktion 2 gerade unterwegs, um Senioren vor den häufigsten Methoden der Trickbetrüger zu warnen.

Die neue Form der Präventionsarbeit ist in Bremen bereits erfolgreich und wird nun in Zusammenarbeit mit der Berliner Polizeischule in Berlin Westend getestet. Denn nicht nur die Zahl der Trickdiebstähle in Wohnungen ist gestiegen, auch der sogenannte „Enkeltrick“ ist in jedem zehnten Fall erfolgreich. Der Schaden liegt bei rund 1,5 Millionen Euro.

Autsch! Eine stattliche Summe, die bei (m)einem Opa allein nicht zu holen wäre. Da beißen sich die Täter an einem Gebissträger vielmehr die kriminellen Eckzähne aus. (Entschuldige, Opi!). Denn mein Opa ist auf zack. Einem dahergelaufenen Anrufer, der sich als vermeintlicher Verwandter ausgibt, um Bargeld zu bekommen, würde er ins Kreuzverhör nehmen und in Schallgeschwindigkeit enttarnen. Üblicherweise rufen die Täter an und entlocken ihrem Opfer mit einem simplen „Hallo, ich bin es“, den Namen eines Familienangehörigen. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Aber vor allem würde mein Opa niemals wildfremden Leuten Geld in die Hand drücken, die ich angeblich vorbeischicke, weil ich dies- und deswegen verhindert bin. Genauso läuft es bei dem „Enkeltrick“ in der Regel ab. Garniert mit der Drohung, es auch ja keinem zu erzählen.

Die vorgetäuschte persönliche Beziehung ist nur eine von vielen Maschen der Trickbetrüger. Die Täter wenden noch weitere Methoden an, um sich das Ersparte älterer Leute zu ergaunern. Ob mein Opa alle Tricks kennt, weiß ich nicht. Bei meinem nächsten Besuch finde ich es aber heraus. Und das sollten Sie auch tun. Nein, nicht meinen Opa besuchen. Sprechen Sie mit Ihren Verwandten und Freunden. So kann jeder von uns die Arbeit der Polizei unterstützen.

Darauf fällt man eben doch herein

Es klingelt und über die Gegensprechanlage ist ein „Können Sie bitte aufmachen? Ich möchte ein Paket/Geschenk für einen Nachbarn abgeben.“ zu vernehmen. Machen Sie dann die Tür auf? Oder wenn eine schwangere Frau an heißen Tagen um Wasser bittet, holen Sie dann ein Glas? Wenn Sie beide Fragen mit ja beantworten, sind Sie hilfsbereit und mitfühlend. Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht handelt es sich aber um eine krumme Tour der Diebe: die vorgetäuschte „Notlage“. Und sei es nur, dass ein Unbekannter um Stift und Zettel bittet.

Wie bei jeder Täuschung arbeiten die Diebe auch hier häufig zu zweit. Der Lockvogel verschafft sich Zutritt zur Wohnung und beschäftigt das Opfer, sodass ein zweiter Täter unbemerkt in die Wohnung eindringen kann. Schauen Sie daher durch den Türspion, wenn es an der Wohnungstür klingelt. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung. Und wenn Sie hilfsbereit sein wollen, schließen Sie in jedem Fall die Tür, bevor Sie Stift und Zettel holen.

Nicht blind vertrauen!

Die Türen schließen sich schwungvoll und ein kräftiges „Die Fahrausweise bitte!“ schallt durch den Wagon. Jeder kramt seinen Fahrschein hervor und lässt ihn vom Kontrolleur begutachten. Wissen Sie eigentlich wie das Dokument aussieht, mit dem sich die „Schrecken der Schwarzfahrer“ ausweisen? Ich nicht. Genaugenommen sehe ich nicht einmal hin. Das wird schon seine Richtigkeit haben. Genau dieses Vertrauen in „Amt und Würden“ machen sich Trickdiebe zu Nutze. Falsche Polizeibeamte, vermeintliche Handwerker, falsche Sozialamtsmitarbeiter – eine offizielle Funktion oder andere vermeintliche Befugnis vorzutäuschen, ist ebenfalls eine beliebte Methode von Trickbetrügern. Eine gesunde Skepsis sollte man sich bewahren und den Mut haben, genauer hinzusehen und nachzufragen. Damit rechnen die Täter nicht. Sie wollen ihre Opfer nur möglichst schnell bestehlen und gleich wieder verschwinden.

Eine Marke allein, macht noch keinen Polizisten

Haben Sie gewusst, dass man die Metallmarke der Kriminalpolizei in jedem Spielzeugladen kaufen kann? Echte „Cops“ zeigen ihre Marke immer in Verbindung mit dem Dienstausweis. Zivilpolizisten der Kriminalpolizei tragen zusätzlich eine rote Plastikkarte in der Größe einer Bankkarte mit Foto, Name und Wasserzeichen bei sich. Die Beamten der Wasserschutzpolizei weisen sich mit einem grünen Ausweis aus. Studieren Sie die Dokumente ruhig sorgfältig. Ein echter Beamter hat nichts zu verbergen und daher auch nichts dagegen, wenn man sich den Ausweis länger anschaut.

Vorsicht, bissiger Banker!

Im November 2012 wurden zwei Berater der Berliner Volksbank von der Polizei ausgezeichnet. Aufmerksam wie unsere Kollegen sind, haben sie dazu beitragen können, dass zwei „Enkeltrick“-Täter auf frischer Tat gefasst wurden. Warum? Weil wir unsere Kunden kennen und ein feines Gespür für ungewöhnliche Situationen und „Wünsche“ haben. So konnten wir unsere Kundin vor einem Schaden in Höhe von 10.000 Euro bewahren.

Aufmerksamkeit lohnt sich: kein Schaden für die Kundin und eine Auszeichnung für unsere Berater

Wir halten die Augen weiter offen. Sie bitte auch! Reden Sie mit den älteren Menschen in Ihrem Umfeld. Schließen Sie gegebenenfalls einen Familienpakt: „Wann immer ein Familienmitglied oder Freund in Geldnöten ist und schnelle Hilfe braucht, werden die Details persönlich – Auge in Auge – besprochen. Niemals am Telefon.“

Vorsicht falscher Enkel – Tipps der Polizei

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die sie als solche nicht erkennen
  • Geben Sie von sich aus keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis
  • Fragen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Ihren Familienangehörigen nach
  • Übergeben Sie Geld niemals an unbekannte Personen
  • Reden Sie mit Verwandten und Freunden über den „Enkeltrick“ und sensibilisieren Sie sie
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt
  • Notrufnummer 110

Danke für Ihre 170.673,25 Euro

Denn Sie wissen nicht, wie viel Gutes Sie tun! Beim Gewinnsparen sind die Chancen groß, etwas zu gewinnen; sogar deutlich größer als bei den meisten Lotterien. Was viele aber gar nicht wissen: Wer garantiert gewinnt, sind gemeinnützige Vereine in der Region. Denn ein erheblicher Teil der Spieleinsätze von Gewinnsparern aus Berlin und Brandenburg wird zur Förderung von Sport, Erziehung, Bildung, Jugend und Kultur gespendet. Das waren über 170.000 Euro im letzten Jahr, die wir an 103 gemeinnützige Vereine spenden konnten.

Das Los mit Spar- und Spendenautomatik

Ein sinnvolles Präsent: Das Jahres-Geschenk-Los

Wir hatten bereits in diesem Blogbeitrag darüber berichtet, wie das Gewinnsparen funktioniert. Überzeugend sind die großen Chancen auf einen Hauptgewinn (ca. 1 : 2.000), die zahlreichen Sonderverlosungen und die schöne Bescherung kurz vor Weihnachten, wenn das übers Jahr angesparte Geld wieder ausgezahlt und aufs Konto überwiesen wird.

Aber abgesehen von den persönlichen Vorteilen für jeden einzelnen Teilnehmer liegt ein ganz wesentlicher Aspekt in der automatischen Spende: Von jedem Euro Spieleinsatz pro Los und Monat werden zur Zeit 25 Cent garantiert für gute Zwecke in Berlin und Brandenburg eingesetzt.

Das Geld bleibt hier

Dieses Prinzip entspricht auch voll und ganz dem regionalen Charakter einer genossenschaftlichen Organisation wie der Berliner Volksbank. Denn wir wirtschaften stets im Sinne der Region und alles, was wir erwirtschaften, bleibt auch in der Region. Genau in diesem Sinne werden die Einsätze von Gewinnsparern aus Berlin und Brandenburg auch an heimische Vereine weitergeleitet.

Die beschenkten Organisationen bilden das vielfältige Spektrum des sozialen Engagements ab. Ob Kinderbauernhof, Blindenhilfe, Hospizdienst: von A wie Arbeitslosenverband e.V. bis Z wie Zwergenland e.V. finden sich Stiftungen, Vereine und Initiativen aller Art, die sich für Kinder, Jugendliche, Bildung, Erziehung, Sport, Behinderte, Natur, Kieze, Kultur und vieles mehr einsetzen.

Im Januar zum Beispiel überreichten zwei FinanzCenter-Leiter und der Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf 5.660 Euro an drei Jugend-Initiativen im Südwesten Berlins. Um hier keinen falschen Eindruck zu erwecken: Zwar zählen Steglitz und vor allem Zehlendorf insgesamt zu den wohlhabenderen Stadtteilen Berlins, aber auch hier leben Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Familien, die jede Hilfe gebrauchen können. Im Detail förderten Steglitzer und Zehlendorfer Gewinnsparer die folgenden drei Projekte:

1.830 Euro für das „MoWo“: Das Mobile Wohnzimmer für Jugendliche ist ein Projekt vom Nachbarschaftshaus Wannseebahn e.V. Das MoWo bietet Jugendlichen im Bezirk einen Treffpunkt und eine Basis für Projektideen.

1.830 Euro für das „MoCafé“: Der mobile Bus mit integriertem Café bietet Eltern und Kindern eine Begegnungsstätte. Das MoCafé der Sozialarbeit & Segeln gGmbH macht Kinder- und Jugendhilfe mobil.

2.000 Euro für „Zephir’s Streetlife“: Der Treff für Jugendliche und junge Erwachsene in Zehlendorf-Süd öffnet Räume und schafft Möglichkeiten für Freizeit und Ideen.

Gut angelegt: Gewinnsparen hilft Kindern und Jugendlichen

Mit diesen Beispielen möchten wir allen bisherigen und gerne auch künftigen Gewinnsparern einen Eindruck verschaffen, was wir mit Ihren 25 Cent pro Los und Monat ‚anstellen‘. Die vollständige Liste aller im Jahr 2012 mit Gewinnsparspenden bedachten Vereine finden Sie hier auf unserer Website.

Gewinnsparen macht Vereine mobil

Außerdem haben wir wieder fünfmal ein „VRmobil“ überreichen können, die inzwischen in Berlin unterwegs sind. Vielleicht haben Sie schon einen der kleinen Flitzer im Straßenverkehr gesehen. Jeweils ein nagelneuer VW up! ging an Gesellschaft Grenzkultur gGmbH, Lichterfelder Fußball Club Berlin 1892 e.V., Kinderhoffnung e.V., Kannste auch! e.V. und die Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht e.V.

Die Übergabe fand standesgemäß in der Autostadt Wolfsburg statt

Gut für Sie, gut für Alle

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Darf’s noch ein bisschen Papierkram sein?

Häufig beklagen Kunden den steigenden bürokratischen Aufwand beim Umgang mit ihrer Bank. Das betrifft auch uns und dazu möchten wir einmal von ganzem Herzen sagen:

„Stimmt, dit nervt wirklich!“

Was viele nicht wissen: Wachsende Papierstapel und zeitaufwändigere Abwicklungen im Bankalltag sind keine Schikane unsererseits, sondern kosten uns selbst ebenfalls viel Zeit und Nerven. Die Gründe für mehr Bankbürokratie sind allerdings vielfältig und deren Sinn ist oft schwer vermittelbar. Wir haben hier einmal einen Überblick über die Sachlage sowie die Vor- und Nachteile bei den wichtigsten Prozessen zwischen Kunde und Bank zusammengestellt.

Den Impuls zu diesem Beitrag verdanken wir übrigens dem Herrn „Kasupke“ von der Berliner Morgenpost. Kasupke war so freundlich und gab uns die Erlaubnis, seine Glosse hier zu zitieren. Unsere Antwort darauf finden Sie unten am Ende dieses Beitrags. Am 13.11.2012 hieß es in „Kasupke sagt, wie es ist“ in der Morgenpost:

„… damit se meen Jeld aus der Tasche zieht.“?

„Ick bin uff eenmal n´janz bejehrter Typ – jedenfalls für meene Bank. Die sind hinta mir her wie der Teufel hinta der armen Seele. Letzte Woche hat jeden Tach ne Bankberaterin uff den Anrufbeantworter jequatscht. Ick soll janz dringend anrufen wejen meenem Konto. Bin ick natürlich erstmal erschrocken. Jedet mal, wenn ick zurückjerufen habe, war die Dame nich da, inna Besprechung oda hatte frei. Jestern hab ick se nu erreicht. Da erzählt se mir wat von Daten aktualisieren und ick soll doch ma vorbeikommen….Nachtigall, ick hör dir trapsen. Nee danke, hab ick jesacht. Von meene paar Piepen jeb íck nich noch der Bank wat ab, damit se mir meen Jeld auf der Tasche zieht.“

Warum rufen wir an? Gesetz!

Mit seiner Vermutung, die Datenaktualisierung sei ein Vorwand und die Mitarbeiterin wollte ihm Geld aus der Tasche ziehen, irrt Kasupke. Tatsächlich ist nämlich jedes Finanzinstitut laut Geldwäschegesetz dazu verpflichtet, in regelmäßigen Abständen die Kundendaten zu aktualisieren. Dazu zählt auch die Überprüfung der Adresse. Laut AGB müssten uns Kunden eigentlich über Änderungen wie eine neue Adresse auf dem Laufenden halten, aber oft vergisst man das in der Hektik eines Umzugs.
Nachteil: Unsere Berater versuchen, Sie telefonisch zu erreichen. Und wie der Fall Kasupke zeigt, sind die Mitarbeiter selbst nicht immer gleich erreichbar bei Rückrufversuch, da selbst eingebunden in Beratungsgespräche.
Vorteil: In diesem Fall zum Wohl der Allgemeinheit. Das Geldwäschegesetz dient dazu, illegale Transaktionen und insbesondere organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Das geht mit aktualisierten und damit zutreffenden Kundendaten nun einmal besser.

Warum rufen wir noch an? Neuer Kundenstammvertrag

Hierbei handelt es sich um eine interne Angelegenheit der Berliner Volksbank. Wir stellen unseren Kundenstammvertrag auf eine kundenfreundlichere Version um, womit wir die Geschäftsbeziehung zwischen uns und unseren Kunden vereinfachen. Denn zukünftig reicht die eine Unterschrift im Kundenstammvertrag aus, um zum Beispiel bei weiteren Kontoeröffnungen nicht jedes Mal aufs Neue ein Formular ausfüllen und unterschreiben zu müssen. Für bestimmte Angebote ist außerdem ein Abschluss über unser Internetbanking möglich, sodass sogar der Weg in die Filiale entfällt.
Vorteil: Entbürokratisierung, weniger Papierkram! Sie müssen nicht mehr für jede Kontoeröffnung ein eigenes Formular unterschreiben. Und für bestimmte Abschlüsse muss man nicht einmal mehr die Filiale aufsuchen.
Nachteil: Sie müssen leider einmalig den neuen Kundenstammvertrag unterschreiben.

Papierkram, Teil 1: Kredit

Nicht erst bei Abschluss eines Kreditvertrages, sondern schon im Vorfeld bei der Einholung eines Angebotes muss die Bank über die sogenannten vorvertraglichen Informationen unterrichten. Dabei handelt es sich um eine deutsche Gesetzgebung, die auf einer EU-Richtlinie basiert und die jede Bank einhalten muss.
Vorteil: Kunden verfügen über eine einheitliche, objektive Grundlage, um die Leistungen und Angebote verschiedener Finanzinstitute zu vergleichen und zu bewerten.
Nachteil: Ein Haufen Papier!

Papierkram, Teil 2: Aktien & Co.

Und wieder ein Gesetz! Laut Wertpapierhandelsgesetz muss jede Bank die finanzielle Situation von Kunden, die Wertpapiere erwerben oder mit Aktien handeln möchten, gewissenhaft überprüfen. Dafür ist außerdem gesetzlich vorgeschrieben, dass Bankmitarbeiter bei jeder Anlageberatung ein schriftliches Protokoll aushändigen müssen. Das Protokoll muss vom Anlageberater unterzeichnet sein.
Vorteil: Mehr Sicherheit für Anleger, besserer Schutz vor Wertpapiergeschäften, die den eigenen Möglichkeiten nicht entsprechen oder zu riskant sind. Und man hat alles schriftlich: Der Kunde kann jederzeit die Inhalte des Beratungsgesprächs einsehen.
Nachteil: Bei einem Beratungsgespräch kommt man kaum unter zwei Stunden davon. Außerdem gilt es auch hier, viel Papierkram zu wälzen.

Fazit: diverse notwendige Übel

Überwiegend sind es EU-Richtlinien oder Vorgaben und daraus abgeleitete deutsche Gesetze, die uns eine Vielzahl von Vorgaben bürokratischer Art auferlegen. Dass diese Auflagen nicht zur allgemeinen Erheiterung beitragen, können wir sehr gut nachvollziehen. Auch wir würden uns etwas schlankere Abläufe wünschen, müssen uns aber aus den genannten Gründen der Sachlage beugen. Wenigstens hoffen wir, bei Ihnen für etwas mehr Verständnis gesorgt zu haben, wenn mal wieder die Bank anruft oder die eine oder andere ‚Formularschlacht‘ ansteht.

Nicht ärgern, „… jibt bestimmt nen Kaffee dazu.“

In diesem Sinne haben wir auch „Kasupke“ geantwortet. Hier unsere Replik auf dessen oben zitierte Glosse:

„Da sitz ick inna Mittachspause mit meener Stulle und les ma die Zeilen von Kasupke durch. Stimmt, denk ick bei mir. Dit nervt wirklich. Sojar mich und ick sitz auf der anderen Seite vom Telefon und versuch meene Kunden zu kriegen. Wejen der Daten, die wa aktualisieren sollen. Denn von wollen kann jar keene Rede sein. Will der Jesetzjeber so. Ständig neue Vorschriften und zack – sind Verträge nich mehr aktuell. Irjendwat fehlt imma. Mal die Einwilljung, det wa unseren Kunden überhaupt anrufen dürfen, mal darf nicht allet uff eenem Zettel stehen. Zum heulen. Bei der janzen Regulatorik kommt man als jeplagter Banker jar nich mehr dazu, nach den paar Piepen der Kunden zu fragen, jeschweige denn, wat sinnvolles damit anzufangen. Also lieber Kasupke, jehn se einfach mal zu ihrer Beraterin – passiert schon nix und jibt bestimmt nen Kaffee dazu.“

Bildnachweis: © Eiskönig – Fotolia.com

Zwei Millionen in der Aktentasche und 100-jähriges Jubiläum

Strausberg 1990: Die D-Mark kommt! Aber nicht ganz reibungslos. Denn die Geldtransportunternehmen sind hoffnungslos überlastet. “Wie kriegen wir jetzt das neue Bargeld zur Filiale?“, fragen sich die Kollegen in Strausberg. Ganz einfach: Man organisiert einen bewaffneten Polizisten, fährt mit diesem im privaten Auto nach Frankfurt/Oder, holt zwei Millionen D-Mark in bar ab, verstaut sie in Aktentaschen und fährt zurück nach Strausberg. Dort deponieren die Kollegen das Geld in einem aus DDR-Zeiten stammenden Tresor im Keller der Bank, ohne zu wissen, dass dieser nur mit einem Bruchteil der Summe versichert war … und fertig ist eine kleine Wild-West-Episode aus den Zeiten der Wiedervereinigung.

„Zur Kasse, bitte!“ wie im frühen 20. Jh.

Das war nur eine von vielen Anekdoten, die sich im Laufe einer bewegten Geschichte ansammeln. In diesem Jahr feiert unsere Filiale in Strausberg ihr 100-jähriges Bestehen und bietet damit ein schönes Beispiel für die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende, lange Tradition der genossenschaftlichen Banken.

Kunden mit Eimern voller Geld

Wo wir heute ein modernes FinanzCenter betreiben, ging es im Laufe der Wirren der Geschichte oft recht turbulent zu. 1952 zum Beispiel kam es im Zuge der Währungs-umstellung zu einem eigenartigen Besucher-andrang in Strausberg: Die Bauern aus der Umgebung kamen mit Wassereimern vorbei, die randvoll mit Bargeld gefüllt waren und in neue Noten umgetauscht werden wollten.

Der Mann mit dem Holzbein

1952: Vorstand und Aufsichtsrat, darunter Karlheinz Griebe (stehend ganz rechts)

Ein echtes Strausberger Urgestein war über Jahrzehnte der ehemalige Direktor Karlheinz Griebe. Der hatte hier als junger Mann bis 1940 gelernt, wurde dann eingezogen, kam versehrt mit einem Holzbein aus dem Krieg zurück und leitete die Bank von den 50er Jahren bis 1984; als strenger, aber geschätzter Gründungsvater. Noch bis ins hohe Alter besuchte Karlheinz Griebe wöchentlich die Filiale, um nach „seiner Bank“ zu sehen.

„Kollektiv der sozialistischen Arbeit!“

Seit der Gründung im Jahr 1912 hat der Standort Strausberg zwei Weltkriege, diverse Währungsumstellungen, die Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands und dazwischen das Bankgeschäft im real existierenden Sozialismus der ehemaligen DDR erlebt. Das unten abgebildete Original-Dokument aus den 70er Jahren zeigt eine Auszeichnung zum „Kollektiv der sozialistischen Arbeit!“; mitunterzeichnet vom bereits erwähnten Direktor Griebe. Wie man außerdem sieht, firmierte die Bank damals zwar unter etwas anderem Namen, trug aber wie heute die Genossenschaft im Schilde.

Zeitdokument von 1978 aus dem Alltag in der DDR – mit Ehrentitel für die Mitarbeiter in Strausberg

Im Gegensatz zu unserer Zeit erforderte das „Banking“ damals eine ziemliche Menge Handarbeit. Zum Beispiel mussten Überweisungen und andere Buchungen von den Kollegen in sogenannte Datenfernübertragungsjournale eingegeben werden, über die nur die benachbarte Sparkasse verfügte. Das heißt: Täglich mussten alle Vorgänge zur Sparkasse gebracht und dort per Hand eingepflegt werden. Jeden Morgen wurden dann die Journale wieder von der Sparkasse abgeholt.

Die Bank, die zum Kunden kommt

Zum Service in den weitgehend prädigitalen Zeiten gehörte damals wie heute der persönliche Kundenbesuch. Die Mitarbeiter der Bank waren regelmäßig unterwegs vor Ort bei den PGH (Produktionsgenossenschaften des Handwerks), wo sie zum Beispiel die Sparbücher der Angestellten per Hand aktualisierten. Heute geht es natürlich wie überall weit automatisierter zu. Die meisten der früher aufwendigen manuellen Abläufe sind längst automatisiert, so dass sich die Mitarbeiter vom FinanzCenter Strausberg intensiver den wichtigen Aufgaben in der Beratung widmen können.

In diesem Sinne wünschen wir den Kollegen vor Ort alles Gute zum runden Jubiläum und: auf die nächsten 100 Jahre!