Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Berliner Volksbank Blog - Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Vorhang auf – Bankmitarbeiter mal ganz anders

Mitarbeiter sind Mitarbeiter sind Mitarbeiter … dass dies nicht ganz stimmt, wird ersichtlich, wenn man mal hinter die Mitarbeiterfassade schaut und sich mit den Fähigkeiten und Hobbys der Kollegen auseinandersetzt, die auf den ersten Blick relativ wenig mit dem eigentlichen Bankjob zu tun haben.

Wir haben dies getan und wirklich erstaunliche Geschichten unserer Kollegen erfahren. Bei einigen sollen diese nicht im Verborgenen bleiben, so dass wir uns entschlossen haben, Ihnen in loser Folge Mitarbeiter der Berliner Volksbank und deren außergewöhnliches Talent, Fähigkeiten, Engagement oder Hobby`s vorzustellen.

Mit den Händen reden

Amerikanisches Fingeralphabet

Starten möchten wir heute mit Petra Waldvogel. Sie arbeitet im Vorstandssekretariat und hat mich persönlich mit ihrem Engagement zum Erlernen einer ungewöhnlichen Fähigkeit stark beeindruckt.

Wissen muss man dazu, dass Frau Waldvogel weder gehörlos ist, noch Kontakt zu gehörlosen Menschen hatte. Trotzdem war Sie schon immer davon fasziniert, wie sich gehörlose Menschen mit den Händen unterhalten.

„Wie geht das? Worüber unterhalten die sich? Das würde ich auch gern können …“

Was sich erst einmal wie die Überlegung zu einem neuen Hobby anhört, hat einen handfesten Hintergrund. Für mehr als 80.000 gehörlose Menschen (ca. 5.000 in Berlin und Umgebung) ist die Unterhaltung mit den Händen und das Lippenlesen Alltag. Als Gehörloser hat man immer wieder Kommunikationsprobleme mit Hörenden und auch umgekehrt gibt es einige Verständigungshürden.

Wissenswertes

Blickt man in die Geschichte der Gehörlosen, dann ist die Gebärdensprache eine unterdrückte Sprache. Seit Ende des 19. Jahrhunderts durfte in Deutschland nur noch lautsprachlich an den Gehörlosenschulen unterrichtet werden. Durch Artikulation und Mundabsehen sollten Gehörlose in ihre hörende Umwelt eingegliedert werden.

Die Gebärde wurde belächelt und an den Schulen teilweise sogar unter Strafe verboten. Trotzdem ist die Gebärdensprache erhalten geblieben und hat sich im Laufe der Zeit an den jeweiligen Schulstandorten eigenständig weiterentwickelt.

Bis heute gibt es daher die unterschiedlichsten Dialekte. Die Gebärdensprache ist in Deutschland und auch weltweit nicht einheitlich. Erst im Mai 2002 wurde die Gebärdensprache vom Deutschen Bundestag und Bundesrat im „Bundesgleichstellungsgesetz“ als eigenständige Sprache in Deutschland anerkannt.

Weltweite Fingeralphabete finden Sie unter www.fingeralphabet.org.

Hintergrund für Frau Waldvogel war die Überlegung, gehörlose Menschen bei wichtigen Terminen zu begleiten und ihnen in Beratungen zur Seite stehen zu können. Dies hatte ursprünglich nicht mal etwas mit uns als Bank zu tun, denn jeder Gehörlose hat ein Recht auf einen Gebärdendolmetscher bei Behördengängen, welcher ihm vom Integrationsamt zur Verfügung gestellt werden kann.

Auch wenn am Anfang die Meinung stand, dass das Erlernen der Gebärdensprache für Hörende nicht angeboten wird, brachte die Suche im Internet eine andere Erkenntnis. Es gibt eine Menge Schulen in Deutschland, die Kurse für Gebärdensprache anbieten (z. B. Gebärdenfabrik, Gebärdenservice, Ambulante Gebärdensprachschule).

Das Gesicht spricht Bände

Bei dem Besuch eines Schnupperkurses im November 2008 habe ich die ersten „Handgriffe“ live erlebt und war sofort von dieser für mich neuen Art der Kommunikation begeistert.

Ich wollte aber noch mehr darüber lernen und habe bis Mitte 2009 an zwei Intensivkursen teilgenommen und dabei jede Menge Worte gelernt, die ich nun mit meinen Händen und meiner Mimik umsetzen konnte.

Apropos Mimik … es wird nicht nur mit den Händen gesprochen. Ganz entscheidend bei einem Gespräch ist die sehr stark ausgeprägte Mimik, die unterstützend zu den Händen eingesetzt wird, um entsprechende Gefühlssituationen zu vermitteln. Hinzu kommen Mundbild, Blick und Haltung des Kopfes, die Körperhaltung und das Fingeralphabet – was die Gebärdensprache insgesamt sehr komplex macht.

Das sieht unter Umständen zwar komisch aus, ist für die Verständigung aber von entscheidender Bedeutung. Deshalb ist es auch wichtig, dass Hörende in der Kommunikation mit Gehörlosen deutlich und in der Mundbewegung sehr ausgeprägt sprechen, um das Lippenlesen zu erleichtern. Das unwillkürliche lauter Sprechen oder gar Schreien hilft da nicht weiter.

Unterhaltung ist nicht gleich Erzählung

Erste kleine Erfolge wurden sichtbar, als ich mich bei einer Gehörlosenveranstaltung in Gebärdensprache verständigen konnte. Zwar nicht fließend, aber man hat mich doch tatsächlich schon verstanden.

Eine Unterhaltung und eine Erzählung unterscheiden sich in der Art der Darstellung schon sehr gewaltig. Während in einer Erzählung der Erzählende erst einmal deutlich machen muss, wo in seiner „Geschichte“ bestimmte Gegenstände vorhanden sind, um dann das eigentliche Ereignis schilden zu können, ist die Reihenfolge der Worte in einer Unterhaltung völlig anders, als dies Hörende kennen.

So wird aus dem Satz „Heute fahre ich mit dem Auto zur Schule“ in diesem Fall „Heute ich Schule Auto-fahren hin“. Und jetzt stelle man sich die Komplexität einer Bankberatung vor.

Kurse oder Ausbildung?

Irgendwann stand ich vor der Entscheidung, noch weitere Kurse zu besuchen oder eine einjährige Ausbildung anzufangen. Den entscheidenden „Schubser“ hat mir mein Lehrer gegeben, der mich auch zu Gehörlosentreffen begleitete und dadurch meine Fortschritte gut beobachten konnte.

Ein Jahr lang wurden Kenntnisse vertieft, viele Veranstaltungen besucht, Filme gesehen und viele Gehörlose mit Ihren Problemen kennengelernt. Im November 2010 absolvierte Frau Waldvogel ihre Prüfung zur „Kommunikationsassistentin für hörgeschädigte Menschen“ erfolgreich.

Diese Fähigkeit wollen wir für Sie nutzen.

Sie sind gehörlos oder kennen jemanden, der betroffen ist? Sie benötigen eine Bankberatung oder Hilfe bei finanziellen Problemen? Frau Waldvogel steht Ihnen gern als Übersetzerin zur Verfügung.
Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, dann schreiben Sie doch bitte an service@berliner-volksbank.de oder nutzen unser Terminvereinbarungsformular. Damit das Formular direkt an Frau Waldvogel weitergeleitet werden kann, notieren Sie bitte im Feld Filiale/Bezirk den Begriff „Zentrale“ und im Feld Telefon den Begriff „gehörlos“. Frau Waldvogel wird sich dann mit Ihnen per Mail zwecks Terminbestätigung bzw. Abstimmung in Verbindung setzen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Termine ausschließlich in unserer Zentrale in der Budapester Str. 35 (10787 Berlin) durchführen können.

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Update vom 22.03.2012 | Übersetzungs-App für Gebärdensprache

Diese funktioniert laut Heise auf Laptops, Netbooks, Smartphones oder Tablets und arbeitet mit jeder normalauflösenden Standardkamera.  Die Gebärden werden sofort in Texte übersetzt
… weiterlesen

Die wilden Siebziger und andere Kassenschlager

Im Jahr 1974 ist die Berliner Volksbank 28 Jahre alt – ein “Junger Erwachsener”, dem die Welt zu Füßen liegt. Und das mitten in den wilden Siebziger Jahren. In der Popkultur und in der Mode dominierten Schockfarben und wilde Muster. Der Schlag der Hose wurde weiter und die Kragen der Hemden wuchsen. Die Jeans war mittlerweile selbstverständliche Alltagskleidung. In der DDR war die Levi`s ein heiß begehrtes Kleidungsstück und der “Staatsfeind Nr. 1″.

Volksbank heißt jetzt Kasse

Vertreterversammlung 1974

Vertreterversammlung 1974

Doch nun zur Geschichte der Berliner Volksbank. 1974 – in diesem Jahr wurden die Filialen Hermannstraße und Kantstraße eröffnet. Die etwas spannendere Geschichte dieses Jahres hat der östliche Teil der Berliner Volksbank erlebt:

Am 7. Oktober 1974 wurde in der DDR eine neue Verfassung rechtsgültig, in deren Artikel 12 es hieß, dass Banken grundsätzlich Volkseigentum sind. Genossenschaftsbanken konnten jedoch auch in der DDR kein Volkseigentum sein. Notgedrungen änderte die Vertreterversammlung der Berliner Volksbank am 10. Oktober 1974 den § 1 Abs. 2 des Statuts und benannte sich kurzerhand um. Die Bank hieß nun Kasse und fiel somit nicht mehr unter den genannten Verfassungsparagraphen. Eine juristische Hürde gab es aber noch, so glaubte man. Denn die Bank ist 1946 unter dem Viermächtestatus gegründet worden und unterlag diesem auch noch im Jahr 1974. Man hätte also bei den vier Besatzungsmächten um die Erlaubnis zur Namensänderung nachsuchen müssen. Erfindungsreich umschiffte man diese Hürde und nannte die Bank nun “Berliner Volksbank – Genossenschaftskasse für Handwerk und Gewerbe der DDR”.

Der Begriff „Kasse“ kam der Realität auch näher, denn in der DDR waren die Bankgeschäfte eher eingeschränkt. In den Genossenschaftskassen wurden zwar Bankanteile zu 200 Mark verkauft. Das brachte den Mitgliedern aber außer der konstant vierprozentigen Verzinsung keinerlei Vorteile. Neben Girokonten wurden Sparkonten geführt, beide wurden mit 3,25 % verzinst, andere Anlagemöglichkeiten gab es nicht – auch nicht bei anderen Kreditinstituten. Gebühren wurden nicht erhoben. Obligationen des staatlichen Wohnungsbaus, Pfandbriefe und Ähnliches wurden bald abgeschafft, so dass das Wertpapiergeschäft Mitte der 70er Jahre ganz zum Erliegen kam.

Auch das Kreditgeschäft war anders aufgebaut als im Westen Deutschlands. So gab es in der DDR keine Barkredite. Bedingt durch die vergleichsweise dünne Warendecke waren Anschaffungskredite an bestimmte Güter gebunden. Diese Anschaffungskredite wurden ausschließlich von der Sparkasse vorgenommen. Die Berliner Volksbank und auch die anderen Genossenschaftsbanken der DDR mussten sich auf die Vergabe von Geschäftskrediten an Mitglieder der Kreditgenossenschaft beschränken.

Auf zur Tortenschlacht!

Das war´s für heute zur Geschichte unserer Bank. Mit etwas Glück können Sie eine von sechs Torten gewinnen.

Beantworten Sie einfach folgende Frage:

In welchem Land fand 1974 die Fußballweltmeisterschaft statt?

Einsendeschluss ist der 4. Juli 2011, 12:00 Uhr. Unter den richtigen Antworten entscheidet das Los. Die Benachrichtigung der Gewinner erfolgt per E-Mail und hier im Blog. Machen Sie mit, es lohnt sich!

Eine Cremetorte hat einen Durchmesser von 27 cm und kann direkt in der Konditorei Fester (Markt 4, 13597 Berlin-Spandau) abgeholt werden. Sie kann auch geliefert werden, allerdings gegen ein Entgelt.

Wir danken unserem langjährigen Kunden, der Konditorei Fester, für die Unterstützung.
Weitere Informationen: www.konditorei-fester.de

Was geschah noch im Jahr 1974?

  • Eröffnung von ständigen Vertretungen in den deutschen Hauptstädten Bonn und Ost-Berlin (2. Mai)
  • Bundeskanzler Willy Brandt tritt infolge der Guillaume-Affäre zurück (6. Mai) und Helmut Schmidt wird sein Nachfolger (16. Mai)
  • Die Bundesrepublik Deutschland wird als Gastgeber Fußballweltmeister (Endrunde 13. Juni bis 7. Juli). In der Vorrunde trafen zum einzigen Mal die Nationalmannschaften der DDR und der Bundesrepublik Deutschland aufeinander (22. Juni – 1:0 für die DDR)
  • US-Präsident Nixon tritt infolge der Watergate-Affäre zurück (9. August)

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Update vom 05.07.2011 | Die Torten sind verlost

Eine Glücksfee hat die Gewinner unserer sechs Geburtstagstorten ermittelt. Die richtige Antwort unserer Frage nach dem Land, in dem 1974 die Fußballweltmeisterschaft stattfand, lautete Bundesrepublik Deutschland.

Herzlichen Glückwunsch und guten Appetit an:

  • Madeline Brand
  • Matthias Fredersdorf
  • Marco Neimann
  • Juliane Peters
  • Barbara Schulz
  • Sarah Tauber

Unsere Tortenschlacht geht  Mitte Juli weiter. Dann verlosen wir wieder unsere leckeren Geburtstagstorten. Schauen Sie doch einfach rein in unseren Blog. Dort erfahren Sie dann auch wieder mehr über die Geschichte der Berliner Volksbank.

Hungrige Herzen in Berlin

Für uns als Berliner Volksbank ist Fernsehwerbung schier unbezahlbar. Gut, dass wir Teil der großen Familie der Volksbanken Raiffeisenbanken sind, denn zusammen konnten wir uns den Wunsch erfüllen. Passend zu unserem Slogan “Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.” haben wir echte Kundinnen und Kunden mit ihren eigenen Wünschen und Träumen zu Wort kommen lassen.

Scala & Kolacny Brothers

Scala-Auftritt im Club Soda im Mai 2011

Videos leben von zwei Elementen, die auf Plakaten gar nicht möglich sind: Bewegte Bilder und Musik. Bei der Entstehung der Spots haben sich die Macher schlussendlich für die besondere Version des Liedes “Hungriges Herz” von Scala & Kolacny Brothers entschieden. Der Mädchenchor umfasst mittlerweile über 200 Mitglieder zwischen 16 und 26 Jahren und wird von den beiden Brüdern Steven und Stijn Kolacny geleitet.

Das Projekt kommt ursprünglich aus Belgien und wurde 2004 vom Berliner Radiosender “Fritz” für Deutschland entdeckt.

Klassische Rocksongs entkleiden

Die “Scalaformel” lässt sich dabei einfach auf den Punkt bringen. Covers von bekannten Rock- und Popliedern werden mit Hilfe der engelsgleichen Stimmen neu interpretiert. Mit dieser Kombination entstehen ganz neue Gefühlsebenen egal ob nun Stücke von U2, Oasis, Depeche Mode, Kings of Leon oder eben unser Verbund-Titelsong “Hungriges Herz” von MIA als Vorlage dienen.

Eine passende Kulisse

Am 07. Juli 2011 ist es endlich soweit und wir haben alle gemeinsam die Möglichkeit uns von den Stimmen verzaubern zu lassen. Für das Konzert wurde eine passende Location gesucht in der es möglich ist, die gefühlvollen Stücke zu unterstreichen. Die Wahl fiel dabei auf die Zitadelle Spandau, der Renaissancefestung in Berlin.

Was treibt Sie an?

Jeden von uns bewegen völlig unterschiedliche Dinge. Jeder hat ein Ziel oder eine Reihe kleiner Wünsche, die er oder sie sich erfüllen möchte. Einen Antrieb jeden Tag aufs Neue das warme Bett zu verlassen und in den Tag zu starten. Die Blogleser der ersten Stunde haben sicher die Antriebe unserer Autoren in dem “Willkommensbeitrag” gesehen. Doch was ist es bei Ihnen, was treibt Sie an?

Dieser Spot soll Ihnen kleine Anregungen geben, was Menschen bewegt. Er soll Sie animieren, Ihren Wünschen oder Antrieben Ausdruck zu verleihen.

Der Lohn für Ihre Bemühungen

Die neue CD von Scala

Die neue CD von Scala

Unter allen Kommentaren verlosen wir 10 Exemplare des aktuellen Albums „Circle“ von Scala & Kolacny Brothers und als Hauptpreis winkt der kostenfreie Konzertbesuch mit exklusivem Meet & Greet am 07. Juli 2011 in der Zitadelle Spandau für Sie und eine Begleitperson Ihrer Wahl.

Teilnahmeschluss ist der 26. Juni 2011, 24:00 Uhr.

Die Gewinner werden hier im Blog bekannt gegeben und per Mail benachrichtigt. Vielen Dank an dieser Stelle auch an Trinity Music und dem Management von Scala & Kolacny Brothers, die Ihnen und uns das Meet & Greet ermöglichen.

Anregungen in Bildform

Wenn Ihnen die Hilfestellung des Videos nicht gereicht hat, dann haben wir hier noch ein paar Anregungen in Bildform. ;-)

(zum vergrößern die Bilder anklicken)

Kleiner Tipp für unsere Bankteilhaber

In unserer aktuellen treffpunkt-Ausgabe Nr. 34 finden Sie einen Coupon zum ausschneiden. Unter Vorlage des Coupons erhalten Sie an der Trinity-Theaterkasse 10 % Rabatt auf Ihren Kartenkauf.

Update vom 29.06.2011 | Die Gewinner stehen fest

Unsere Glücksfee hat ihres Amtes gewaltet. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.

Der Hauptpreis geht an

  • Anna Greshake

Gemeinsam mit einer Begleitung wird sie am 7. Juli 2011 das Konzert von Scala & Kolacny Brothers miterleben und anschließend die Stars während eines Meet & Greet hautnah erleben.Wir wünschen Frau Greshake einen
unvergesslichen Abend.

Doch da war noch mehr …..

10 weitere Gewinner dürfen sich über das aktuelle Album “Circle” freuen.

Herzlichen Glückwunsch an:

  • Froong
  • Christiane Frohloff
  • Angelika Speda-Hübsch
  • schnuppie
  • Martina Ochs
  • Kai Häckel
  • Iris Lange
  • Sabine Küster
  • Maren Thunert
  • MHMueller

Vielen Dank an alle für die zahlreichen Kommentare. Über jeden einzelnen haben wir uns sehr gefreut. Und an alle, denen das Glück nicht so hold war: Es gibt immer ein nächstes Mal …;-)

Das mulmige Gefühl beim Online-Banking

Immer mehr Menschen verlagern einen Großteil ihres täglichen Lebens ins Internet. In den unendlichen Weiten des WorldWideWebs wird kommuniziert, recherchiert, verglichen, gekauft und bezahlt. So wird auch der Zahlungsverkehr mehr und mehr online abgewickelt. Überweisungen werden heutzutage über das Online-Banking auf den Weg geschickt. Wie schön könnte alles sein, wäre da nicht dieses ungute Gefühl des stets präsenten Sicherheitsrisikos. Wo explizit die Gefahren lauern, wissen viele nicht so genau, aber dass sie existieren ist allgemein bekannt.

Es ist wohl eine Mischung aus diesem schwammigen Halbwissen und der gefühlten Machtlosigkeit in Bezug auf die Bekämpfung dieser Gefahren, die uns dieses mulmige Gefühl schnell beiseite schieben lässt. Gerne auch mit der Begründung: Warum sollte es gerade mich treffen?

Doch die Wahrheit ist: Irgendwen trifft es nun mal. Und vermutlich hat dieser Jemand zuvor auch nicht damit gerechnet, dass es gerade ihm passieren würde.

Damit Sie Ihren Sicherheitsbedenken einen Namen geben können, haben wir die derzeit größten Gefahren in Bezug auf Online-Banking zusammengestellt. Manchmal ist es sinnvoll, seinen “Feind” zu kennen.

Phishing

Beim Phishing versuchen die Betrüger, an Ihre Zugangsdaten und Passwörter zu gelangen. Dafür bilden sie die Internetseite Ihrer Bank nach und nutzen viele Tricks, Sie auf diese Seite zu locken. Im Laufe der Jahre wurden als „Lockmittel“ unterschiedliche Methoden entwickelt. Am gängigsten ist folgende: Sie erhalten eine offiziell aussehende E-Mail (scheinbar von Ihrer Bank) mit der Bitte, mittels eines angehängten Links die Website aufzusuchen, um dort beispielsweise im Online-Banking Ihre Daten zu aktualisieren. Folgen Sie dem angegebenen Link, so landen Sie auf der täuschend echt aussehenden Internetseite des Betrügers. Geben Sie nun Ihre Zugangsdaten ein, so spielen Sie diese direkt in die seine Hände.

Pharming

Pharming ist eine Weiterentwicklung des klassischen Phishings. Ein eingeschleustes Schadprogramm leitet Sie beim Aufruf der Internetseite unbemerkt auf eine gefälschte Website um. Hier beginnt die Manipulation bereits auf Ihrem Computer. Mithilfe von Viren oder Trojanern auf Ihrem Rechner wird hierbei die IP-Adresse eines bekannten Domain-Namens (z. B. www.berliner-volksbank.de) durch die IP-Adresse des Betrügers ersetzt. Bei einem solchen Angriff wird die URL (z.B. www.berliner-volksbank.de) richtig dargestellt, obwohl sich der Nutzer auf einer falschen Seite befindet. Auch hier spielen Sie (wie beim Phishing) sämtliche Daten, die Sie eingeben, direkt in die Hände des Betrügers.

Man-in-the-middle

Eine Man-in-the-middle-Attacke ist eine Betrugsmethode, bei der sich der Betrüger zwischen Sie und Ihren „Kommunikationspartner“ (z. B. Ihre Bank) klinkt und somit die Kontrolle über den Datenverkehr hat. Die Betrüger konzentrieren sich dabei auf Online-Banking-Kunden, die noch das altbewährte iTAN-Verfahren zur Legitimation nutzen. So haben sie die Möglichkeit, im Hintergrund die Zielkontonummer und den Betrag zu verändern, ohne dass Sie etwas davon mitbekommen.

Die Banken arbeiten fortlaufend daran, die Sicherheitsrisiken für ihre Kunden zu minimieren.
Dabei geht es primär darum, dass vertrauliche Daten bei der Übertragung über das Internet nicht unberechtigt eingesehen oder verändert werden können.

Mehr Sicherheit durch neue Verfahren

Online-Banking-Nutzer werden in den vergangenen Jahren festgestellt haben, dass es gerade in Bezug auf die Transaktionsnummern einige Veränderungen gegeben hat. Diese TAN entsprechen Ihrer Unterschrift bei Auftragserteilungen im Internet. Für jeden Auftrag wird eine neue TAN benötigt. Bei diesem Verfahren besteht allerdings die Gefahr, dass einem Betrüger Transaktionsnummern in die Hände gelangen, mit denen er in Kombination mit der ausgespähten PIN etwas anfangen kann. Dieser Gefahr sind viele Banken und so auch wir mit dem iTAN-Verfahren begegnet. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass für jede Transaktion eine ganz spezielle TAN verlangt wird.

Die Sicherheitsgefahr in Hinsicht auf Man-in-the middle-Attacken konnte so jedoch nicht abgewendet werden. Die Daten könnten im Hintergrund trotzdem verändert werden, ohne dass der Nutzer dies mitbekommt. Die Einführung von mobileTAN, also der Anforderung einer TAN per SMS auf das Handy, brachte durch die unterschiedlichen Kommunikationsmedien (Computer/Handy) und die Überprüfungsmöglichkeit der Auftragsdaten auf dem Handy zusätzliche Sicherheit.

Doch die Entwicklungen schreiten stets voran. Die Betrüger schlafen nicht, also dürfen auch die Gegner sich kein Ruhepäuschen gönnen. Das Sm@rt-TAN plus-Verfahren ist die neueste Entwicklung und zählt derzeit mit zu den sichersten Arten, eine Transaktionsnummer (TAN) zu generieren. Hier wird die TAN mit einem separaten Kartenleser (TAN-Generator) und der eigenen Bankkarte erzeugt. Die Auftragsdaten werden auf den Kartenleser übertragen und müssen dort separat bestätigt werden. So können Sie sicher sein, dass Ihr Auftrag nicht durch einen Man-in-the-middle-Betrüger verändert wurde.

Sm@rt-TAN plus bei der Berliner Volksbank

Um unseren Kunden die Möglichkeit zu bieten, Online-Transaktionen noch sicherer zu gestalten, haben wir das neue Sm@rt-TAN plus-Verfahren seit dem 01. Juni 2011 auch bei uns eingeführt. Dieses Verfahren wird das bestehende iTAN-Verfahren zukünftig ablösen.

Schnelligkeit wird belohnt

Die ersten 20.000 Kunden, die sich für das Sm@rt-TAN plus-Verfahren anmelden, erhalten von eine Gutschrift in Höhe von 4 Euro.

Hier finden Sie Informationen zur Einführung des Sm@rt-TAN plus-Verfahrens bei der Berliner Volksbank:

Der ganz spezielle Support

Um Sie bei der Umstellung auf das Sm@rt-TAN plus-Verfahren zu unterstützen, bieten wir Ihnen Hilfe der ganz besonderen Art. Unter dem Motto „Fan werden und Fragen stellen“ haben wir für Sie auf Facebook eine neue Fanpage erstellt. Dort steht Ihnen unser kompetentes “Support-Team” mit Rat und Tat zur Seite und beantwortet allgemeine Fragen rund um Sm@rt-TAN plus.

Schützen Sie sich selbst

Wie Sie sehen, wird stets an der Antwort auf neue betrügerische Methoden gearbeitet. Doch häufig lauern die größten Sicherheitslücken beim Internetnutzer selbst. Aber was können Sie eigentlich tun, um die eigene Sicherheitslücke zu minimieren? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat einige Grundregeln zusammengestellt, die Sie zu Ihrem eigenen Schutze beherzigen sollten. Mithilfe dieser einfachen Maßnahmen lässt sich die Sicherheit im Online-Banking deutlich erhöhen.

Vertrauen Sie nicht darauf, dass es Sie nicht treffen kann. Sorgen Sie lieber vor, damit Sie sich in Zukunft mit einem guten Gefühl und der Gewissheit in der Online-Welt bewegen können, für den besten Schutz gesorgt und somit das Risiko erheblich minimiert zu haben. Mehr können Sie nicht tun.

Update: Neue Phishing-Variante

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer neuen Variante des Phishings im InternetBanking.

Das Bundeskriminalamt warnt vor einer neuen Variante von Schadsoftware, die Manipulationen von InternetBanking-Seiten durchführt.Nach Login im InternetBanking wird bei einem infizierten Rechner im ersten Schritt eine Information eingeblendet, dass auf dem Konto irrtümlicherweise eine Gutschrift eingegangen sei. Diese müsse umgehend zurücküberwiesen werden, um das Konto wieder zu entsperren.In einem zweiten Schritt manipuliert die Schadsoftware die Umsatzanzeige der Kontoumsätze und zeigt so den angeblichen Eingang der Gutschrift in der Saldoübersicht an. Tatsächlich ist auf dem Konto jedoch niemals eine Gutschrift eingegangen.Folgt man der Aufforderung die Rücküberweisung vorzunehmen, präsentiert die Schadsoftware das normale, aber bereits ausgefüllte Onlineüberweisungsformular. Da der Geschädigte in diesem Fall die Überweisung selbst ausführt, bleiben die üblichen Sicherungsmechanismen im Internetbanking wirkungslos und der angewiesene Betrag wird auf ein zur Täterseite gehörendes Bankkonto überwiesen.

Das Bundeskriminalamt rät:
Sollten Sie eine derartige Meldung auf Ihrem Computer erhalten, tätigen Sie keinesfalls die angeforderte Rücküberweisung und wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle. Der benutzte Rechner ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Schadsoftware infiziert.

Quelle: Pressemitteilung des BKA vom 15.07.2011