Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Bye, bye

Sommer, Sonne, Sonnenschein und ich kann es genießen. Ich liege auf der Terrasse und esse mitten in der Woche frisch gepflückte Erdbeeren, denn ich habe frei und bin seit einer Woche ganz offiziell Bankkauffrau. Aber bis dahin war es ein langer Weg.

Die letzten Monate sind wie im Flug vergangen. Lernen, lernen, lernen. Und immer die Fragen: Was kommt genau in den Prüfungen ran? Schaff ich das? Hab ich mich genug vorbereitet?
Man hat jedem von uns die Anspannung angemerkt. Jeder hat nur noch über dieses eine Thema gesprochen, alle haben sich ausgetauscht wie und was sie lernen und jeder hat seinen Tipp abgegeben was genau die Themen in unserer Prüfung sein werden. Wir lagen gar nicht so falsch.

Prüfungen Teil 1: Schriftlich

Zuerst waren die schriftlichen Prüfungen dran. Zwei Tage lang wurden vier Fächer geprüft. Die Fragen waren nach dem uns bekannten Schema aufgebaut, alles zum ankreuzen. Nur in Bankbetriebslehre gab es einen konventionellen Teil. Die Themen waren letztendlich sehr gut: Auslandszahlungsverkehr, Unternehmensanleihen und Finanzierung.
Meine Angst vor Rechnungswesen stellte sich letztlich als überflüssig raus. Ich hab’s bestanden und das ist doch die Hauptsache. :-D

Nach den schriftlichen Prüfungen war wieder ganz normales Arbeiten angesagt und das Bangen auf die Ergebnisse. Da aber noch weitere Prüfungen ausstanden, also hieß es weiter lernen. Diesmal für die Zusatzqualifikation Immobilienmanagement. Alles rund um Immobilien – vom Grundbuch bis zur Baufinanzierung – kam ran. Zum Glück hatten wir eine tolle Lehrerin, die uns unsere Nervosität genommen hat und uns sehr unterstützt hat.

Am Tag der Immo-Prüfung bekam ich die Ergebnisse der anderen schriftlichen Prüfungen und die erste Anspannung fiel ab: BESTANDEN!

Prüfungen Teil 2: Mündlich

Aber nun musste ich mich auf meinen persönlichen Horror vorbereiten: die mündliche Prüfung. Ich weiß nicht warum, aber mündliche Prüfungen konnte ich noch nie leiden. Da lass ich mich lieber 10x schriftlich testen. Aber was soll’s, ohne mündliche gibt’s eben keinen Abschluss.
Vollgepackt mit Formularen, Flyern, Prospekten und Produktinformationen der verschiedenen Produkten erschien ich am 12. Juni in der Landesbank Berlin, denn jeder Azubi hat seine mündliche Prüfung grundsätzlich bei einer anderen Bank. Drei Prüfer warteten auf mich und es ging los. Die mündliche Prüfung besteht aus einer Gesprächssituation zu einem Gebiet des Bankgeschäfts. Ich bekam zwei unterschiedliche Fälle zur Auswahl und entschied mich  für die Beratung zum Thema Baufinanzierung. Es ist alles gut gelaufen. Mit einem breiten Grinsen habe ich die Prüfungsräume verlassen.

Was die Zukunft bringt

Auf eigenen Wunsch habe ich die Berliner Volksbank nach der Ausbildung verlassen, weil ich gern direkt ein Studium anschließen möchte. Ich gehe, wie das eben meistens so ist, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. In den letzten zwei Jahren habe ich viel gelernt, viel für mich selbst mitgenommen, tolle Menschen kennengelernt und viel gelacht. Ich wünsche allen die mit mir ausgelernt haben weiterhin alles Gute für die Zukunft.

Ich freue mich nun auf meinen nächsten Lebensabschnitt und verabschiede mich hiermit offiziell von der Berliner Volksbank. War schön bei euch!

Endspurt mit Abkürzung

Endlich ist ein Ende in Sicht. In immer größeren Schritten nähert sich nun das Finale meiner Ausbildung, das ganz anders verläuft, als ursprünglich geplant. Vorgesehen waren als Ausbildungszeit 2 ½ Jahre. Dann hätte ich im November meine Abschlussprüfung und bis dahin noch etwas Zeit. Aber wie so oft kommt es anders, als man denkt.

Denn da ich so ungeduldig bin und am liebsten gleich meine Prüfung ablegen würde, um danach zu studieren, hat sich die Volksbank etwas einfallen lassen. Wir können die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verkürzen! Voraussetzung dafür ist aber, dass die Vorgaben der Schule eingehalten werden. Sprich: Die Noten müssen stimmen.

Ein halbes Jahr schneller

Zum Glück habe ich mich in den letzten Jahren Berufsschule angestrengt und mein Notenschnitt lässt die Verkürzung zu. Also habe ich den dazugehörigen Antrag an meine Personalabteilung geschickt, die diesen dann an die Schule weitergeleitet hat. Es müssen ja alle zustimmen.

Schreibtisch mit Unterlagen

Gefühlt sind das viel mehr Unterlagen

Ich hoffe, das war die richtige Entscheidung. Letzte Woche habe ich zur Prüfungsvorbereitung Unterlagen bekommen. Ich dachte ja eigentlich, dass es nach der Zwischenprüfung nicht mehr schlimmer kommen kann, aber: Irrtum! Der Berg wird immer größer. Er liegt jetzt auf meinem Schreibtisch und guckt mich jeden Abend strafend an, wenn ich mich entschließe, das Lernen noch ein bisschen hinauszuzögern. Lange kann ich mir das wohl nicht mehr erlauben, denn das Verkürzen hat leider nicht nur Vorteile.

Vier harte Monate

Schließlich muss ich nicht nur früher anfangen, für die Prüfung zu lernen als meine Mit-Azubis, die im November schreiben. Ich muss auch mehr lernen. Durch das Vorziehen der Prüfung fallen bei mir vier Wochen Schulunterricht aus und den Stoff muss ich mir natürlich selbstständig zu Hause aneignen. Und da unsere Lehrer wissen, dass viele aus meiner Klasse verkürzen wollen, versuchen sie uns so viel Lernstoff wie möglich jetzt schon in den Kopf zu hämmern. Aber nicht nur das; mir geht auch ein halbes Jahr praktische Erfahrung flöten, bei der man oft noch besser für die mündliche Prüfung vorbereitet wird.

Auf zum Studium

Aber trotz der erschwerten Bedingungen denke ich, dass ich die Prüfungen schon meistern werde. Vor mir liegen jetzt vier arbeitsintensive Monate, aber die gehen auch vorbei und ich weiß ja, wofür ich es tue – um danach mit meinem Studium anfangen zu können.

Halbzeit ist Zwischenprüfungszeit

Huch, schon liegt mehr als die Hälfte meiner Ausbildungszeit hinter mir! Dafür war natürlich die Zwischenprüfung fällig. Am 26. September musste ich mich mit tausenden anderen kaufmännischen Auszubildenden prüfen lassen.

Lernen am Strand?

Schon im Sommer hatten wir einen dicken Stapel Blätter zur Prüfungsvorbereitung von unserer Ausbildungsabteilung erhalten. Dort wurde uns gezeigt, wie die Aufgaben gestellt werden und worauf wir achten müssen. Damit hatten wir erst mal genug Material zum Üben.

Das taten wir natürlich auch alle fleißig. Ich hatte jedoch erst einmal zwei wohlverdiente Wochen Urlaub. Meine Prüfungsunterlagen habe ich trotzdem mitgenommen. Ich dachte, wenn ich ausgeruht am Strand liege, kann ich dort auch mal reingucken. Pustekuchen! Das ließ ich dann natürlich doch bleiben.

Aber da es zwischendurch drei Tage regnete, habe ich doch mal reingelesen, um zu sehen, was von mir verlangt wird. Eine ganze Menge! Alles rund um das Bankwesen und noch einige Fragen zum Allgemeinwissen.

Wissen Sie die Antwort?

Hier zum Beispiel eine Frage aus unseren Prüfungsaufgaben: Welche der folgenden Maßnahmen schlagen Sie vor, um den betrieblichen Energieverbrauch zu senken?

  1. Verwendung von Produkten mit Umweltschutzsiegel
  2. Anbringen von computergesteuerten Thermostaten zur Regelung der Raumtemperatur in allen Räumen
  3. Spendensammlung zugunsten von Umweltschutzorganisationen auf der Weihnachtsfeier
  4. Umstellung von Mehrweg- auf Einwegflaschen im Kantinenbereich
  5. Verwendung von kostengünstigen Papiersorten

Mir schien Lösung 2 am plausibelsten. Und welche Maßnahme würden Sie vorschlagen? Die richtige Antwort verrate ich Ihnen am Ende dieses Beitrags.

Bitte, lieber Lehrer!

Da wir einige Fragen noch gar nicht in der Schule behandelt hatten, haben wir natürlich auch dort nachgefragt, ob die Lehrer uns weiterhelfen können. Leider sind wir anfangs auf ein wenig Ablehnung gestoßen, da die Zwischenprüfung in der Schule nicht gewertet wird.

Aber mit viel Charme und Überredungskunst konnten wir unsere Lehrerin für Rechnungswesen und unseren Lehrer für Wirtschaft überreden, ein paar Aufgaben mit uns durchzugehen.

Sie hatten dann doch Verständnis, dass die Zwischenprüfung für uns schon wichtig ist, da sie uns ja auf unsere Abschlussprüfung vorbereiten soll und das Ergebnis natürlich Aufschluss über die fachliche Entwicklung der Azubis gibt. Auf Seiten des Unternehmens, also bei der Berliner Volksbank, zählt die Zwischenprüfung sehr wohl.

Der große Tag

Kühlen Kopf bewahren oder kirre werden?

Man konnte das Gebäude gar nicht verfehlen. Schon in der Bahn waren deutlich mehr Leute in meinem Alter unterwegs als sonst. Als ich dann am Messegelände ausgestiegen bin, war der Bahnhof schon rappelvoll. Denn nicht nur wir als angehende Bankkaufleute, sondern auch die Veranstaltungs-, Industrie- und Immobilienkaufleute saßen mit mir im ICC-Messegelände in der Prüfung.

Ich bin sehr froh, dass ich keine Prüfungsangst habe. Wenn ich sehe, wie manche Leute deswegen unter Stress standen, fällt mir jedes Mal ein Stein vom Herzen. Die Atmosphäre dort war auch eher förderlich für Nervosität. Tausende Auszubildende, die sich gegenseitig ein letztes Mal abfragen, die Formeln durchgehen und irgendwelche Merksätze vor sich hin brabbeln … da kann man ja nur kirre werden! Daher war ich eigentlich sehr erleichtert, als es endlich losging. Da war dann wenigstens Ruhe.

Es war wie beim Abitur. Ich saß in einem riesigen Saal mit vielen Einzeltischen. Es gab einzelne Bereiche, in denen die verschiedenen Ausbildungsberufe saßen, und jeder Bereich hatte mehrere Aufseher, die kontrolliert haben, dass keiner abguckt oder schummelt.

Klack, klack, klack …

Alle waren äußerst konzentriert und ich saß grade an der vierten Aufgabe, als das klackern anfing. Eine Prüfungsteilnehmerin hatte hochhakige Schuhe an und lief damit durch den ganzen, mit Parkett ausgelegten Saal, um auf die Toilette zu gehen. Meine Konzentration war futsch. Ich konnte nur auf das regelmäßige klack-klack-klack achten. Das hat mich fast wahnsinnig gemacht.
Ich ließ also meinen Stift fallen und wartete ab, bis sie wieder an ihrem Platz war und ich weiterschreiben konnte. Zum Glück hatten wir genug Zeit.

Geliebtes Rechnungswesen

Wir hatten zwei Stunden Zeit für 54 Aufgaben. Insgesamt gab es 100 Punkte. Ich kam relativ gut durch, nur mein kleines Problemchen Rechnungswesen machte mir zu schaffen. Wie sich im Nachhinein herausstellte, habe ich mir aber in diesem Fall zu viele Sorgen gemacht.

Fünf Wochen später kamen die Ergebnisse. Der IHK-Durchschnitt aller teilgenommenen Banken beträgt 67 Punkte und ich liege mit meinen 75 Punkten zum Glück über dem Durchschnitt. Das Ergebnis ist in Ordnung für mich, aber für die Abschlussprüfung ist es noch ausbaufähig.

Heute kam dann auch noch ein Brief von meiner Ausbildungsabteilung mit dem Inhalt, dass sie mit meinem Ergebnis zufrieden sind. Das hört sich doch gut an. Wieder ein Schritt in der Ausbildung geschafft!

Zum Schluss noch die Lösung meiner „Quizfrage“: Die richtige Antwort ist Nr. 2.

Die unsichtbaren Kollegen

In meiner Ausbildung durchlaufe ich viele Bereiche der Bank, blicke mal hier bei Kollegen über die Schulter, schaue mal dort in die Prozesswelt und lerne unglaublich viel „Zeug“. Vor einiger Zeit war ich beispielsweise eine Woche in unserem KundenServiceCenter, kurz KSC. Klingt nicht so spannend? Dann blicken wir mal hinter die Kulissen.

Ein gewöhnliches Call-Center?

Keineswegs! Das KSC ist wie eine Filiale, nur am Telefon. Wer die Bank telefonisch erreichen will, landet zunächst bei unseren „unsichtbaren“ Kollegen. Werktags von 8 bis 20 Uhr sind hier 60 sogenannte Agenten im Einsatz; allesamt ausgebildete Bankkaufleute. Daher kein Vergleich zu einem gewöhnlichen Call-Center. So ist es auch kein Wunder, dass hier alle Fragen und Wünsche rund um die Kontoführung bequem und zeitsparend telefonisch geklärt werden können. Nur bei speziellen Fragen wird der Anrufer natürlich zu seinem Berater durchgestellt.

Das alles am Telefon? Na klar!

Eine KSC-Agentin bei der Arbeit.

Es ist schon erstaunlich, wie viel über das KSC erledigt wird. Allen ServiceDirekt-Kunden wird hier der volle Service zu allen Produkten und Dienstleistungen der Bank geboten. Dazu zählen beispielsweise die Überweisungen (Termin-, SEPA-, und Eilüberweisungen) und Lastschriftrückgaben. Unsere Agenten forschen nach, sperren Karten, ändern Adressen und geben Auskunft über Kontostände, Umsätze oder zum Freistellungsauftrag. Außerdem können Kunden hier ihre Wertpapierorders telefonisch tätigen. Und dann gibt es noch die „Spezialagenten“, die alle Fragen rund um das InternetBanking beantworten und die Zahlungsverkehrsprogramme und Kartenterminals für den Einzelhandel managen.

Das KSC in Zahlen

  • 60 Bankkaufleute als Agenten
  • Täglich gehen über 3.000 – 3.500 Anrufe ein
  • An besonderen Tagen (montags und zum Monatsende) sogar 5.000 Anrufe
  • Täglich gehen bis zu 200 E-Mails ein
  • In 2011 wurden über 200.000 Kundenaufträge bearbeitet

Lächeln, auch wenn es keiner sieht

Telefonieren? Das kann doch jeder. Aber hier geht es ja um Bankgeschäfte, um Geld und damit um viel Vertrauen. Und genau da fängt es an, schwierig zu werden. Denn ob wir einen Menschen sympathisch finden und ihm vertrauen können, „lesen“ wir in seiner Mimik. Der Gesichtsausdruck verrät uns viel über den Gemütszustand. Ist unser Gegenüber traurig, fröhlich, wütend, skeptisch, ängstlich oder gleichgültig? Das alles können wir in Gesichtern sehen, aber nicht am Telefon. Die Agenten müssen sich deshalb ganz anders auf die Kunden einstellen. Eine goldene Regel lautet: Lächeln, auch wenn es keiner sieht. Denn wer beim Sprechen lächelt, hebt seine Stimme und hört sich automatisch freundlich an. Versuchen Sie es selbst einmal!

Außerdem habe ich erlebt, dass es manchmal gar nicht so leicht ist, zum Beispiel älteren Kunden am Telefon Online-Banking und Internet zu erklären, wenn man nicht direkt zusammen vor dem Bildschirm sitzt. Aber mit etwas Geduld geht das schon.

Auch wenn ich selbst nur „gelauscht“ habe: In dieser Woche musste ich zusammen mit anderen Azubis jeden Tag eine Fleiß- bzw. Lernaufgabe meistern, um unseren Einblick ins KSC zu vertiefen. Was ist ein geeigneter Gesprächseinstieg in das Thema Genossenschaftsanteile? Worin unterscheiden sich mobileTAN und smartTAN? Welche Aufträge kann man über den TelefonServiceComputer, welche über das KSC auslösen? Ganz schön kompliziert!

Zum Schluss ein Betriebsgeheimnis

Kleider machen Leute, sagt ein altes Sprichwort und verliert im telefonischen Kontakt gänzlich seine Bedeutung. Obwohl ich irgendwo aufgeschnappt habe, dass man angeblich hören kann, ob der Gesprächspartner in der Leitung angezogen oder nackt ist. Aber egal. Dass Kleider jedenfalls nichts mit der Kompetenz zu tun haben, beweisen unsere unsichtbaren Kollegen (Achtung Betriebsgeheimnis: meist in zivil!) mit ihrer Beratungsqualität.

Als Azubi-Azubi bei der Berliner Volksbank

Schon fast ein Jahr bei der Berliner Volksbank – das ging schnell rum! Gerade eben war ich noch selbst ganz neu hier. Ich erinnere mich noch an die schlaflosen Nächte vor dem großen, ersten Tag: Wie werden wohl die Leute da sein? Ist das überhaupt das richtige für mich? Tausend Fragen gingen mir durch den Kopf und keine passable Antwort war in Sicht.

Mittendrin – bei den Bewerbungsvorbereitungen für die Azubi-Tage

Aber die Berliner Volksbank hat sich ein gutes Konzept ausgedacht, um den neuen Neulingen den Einstieg möglichst leicht zu gestalten. Die Azubis aus dem zweiten Lehrjahr nehmen die Neuen nämlich die ersten vier Tage lang unter ihre Fittiche und zeigen ihnen, wie alles läuft – also als Azubi-Azubis sozusagen. Das nennt sich dann Einführungs- oder auch E-Seminar.

Zunächst war ich mal sehr nervös an meinem ersten Tag. Ich kannte ja niemanden und hatte keinen blassen Schimmer, was auf mich zukommen würde. Ich wusste nur, wo und wann ich mich einfinden sollte. Das tat ich dann auch zusammen mit 39 anderen Azubis und Studenten, die bestimmt ähnlich nervös waren wie ich.

Nervös wie am ersten Tag

Aber schon am Eingang der Volksbank-Zentrale wurden wir freundlich empfangen – natürlich von den Azubis aus dem zweiten Lehrjahr! Sie nahmen uns sozusagen an die Hand und führten uns durch den Tag, für den ein straffes Programm vorgesehen war. Jeder von uns Neulingen bekam einen persönlichen Zeitplan, damit man wusste, wann man wo sein musste. Dann ging es los und die vielen Grübeleien im Vorfeld waren schnell vergessen.

Denn die “alten Hasen” im zweiten Lehrjahr unterwiesen uns Frischlinge vier Tage lang in Sachen Bank, Beruf und Alltag. Grundlegendes Wissen erklärten sie uns in Präsentationen und wir konnten alle unsere Fragen stellen, die uns auf der Zunge brannten.

Ein “alter Hase” aus dem zweiten Lehrjahr

Dieses Jahr, in meinem zweiten Jahr, zähle ich nun selbst zu den “alten Hasen”. Zusammen mit acht Leuten aus meinem Lehrjahr will ich den neuen Azubis einen ebenso tollen Empfang bereiten, wie ich ihn vor fast einem Jahr erlebt habe.

Allerdings musste ich es überhaupt erst einmal bis in das E-Seminar-Team schaffen. Es gab nämlich ein “knallhartes Casting”, da sich mehr als 9 Leute beworben hatten. Ins Spiel bringen sollten wir uns mit einer kreativen Bewerbung. Dabei sind die unterschiedlichsten Ideen entstanden. Mir hat wohl meine gewisse kreative Ader bei meinem Plan geholfen, meine Persönlichkeit in Bildern darzustellen; also mein Leben in Momentaufnahmen beim Sport, beim Kochen, bei der Arbeit etc. Ein Anderer aus unserer Truppe hat sich als Geheimagent ausgegeben mit der Mission, die neuen Agenten einzuweisen. Auch nicht schlecht.

Auf rohen Eiern in die zweite Runde

Danach hieß es aber: Nach dem Casting ist vor dem Casting. Denn alle Bewerber wurden nach der Kreativ-Bewerbung zu einer zweiten Runde eingeladen. Dort wartete dann die Aufgabe auf uns, ein rohes Ei so zu verpacken, dass wir es vom Balkon fallen lassen konnten, ohne dass es kaputt geht.

Eines von vier Rohes-Ei-Teams kurz vor dem Start – ob das halten wird?

Dazu wurden wir in vier Teams geteilt und dann ging es ans verpacken. Jedem Team standen die gleichen Materialien zur Verfügung und drei Teams ist es auch gelungen, das Ei sicher einzupacken. Meine Verpackungskünste dürften uns hier ziemlich geholfen haben, denn unser Ei ging auch nicht zu Bruch.

Langer Sommer als Azubi-Azubi

Jedenfalls traf die Jury der Ausbilderinnen dann ihre Entscheidung und das Ergebnis stand fest: Neun Azubis, darunter ich, wurden auf ihre Mission geschickt, die Neulinge einzuführen.

Vorher heißt es jetzt erst einmal viel Arbeit für uns: Wir müssen zwar nur vier Tage vorbereiten, aber diese vier Tage müssen bis ins letzte Detail durchorganisiert sein. Die Präsentationen müssen erarbeitet werden und wir brauchen Gastredner aus möglichst vielen Bereichen wie zum Beispiel aus dem Vorstand oder aus dem Social-Media-Team, damit die Neuen einen möglichst umfangreichen ersten Eindruck gewinnen können. Außerdem müssen die Räume und der Ablauf vorbereitet werden; das alles in Abstimmung mit der Personalabteilung, die das aber zum Glück nicht zum ersten Mal macht und uns hilfreiche Tipps geben kann.

Ansonsten freue ich mich auf das E-Seminar und finde es eine gelungene Sache für den Einstieg ins Berufsleben. Außerdem lerne ich sowieso gerne neue Leute kennen. Bestimmt sind auch unter den neuen Azubis ein paar nette Kollegen dabei.

Zurück zur Schule

Die Ausbildung bei der Berliner Volksbank dauert drei Jahre bei mittlerem Schulabschluss und zweieinhalb Jahre bei Abitur. Ich werde nach zweieinhalb Jahren fertig sein. Bis es soweit ist, drücke ich erneut die Schulbank, aber zum Glück nur alle zwei Wochen. Denn in der restlichen Zeit absolviere ich die praktische Ausbildung in der Filiale Velten. Ende Juni werde ich in das FinanzCenter Oranienburg wechseln und später auch noch ein paar andere Bereiche der Bank durchlaufen.

Berufsschule mit ungewöhnlichem Ausblick

Meine Schule, das Oberstufenzentrum für Banken und Versicherungen – allgemein unter OSZ bekannt – liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Justizvollzugsanstalt Moabit. Was soll uns das sagen? Wenn wir etwas falsch machen, landen wir gleich auf der anderen Straßenseite? Es ist schon seltsam, wenn man aus manchen Klassenräumen winkende Insassen sieht, die ein Gefühl vermitteln, man könnte der nächste sein. Schließlich waren hier schon namhafte Persönlichkeiten „zu Gast“ wie der Hauptmann von Köpenick und später zweimal Erich, einmal Honecker und einmal Mielke. Aber das ist natürlich Unsinn, an den man denkt, wenn man im Unterricht mit den Gedanken abschweift.

Spaß in der BerufsschuleOrange-Blau unter sich

Neben sehr sachlichem und manchmal schwer verdaulichem Lehrstoff haben wir natürlich auch viel Spaß in der Schule. Der Unterricht fängt meist um 7.55 Uhr an und endet spätestens um 15 Uhr. Wir pauken in 90-Minuten-Blöcken. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Auch die Unterrichtsfächer waren wie ein Sprung ins kalte Wasser. Beim Abitur kann ich mich an kein Fach erinnern, in dem wir wirtschaftliche Zusammenhänge erklärt bekamen. Bankbetriebslehre, Wirtschaftslehre und Rechnungswesen waren daher komplettes Neuland für mich. Wer hier im Unterricht träumt, verliert schnell den Anschluss.

In meiner Klasse sind 16 Volksbanker, eine Sparda-Bankerin und zwei IBB-ler (Auszubildende der Investitionsbank Berlin). Das ist sehr praktisch, denn so können wir uns auch in der Schule über die Arbeit austauschen und die Lehrer können sich gut auf uns einstellen. Zum Beispiel haben wir die Allgemeinen Geschäftsbedingungen direkt am Beispiel der Berliner Volksbank besprochen.

Anziehend – Zuziehend

Dass die Berliner Volksbank für ihre Ausbildung schon mehrfach ausgezeichnet wurde, hat sich herumgesprochen. Einige meiner Mitschüler sind extra aus Schleswig Holstein, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern hergezogen. Die Ausbildungsabteilung kümmert sich sehr gut um uns. Die drei Ausbilderinnen geben uns ein sicheres Gefühl und wir können jederzeit um Rat fragen. Ich bin zwar erst ein halbes Jahr hier, werde aber schon jetzt auf die Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) vorbereitet. Wie gut diese Vorbereitung ist, belegen die Ergebnisse: Die Auszubildenden der Berliner Volksbank legten in den vergangenen Jahren stets die besten Prüfungen ab – unter allen Banken wohlgemerkt. Das macht selbst mich schon ein wenig stolz, setzt mich aber auch unter Druck  :-)

Die andere Seite der Ausbildung ist die Arbeit in der Filiale. Es ist das genaue Gegenteil der Schule. Ich kann länger schlafen, muss aber auch bis 18.30 Uhr arbeiten. Das war für mich eine große Umstellung. Früher war ich spätestens nachmittags um vier zu Hause und hatte ausreichend Zeit für meine Hobbys und Freunde. Heute muss ich mir die Zeit schon gut einteilen, um alles unter einen Hut zu kriegen.

Lauschend lernen

Die Arbeit in der Filiale ist sehr vielseitig. Die ersten Tage sind vollgestopft mit vielen neuen Eindrücken und Informationen. Wie werden Einzahlungen, Auszahlung und Umbuchungen technisch umgesetzt? Wie behandelt man Schecks und Überweisungen? Mit genügend Basiswissen im Gepäck geht es nach wenigen Monaten an die Kundengespräche. Auch hier ist zuhören und lernen sehr wichtig. Deshalb sitzen wir anfangs neben unseren Beratern und „lauschen“. Wie führen sie das Gespräch? Welche Fragen stellen sie? Nach und nach durfte ich auch immer mehr alleine machen. Zuerst die Daten im Computer erfassen, dann auch mal das Kundengespräch selber führen. Diesmal saß der Berater neben mir und lauschte, ob ich alles richtig machte.

Nach einem halben Jahr bin ich jetzt soweit, dass ich Kontoeröffnungen alleine durchführen darf und bei den Anlageberatungen zuhöre. Es ist sehr interessant, so viele verschiedene Menschen kennen zu lernen, ihre Geschichten zu hören und sie bei ihren finanziellen Angelegenheiten begleiten zu können.

Welche Passwörter sind sicher?

Passwörter sind zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Wir brauchen sie für die Arbeit, für das Online-Banking, um Mails zu schreiben, um in den sozialen Medien zu surfen und für zahlreiche Kundenkonten, wenn wir online shoppen. Aber wie sicher sind meine Passwörter überhaupt?

“Nur jedes vierte Passwort ist sicher“ titelte zuletzt die Computerwoche auf ihrer Internetseite. Aber wie sollte ein Passwort aussehen, das sicher ist und man sich trotzdem merken kann?

So nicht!

Die Klassiker der Passwörter sind Abwandlungen des Wortes an sich, Namen des Lebenspartners, der Kinder oder Haustiere, Autokennzeichen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Adressen, Zahlen- oder Buchstabenreihen sowie Kontonummern. Wer nicht will, dass Außenstehende das Passwort erraten, verzichtet besser auf diese Varianten!

Außerdem sollten Sie Fremdwörter, Wörter in einer anderen Sprache oder zusammengesetzte Kunstwörter wie beispielsweise „Pfeifenleuchte“ vermeiden. Diese können schnell mit einem elektronischen Wörterbuchangriff herausgefunden werden.

Eine unsichere aber weit verbreitete Methode den Passwortwechsel zu vereinfachen ist es, eine Ziffer oder das Monatskürzel an das Passwort anzuhängen.
Das sind alles bekannte Techniken, die immer als Erstes überprüft werden. Also lassen Sie lieber die Finger davon.

Der sicherste Weg

Denken Sie sich einen Merksatz aus. Dieser kann ein eigens formulierter Satz sein, ein Sprichwort, ein Liedtext oder ein Zitat. Streuen Sie nun Sonderzeichen und Zahlen ein und schon haben Sie das perfekte Passwort. Hier ein paar Beispiele:

Der Satz „0221 ist die Vorwahl von Köln.“ wird so zu 0221idVvK. Und der Satz „1 Zoll entspricht 2,54 Zentimeter“ verwandelt sich in1Z0ll=2,54cm. Wer von Ihnen würde solch ein Passwort erraten?

Man kann aber auch einzelne Wörter so verfremden, dass sie einem Wörterbuchangriff nicht mehr standhalten. Anhand des Wortes Siebenmeilenstiefel kann man das gut demonstrieren. Das Wort sieben wird durch die Ziffer 7 ersetzt, aus Meilen werden km und das i aus Stiefel dreht man einfach um und schreibt „!“. Es entsteht das Passwort 7kmst!efel.
Ein sicheres Passwort sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Es sollte aus großen und kleinen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen und mindestens 8 Zeichen lang sein.
  • Sie sollten keine Umlaute (ä,ö,ü) verwenden, da sich diese im Ausland meist nicht auf der Tastatur befinden.
  • Das Passwort sollte mindestens alle 90 Tage gewechselt werden und nicht nur eine andere Zahl angehangen werden.
  • Schreiben Sie das Passwort nirgendwo auf und speichern Sie es nicht im Computer.
  • Benutzen Sie verschiedene Passwörter.

Geheimzahl für EC-Karte selbst wählen

Seit 1. Februar können Sie bei der Berliner Volksbank Ihre PIN selbst wählen. Auch dabei sollten Sie an die Sicherheit denken und bestimmte Zahlenkombinationen vermeiden. Benutzen Sie nicht viermal die gleiche Zahl, verwenden Sie, wie beim Passwort auch, keine Zahlenreihen oder Geburtstage.

Werden Sie kreativ, kombinieren Sie persönliche Daten. Sie machen Diät und möchten auf 65kg kommen und wieder Größe 38 tragen? Kombinieren Sie diese Zahlen und schon haben Sie die vierstellige PIN. Oder koppeln Sie Ihre Körpergröße mit Ihrer amerikanischen Schuhgröße (geht natürlich nur bei kleinen Füßen). Und wer außer Ihnen und Ihrer Mutter kennt das Geburtsgewicht? Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten. Hauptsache ist, Sie können sich die Zahlen merken.

Achtung vor Spionage

Die freie Hand oder einen Gegenstand vor die Tastatur bei der Eingabe der PIN zu halten, beherzigen die meisten Menschen. Doch leider gibt es noch andere Wege, als über die Schulter zu gucken, um das Passwort oder die PIN auszuspionieren.

Social Engineering ist das Sammeln von Informationen und Auskundschaften von Zugangsmöglichkeiten per Telefon, E-Mail oder unter Verwendung einer vertrauten Identität. Dagegen hilft nur: Geben Sie niemandem Ihre persönlichen Daten und Passwörter! Egal, wie vertrauenswürdig Ihnen die Person erscheint.

Doch nicht nur Menschen können spionieren, sondern auch Computerprogramme (Viren). Sie können die Passworteingabe aufzeichnen und per E-Mail versenden. Viren werden meist durch eine E-Mail oder einen Link übertragen aber auch auf Internetseiten lauern. Öffnen Sie daher keine unbekannten E-Mails, Datenanhänge oder Internetseiten.

Und jetzt komme ich!

So da bin ich. Josefine Holl, 20 Jahre alt und seit dem 8. August 2011 Auszubildende bei der Berliner Volksbank. Ich bin die Verstärkung des Social Media Teams, damit Sie auch einen Einblick in die Bank aus der Sicht eines Neulings erhalten und mehr über die Ausbildung erfahren. Wie ist die Ausbildung aufgebaut? Was passiert in der Schule? Was mache ich bei der Arbeit? Wie viel habe ich schon gelernt? Natürlich mit vielen Fotos, die Ihnen zeigen, dass eine Bankausbildung auch sehr lustig sein kann. Aber vorher ist es vielleicht noch ganz interessant, wie ich überhaupt ins Social Media Team gekommen bin.

Mit Farbe im Gepäck

Es gab eine Ausschreibung für die frischen Auszubildenden der Berliner Volksbank. Wir sollten einen Artikel schreiben, der etwas mit unserer Ausbildung zu tun hat. Ich schreibe sehr gerne und so entschloss ich spontan mein Glück zu versuchen. Ich schrieb über die Farben der Berliner Volksbank blau und orange, deren Bedeutung und warum ich finde, dass sie die Volksbank gut repräsentieren. Hier ein kleiner Ausschnitt:

“Blau. Orange. Zwei Farben. Nichts Besonderes. Und doch bestimmen diese beiden Farben seit fünf Monaten mein Leben. Schlüsselanhänger, Schlüsselbund, Luftballons, Stifte, Feuerzeuge, der Anstecker an meinem Blazer, Hefter, Ordner alles ist blau oder orange.
[...] Blau steht für Harmonie, Sympathie und Zufriedenheit. Eigenschaften die für mich in direkter Verbindung mit meiner Ausbildung stehen.[...] Orange steht für Erfrischung, Fröhlichkeit und Kommunikation. Auch mit diesen Worten kann man die Ausbildung gut beschreiben. Sie ist erfrischend, weil es immer etwas Neues zu lernen und zu entdecken gibt. Und Kommunikation ist sowieso das A und O. Nicht nur mit den Kunden auch untereinander mit den Kollegen und Vorgesetzten. Blau und Orange. Farben, die für mich meine Zukunft bedeuten.”

Mein Artikel scheint gut angekommen zu sein, denn jetzt bin ich dabei. Ausgestattet mit einer Kamera und vielen Ideen hoffe ich, dass ich eine Bereicherung für das Team sein werde und dass ich Ihnen viel Interessantes zeigen kann.