Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Glückwunsch zum 115., Potsdam!

Achtung, Geschichte! Laaangweilig! … Oder, Moment, ein Versuch: Wir sitzen hier auf einer langen Historie mit teilweise weit über einhundert Jahre alten Standorten und möchten darüber berichten, ohne Sie in den Schlaf zu wiegen.

Nehmen wir zum Beispiel unsere Filiale in Potsdam, gegründet am 7. März 1899. Das heißt: 115. Geburtstag heute! Es muss ja nicht immer ein rundes Jubiläum der Anlass sein, einmal in die Geschichte zurückzublicken.

Betritt man heute unser vor kurzem erst modernisiertes FinanzCenter, erinnert nichts mehr an die bewegte Geschichte und die teils chaotischen Zeiten, die die Genossenschaftsbank in Potsdam durchlebt hat.

Dabei ist so viel passiert, dass man Bücher darüber schreiben könnte. Da wir hier aber keinen Platz für einen Roman haben, laden wir Sie zu einer kurzen Rundreise in die Vergangenheit ein. Hier ein paar ausgewählte Etappen:

Einfache Handwerker werden Bankbesitzer

Einfache Handwerker werden Bankbesitzer

Eine der ersten Adressen im Jahr 1899, aber die von Handwerkern neu gegründete Bank verfolgt das Ziel, das Volk mit Krediten zu versorgen, also Handwerk, Mittelstand, Gewerbe und andere – nach wie vor und auch in Zukunft eine der wichtigsten Aufgaben einer Genossenschaftsbank.

Eintausend ... ach was, eine Milliarde Mark!

Eintausend … ach was, eine Milliarde Mark!

Bis 1923 stieg der Jahresmittelkurs des US-Dollars von 4,20 Mark auf 535 Milliarden Mark! Wie andere Banken hatte auch die Spar- und Darlehenskasse Potsdam ungeheure Geldmengen zu bewegen, die jedoch kaum etwas wert waren. An den Kassenschaltern herrschte Hochbetrieb – die Kassenhauben waren zu klein, um die Geldmengen aufzunehmen. Auch die Buchführung konnte die astronomischen Zahlen nicht mehr bewältigen. Ende 1923 gelang es, den Kurs bei 4,2 Billionen – in Ziffern: 4.200.000.000.000 – Papiermark für einen Dollar zu stabilisieren. Gewaltige Kapitalsummen waren verloren, die Bankkunden sahen sich um ihre Ersparnisse gebracht. Doch auch die Banken – unsere Genossenschaftsbank war davon nicht ausgenommen – hatten viel Vermögen und Kapitel eingebüßt. Nur kluges Wirtschaften ermöglichte ihr Überleben.

Sicher durch alle Krisen

Sicher durch alle Krisen

Wilhelmplatz 9, um 1930: Die genossenschaftliche Bank in Potsdam hat den ersten Weltkrieg und die Inflation in den 20er Jahren überstanden. Trotzdem folgt bald der nächste Schock: 1931 bricht die Bankenkrise aus. Aber schon ein Jahr nach dem “schwarzen Freitag” konnte die Bank resümieren: “… daß sich die Genossenschaft trotz der großen Wirtschaftskrise und Notverordnungen gut gehalten hat.” Eine kluge, ohne Risiko geführte Geschäftspolitik hatte sich bewährt. Ganz getreu der heute noch gültigen bodenständigen Tradition der Volksbanken.

"Grundbucheintrag 1945: Zu 100% zerstört"

“Grundbucheintrag 1945: Zu 100% zerstört”

Die Potsdamer hatten bereits Luftangriffe auf ihre Stadt erlebt. Doch was in der Nacht zum 15. April 1945 geschah, übertraf die bisherigen Schrecken um ein Vielfaches. An jenem Tag starteten von England aus hunderte Bombenflugzeuge mit Kurs auf Potsdam. Rund 1.800 Menschen kamen auf einen Schlag ums Leben. Dem Angriff fielen auch die Häuser um den Wilhelmplatz zum Opfer. Vom Gebäude der Bank war buchstäblich nichts übrig geblieben. Im Grundbuch hieß es dazu nüchtern: “Zu 100% zerstört.” Nur der Tresor “überlebte”, wenn auch arg demoliert.

High-Tech anno 1989

High-Tech anno 1989

So sah die technische Infrastruktur zur Zeit der Wiedervereinigung aus. Nicht die einzige Hürde bei der Umstellung der Bank auf die neuen Zeiten. Nach der Einheit Deutschlands stellte sich für die Potsdamer Volksbank die Frage der Fusion mit einer westlichen Bank. Es gab einige Interessenten. Der damalige Direktor, Wolfram Bürgel, entschied sich für die Bank, die den Kunden die besten Konditionen und den eigenen Mitarbeitern die größtmögliche soziale Sicherheit bot: die Berliner Volksbank.

Die "langen Kerls mal" wieder

Die “langen Kerls mal” wieder

Neue Räume 1992: Zum feierlichen Einzug am Standort Friedrich-Ebert-Straße Ecke Charlottenstraße, heute noch Sitz der Filiale, kamen sogar die “langen Kerls” vorbei; hier mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Heinz-Dieter Prüske. Die “langen Kerls” bezeichnen übrigens ein im 17. Jahrhundert gegründetes, preußisches Regiment, für das ausschließlich große, also lange Kerle rekrutiert wurden.

Der genossenschaftliche Geist im heutigen Antlitz

Der genossenschaftliche Geist im heutigen Antlitz

So präsentiert sich der Standort heute. Wieder einmal gab es eine Krise und wieder einmal ist die Volksbank gut durchgekommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Instituten mussten die Volks- und Raiffeisenbanken während der Finanzkrise nicht vom Steuerzahler gestützt oder gar gerettet werden.

Bei allen Höhen und Tiefen eine Erfolgsgeschichte

Auch wenn von der ursprünglichen Bank nicht ein einziger Ziegelstein mehr steht, lebt die Geschichte bis heute weiter; nämlich in Form unseres genossenschaftlichen Prinzips. Trotz aller Krisen können wir auch heute noch sagen, dass unsere Geschichte dank des genossenschaftlichen Prinzips auch eine Erfolgsgeschichte ist. Das Konzept ist schon fast 170 Jahre alt, aber zeitgemäßer denn je.

182.400 Euro zurück in die Region

Treue Leser wissen längst, dass uns ein Thema ganz besonders am Herzen liegt: Das VR-Gewinnsparen. Wie bei einer bekannten Süßigkeit für Kinder gibt es dort nämlich gleich drei Dinge auf einmal: Sparen, gewinnen und helfen.

Und das geht so

Ein Los gibt es für 5 Euro im Monat, davon werden 4 Euro für Sie gespart und 1 Euro als Spieleinsatz verwendet. Ein Viertel des Spieleinsatzes wird direkt für gemeinnützige Projekte in der Region reserviert. Der Rest dient zur Finanzierung der Lotterie. Dort sind monatlich Gewinne von 2,50 Euro bis zu 15.000 Euro möglich.
Zusätzlich sind für 2014 diverse Sonderverlosungen geplant:

  • 50 E-Bikes im März,
  • 10 Quads und 10 Wellness-Wochenenden im Mai,
  • 3 VW Beetle Cabrio im Juli und
  • 3 BMW X1 im Oktober.

Dezember, der schönste Monat

Die monatlichen Beiträge für die Gewinnsparlose verschwinden fast zwischen Miete, Telefonrechnung und Rundfunkbeitrag, aber im Dezember zaubern wir mit der Gutschrift der Sparbeträge ein Lächeln in die Gesichter der Gewinnsparer. Ob Weihnachtsgeschenke, KfZ-Versicherung oder andere besondere Ausgaben, das Geld kann jeder gut gebrauchen. Wer dazu noch bei der großen Sonderverlosung bis zu 50.000 Euro gewonnen hat, wird aus dem Lächeln gar nicht mehr rauskommen.
Aber auch für uns ist der Dezember ein ganz besonderer Monat, denn dann dürfen wir regionale Projekte von gemeinnützigen Vereinen unterstützen. Insgesamt konnten wir letztes Jahr 182.400 Euro an 119 Institutionen in unserer Region verteilen. Ohne unsere 12.210 Gewinnsparer wäre das nicht möglich. Herzlichen Dank!
An dieser Stelle können wir natürlich nicht alle 119 Projekte im Detail vorstellen, obwohl wir das gern würden. Wir beschränken uns auf ein paar Beispiele, die der eine oder andere Facebook-Fan vielleicht schon mitbekommen hat:

Der Verein kulturvoll engagiert sich für die kulturelle Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher.

 

Das SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin bietet reelle Chancen für Jugendliche, junge Mütter und Alleinerziehende auf eine echte Ausbildung.

 

Fast schon Tradition: Übergabe von drei Spenden in Steglitz-Zehlendorf beim Bezirksbürgermeister. Diese Jahr mit dabei: Verein WendepunktVerein Kinderschutzengel und das Nachbarschaftshaus Wannseebahn.

 

Etwas handfestes und strahlende Kindergesichter gab es in der Mühlenau Grundschule in Berlin-Dahlem.

Na, wollen Sie jetzt auch Gewinnsparer werden?

Gute Gewinnchancen mit Sparautomatik für Sie und ein garantierter Gewinn fürs Gemeinwohl hier bei uns in Berlin und Brandenburg. Das alles ab 5 Euro im Monat. Echte Profis steigen übrigens direkt mit 10 Losen ein, denn bei fortlaufenden Endnummern ist ein Gewinn von 2,50 Euro im Monat bereits garantiert.
Gewinnsparen Sie mit! Entweder im InternetBanking oder in der Filiale Ihres Vertrauens.

Ab an die Knatter

Bevor wir Ihnen gleich eine Landpartie für Freitag, den 13., empfehlen, ein kurzer Ausflug in die Geschichte. Bei einem Blick ins Archiv staunen wir oft selbst darüber, auf welch lange Historie manche unserer Standorte zurückblicken. Zum Beispiel Kyritz an der Knatter, gegründet 1864. (Also die Bank, nicht Kyritz, denn das ist schon ein bisschen älter.)

Moment, Kyritz? In der Ost-Prignitz, auf dem Weg von Berlin nach Hamburg? Ist das nicht das “an der Knatter”? Richtig! Aber: Nein, eine Knatter gibt es gar nicht und Kyritz liegt an der Jäglitz. Das “Knatter” stammt vom Knattern einer Mühle.

Außenansicht der Filiale Kyritz

Unser Häusle in Kyritz: 100 Jahre alt und frisch restauriert.

Aber jetzt ein Wort zum Thema “Banking Marke Eigenbau”: 2013 feiert unser Standort ein besonderes Jubiläum. Vor einhundert Jahren nämlich hat sich die Bank ein eigenes Häusle gebaut, in dem heute noch unsere Kyritzer Berliner Volksbank logiert.

Gäbe es nicht Computer, Automaten und anderes modernes Gerät, könnte man meinen, man wäre in einer Filmkulisse gelandet. Denn die historischen Räume aus der Jahrhundertwende wurden aufwendig restauriert und präsentieren sich heute fast im Originalzustand von 1913, ein echtes Schmuckstück unter unseren Standorten. (Siehe Fotos unten in der Bilder-Galerie.)

Kleiner Kostümball à la 20er Jahre

Keine Sorge, unsere Kollegen vor Ort sehen sonst ganz normal aus.

Zur Feier des Jubiläums haben sich auch unsere Mitarbeiter in Schale geworfen und präsentieren sich stilecht à la goldene 20er Jahre.

Aber wir wollen jetzt nicht weiter die lange Geschichte, die Irrungen und Wirrungen während zweier Weltkriege, der Wiedervereinigung, diverser Wirtschaftskrisen usw. ausführen. Kommen wir stattdessen zu den Feierlichkeiten.

Tag der offenen Filiale

Am Freitag, dem 13. Dezember, feiert unsere historische Filiale Kyritz einen Tag der offenen Tür und wir laden Sie herzlich zu einem Besuch und anschließend zum Weihnachtsmarkt ein.

Hier das volle Programm:

  • Vormittags laden wir zu Kaffee, Sekt, Glühwein, Gebäck und deftigen Schmalzbroten.
  • Um 9:30 Uhr schmücken die Kinder der Kita “Kunterbunt” unseren Weihnachtsbaum.
  • Jeweils um 10 Uhr und um 11:30 Uhr: Führungen durch das Haus. Der ehemalige Filialleiter, Peter Hermann, von 1968 bis 1996 der Chef vor Ort, zeigt Ihnen die Räume und hat dabei viel zu erzählen. Erleben Sie Geschichte live und wandeln Sie durch alte Räume mit historischen Wandmalereien und Jugendstil-Bleifenstern bis hinauf auf den Turm des alten Gemäuers.
  • Um 13:30 Uhr begrüßen wir mit der neuen Bürgermeisterin die neuen Bürger der Stadt Kyritz.
  • Zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes wird von 13:30 bis 13:45 Uhr ein Blaskonzert von unserem Balkon zum Besten gegeben.
  • Der Weihnachtsmann ist ab 14:30 Uhr vor Ort.
  • Die Filiale bleibt ganztägig geöffnet.

Sollten Sie am 13. Dezember zwischen Berlin und Hamburg unterwegs sein, machen Sie doch einfach einen Abstecher nach Kyritz. Oder unternehmen Sie direkt einen Ausflug ins Städtchen an der Knatter. Dieser Freitag, der 13., wird Ihnen gefallen. So kommen Sie nach Kyritz.

Wer’s nicht nach Kyritz schafft, kann unsere Bildergalerie besichtigen. Auch so kann eine moderne Bankfiliale aussehen:

Bildnachweise: Teamfoto: © Robert Plagens, alle weiteren: © Jürgen Rocholl

Kunst und Bares statt Wärme und Energie

Fangen wir mit einem Geständnis an: Ich komme ursprünglich aus der Documenta-Stadt Kassel, habe mit moderner Kunst bisher aber nicht viel am Hut. Dann ein unerwarteter Anruf: Die Veranstalter der Berliner Liste, einer Messe für zeitgenössische Kunst, möchten unseren ZasterLaster buchen. Veranstaltungsort: das ehemalige Heizkraftwerk Berlin-Mitte. Die Location hatte ich von einem Konzertbesuch in guter Erinnerung und so war mein Interesse sofort geweckt. Kurz mit den Kollegen den Einsatzplan gecheckt, die Details abgestimmt und schon haben wir zugesagt.

Altem einen neuen Zweck geben

Erbaut 1961 hat das ehemalige Heizkraftwerk bis 1997 die Berliner mit Strom und Wärme versorgt, bis der moderne und umweltfreundliche Neubau in Betrieb ging. Einige Jahre bleib das Areal ungenutzt, bis 2006 in einen Teil der bekannte Technoclub “Tresor” einzog und seitdem auch wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen einen weiteren Platz in der Stadt gefunden haben. So auch die Berliner Liste vom 19. bis 22. September 2013. Beeindruckend, welche Wirkung Neues in den industriell geprägten Gemäuern bekommt.

Bei so viel Kunst haben wir uns ein Plakat gespart.

Bei so viel Kunst haben wir uns ein Plakat gespart.

Nun steht er da, ganz im Dienste der Kunst

Dieses Jahr ist also auch unser ZasterLaster mit vor Ort und bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich spontan mit Barem für den Eintritt oder für ein kleines Stück moderner Kunst einzudecken. Grund genug, “den kleinen” bei seinem Einsatz zu besuchen und auf Tuchfühlung mit zeitgenössischer Kunst zu gehen.

Ehemalige Industrie trifft moderne Kunst: Spannende Kombination

Ehemalige Industrie trifft moderne Kunst: Spannende Kombination

Eine eigene Welt in vielen Facetten

Im Inneren warten auf drei Ebenen allerlei Kunstwerke von 131 Ausstellern, Galerien und Künstlern. Vom Ölgemälde über Photographien, Skulpturen, Zeichnungen bis zu Videoinstallationen ist alles vertreten.

Kunstbegeisterte könnten jetzt wahrscheinlich über die Vielfältigkeit der Werke, die tiefsinnigen Botschaften oder andere Aspekte philosophieren, ich nicht. Manches gefiel mir auf den ersten Blick, manches auf den zweiten und mit anderem konnte ich so gar nichts anfangen.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall schon für die Kombination von facettenreicher Kunst und beeindruckendem Industrie-Ambiente. Und wer noch eine Wand in der Wohnung, der Praxis oder im Büro ist frei hat, findet hier vielleicht die passende Inspiration.

Die Bank, die Ihnen mitgehört

Nur rund 4,5 Millionen Deutsche besitzen Aktien. Aber etwa 20 Millionen Menschen hierzulande sind Mitglied einer Genossenschaft. Das entspricht rund einem Viertel der gesamten Bevölkerung. Und mehr noch: Seit Anfang des 21. Jahrhunderts erleben wir eine Renaissance des genossenschaftlichen Wirtschaftens.

Aber was hat es eigentlich mit diesem Konzept auf sich? Was macht es so attraktiv, dass rund jeder vierte Mensch in Deutschland einer Genossenschaft angehört? Und wie können Sie persönlich bei der Berliner Volksbank daran teilhaben?

Am Anfang steht die Satzung

Bereits in §2 unserer Satzung wird festgelegt, wofür wir da sind: “Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder.” Danach folgt eine typische Auflistung von Bankdienstleistungen, mit denen die Bank diesen Zweck verfolgen soll und schlussendlich die Möglichkeit, diese Dienstleistungen auch Nichtmitgliedern anbieten zu dürfen, was bei anderen Genossenschaften nicht immer der Fall ist.

Doch was heißt das jetzt und vor allem, warum werden Menschen Mitglied einer Genossenschaft?

Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.

Nehmen wir als Beispiel, um das Prinzip zu illustrieren, ein Mehrfamilienhaus. Keiner der Mieter könnte es sich leisten, das ganze Haus zu kaufen. Aber wenn sich alle Bewohner des Hauses beteiligen, kann die Gemeinschaft das Haus erwerben. Damit werde alle Mitbesitzer zusammen unabhängig vom bisherigen Vermieter oder Besitzer und auch Spekulanten haben keine Einflussmöglichkeit. Ähnlich ist es bei einer genossenschaftlichen Bank. Weder wäre es sinnvoll, noch finanzierbar, ein eigenes Kreditinstitut zu besitzen. Aber man kann Teilhaber einer Bank werden, die allen Mitgliedern gehört. Das macht eine genossenschaftliche Bank unabhängig und schützt sie vor Spekulanten.

Miteinander

Während bei den meisten anderen Unternehmensformen das Kapital entscheidet, also wer mehr besitzt, hat mehr zu sagen, gilt bei Genossenschaften das Prinzip: “Ein Mitglied, eine Stimme.” Egal ob man einen, zehn oder einhundert Anteile an der Berliner Volksbank hält, jeder hat das gleiche Stimmrecht. Schon 106.333 stimmberechtigte Mitglieder verzeichnet die Berliner Volksbank heute. Sie alle zu versammeln, ist aus organisatorischen Gründen schier unmöglich. Nicht einmal das Olympiastadion und die Alte Försterei zusammen würden ausreichend Sitzplätze bieten. Daher gibt es Gremien, die verschiedene Aufgaben wahrnehmen und jeweils demokratisch gewählt werden:

  • Die Vertreterversammlung wird alle vier Jahre direkt durch die Mitglieder gewählt. Für je 200 Mitglieder gibt es einen Vertreter. Diese aktuell 531 Personen nehmen stellvertretend für alle Mitglieder deren Rechte wahr. Sie beschließen beispielsweise die Verwendung des Gewinns, Satzungsänderungen, Fusionen oder gar die Auflösung der Genossenschaft.
  • Der Aufsichtsrat hat die wichtige Aufgabe, den Vorstand zu bestellen und zu kontrollieren. Aufgrund der Größe der Berliner Volksbank ist das Gremium bei uns zur Hälfte mit Vertretern der Eigentümer, also der Mitglieder, und zur Hälfte durch Vertreter der Mitarbeiter besetzt. Die Aufsichtsräte der Eigentümerseite werden dabei von der Vertreterversammlung gewählt und können auch nur von dieser abberufen werden.
  • Der Vorstand führt die operativen Geschäfte der Genossenschaft und wird durch die Mitglieder des Aufsichtsrates bestellt. Entscheidungen, die erheblichen Einfluss auf die Genossenschaft haben, kann der Vorstand nur gemeinsam mit dem Aufsichtsrat entscheiden.

Bei uns kann ein Mitglied somit konkrete Aufgaben in der Genossenschaft wahrnehmen und sich sogar bis in den Aufsichtsrat wählen lassen.

Noch ein Bespiel gefällig, wie stark das Mitspracherecht der Mitglieder ist?

Nehmen wir mal an, es käme jemand von außen auf die Idee, die Berliner Volksbank auflösen oder kaufen zu wollen. Bei Aktiengesellschaften ist das ja nichts Neues und mit viel Geld lässt sich da einiges machen. Nicht so bei uns:

Feindliche Übernahme? Ohne uns!

Denn egal wie viele Anteile, es bleibt bei einer Stimme. Und mehr noch: Für die Auflösung oder Verschmelzung der Berliner Volksbank mit einer anderen Bank sieht die Satzung ziemlich hohe Hürden vor. Hier müssten in einer eigens hierfür einberufenen Vertreterversammlung mindestens zwei Drittel der gewählten Vertreter anwesend sein und zugleich mit 90 Prozent für den Antrag stimmen. Gegen den Willen der Mitglieder nicht zu machen. Feindliche Übernahme ausgeschlossen!

Mitprofitieren

Als Mitglied profitieren Sie in Form von Preisvorteilen bei Girokonten und ausgewählten Produkten unmittelbar vom Zweck der Genossenschaft. Zudem sind Sie mit Ihren Anteilen in Form einer Dividende an den Gewinnen der Berliner Volksbank direkt beteiligt.

Miterleben

Durch Kooperationen bieten wir unseren Mitgliedern außerdem Sport- und Kulturveranstaltungen zum Anfassen. Von Tickets für ALBA Berlin, Füchse Berlin, Hertha BSC, 1. FC Union bis hin zu exklusiven Führungen im Olympiastadion, dem Tierpark Berlin oder dem Zoo Berlin reicht das Angebot. Zudem gibt es viermal im Jahr das Mitgliedermagazin “treffpunkt” kostenlos frei Haus.

Der Genossenschaftsanteil

Schon mit einem Anteil in Höhe von 52 Euro können Sie bei uns Mitglied werden und sichern mit Ihren Anteilen das Eigenkapital unserer – Ihrer! – Bank. So können wir dauerhaft die Volksbank der Berliner und Brandenburger sein und sie mit Dienstleistungen von Zahlungsverkehr über Einlagen bis hin zu Krediten versorgen. Egal ob Privatkunde oder Firma.

Das Fazit: Wie lautet Ihr Fazit?

Aber wir möchten nicht nur mit finanziellen Vorteilen argumentieren. Die Entscheidung für eine Genossenschaft ist unterm Strich auch eine idealistische. Als Mitglied entscheiden Sie sich, ein Unternehmen zu unterstützen, das wirtschaftlich unabhängig, im Sinne seiner Mitglieder und mit Verantwortung für unsere Region agiert. Es gibt keine anonyme Konzernzentrale irgendwo in Europa, Entscheidungen werden direkt in Berlin getroffen, Gewerbe- und Lohnsteuern bleiben hier, Aufträge werden bevorzugt an Handwerker und Dienstleister aus Berlin-Brandenburg vergeben. Kurzum: Wir fühlen uns bei allem, was wir tun, der Region verbunden.

Mitglied werden ist ganz einfach: Sie sind jederzeit herzlich willkommen!

Bildnachweis: © Shana Larissa Klappert

Bargeld in Buxtehude, …

… aber keine Einzahlungen in Esslingen?

Immer mal wieder werden wir gefragt, ob man auch bei anderen Volksbanken Geld einzahlen oder am Schalter abgeben kann. Für uns Grund genug das Thema hier aufzugreifen.

1.101 kleine und große Kreditgenossenschaften

Alle Volksbanken und Raiffeisenbanken sind per se eigenständig. Entscheidungen werden vor Ort getroffen und es gibt keine gesichtslose Konzernzentrale irgendwo in Deutschland, Europa oder der Welt. Jede regionale Genossenschaftsbank hat ein eigenes, klar abgegrenztes Marktgebiet in dem sie für ihre Kunden und Mitglieder präsent ist und vor Ort Verantwortung übernimmt: In der Region, für die Region.
Dank unserer Eigenständigkeit, den Einlagen unserer Kunden und mit dem Eigenkapital von unseren Mitgliedern können wir unabhängig die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg mit Krediten versorgen. Ganz egal, ob eine ferne Konzernzentrale an den Wirtschaftsstandort glaubt oder nicht.
Durch die Eigenständigkeit werden Ihre Konten und Daten auch nur bei uns verwaltet. Die Kollegen in Köln, München oder Hamburg können nicht auf Ihr Konto gucken und daher können Sie dort auch keine Einzahlungen oder Überweisungen vornehmen.

Zusammen geht mehr

Verbunden durch den genossenschaftlichen Grundgedanken gibt es andererseits viele Aufgaben, die wir als Gruppe zusammen deutlich besser (und günstiger) darstellen können. Man stelle sich nur vor, jeder hätte sein eigenes Rechenzentrum, seine eigene Versicherung, seinen eigene Fondsgesellschaft. Der Aufwand wäre schlichtweg nicht bezahlbar. Daher greifen auch wir auf unsere starken Partner innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe zurück. Dazu gehören beispielsweise die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherung, der IT-Dienstleister FIDUCIA AG oder der Ratenkreditspezialist TeamBank mit dem easyCredit.

Rund 19.450 Möglichkeiten

Leuchtendes Orange, entspannendes Blau und das stilisierte VR ist fast bundesweit präsent und zeigt die Verbundenheit der Volksbanken Raiffeisenbanken.
An unseren Geldautomaten hat das auch einen ganz handfesten Vorteil für Sie: Gemeinsam bilden wir das “BankCard ServiceNetz”. Bis auf die Automaten der Sylter Bank eG können Sie alle rund 19.450 Geldautomaten kostenfrei nutzen. Im Urlaub, auf der Dienstreise oder beim Familienbesuch. Damit stecken wir sowohl den CashPool mit rund 3.000 Automaten, als auch die CashGroup mit rund 9.000 Automaten locker in die Tasche.

Wir sind anders

Das ist nur ein Beispiel, an dem Sie merken, dass wir etwas anders als andere Banken sind. Was es genau mit unserer besonderen DNA namens Genossenschaft auf sich hat, wie Sie Teil der Berliner Volksbank werden können und wofür wir unsere Mitglieder brauchen erfahren Sie in unserer neuen Serie.

Zaster zählen und los geht die Party

Beim Wettbewerb “ZasterMaster 2013″ dreht sich alles um die Planung einer Veranstaltung mit dem Thema Geld und Finanzen. Von der Idee über die Organisation bis hin zur Durchführung. Kreative Ideen, überzeugende Konzepte und eine stimmige Kostenkalkulation sind gefragt.

Wer darf teilnehmen?

Mitmachen können alle Schülerinnen und Schüler, die mit ihrem Jugendclub, der Schule (z.B. Klasse, Arbeitsgemeinschaft, Schülerzeitungsredaktion), der freiwilligen Feuerwehr oder einem eingetragenen Verein die Herausforderung annehmen. Hauptsache, ihr habt Lust, eine eigene Veranstaltung zu planen, sie durchzuführen und anschließend ordentlich zu feiern.

Wie muss die Veranstaltung aussehen?

Erlaubt ist, was gefällt. Den Rahmen, den Ort, die Zahl der Gäste – alles dürft ihr frei planen. Einzig das Motto oder ein Programmpunkt der Veranstaltung muss zum Thema Geld und Finanzen passen. Egal ob Theaterstück, Gesprächsrunde mit Experten, Musik-Performance … – lasst der Kreativität freien Lauf.

Der Lohn für all die Mühen?

Die besten Konzepte werden jeweils bis zu einer Höchstgrenze von 10.000 Euro finanziert und können von euch tatsächlich umgesetzt werden. Ihr plant, wir zahlen.

Interesse geweckt?

Ihr habt Lust eine eigene Veranstaltung zu planen? Dann bis 30. August 2013 unverbindlich anmelden und die Chance auf Finanzierung eurer Idee sichern.

Wir senden euch weitere Details zum Wettbewerb. Für die ersten 50 Ideen schreiben wir einen Bewerbungszuschuss von jeweils 100 Euro aus, damit die perfekte Bewerbung nicht am Material scheitert.

* = Pflichtfeld

Noch Fragen?

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr teilnehmen dürft oder habt weitere Fragen zum ZasterMaster? Dann nutzt das Kommentarfeld oder schreibt uns eine E-Mail an zastermaster@berliner-volksbank.de.

Über den Wettbewerb ZasterMaster:

Der Wettbewerb ZasterMaster ist ein Projekt der Berliner Volksbank mit Unterstützung von easyCredit zur Förderung der finanziellen Bildung von Jugendlichen. Es ermöglicht Jugendlichen, sich auf eine besondere Art mit finanziellen Themen auseinanderzusetzen. Die Berliner Volksbank leistet damit einen gesellschaftlichen Beitrag, damit junge Menschen in einer immer komplexeren Finanz- und Wirtschaftswelt kompetent und selbstbestimmt handeln können.

Leider eine dreckige Geschichte

Alle Betreiber und Nutzer von Selbstbedienungsbereichen kennen das Problem: Die begehbaren Räume mit Geld- und anderen Automaten erfreuen sich konstanter Beliebtheit als Party-Location, Toilette, Schlafplatz und nicht zuletzt Mülleimer. Der Schnappschuss aus der Vandalismus-Szene ist noch ein moderates Beispiel. Uns liegen Fotos vor, die wir Ihnen lieber nicht zeigen möchten, weil uns selbst beim Anblick dabei das Frühstück wieder hochkam.

Müll im SB-Bereich

Noch harmlos? Fragen Sie lieber nicht, was für eine Art Haufen man unter diesem Haufen vorfand.

Was kann man tun?

Tun wir nichts und belassen es dabei, hagelt es zu Recht Beschwerden von Kunden, die beim Geldabheben saubere Räume und ein sicheres Umfeld erwarten. Die einzige Lösung, das Problem vollständig in den Griff zu bekommen, wäre, neben jeden Automaten einen Wachmann zu stellen. Doch die Kosten dafür sind weder für uns, noch für unsere Mitglieder und Kunden tragbar.

Eine andere Lösung könnte sein, Geldautomaten an Häuseraußenwände zu verlegen oder dort zusätzliche zu installieren und die Vorräume von Filialen oder Selbstbedienungsstandorten zu schließen. Doch die sogenannten Außenautomaten haben auch Nachteile. Eine Sprachausgabe für sehbehinderte oder blinde Menschen ist dort wegen mangelnder Diskretion nicht möglich. Je nach Standort sinkt zudem das Sicherheitsgefühl beim Geldabheben. Darüber hinaus muss es baulich möglich und der Eigentümer muss mit dem „Loch in der Wand“ einverstanden sein.

Fazit: eine Zwickmühle

Vandalismus ist eine üble Sache, bei der wir und Sie nur die Wahl zwischen verschiedenen, kleineren Übeln haben. Die einzige für alle zufriedenstellende Lösung wäre der Verzicht auf die Sauereien. Da es vermutlich auch in Zukunft an Einsicht mangeln wird, müssen wir auf eine Mischung verschiedener Maßnahmen setzen.

Bei aktuell 30 Standorten reagieren wir auf die dort herrschenden “Vandalismus-Stoßzeiten” mit gezieltem Wachschutz und Schließzeiten in der Nacht. Jeweils zwischen 22 und 24 Uhr schließen sich die Türen und öffnen erst wieder zwischen 4 und 6 Uhr für Kunden und Nicht-Kunden, die unsere SB-Standorte und Foyers so nutzen, wie wir uns das wünschen: nämlich zum Geldabheben und nicht als Müllhalde, Partykeller oder günstige Übernachtungsmöglichkeit.

Und wer glaubt, es sei nur ein Phänomen der bekannten Party-Ecken oder „Problembezirke“, täuscht sich: Die betroffenen Filialen und Selbstbedienungsstandorte erstrecken sich vom edlen Ku’damm oder Berlin-Mitte über ruhige Bezirke wie Karlshorst bis aufs Land zum beschaulichen Kyritz oder nach Saarmund.

Sicherheit und Sauberkeit vs. Einschränkungen

Bei allen Maßnahmen wägen wir zwischen den zusätzlichen Kosten für Reinigung, Wachschutz oder Einbau eines Außenautomaten und den jeweiligen Einschränkungen für unsere Kunden ab. Für jeden Standort wurden die „kritischen“ Zeiten ermittelt und gegen die Anzahl der Kunden an den Geldautomaten abgewogen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und trotzdem Sicherheit und Sauberkeit zu gewährleisten.

Liebe Leute, Berlin ist nun wirklich nicht arm an geeigneten Locations für ausgefallene und ausufernde Partys. Unsere Bankfilialen sind dafür nun wahrlich nicht der richtige Ort. Falls Sie einen verdreckten SB-Raum vorfinden, informieren Sie uns bitte per E-Mail an service@berliner-volksbank.de und wir veranlassen eine entsprechende Reinigung. Zusätzlich werden wir alle betroffenen Standorte genauer beobachten. Wir bitten ansonsten um Ihr Verständnis.

Verwirrung – Warum die Knöllchen jetzt europäisch sind

Das Auto falsch geparkt, kein Parkticket gelöst oder zu schnell gefahren. Auf die folgende Post vom Polizeipräsidenten ist Verlass. Ein kurzes Murren und auf zur Bezahlung des Parktickets per Post. Doch was ist das? Sah der Überweisungsvordruck letztes Jahr nicht noch anders aus?
Drei neue Abkürzungen. Von denen hat man vielleicht schon im Rahmen einer Überweisung ins Ausland gehört, beispielsweise zur Zahlung der Miete einer Ferienwohnung in der Toskana. Aber der Polizeipräsident sitzt doch am Tempelhofer Damm, in Berlin, in Deutschland. Soll das jetzt eine Auslandsüberweisung werden? Was ist denn da passiert?

SEPA? – Wo liegt SEPA?

Die 27 EU-Staaten, die EWR-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die Schweiz und Monaco wissen was sie wollen: Einen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum, neudeutsch Single European Payment Area oder kurz SEPA.
Damit ist die erste Abkürzung geklärt und wir als Bank wissen was zu tun ist. EU-Richtlinen, Verordnungen und nationale Gesetze umsetzen. Mit den Details, wie es dazu kam und was bei uns alles umzustellen ist, verschonen wir Sie an dieser Stelle mal. Wir machen brav unsere Hausaufgaben und erklären Ihnen, was es Neues gibt, was geändert wird und was auf Sie zukommt.
Firmenkunden beschäftigen sich schon seit 2008 mit dem Thema und einige Privatkunden haben schon erste Erfahrungen gesammelt, sofern sie ins Ausland überweisen mussten. Die haben jetzt einen kleinen Vorteil, denn die wissen die Bedeutung der beiden anderen Abkürzungen schon. Aber diesen Informationsvorsprung wollen wir heute deutlich reduzieren.

IBAN und BIC – Nur einer kann überleben

Die Kontonummern werden europaweit vereinheitlicht und heißen nun IBAN (International Bank Account Number = Internationale Bankkontonummer) und die passenden internationalen Bankleitzahlen heißen BIC (Bank Identifier Code).
Während die beiden “Neuen” bisher nur bei Auslandsüberweisungen im SEPA-Raum nötig waren, machen sich diese Zahlen- und Buchstabenreihen jetzt auch in den teilnehmenden Ländern breit. Überweisungen, Daueraufträge und selbst Lastschriften sind vor ihnen nicht mehr sicher. Gemeinsam erobern sie die einheimischen Zahlverfahren, doch am Ende wird nur eine der beiden gewinnen.
Am Ende des geplanten Prozesses wird die gewohnte Kontonummer, Bankleitzahl und auch der BIC aussterben. Die IBAN wird als Einzige überleben.

2016, 2014 oder bereits heute?

Die nationalen Zahlverfahren enden am 1. Februar 2014. Firmenkunden müssen ihren Zahlungsverkehr bis dahin vollständig auf das neue Verfahren mit der IBAN umstellen. Für Verbraucher gibt es eine Übergangsfrist bis 2016. Soweit die Theorie; aber wer jetzt glaubt, er könne sich entspannt zurücknehmen, den holt die Praxis ganz schnell wieder ein.
Wie beispielsweise in Form der Landeshauptkasse, die mal eben die Formulare umstellt und den Parksünder gleich zweimal schockiert. Er soll zahlen, weiß aber mit dem SEPA-Überweisungsträger nix anzufangen. Dann ist die Zukunft doch schon heute da.

EU-Standardüberweisung

Wie lautet meine IBAN?

Aber keine Panik. Wir verraten Ihnen, wo wir Ihre IBAN schon “versteckt” haben. Entdecken kann man die “Neue” auf dem Kontoauszug, auf der Rückseite der BankCard oder sogar im InternetBanking.
Wenn Sie jetzt einen bewussten Blick auf Ihre IBAN werfen, bitte nicht erschrecken, sie ist ganze 22 Stellen lang!
Mit einer kleinen Eselsbrücke lässt Sie sich dennoch ganz einfach merken, denn viele Stellen kommen Ihnen garantiert bekannt vor:

DE 99 100 900 00 1234567890
Deutschland -neu- bisherige Bankleitzahl bisherige Kontonummer

Damit ist das Geheimnis gelüftet und das “Buchstaben-Ziffern-Monster” verliert den Schrecken, aber auch ein bisschen den Zauber. Wenn man den Trick kennt, ist das alles kein Hexenwerk mehr.
Die gute Nachricht für Nostalgiker: So lebt die gewohnte Kontonummer und unsere geliebte Bankleitzahl in der IBAN doch irgendwie weiter.

Und wie ist der BIC?

Unsere internationale Bankleitzahl, auch als SWIFT-Code bekannt, lautet weiterhin BEVODEBB und ist meist in direkter Nachbarschaft zur IBAN zu finden.

Das InternetBanking rechnet selbst

Die SEPA-Überweisung wurde bereits 2008 geboren und hat auch im InternetBanking Einzug gefunden. Dort kann der Nutzer direkt in der Überweisungsmaske auf die SEPA-Überweisung umstellen. Die eigene IBAN rechnet das InternetBanking ganz schnell aus und übernimmt sie ins Formular.
So können Sie auch heute schon das Knöllchen online bezahlen, ohne den Vordruck der Landeshauptkasse zur Bank zu bringen.

Mit diesen kleinen Tipps schocken Sie die neuen Vordrucke nicht mehr und auf´s Erste sind Sie damit gut gerüstet. Was sich bei Ihren Lastschriften und Daueraufträgen ändert, erläutern wir Ihnen in einem späteren Beitrag.

Für Firmenkunden bedeutet die Umstellung auf SEPA eine ganze Menge Arbeit.
Auf unserer Internetseite haben wir daher viele Informationen, Fristen und Umstellungshilfen auf einer eigenen Themenseite zusammen gestellt.

80.000 auf einen Schlag

Wann haben Sie das letzte Mal einen Blick in Ihr Portemonnaie geworfen? Wie viele alte Kassenzettel haben sich angesammelt? Welche abgelaufenen Rabatt-Coupons schlummern noch darin? Und ist der Ausweis überhaupt noch gültig? Bei der BankCard brauchen Sie sich keine Gedanken machen, denn darum kümmern wir uns.

Zum Jahresende laufen ungefähr 80.000 BankCards, ServiceCards und SparCards ab. Die Vorbereitungen für den Austausch laufen schon seit Wochen auf Hochtouren. Die Karten werden in Neuwied (Rheinland-Pfalz) produziert, eingetütet und landen auf dem Postweg bei Ihnen.

Können Sie sich 80.000 Karten vorstellen?

Gasometer Schöneberg

Gasometer Schöneberg

Wir nicht. Daher haben wir mal ein bisschen den Taschenrechner gequält und drei Vergleiche angestellt:

80.000 Karten aufeinander gestapelt ergeben einen Turm, der höher ist als die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und genauso hoch ist wie das Gasometer in Schöneberg: 80 Meter!

Liegen alle Karten nebeneinander, könnte daraus eine Brücke über die gesamte Länge des Müggelsees gebaut werden: rund 4,3 km.

Unter allen Briefen des diesjährigen Hauptkartenaustauschs wäre die Eisfläche in der O2 World nicht mehr zu sehen und das nächste Eishockeyspiel müsste leider ausfallen.

Schon wieder eine neue Geheimzahl?

Nein, die Austauschkarten funktionieren mit der gewohnten PIN und Sie müssen sich keine neuen Zahlen merken. Falls Sie trotzdem Lust auf Veränderung haben, können Sie die Geheimzahl der neuen Karten an vielen Geldautomaten selbst frei wählen.

Tipps und Tricks für die sichere PIN-Wahl und kleine Eselsbrücken hat Josefine Holl in Ihrem Beitrag “Welche Passwörter sind sicher?” hier im Blog zusammengefasst.

Ab 22. Oktober geht es los

Die Auslieferung beginnt am 22. Oktober und jeden Tag danach könnte Ihre neue BankCard, ServiceCard oder SparCard im Briefkasten sein. Bei der Gelegenheit: Haben wir Ihre aktuelle Anschrift? Das ist nämlich der häufigste Grund, warum einige Karten als unzustellbar zurück kommen. In diesem Fall ist die Karte aber nicht verloren, sondern wartet in Ihrer Filiale auf die Abholung.

Falls Sie bis Ende November keine neue Karte erhalten haben, schauen Sie doch einfach mal in Ihrer Filiale vorbei.

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