Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Hinter den Kulissen: Azubis im Schließfach

In unserem Blog kommen regelmäßig auch unsere Azubis zu Wort. Dieses mal hatten drei von ihnen eine besondere Idee. Welche genau und was daraus wurde, erzählen sie selbst:

„Und, wo bist du eingesetzt?“ – Diese Frage bekommt jeder Berliner Volksbank-Azubi so oft gestellt, dass er spätestens nach ein paar Tagen aufhört mitzuzählen. Kein Wunder, bei so vielen Geschäftsstellen und Abteilungen in und um Berlin merkt man bereits nach kurzer Ausbildungszeit im Betrieb: „Zu einer Bank gehören nicht nur die vielen Mitarbeiter in den Standorten, auch die Mitarbeiter in der Zentrale haben wichtige Aufgaben, die zum Erfolg der Bank beitragen“.

Mit der Zentrale, genauer gesagt mit dem Social Media-Team, hat auch Josefine Holl zu tun. Sie ist Azubi genau wie ich und hat neben der Ausbildung schon einige Artikel für den Berliner Volksbank-Blog geschrieben.

Als ich durch Zufall mit ihr ins Gespräch kam, sagte sie: „Wenn du eine Idee hast, kannst du auch mal einen interessanten Artikel schreiben! Frag doch mal bei Daniel Klappert nach, der ist im Social Media-Team und hilft dir auf jeden Fall weiter.“

Ein Beitrag? Ach Quatsch: ein Film!

Damit hatte sie mich neugierig gemacht! Aber ein einfacher Beitrag? Worüber sollte ich einen Beitrag schreiben? Wenn, dann sollte es ein Film werden!

Als erstes musste ich nun Daniel Klappert erreichen – wie wird er wohl auf meine Idee reagieren? „Guten Tag, mein Name ist Alexander Polz. Ich möchte in den Berliner Volksbank-Blog. Ist es auch möglich einen Film zu drehen?“
Damit stieß ich sofort auf offene Ohren! Nachdem ich mit Daniel einige Ideen besprochen hatte, wurde mir eine Sache schnell bewusst: Um ein möglichst gutes Ergebnis zu bekommen musste ein ausführliches Drehbuch und vor allem Azubi-Verstärkung her!

Caroline Kunkel und Danny Henke fielen mir ein. Die würden bei so einer Sache mit Sicherheit mitmachen. Nachdem wir drei das endgültige OK der Kollegen für unseren Film hatten, mussten wir uns nur noch einig werden, für welche Idee wir uns entscheiden. Es sollte ein kurzer Film über Bankschließfächer werden. “Hinter den Kulissen: Azubis im Schließfach” könnte man es auch nennen: Etwas übertrieben, nicht zu ernst und ein bisschen zum Schmunzeln.

Wo’s die größten Schließfächer gibt

Alexander Polz, Danny Henke und Caroline Kunkel auf dem Weg in den Tresorraum

Ein paar Tage später war es dann soweit! Unser Film sollte in der Budapester Straße gedreht werden, dort ist unsere Zentrale der Berliner Volksbank und somit auch der Kommandostand für alles, was mit Social Media zu tun hat. Aber für uns viel wichtiger: Da sind die größten Schließfächer der Berliner Volksbank.

Der Kameramann war engagiert und so schritten wir mit dem Konzept auf dem Papier und jeder Menge Motivation zur Tat.

Jeder von uns brachte ein paar Requisiten mit, sodass wir eine passende Auswahl hatten, von der wir uns geeignete Dinge aussuchen konnten. Als wir dann in der großen Tresoranlage der Berliner Volksbank-Zentrale standen, um uns unseren wichtigsten Drehort anzuschauen, stellten wir fest, dass der Film ohne eine ordentliche Beleuchtung in die Hose gehen würde. Aber unser Kameramann kümmerte sich darum.

Nach dem Dreh ist vor dem Schnitt

„Ach, das ist ja gar nicht so leicht!“ Diesen Satz hörte man ziemlich oft von einem von uns Dreien. Wir haben die Sache aber auch wirklich unterschätzt und so kamen einige lustige Outtakes zusammen. An so viele Dinge war zu denken und so kam es des öfteren vor, dass wir jede Szene drei- bis viermal aus zwei oder drei verschiedenen Perspektiven drehen mussten, um uns selbst und unseren netten Kameramann zufrieden zu stellen.

Wir hatten wirklich eine Menge Spaß und haben viel Schweiß und Arbeit in diesen kurzen Film investiert. Nach dem Dreh war unsere Mission “Film” aber noch lange nicht zu Ende!

Wir verabredeten uns zwei Tage später noch einmal mit dem Social Media-Team um den Film gemeinsam zu schneiden. Alle Szenen mussten begutachtet, geschnitten und in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Es war zwar eine komplizierte Arbeit, den Überblick zu behalten, doch anstrengend war es keineswegs, denn beim Betrachten unserer missglückten Szenen kamen wir von einem Lacher zum nächsten!

Jetzt aber: Film ab!

Und dann war es soweit: Zum ersten Mal sahen wir den fertigen Film! Wir sind sehr stolz, dass alles so hervorragend geklappt hat. Vielen Dank an alle, die an dem Film in irgendeiner Weise beteiligt waren. Ein besonderer Dank geht dabei an unseren professionellen Kameramann, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand und es uns ermöglicht hat, dass wir unsere Vorstellungen umsetzen konnten.

Wer sehen möchte, was aus unserer Idee geworden ist, kann sich hier das Ergebnis anschauen:

Daten-Alarm 2.0

Wer weiß was über uns und kann dieses Wissen wie nutzen? Transparenz in Zeiten digitaler Durchdringung unseres Alltags ist kein abwegiges Netzthema, sondern betrifft uns alle auf dem Sprung zum total gläsernen Bürger. Wer das nicht glaubt, versuche einmal, mit Wohnort Berlin-Wedding etwas auf Rechnung zu bestellen.

Am 7. Juni 2012 platzt eine Bombe in den Medien: Die Schufa plant, Daten aus sozialen Netzwerken zur Beurteilung der Bonität zu nutzen. Entsprechend groß ist die Aufregung (siehe dazu ausgewählte Tweets in diesem Artikel). Nachdem sich das Thema inzwischen etwas abgekühlt hat, nehmen wir es als Anlass für einen Beitrag zur Bedeutung von Datentransparenz und neuen Medien. Auch aus Sicht einer Bank stellen sich hier wichtige Fragen und Problemfelder.

Dieser Beitrag soll Ihnen helfen, zwischen den beiden Extremen Unterschätzen und Hyperventilieren zu navigieren. Denn das Thema Datensicherheit in Zeiten neuer Medien und Technologien betrifft jeden. Es geht um elementare Persönlichkeitsrechte und drastische Auswirkungen auf jeden einzelnen Bürger – ob online oder offline.

Neue Medien heißt in diesem Fall, dass sich die technologischen Entwicklungen so drastisch beschleunigen, dass unser Rechtssystem mit weitem Abstand hinterherhinkt. In gewisser Weise befinden wir uns aktuell in einer Art Wilder Westen, in dem ein Faustrecht schneller ist als sich unser Rechtssystem den neuen Gegebenheiten anpassen kann. Um das besser einschätzen zu können, zunächst ein Wort zu den gebräuchlichsten Missverständnissen.

Irrtum 1: “Ach, das betrifft nur Onliner …”

Keineswegs. Es handelt sich hier nicht um einen abwegigen Nebenkriegsschauplatz irgendwelcher Computer-Nerds, sondern um eine Entwicklung aus der realen, analogen Welt. Millionen Menschen im Land haben zum Beispiel Kundenkarten von Payback und anderen. Das Geschäftsmodell lautet: Preisnachlass gegen Datenpreisgabe. Facebook funktioniert genau so: Kostenlose Nutzung gegen Daten.

Payback, Facebook und andere lassen es sich also etwas kosten, unsere Daten einzusammeln. Und wenn jemand für unsere Daten bezahlt, dann müssen sie auch einen Wert haben. Egal ob im Internet, an der Tankstelle oder am Telefon: Wer kennt nicht die lästigen Werbeanrufe und die sich aufdrängende Frage, über welche Kanäle man denn zur dieser Ehre kommt.

Irrtum 2: “Mit Bildern von meinem Mittagessen bei Facebook kann keiner was anfangen.”

Viele Nutzer sozialer Medien meinen, mit ihren harmlosen Späßen oder alltäglichen Beiträgen im Freundeskreis können Facebook & Co. nichts anfangen. Damit unterschätzt man die Algorithmen der großen Datensammler erheblich. Selbst die vermeintlich unbedeutendsten Meldungen addieren sich zu einem auslesbaren Profil. Wie sonst könnte Ihnen zum Beispiel Facebook personalisierte Werbung präsentieren?

Kein Schritt ohne Fußabdruck

Tatsächlich hinterlassen wir alle immer mehr Spuren in der digitalen wie in der analogen Welt. Sei es dass wir die Kundenkarte zum Punktesammeln nutzen, mit dem Handy telefonieren, im Internet eine Seite aufrufen oder in einer Fußgängerzone videoüberwacht werden. Diese Spuren werden zu Datensätzen gesammelt, gebündelt und gewerblich genutzt.

Das führt uns zum Beispiel Schufa. Geschäftsgrundlage der Auskunftei sind selbstverständlich Daten, mit denen die Bonität von Verbrauchern bewertet wird. Das betrifft nicht nur Kredite von Banken. Auch im Einzelhandel, beim Mobilfunk- oder Mietvertrag und vielen anderen Bereichen des Alltags kommen die Schufa oder ihre Wettbewerber ins Spiel.

Prinzipiell leisten solche Auskunfteien einen wertvollen Beitrag zu unserer Wirtschaft. Im Bankbereich reduzieren Bonitätsprüfungen das Risiko von Kreditausfällen, was letztlich der Allgemeinheit zugute kommt. Versandhändler müssten ohne Datengrundlage deutlich höhere Zahlungsausfälle verbuchen, was wiederum zu höheren Preisen für ihre Produkte führen würde, die alle Verbraucher bezahlen müssten. Auskunfteien wie die Schufa sind also eine wichtige Komponente einer funktionierenden Marktwirtschaft. Warum kam es also kürzlich zur großen Medienwelle um die Schufa?

Mit totaler Transparenz auf dem Weg zum Big Brother?

Am 7. Juni war also die Aufregung groß. Was war passiert? Es wurde publik, dass die Schufa und das renommierte Hasso-Plattner-Institut (HPI) Forschungen zur Datenerhebung in sozialen Netzwerken planen. Ziel der Schufa ist es laut Pressemitteilung, “langfristig die Qualitätsführerschaft unter den Auskunfteien in Deutschland (zu) sichern”.

Das heißt im Klartext: Der im Internet gläserne Bürger würde jetzt so transparent, dass seine privaten Daten und Aktivitäten bei Facebook, Twitter & Co. direkt in die Bewertung seiner Bonität einfließen. Entsprechend groß war die Empörung. Sämtliche Zeitungen brachten das Thema in Artikeln und Kommentaren, hunderte Beiträge spülten Twitterer in die Timeline und so weiter.

Aber statt aus der ersten Erregung heraus den Verstand ab- und dafür den Panik-Modus einzuschalten, empfehlen wir auch für die Zukunft: Kühlen Kopf bewahren und sich die Sachlage erst einmal in Ruhe anschauen!

In diesem Fall veröffentlichte der NDR zwar vertrauliche Unterlagen über die Methoden der geplanten Schufa-Datensammlung, die wie Öl im Feuer der medialen Aufmerksamkeit wirkten. Tatsächlich waren zum Beispiel Tarn-Profile avisiert, die sich in sozialen Netzwerken mit anderen befreunden nur zum Zweck des Datensaugens.

Schuldig im Sinne des Reiz-Reaktionsschemas

Aber im ersten Eifer des Gefechts wurde nicht beachtet, dass die Schufa und ihr Partner, das Hasso-Plattner-Institut (HPI), das Projekt als Forschungsvorhaben planten, dessen Ergebnisse man transparent halten und der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte.

Und einen Tag nach der großen Medienwelle war der Spuk auch schon wieder vorbei. Das HPI kündigte der Schufa die Zusammenarbeit mit der Begründung, dass man aufgrund der Missverständnisse in der Öffentlichkeit ein solches wissenschaftliches Projekt nicht mit der nötigen Ruhe durchführen könne.

Wir maßen uns nicht an, diesen Einzelfall zu bewerten. Wir möchten aber anhand dieses Beispiels aufzeigen, welch ungeheurer Sprengstoff grundsätzlich in diesem Thema steckt. Es geht weit über rein ökonomische Belange hinaus.

Denn letztlich spielt es gar keine Rolle, ob nun konkret die Schufa tatsächlich diese Grenzen überschreiten will oder das Projekt storniert. Entscheidend ist, dass es die Möglichkeiten gibt und sie früher oder später auch jemand einsetzen will, falls das nicht ohnehin schon passiert. Was die Schufa heute unterlässt, unternimmt morgen vielleicht ein Wettbewerber. Auch Facebook, Google & Co. wissen sicher mehr über die Bonität von uns Verbrauchern, als wir uns vorstellen können.

Wie stellt sich das aus Sicht der Bank dar?

Natürlich könnte man der gesamten Wirtschaft attestieren, dass der total transparente Bürger im Prinzip in ihrem Interesse wäre. Wenn man also bei Vertragsabschlüssen, Bestellungen und bargeldlosen Einkäufen oder Kreditvergaben dem Kunden mittels Auskunftei quasi direkt in den Geldbeutel blicken könnte und mittels Social-Media-Anbindung sogar noch umfassend über dessen Privatleben und Freundeskreis informiert wäre. Das Kreditausfallrisiko ließe sich weiter senken, was wiederum der Allgemeinheit zugute käme.

Trotzdem wird uns persönlich dabei etwas unwohl zu Mute. Wirtschaftliche Interessen kollidieren hier mit ethischen Prinzipien. Auch wir bei der Berliner Volksbank sind ja selbst Kunden oder Verbraucher und nicht zuletzt Menschen mit einem Privatleben, das wir vor unbefugtem und unbekanntem Zugriff geschützt wissen wollen. Die Frage lautet, wie weit der so oft beschworene gläserne Bürger wirklich wird oder schon real geworden ist.

Wie transparent Individuen werden können, zeigt eine Entwicklung aus den Vereinigten Staaten. Dort ist es inzwischen möglich, dass die Bewerbung für einen Job abgelehnt wird, weil der “Klout Score” des Bewerbers zu niedrig ist.

Kennen Sie eigentlich Ihren “Klout Score”?

Eine Fluglinie gewährt Zutritt zur VIP-Lounge. Ein Hotel spendiert kostenlose Updates auf luxuriösere Zimmer. Oder eine Job-Bewerbung wird abgelehnt. Dieses sind nur einige Beispiele für die Folgen des Klout Scores, den ein amerikanisches Start-up entwickelt hat. Es handelt sich um einen Algorithmus, der die Social-Media-Reputation misst. Dieses Szenario klingt nach düsterem Sci-Fi-Stoff, ist aber längst Realität.

Aus dem sozialen Leben wird eine knallharte, bezifferbare Währung, deren Gewicht durchaus mit echtem Geld oder echter sozialer Reputation vergleichbar ist. Das heißt, wie die Berliner Zeitung treffend titelte: “wie eine Schufa fürs Netz” – mit gravierenden Folgen. In den USA wurde der Klout Score inzwischen wiederholt als Einstellungskriterium herangezogen.

Ist das eine schöne neue Welt der Transparenz oder der Weg in eine brutal übertransparente Zukunft mit Big-Brother-Algorithmen, die extremen Einfluss auf unser Leben ausüben, ohne dass wir sie beeinflussen könnten? Diese Frage bleibt vorerst stehen – als eine der Kernfragen unserer Zeit und unserer Zivilgesellschaft auf dem Weg in die durchdigitalisierte Zukunft.

Die Schufa-Welle Anfang Juni 2012 jedenfalls – gestartet wie ein Tsunami und am Tag darauf schon vollflächig versandet und vergessen – war nur eines von vielen Beispielen. Der nächste große Aufreger kommt bestimmt.

Hier eine Auswahl lesenswerter Beiträge:

Bank und Filialnetz im Wandel

Keine Pressemitteilung, sondern ein Wort an unsere Kunden: Filialschließungen wie Anfang Juni in Lindow sind in Einzelfällen nicht vermeidbar, sondern Teil eines permanenten Prozesses, mit dem wir unser gesamtes Filialnetz im Sinne der Nachfrage unserer Kunden ausrichten.

Auch bei der Berliner Volksbank sind von Zeit zu Zeit Standortschließungen unumgänglich.
Der Grund dafür liegt in strukturellen Anpassungen. Was nach einer Ausrede im besten Pressemitteilungsdeutsch klingt, möchten wir hier erläutern. Denn sowohl der Bankalltag im allgemeinen, als auch das Umfeld eines Standortes im besonderen unterliegen einem stetigen Wandel, dem wir uns nicht entziehen können.

Im Zuge von Digitalisierung und Automatisierung lassen sich heute zahlreiche Bankprozesse ohne unsere Mitarbeiter vornehmen. Das Spektrum reicht vom Online-Banking bis zur ständig modernisierten Ausstattung im SB-Bereich wie zum Beispiel mit Automaten für die Bargeld-Einzahlung; seit kurzem sogar für Münzen. Letzteres entspricht übrigens auch einem dringenden Wunsch unserer Kunden, die rund um die Uhr auf diesen Service zugreifen möchten, und wir investieren kontinuierlich in den Ausbau unserer Ausstattung.

Während vor einigen Jahrzehnten noch jeder einzelne Bankvorgang persönlich zwischen Kunde und Mitarbeiter abgewickelt werden musste, lassen sich Routine-Tätigkeiten längst automatisiert durchführen. Im Ergebnis heißt das: Kunden und Mitarbeiter werden bei alltäglichen Vorgängen entlastet. Intensiver und aufwändiger dagegen wird die Beratungsleistung. Gesetzliche Vorgaben erfordern heute eine viel ausführlichere und tiefgreifendere Auseinandersetzung mit dem persönlichen Hintergrund eines Kunden, als dies früher der Fall war.

‘Weniger, aber mehr Beratung’

Kunden und Mitarbeiter haben also heute weniger quantitativ, sondern viel mehr qualitativ miteinander zu tun. In anderen Worten: Man sieht sich seltener, aber wenn man sich trifft, dann intensiver. Hier haben sich das Tätigkeitsfeld unserer Mitarbeiter wie auch die Nachfrage nach unseren Leistungen stark verändert. Auch diese Aspekte fließen in die Planung unserer Standorte und in die Struktur unseres Filialnetzes ein.

Zusätzlich zu diesen allgemeinen Entwicklungen liegt jede einzelne Filiale auch in ihrem eigenen Mikrokosmos des direkten Umfelds, das sich teilweise erheblich ändert. Zum Beispiel wandelt sich die Bevölkerungsstruktur von städtischen Bezirken oder ländlichen Gegenden, was sich wiederum auf die Auslastung unseres Standortes auswirkt. In manchen Arealen verschiebt sich der Schwerpunkt vom Wohnen zum Arbeiten oder umgekehrt.

Diese Veränderungen wirken sich natürlich auf unsere Filialen aus. Insbesondere in ländlichen Gegenden kann in seltenen Fällen die Nachfrage nach unseren Leistungen so stark nachlassen, dass ein Standort nicht mehr rentabel zu betreiben ist. Mit Anfang Juni dieses Jahres mussten wir zum Beispiel die Filiale Lindow schließen. Was für die meisten Kunden kein Problem darstellt, da sie ohnehin unser nahegelegenes FinanzCenter in Neuruppin nutzen, ist für die älteren und weniger mobilen Einwohner von Lindow leider eine große Unannehmlichkeit. Wir bedauern diese Umstände sehr, aber wir sind – gerade auch als genossenschaftliches Unternehmen – verpflichtet, im Sinne aller unserer Kunden und Mitglieder rentabel zu wirtschaften.

Das ganze Netz im Auge behalten

Der Betrieb unseres Filialnetzes entspricht einem Prozess permanenter Feinjustierung. Service, Ausstattung, Teamgröße pro Standort und in der gesamten Standortverteilung werden regelmäßig überprüft und je nach Lage angepasst. Zu Filialschließungen kommt es nur bei entsprechend gravierenden Veränderungen an einem Standort. Wir reduzieren damit auch nicht die Leistungen für unsere Kunden, sondern bündeln sie nur an anderen Standorten mit modernerer Ausstattung wie in unseren neuen FinanzCentern.

Insgesamt können sich alle unsere Kunden darauf verlassen, dass wir auch in Zukunft ein Partner mit flächendeckendem Filial- und Leistungsnetz bleiben – aktuell mit 130 Standorten in Berlin und Brandenburg. Dabei achten wir auf eine möglichst optimale Verteilung unserer Standorte und Leistungen.

Alle Mitarbeiter bleiben an Bord

Übrigens werden im Fall von Filialschließungen bei uns keine Mitarbeiter entlassen. Sie bekommen allesamt neue Arbeitsplätze an anderen Standorten. Außerdem sind wir bemüht, die Versorgung mit SB-Automaten mindestens für die Bargeldversorgung aufrecht zu erhalten. Bis auf wenige Ausnahmen, wenn wir dafür keine Genehmigung erhalten, können wir diesen Service auch weiterhin gewährleisten.

Auch in Zukunft wird es in größeren Zeitabständen zu Filialschließungen kommen, die für einzelne Kunden Nachteile mit sich bringen. Wir bitten Sie um Verständnis für die Notwendigkeit dazu: Denn auch diese als negativ empfundenen Schritte nehmen wir im Sinne des gesamten Filialnetzes und im Sinne der Mehrheit unserer Mitglieder und Kunden vor.