Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Und jetzt komme ich!

So da bin ich. Josefine Holl, 20 Jahre alt und seit dem 8. August 2011 Auszubildende bei der Berliner Volksbank. Ich bin die Verstärkung des Social Media Teams, damit Sie auch einen Einblick in die Bank aus der Sicht eines Neulings erhalten und mehr über die Ausbildung erfahren. Wie ist die Ausbildung aufgebaut? Was passiert in der Schule? Was mache ich bei der Arbeit? Wie viel habe ich schon gelernt? Natürlich mit vielen Fotos, die Ihnen zeigen, dass eine Bankausbildung auch sehr lustig sein kann. Aber vorher ist es vielleicht noch ganz interessant, wie ich überhaupt ins Social Media Team gekommen bin.

Mit Farbe im Gepäck

Es gab eine Ausschreibung für die frischen Auszubildenden der Berliner Volksbank. Wir sollten einen Artikel schreiben, der etwas mit unserer Ausbildung zu tun hat. Ich schreibe sehr gerne und so entschloss ich spontan mein Glück zu versuchen. Ich schrieb über die Farben der Berliner Volksbank blau und orange, deren Bedeutung und warum ich finde, dass sie die Volksbank gut repräsentieren. Hier ein kleiner Ausschnitt:

“Blau. Orange. Zwei Farben. Nichts Besonderes. Und doch bestimmen diese beiden Farben seit fünf Monaten mein Leben. Schlüsselanhänger, Schlüsselbund, Luftballons, Stifte, Feuerzeuge, der Anstecker an meinem Blazer, Hefter, Ordner alles ist blau oder orange.
[...] Blau steht für Harmonie, Sympathie und Zufriedenheit. Eigenschaften die für mich in direkter Verbindung mit meiner Ausbildung stehen.[...] Orange steht für Erfrischung, Fröhlichkeit und Kommunikation. Auch mit diesen Worten kann man die Ausbildung gut beschreiben. Sie ist erfrischend, weil es immer etwas Neues zu lernen und zu entdecken gibt. Und Kommunikation ist sowieso das A und O. Nicht nur mit den Kunden auch untereinander mit den Kollegen und Vorgesetzten. Blau und Orange. Farben, die für mich meine Zukunft bedeuten.”

Mein Artikel scheint gut angekommen zu sein, denn jetzt bin ich dabei. Ausgestattet mit einer Kamera und vielen Ideen hoffe ich, dass ich eine Bereicherung für das Team sein werde und dass ich Ihnen viel Interessantes zeigen kann.

Social Media – Das war unser erstes Jahr

Vor genau einem Jahr, am 17. Januar 2011, haben wir uns auf die Reise in die sozialen Medien begeben. Ein wenig erinnert uns das an vergangene Schultage.
Wir haben viel gelernt, noch mehr ausprobiert, hier und da gelacht, und auch so manche Schrecksekunde überstanden und für unsere Fans sogar gedichtet. Jetzt hoffen wir auf gute Noten und die Versetzung in die nächste „Klasse“.

In unserem Zeugnis blicken wir auf folgende Zahlen zurück

  • Auf 54 Blogbeiträge haben wir fast 600 Kommentare erhalten.
  • Wir freuen uns über 2.540 Facebook-Freunde, die den Dialog mit uns suchen und uns tagtäglich herausfordern.
  • 487 Follower „verfolgten“ unser Gezwitscher auf Twitter.

Das sind natürlich nur statistische Angaben, die lange nichts über die Qualität unserer Beiträge aussagen oder unsere Leistungen benoten. Doch zumindest bieten sie uns Anhaltspunkte für eine Selbsteinschätzung, die wir gerne wagen.

Torte für die Exfrau

Die erfolgreichsten Blogbeiträge waren – das verwundert nicht so sehr – die Themen, die mit Gewinnchancen verbunden waren. Angefangen bei der Hertha VIP-Aktion, über Karten für die Spreefüxxe bis hin zur monatlichen „Tortenschlacht“ anlässlich unseres 65. Geburtstages im Jahr 2011. Doch der letzte Tortenbeitrag hat uns alle überrascht. Es ist eben doch ein Unterschied, ob man selbst gewinnen möchte, oder liebe Menschen für eine Belohnung vorschlägt. Exakt 200 Kommentare mit  Vorschlägen haben wir erhalten. Den schönsten Kommentar, eingereicht von unserem Leser Robert Wehrmeister, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:
„Gerne würde ich die Torte für meine Nachbarin und Exfrau gewinnen. … Seitdem wir geschieden sind, verstehen wir uns besser als vorher. Wenn ich mal Probleme habe, hilft sie mir, so gut sie kann. Ab und an lädt sie mich zum Essen ein, und da ich keine Waschmaschine habe, wäscht sie meine Wäsche mit. Dafür und für vieles mehr, möchte ich mal Danke sagen.“

Geheimnis gelüftet

In der Kategorie „Bank & Leute“ haben wir versucht, unseren Lesern die in einer Bank tagtäglich auftretenden Themen näher zu bringen:  Schufa, Sicherheit im Online-Banking und am Geldautomaten ( Skimming, Phishing und Cash-Trapping). Denn auf die Frage, was sich dahinter konkret verbirgt, geraten selbst Banker mitunter ins Stocken. Grund genug, diese Themen von einer anderen Seite aufzurollen und die „Geheimnisse“ zu lüften. Die positive Resonanz hat uns dennoch überrascht, da wir dachten, diese Themen seien eher „langweilig“. Typisch Banker :-)

Waschbär besucht Rocker mit Bügelfalten

Bei Facebook war das absolute Highlight das Video mit Bauchredner Sascha Grammel und seinem interaktiven Geldautomaten, einer Schildkröte namens Josie. Die Vorstellung, dass eine Schildkröte die Geldautomaten ersetzt, regte bei vielen die Fantasie an. Wir zum Beispiel lachten viel bei dem Gedanken an Pflege und Wartung :-)

Ein großer Erfolg war der Post über einen schwindelfreien Waschbären, der es sich auf dem Fensterbrett im 7. Stock unseres Bürogebäudes in Top Tegel bequem gemacht hat.

Waschbär-Besuch in Tegel

Waschbär-Besuch in Tegel

Der Waschbär lag gleichauf mit unserem Betriebsratsvorsitzenden und Vollblutrocker Thomas Mank, über den der „Spiegel“ unter „Rockermatte trifft Bügelfalten“ berichtete. Wir können also nur bestätigen, dass ein Erfolgsrezept darin liegt, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Artikel SpiegelOnline Rockermatte trifft Bügelfalte (06/2011 – pdf)

Die Verlosungsaktion „Stars for free“ war über zwei Monate der Dauerbrenner. Denn über Facebook konnten erstmals nicht nur Neukunden Karten gewinnen.

Kritik muss sein

Erstaunt waren wir über das Feedback zu „unbequemen“ Themen. Dem Selbstverständnis der sozialen Medien folgend, haben wir beispielsweise auch über anstehende Standortschließungen informiert. Die sachliche Darstellung der Vor- und Nachteile ist auf positive Resonanz gestoßen und bestärkt uns, weiterhin offen damit umzugehen.
Richtig dynamisch wurde es nach unserer Information zum Totalausfall unserer Technik, ausgerechnet am 30. Dezember, dem letzten Arbeits- und Buchungstag des Jahres. Da kamen wir ordentlich ins Schwitzen.

Vom Traktor überfahren

Felix-Hermann, unser kleiner roter Porsche-Traktor, ist wohl der größte Social Media-Misserfolg, den wir verbuchen müssen. Während er auf Straßenfesten fast eine Million Besucher erreicht und begeistert hat, blieb das Interesse im Blog gänzlich aus und auf Facebook interessierten sich nur 317 Fans.

Worüber wir uns ärgern

Es kommt vor, dass uns Kommentare erreichen, die nicht nur unsachlich geäußert werden, sondern nur die halbe Wahrheit widerspiegeln. Wir können sehr gut nachvollziehen, was in einem vorgeht, wenn eine Leistung nicht zur Zufriedenheit des Kunden ausgeführt wurde. Volksbanker sind schließlich auch Kunden. Richtig ärgerlich ist es aber dann, wenn Fans wissentlich einen falschen Eindruck erzeugen und am Ende auch noch ihre eigenen Kommentare löschen. Dann finden wir Facebook gar nicht „social“.

Vöglein, Vöglein auf der Timeline …

Auf Twitter sähe unser Fazit wohl so aus: „Follower 500 als B-Day-Geschenk verpackt in Themenvorschlägen“

Aber den Platz nehmen wir uns. Drei Wochen nach Start konnten wir uns über 153 Follower freuen. Im April haben wir die 300er-Marke und im September die 400er Marke geknackt. Seit kurzem stehen wir kurz vor der magischen 500, was natürlich ein tolles Geburtstagsgeschenk wäre.

Speziell bei Twitter stellen wir uns immer wieder die Frage, welche Informationen erwarten die Follower von uns? Wie im Blog sind es auch hier die Tweets zur Sicherheit im Online-Banking, Steuerthemen, Sicherheitstipps und Warnmeldungen, die das Interesse wecken. Alles Themen, die man eben von einer Bank erwartet. Sollten wir da falsch liegen, dann verraten Sie uns die Themen, die wir Ihrer Meinung nach ergänzen sollten.

Wie geht es weiter?

Wir machen weiter, keine Frage! Auf der Suche nach interessanten, informativen und unterhaltsamen Themen blicken wir stärker hinter die Kulissen und verstärken dafür unser Redaktionsteam. Josefine Holl, Auszubildende im ersten Jahr, wird Einblicke in ihren Berufsalltag geben und Themen aufspüren, die wir näher beleuchten sollten. Lesen Sie mehr in ihrem ersten Beitrag, der am 24. Januar erscheint.

17 Sekunden = 30.000 Euro

Der Film “In Time – Deine Zeit läuft ab” suggeriert eine Zukunft, in der Zeit die einzige Währung ist. Die Menschen hören mit 25 Jahren auf zu altern und von da ab sind ihre Tage gezählt. Meist bleibt ihnen nur noch ein Jahr. Mit Fliegende GeldscheineArbeit können die Menschen zwar ihre Lebenszeit verlängern. Doch der erzielte Lebensgewinn wird von hohen Zeitkosten für den täglichen Bedarf aufgezehrt. Dieses beängstigende Szenario ist zum Glück nur eine Drehbuchfantasie.

Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig

Dieser Satz spricht vielen aus der Seele. Denn auch im wahren Leben hinterlässt der Blick auf das eigene Konto bei vielen ein ungutes Gefühl. Das Geld scheint im Sekundentakt zu schrumpfen. Diesen Vergleich aufgreifend, haben wir unsere Kollegen in der Zentralkasse besucht und die Zeit gestoppt, die eine Geldzählmaschine für 30.000 Euro braucht

Video

Wie der Inhalt geschlachteter Sparschweine ausgezählt wird, können Sie hier sehen:

Video

Raten Sie mit

Und weil wir Zahlen lieben, hier eine kleine Rechenaufgabe:

Wenn 30.000 Euro einem Stapel von 300 lose aufeinander liegenden 100 Euro-Scheinen entspricht und dieser 5,4 cm hoch ist, wie hoch ist dann eine „ausgewachsene“ Million?