Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Wie läuft eine Überweisung ab?

Überweisungen sind "Massenware"

Posteingang bei der Berliner Volksbank

Was ist eigentlich eine Überweisung? Eine Überweisung ist ganz allgemein die Übertragung einer Geldsumme von einem Konto bei einer Bank oder Sparkasse auf ein anderes Konto bei der gleichen oder einer anderen Bank. Der Überweisungsauftrag wird mit einem Papier-Überweisungsformular (“Beleg”) oder auf elektronischem Wege, etwa beim Onlinebanking erteilt.

Überweisungen sind “Massenware”

Jeden Werktag gehen 25.000 bis 35.000 Papier-Überweisungen bei der Berliner Volksbank ein. Die Zahl der täglichen Überweisungen ohne Beleg – also Onlinebanking, Electronic Banking, Terminzahlungen und Daueraufträge – ist mit etwa 90.000 Aufträgen sogar noch deutlich höher. Dabei steigt die Zahl der beleglosen Überweisungen noch weiter an und die Überweisungen mit Papierbeleg sind rückläufig. Solche Mengen können natürlich nur mit Unterstützung von Maschinen und automatisierten Prozessen bewältigt werden. Die Berliner Volksbank lässt den Zahlungsverkehr bei verschiedenen Dienstleistern verarbeiten.

Wie läuft eine Überweisung ab?

Warten auf Weiterverarbeitung

Die Kunden geben ihre Papier-Überweisungen – darunter auch Sammelaufträge von Geschäftskunden – in den Filialen ab. Per Nachtkurier erreichen diese Belege den Dienstleister. Dort werden sie zusammen mit den Belegen aus der bankinternen Post und der externen Post für die Verarbeitung aufbereitet. Danach kommen die Belege in den Scanner, ein Foto wird erzeugt und die Daten werden interpretiert, also die Zahlen und Buchstaben werden maschinell ‚gelesen‘. Die SB-Scanner in den Geschäftsstellen erzeugen ebenfalls Bilddateien der Einzelüberweisungsaufträge und übertragen diese an den Dienstleister – der Beleg selbst bleibt in der Filiale.

Scannen von Überweisungen

Aus den erkannten Daten wird ein Datensatz erstellt. Können nicht alle Inhalte des Beleges maschinell eindeutig gelesen werden, korrigieren Mitarbeiter die angezeigten “Rejects” (Fehlbelege). Stellt dann ein Mitarbeiter fest, dass eine Überweisung unlesbar ist, wird dieser Auftrag nicht ausgeführt und der Kunde über die Nichtausführung informiert. Abweichende Kundenunterschriften können ebenfalls eine Nichtausführung der Überweisung auslösen.

Ist die Belegbearbeitung abgeschlossen, übermittelt der Dienstleister die Buchungsdateien an die Rechenzentrale.

Manuelle Arbeiten erfordern auch Überweisungen über den TelefonServiceComputer:

Überweisung manuell nachbearbeiten

Hier werden Überweisungen manuell nachbearbeitet

Hier gibt der Kunde die meisten Daten des Überweisungsauftrages über die Telefontastatur ein. Der Verwendungszweck und der Empfängername werden vom Auftraggeber auf den TelefonServiceComputer gesprochen. Mitarbeiter hören diese Daten ab und ergänzen sie über eine Tastatur zu den übrigen Daten des Auftrags.

Bei Überweisungen im Datenträgeraustausch ist ebenfalls Handarbeit angesagt: Disketten, USB-Sticks und DVDs müssen manuell durch Mitarbeiter eingelesen werden.

Online-Überweisungen und Electronic Banking-Aufträge über das Internet benötigen dagegen keinerlei Nacharbeit durch Mitarbeiter.

Nun werden die Datensätze aus den verschiedenen Überweisungstypen zusammengeführt und beim Rechenzentrum gesammelt. Ab jetzt ist keine Handarbeit mehr nötig. Täglich um ca. 18 Uhr wird maschinell zulasten der Auftraggeberkonten disponiert. Die automatische Dispositionsentscheidung führt zur finalen Ausführung des Überweisungsauftrages, sofern ausreichende Kontodeckung vorliegt. Die Kunden werden über eine eventuelle Nichtausführung informiert.

Das Rechenzentrum leitet die Überweisungen, die für andere Banken bestimmt sind, um 0.00 Uhr an einen weiteren Dienstleister zum “clearen” (verrechnen) weiter. Dieser Dienstleister veranlasst am frühen Morgen des Folgetages die Weiterleitung der Überweisungen in die Gironetze der Empfängerbanken. Gironetze werden von Bankengruppen wie den Genossenschaftsbanken und Sparkassen sowie von den bundesweiten Großbanken betrieben. Innerhalb dieser Gironetze werden die Empfängerbanken mit den Datensätzen der Überweisungen versorgt. Die Empfängerbanken können dann den Geldeingang auf den Empfängerkonten buchen – das Geld hat den Besitzer gewechselt.

Überweisungen werden schneller

Die Berliner Volksbank erfüllt bereits heute die Anforderungen aus einer europäischen Direktive zum Jahr 2012, auch wenn in den Kundeninformationen längere Laufzeiten stehen. Nach dieser europäischen Direktive müssen Überweisungen in der Regel bereits 1 Tag nach Auftragserteilung die Empfängerbanken erreichen. Ab 2012 ist die eintägige Laufzeit innerhalb der SEPA-Länder (alle 27 EU-Länder und 5 weitere Länder) und auch innerhalb Deutschlands Pflicht (Papier-Überweisungen 2 Tage Laufzeit).

Die IBAN – zukünftig auch für inländische Überweisungen

Es ist geplant, dass die nationalen Überweisungsformate zum Februar 2014 im Rahmen einer EU-Verordnung verschwinden. Das bedeutet, dass dann auch bei inländischen Überweisungen die langen Internationalen Kontonummern (IBAN) in einer SEPA-Zahlung angegeben werden müssen. Der heute noch bei Auslandsüberweisungen übliche BIC-Code zur Identifizierung der Empfängerbank entfällt jedoch bei SEPA-Inlandszahlungen, es reicht die IBAN.

Oh, Du mein geliebter Kiez

Mit Nachbarn genießen

Mit Nachbarn genießen

Wir Berliner lieben ihn in der Regel: Unseren Kiez. Doch was ist eigentlich solch ein Kiez und was macht ihn aus? Woran liegt es, dass manche Berliner eine bestimmte Gegend als Kiez empfinden und manche nicht?

Grundsätzlich ist es ja so: Ein Kiez besteht meist aus wenigen Straßenzügen und macht somit nur einen kleinen Teil eines Bezirkes aus. Charakteristisch für einen Berliner Kiez ist, dass das Miteinander nicht der klischeehaften Anonymität einer Großstadt entspricht. Hier grüßt man sich und hält auch gerne kurz an, um ein paar Worte miteinander zu wechseln. Manchmal hat es fast schon etwas Dörfliches, wo sich jeder einen „Schönen Tag“ wünscht, ungeachtet der Tatsache, ob man sich persönlich kennt.

Kieze haben etwas wahnsinnig Gemütliches an sich. Man möchte innhalten und diese Atmosphäre aufsaugen. Hinter den Tresen der Kneipen stehen Berliner Urgesteine, die Cafés haben den leckersten selbstgebackenen Kuchen, den man sich vorstellen kann und servieren ihren Milchkaffee noch in großen Schalen. Und wenn man an einem lauen Sommerabend einen Platz auf der Terrasse eines lauschigen Kiezrestaurants ergattert, gibt man ihn so schnell nicht wieder auf. Von dort kann man sie wunderbar beobachten: Die Kiezbewohner und -fans, die selig lächelnd durch die Straßen flanieren und mit ein wenig Stolz oder Bewunderung an den geschichtsträchtigen Altbaufassaden der Häuser emporschauen.

Ja, Fans gibt es auch. Man erkennt sie meist daran, dass sie allwöchentlich – nachdem sie gemütlich in einem der zahlreichen Cafés gefrühstückt haben – über den Wochen(end)markt schlendern, doch nur selten in einem der Supermärkte gesehen werden. Schließlich leben sie nicht hier. Nein, sie verbringen lediglich die Freizeit in ihrem persönlich auserkorenen Kiez.

Früher oder später reicht Ihnen das aber nicht mehr. Sie wollen dazugehören – wirklich dazugehören. Dann tauchen sie mit einer Zeitung in der Hand wieder auf, durchforsten diese akribisch mit einem Neonmarker in der Hand und warten hier und da in kleinen Grüppchen auf die Makler annoncierter Wohnungen. Berlin halt.

Das (Kiez-)Kind in uns

Im Kiez spielt sich das Leben vor der Haustür ab

Im Kiez spielt sich das Leben vor der Haustür ab

Die meisten geborenen Berliner kennen, lieben und akzeptieren vor allem die Kieze, die sich im Bezirk ihrer Jugend befinden. Hier ist man aufgewachsen und kennt beinahe jeden Grashalm, analog also auch jede kiezige Kneipe und jeden alteingesessenen Bewohner. Alles ist so vertraut, dass man selbst die Namen der kleinen Nebenstraßen kennt. Aus diesem Grunde bleibt ein Charlottenburger auch meist Charlottenburger, ein Kreuzberger Kreuzberger und ein Prenzelberger Prenzelberger. Wir sind einfach gemütlich und lieben das Vertraute.

Manchmal steigt der Bekanntheitsgrad des heimischen Kiezes so sehr, dass er von Außenstehenden richtiggehend überrannt wird. Das ist hart. Denn einmal das heimische Nest verlassen, beginnt die dramatische Suche nach einem neuen Zuhause im guten alten (Heimat-)Kiez. „Wer suchet, der findet“ stimmt leider nicht immer und so kommt es manchmal, dass ein Kiezbewohner „auswandern“ muss. Mit Wehmut in der Stimme wird er anschließend von der endlosen Suche nach einem trauten Heim berichten und von der Niederlage, die ihn nun in einen anderen Bezirk geführt hat. Richtig, hier ist kein Kiez. Dies ist ein gewöhnlicher Bezirk. Schließlich gibt es hier nichts oder nur wenig, das ihm vertraut ist.

Ein kleines Fleckchen Heimat

So lebt der „Heimatlose“ nun in seinem ungewohnten neuen Zuhause, geht täglich in den Supermarkt an der nächsten Ecke und am Wochenende kauft er Brötchen in der Bäckerei von dem freundlichen Türken drei Häuser weiter. Ab und zu kann man ihn auch schon mal in einer der Kneipen sehen, aus denen noch morgens fröhliches Gelächter dringt. Und so kommt es, dass sich nach und nach etwas bewegt … nicht die Gegend verändert sich, nein, es ist das Auge des Betrachters. Oft bemerken wir diese Wandlung erst in dem Moment, in dem sich die Frage eines erneuten Wohnortwechsels stellt. Plötzlich wird uns bewusst, wie vertraut hier doch alles ist. Man kennt und grüßt sich und hat ein Lächeln auf den Lippen, wenn man durch die Straßen flaniert. Oh, Du mein geliebter Kiez!

Ordentlich Staub aufwirbeln

So wird das nix mit dem Quadfahren

So wird das nix mit dem Quadfahren

Es ist der 4. September und die Sonne schickt uns mit fast dreißig Grad ihre letzten Sommergrüße. Perfekte Bedingungen, um zu einer dreistündigen Quad-Tour aufzubrechen. Wir treffen uns bei Lutz Weichelt, Inhaber von Brandenburg Tours, in Fredersdorf bei Berlin und einigen uns aufs duzen. Er erklärt uns die Eigenheiten der Fahrzeuge und besteht darauf, eine Sturmmaske unter den Leihhelmen zu tragen. Da wird der Kopf schnell dampfen, aber Hygiene geht vor. Das leuchtet ein. Und hier gleich ein guter Rat: Wer einen eigenen Helm hat, sollte ihn dabei haben!

Augen zu und durch

„Langsam fahren und Abstand halten“ sind die Worte, die uns Lutz eindringlich mit auf die Reise gibt. Als passionierter Motorsportler drückt er aber auch mal beide Augen zu, wie sich später zu unserer Freude herausstellt. Unsere Tour beginnt auf einem Übungsgelände, das wir zunächst zu Fuß erkunden. Unter dem wachsamen Blick von Lutz passieren wir nacheinander den Parcours. Die Motorradfahrer unter uns merken schnell, dass sich die Maschinen nicht wie ihre Böcke verhalten. Mit aktiver Seitenlage bezwingt man auf dem Quad keine Kurve. Hier ist kraftvolles Einlenken gefragt. Je öfter wir die steilen Anhöhen und Abfahrten, die Hügel mit Schräglage und die Sandgruben überwinden, desto größer wird das Selbstvertrauen. Doch bevor der Übermut ans Visier klopft, geht es los.

Ein Quad im Schafspelz

Auf einmal von Schafen umgeben

Auf einmal von Schafen umgeben

Abseits großer Straßen erkunden wir Märkisch Oderland. Vor allem die Strausberger unter uns sind begeistert. Viele Stationen unserer Tour bleiben für die Augen der Autofahrer unentdeckt. Wir knattern über Felder und unberührte Waldwege, passieren verborgenen Seen, fahren durch kleine Ortschaften und stehen plötzlich mitten in einer Schafherde samt Schäfer und Hütehund. Das kenne ich nur aus Büchern. Wenig später dürfen wir zwei Prachtpferde streicheln und füttern. Eine gelungene Mischung aus Abenteuer und Natur.

Nach drei Stunden ist der Spaß leider vorbei. Was bleibt sind summende Hände, staubige Klamotten und ein ganz breites Grinsen im Gesicht. Das war zwar nicht meine erste Quad-Erfahrung aber die eindrucksvollste.

 

Bison, Strauß und Tempelritter

Brandenburg Tours hat außer Quads noch viel mehr zu bieten. Mit dem legendären Land Rover Defender werden Familienausflüge, Firmenevents, Geburtstage oder sogar der Urlaub zu einem besonderen Erlebnis. Dann ist Lutz Weichelt, der früher selbst Wettkämpfe gefahren ist, in seinem Element. Bei seinen speziellen Touren kann man das Märkisch Oderland, das Biosphärenreservat Schorfheide, den Nationalpark Unteres Odertal, das Baruther Urstromtal, die Uckermark, das Havelland und andere Orte erkunden. Eine über 200-jährige Feldsteinpyramide mitten im Wald, Bison- und Straußenparks, eine gut erhaltene Komturei der Tempelritter aus dem 13. Jahrhundert sowie Bunker und militärische Befestigungsanlagen aus jüngerer Vergangenheit gibt es zu entdecken.

Die Preise für eine Halbtagstour beginnen ab 39 Euro. Drei Stunden mit dem Quad kosten offiziell 99 Euro pro Person. Ein Preisnachlass ist möglich, abhängig von der Teilnehmerzahl.

Wer Quad fahren möchte, sollte nicht zu lange warten. Je nach Wetterlage aber spätestens Ende November ist erst einmal Schluss. Soll ja keiner festfrieren ;o)

Also aufsatteln und Staub aufwühlen.

Kontaktdaten:

Brandenburg Tours – Lutz Weichelt
Florastraße 26, 15370 Fredersdorf
Telefon/Fax: 033439-76 54 2
Mobil: 0173-61 110 27

E-Mail: info@brandenburg-tours.de

http://www.brandenburg-tours.de