Wie bitte, Sporthocker?! Na sicher doch. Manche Leute nehmen ja auch ihr Sofa mit zum Fallschirmspringen oder fahren Fahrrad in der Badewanne. So ein Quatsch … Moment! Bitte bleiben Sie noch einen Augenblick dabei.
Über 700.000 Zugriffe bei Youtube hat dieser Film, in dem ziemlich lässig abgehockert wird und die beiden Designer ihre Erfindung präsentieren. Oder ein anderes Beispiel: Stephan Landschütz ist bereits dreifacher Weltmeister im Hockern und düst um die halbe Welt in Sachen Sportmöbel. Immer noch nicht überzeugt? Dann das noch: Inzwischen zählen zum Beispiel Red Bull oder BMW Mini zu den Sponsoren, eine weltweite Szene hat sich etabliert, es gibt ein neues englisches Wort “to hock”, tausende verschiedene Hocker-Tricks werden choreografiert und der Sporthocker hat zahlreiche renommierte Design-Preise eingeheimst. Na?
Zugegeben, anfangs war das neue Gerät schwer vermittelbar. Möbelhändler meinten, das wäre ja wohl ein Sportgerät und passe deswegen nicht in ihr Sortiment. Sporthändler dagegen meinten, es würde sich ja wohl um ein Möbelstück handeln, weswegen sie es nicht in ihrem Sportgeschäft sahen. Also was jetzt, Möbelstück oder Sportgerät? Die Antwort ist eindeutig zweideutig: Sporthocker! Ein bisschen beides, vor allem aber etwas ganz neues.
Wie kommt man denn auf so was?
Ganz einfach: Man nehme ein paar junge Designer, einen entspannten Abend und ein paar Bier. Dann überlasse man die Zutaten bei guter Laune sich selbst. Wenig später beginnt einer, mit einem alten Plastik-Sitzmöbel aus den 60er Jahren herumzuspielen. Das geht überraschend gut. Sogar so gut, dass daraus auf einmal “Moves” werden. Und ein paar Jahre später ein für Performance-Tricks und Artistik optimiertes Sportgeschoss: der Sporthocker “SH 2″ aus dem Hause Salzig Design aus Berlin Friedrichshain!
Seit den ersten Fingerübungen vor fünf Jahren haben die Salzig Designer den alten Plastiksitz zu einem ausgereiften Sportgerät weiterentwickelt und damit eine komplett neue Funsportart begründet. Inzwischen kombinieren Hocker-Enthusiasten in der ganzen Welt Elemente aus Breakdance oder Artistik mit einer erstaunlichen Fülle von ganz neuen Hand-Fuss-Techniken und nicht zuletzt den dazugehörigen eigenen Slang-Begriffen.

Muss kaputt sein, geht nicht kaputt
Ein weiterer Vorteil des Sporthockers liegt in seiner nahezu unbegrenzten Einsatzfähigkeit. Die einfachste Übung ist natürlich, ganz banal darauf Platz zu nehmen. Darüber hinaus kann man jederzeit und überall loslegen mit dem Hockern. Ob drinnen (nur vielleicht nicht unbedingt in direkter Nähe zu Omas Porzellan) oder draußen im Park, auf der Straße … wo auch immer, hockern geht immer: also werfen, fangen, kicken, balancieren, tricksen, rollen und nach absolvierter Performance praktischerweise gleich drauf sitzen, um zu entspannen und nicht zuletzt ziemlich cool auszusehen dabei. Der SH 2 ist übrigens komplett “made in Germany” und nahezu unverwüstlich. Michael Landschütz, der andere der beiden Gründer-Brüder, bat kürzlich einen kräftigen Bekannten zum Test: “Hier, geh mal raus und mach den kaputt.” Eine halbe Stunde und zahlreiche brutale Bodenwürfe später kam der wieder zurück mit dem Ergebnis: “Muss kaputt sein, geht nicht kaputt.”
Eine wichtige Voraussetzung für diese ungewöhnliche Geschichte liegt wohl darin, dass hier diplomierte Designer ihre eigene Erfindung professionell entwickelt haben, während sie mit am meisten Spaß an ihrem selbst kreierten Hobby haben. Die anfängliche Unbeschwertheit ist geblieben, dazu gesellten sich noch Produktion und Geschäft. Und eine weltweite Gemeinde von Berufenen, die sich mindestens einmal im Jahr in Berlin zum “HockHart”-Camp oder anderen Hocker-Events treffen.
Bitte vormerken: “King of Hock”

Eines der vielen Events steigt am 8. September in Berlin. Beim “King of Hock” wird einen ganzen Tag lang wettgehockert mit anschließender Party – eine gute Gelegenheit, sich das Spektakel einmal mit eigenen Augen anzuschauen oder es den Kindern zu zeigen. Unter der Woche öffnet natürlich auch das Sporthocker-Hauptquartier mit Laden und Design-Büro in Friedrichshain. Hier kann jeder das volle Hocker-Sortiment in verschiedenen Designs bewundern, sich selbst einen Sportsitz kaufen oder für fünf Euro ausleihen und sich zum Warmwerden gleich einen kleinen Workshop verpassen lassen.
Selbst die älteren Leute im Kiez nahe der Hocker-Zentrale in Friedrichshain sind nach anfänglicher Skepsis begeisterte Freizeithocker. Und “Wir bewegen Unbewegte” heißt es auch für junge Leute beim Sporthocker-Team. Man arbeitet mit der mobilen Jugendarbeit “Outreach” zusammen und bietet kostenlose Trainings und Workshops für Berliner Schulen.
Statt rumhocken rumhockern
Die weitere Perspektive für das Sporthocker- und Salzig Design-Team: Weiterentwicklung des SH 2, konstant viel Spaß an der Sache, lässiges Leben mit der Kombination von Lebensgefühl und Geschäft, neue “Moves”, mehr Fans und überhaupt “immer Hocker bleiben”. Und hier die Aussichten für Sie:
Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, ist jetzt noch nicht überzeugt, kann das aber gleich ändern. Mit nur einem kleinen “Move”auf sporthocker.com gibt es eine ganze Funsportwelt zu entdecken. Hock’n'Roll!
Jetzt 10 Tage kostenlos hockern
Ach ja, exklusiv für unsere Leser lassen die Hocker-Leute noch was springen: Schicken Sie eine E-Mail* an win@sporthocker.com mit Betreff “Berliner Volksbank” bis zum 16. September 2012. Unter allen Teilnehmern verlost das Team von Salzig Design 10 mal je einen Sporthocker für 10 Tage gratis plus Start-Workshop. Viel Spaß!
Dies war der erste Beitrag unserer neuen Serie. Alle zwei Wochen folgt ein Portrait von Unternehmern aus der Region, die Geschäftskunden und Mitglieder bei der Berliner Volksbank sind.
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