Stadt, Land, Bank – aus der Welt der Berliner Volksbank

Leider eine dreckige Geschichte

Alle Betreiber und Nutzer von Selbstbedienungsbereichen kennen das Problem: Die begehbaren Räume mit Geld- und anderen Automaten erfreuen sich konstanter Beliebtheit als Party-Location, Toilette, Schlafplatz und nicht zuletzt Mülleimer. Der Schnappschuss aus der Vandalismus-Szene ist noch ein moderates Beispiel. Uns liegen Fotos vor, die wir Ihnen lieber nicht zeigen möchten, weil uns selbst beim Anblick dabei das Frühstück wieder hochkam.

Müll im SB-Bereich

Noch harmlos? Fragen Sie lieber nicht, was für eine Art Haufen man unter diesem Haufen vorfand.

Was kann man tun?

Tun wir nichts und belassen es dabei, hagelt es zu Recht Beschwerden von Kunden, die beim Geldabheben saubere Räume und ein sicheres Umfeld erwarten. Die einzige Lösung, das Problem vollständig in den Griff zu bekommen, wäre, neben jeden Automaten einen Wachmann zu stellen. Doch die Kosten dafür sind weder für uns, noch für unsere Mitglieder und Kunden tragbar.

Eine andere Lösung könnte sein, Geldautomaten an Häuseraußenwände zu verlegen oder dort zusätzliche zu installieren und die Vorräume von Filialen oder Selbstbedienungsstandorten zu schließen. Doch die sogenannten Außenautomaten haben auch Nachteile. Eine Sprachausgabe für sehbehinderte oder blinde Menschen ist dort wegen mangelnder Diskretion nicht möglich. Je nach Standort sinkt zudem das Sicherheitsgefühl beim Geldabheben. Darüber hinaus muss es baulich möglich und der Eigentümer muss mit dem „Loch in der Wand“ einverstanden sein.

Fazit: eine Zwickmühle

Vandalismus ist eine üble Sache, bei der wir und Sie nur die Wahl zwischen verschiedenen, kleineren Übeln haben. Die einzige für alle zufriedenstellende Lösung wäre der Verzicht auf die Sauereien. Da es vermutlich auch in Zukunft an Einsicht mangeln wird, müssen wir auf eine Mischung verschiedener Maßnahmen setzen.

Bei aktuell 30 Standorten reagieren wir auf die dort herrschenden “Vandalismus-Stoßzeiten” mit gezieltem Wachschutz und Schließzeiten in der Nacht. Jeweils zwischen 22 und 24 Uhr schließen sich die Türen und öffnen erst wieder zwischen 4 und 6 Uhr für Kunden und Nicht-Kunden, die unsere SB-Standorte und Foyers so nutzen, wie wir uns das wünschen: nämlich zum Geldabheben und nicht als Müllhalde, Partykeller oder günstige Übernachtungsmöglichkeit.

Und wer glaubt, es sei nur ein Phänomen der bekannten Party-Ecken oder „Problembezirke“, täuscht sich: Die betroffenen Filialen und Selbstbedienungsstandorte erstrecken sich vom edlen Ku’damm oder Berlin-Mitte über ruhige Bezirke wie Karlshorst bis aufs Land zum beschaulichen Kyritz oder nach Saarmund.

Sicherheit und Sauberkeit vs. Einschränkungen

Bei allen Maßnahmen wägen wir zwischen den zusätzlichen Kosten für Reinigung, Wachschutz oder Einbau eines Außenautomaten und den jeweiligen Einschränkungen für unsere Kunden ab. Für jeden Standort wurden die „kritischen“ Zeiten ermittelt und gegen die Anzahl der Kunden an den Geldautomaten abgewogen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und trotzdem Sicherheit und Sauberkeit zu gewährleisten.

Liebe Leute, Berlin ist nun wirklich nicht arm an geeigneten Locations für ausgefallene und ausufernde Partys. Unsere Bankfilialen sind dafür nun wahrlich nicht der richtige Ort. Falls Sie einen verdreckten SB-Raum vorfinden, informieren Sie uns bitte per E-Mail an service@berliner-volksbank.de und wir veranlassen eine entsprechende Reinigung. Zusätzlich werden wir alle betroffenen Standorte genauer beobachten. Wir bitten ansonsten um Ihr Verständnis.

Danke für Ihre 170.673,25 Euro

Denn Sie wissen nicht, wie viel Gutes Sie tun! Beim Gewinnsparen sind die Chancen groß, etwas zu gewinnen; sogar deutlich größer als bei den meisten Lotterien. Was viele aber gar nicht wissen: Wer garantiert gewinnt, sind gemeinnützige Vereine in der Region. Denn ein erheblicher Teil der Spieleinsätze von Gewinnsparern aus Berlin und Brandenburg wird zur Förderung von Sport, Erziehung, Bildung, Jugend und Kultur gespendet. Das waren über 170.000 Euro im letzten Jahr, die wir an 103 gemeinnützige Vereine spenden konnten.

Das Los mit Spar- und Spendenautomatik

Ein sinnvolles Präsent: Das Jahres-Geschenk-Los

Wir hatten bereits in diesem Blogbeitrag darüber berichtet, wie das Gewinnsparen funktioniert. Überzeugend sind die großen Chancen auf einen Hauptgewinn (ca. 1 : 2.000), die zahlreichen Sonderverlosungen und die schöne Bescherung kurz vor Weihnachten, wenn das übers Jahr angesparte Geld wieder ausgezahlt und aufs Konto überwiesen wird.

Aber abgesehen von den persönlichen Vorteilen für jeden einzelnen Teilnehmer liegt ein ganz wesentlicher Aspekt in der automatischen Spende: Von jedem Euro Spieleinsatz pro Los und Monat werden zur Zeit 25 Cent garantiert für gute Zwecke in Berlin und Brandenburg eingesetzt.

Das Geld bleibt hier

Dieses Prinzip entspricht auch voll und ganz dem regionalen Charakter einer genossenschaftlichen Organisation wie der Berliner Volksbank. Denn wir wirtschaften stets im Sinne der Region und alles, was wir erwirtschaften, bleibt auch in der Region. Genau in diesem Sinne werden die Einsätze von Gewinnsparern aus Berlin und Brandenburg auch an heimische Vereine weitergeleitet.

Die beschenkten Organisationen bilden das vielfältige Spektrum des sozialen Engagements ab. Ob Kinderbauernhof, Blindenhilfe, Hospizdienst: von A wie Arbeitslosenverband e.V. bis Z wie Zwergenland e.V. finden sich Stiftungen, Vereine und Initiativen aller Art, die sich für Kinder, Jugendliche, Bildung, Erziehung, Sport, Behinderte, Natur, Kieze, Kultur und vieles mehr einsetzen.

Im Januar zum Beispiel überreichten zwei FinanzCenter-Leiter und der Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf 5.660 Euro an drei Jugend-Initiativen im Südwesten Berlins. Um hier keinen falschen Eindruck zu erwecken: Zwar zählen Steglitz und vor allem Zehlendorf insgesamt zu den wohlhabenderen Stadtteilen Berlins, aber auch hier leben Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Familien, die jede Hilfe gebrauchen können. Im Detail förderten Steglitzer und Zehlendorfer Gewinnsparer die folgenden drei Projekte:

1.830 Euro für das „MoWo“: Das Mobile Wohnzimmer für Jugendliche ist ein Projekt vom Nachbarschaftshaus Wannseebahn e.V. Das MoWo bietet Jugendlichen im Bezirk einen Treffpunkt und eine Basis für Projektideen.

1.830 Euro für das „MoCafé“: Der mobile Bus mit integriertem Café bietet Eltern und Kindern eine Begegnungsstätte. Das MoCafé der Sozialarbeit & Segeln gGmbH macht Kinder- und Jugendhilfe mobil.

2.000 Euro für „Zephir’s Streetlife“: Der Treff für Jugendliche und junge Erwachsene in Zehlendorf-Süd öffnet Räume und schafft Möglichkeiten für Freizeit und Ideen.

Gut angelegt: Gewinnsparen hilft Kindern und Jugendlichen

Mit diesen Beispielen möchten wir allen bisherigen und gerne auch künftigen Gewinnsparern einen Eindruck verschaffen, was wir mit Ihren 25 Cent pro Los und Monat ‚anstellen‘. Die vollständige Liste aller im Jahr 2012 mit Gewinnsparspenden bedachten Vereine finden Sie hier auf unserer Website.

Gewinnsparen macht Vereine mobil

Außerdem haben wir wieder fünfmal ein „VRmobil“ überreichen können, die inzwischen in Berlin unterwegs sind. Vielleicht haben Sie schon einen der kleinen Flitzer im Straßenverkehr gesehen. Jeweils ein nagelneuer VW up! ging an Gesellschaft Grenzkultur gGmbH, Lichterfelder Fußball Club Berlin 1892 e.V., Kinderhoffnung e.V., Kannste auch! e.V. und die Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht e.V.

Die Übergabe fand standesgemäß in der Autostadt Wolfsburg statt

Gut für Sie, gut für Alle

Also, mitmachen lohnt sich für uns alle: Gute Gewinnchancen mit Sparautomatik für Sie und ein garantierter Gewinn fürs Gemeinwohl hier bei uns in Berlin und Brandenburg. Mit nur 1 Euro pro Monat sind Sie dabei (5 Euro pro Los, davon 4 Euro Sparbetrag, die am Jahresende zurücküberwiesen werden).

Gewinnsparen Sie mit! Hier geht’s Los!

Mehr als nur Möbel auf dem Kasten

Zapf kennt jeder. Aber kennt man das Unternehmen wirklich oder nur den legendären Gründer Klaus Zapf und seine zahlreichen Fernseh-Auftritte? Schauen Sie selbst.

Die Firma transportiert nämlich nicht nur Möbel, sondern ein Image; allerdings kein Hochglanz-Werbeversprechen mit noch einmal verbesserter Schöne-Welt-Wirkformel, sondern das Gegenteil davon: Haltung und Engagement. Klingt abgedroschen? Richtig. Ist es aber nicht.

Zapf transportiert Haltung

Ein Beispiel: Der Senat von Berlin plant den weiteren Ausbau der Stadtautobahn. Im links-alternativen Milieu regt sich Widerstand. Das Umzugsunternehmen hat seine Wurzeln in eben diesem links-alternativen Biotop der 70er Jahre im alten Westberlin. Jetzt die Preisfrage: Plädiert Zapf für oder gegen den Ausbau der A100?

Die Antwort erschließt sich aus einem Unternehmen, das sich nicht im luftleeren Raum sieht. Zapf sitzt nicht nur räumlich mitten in Berlin in der Köpenicker Straße in Kreuzberg, sondern auch mittendrin in manch polarisierender Debatte. Denn wie kaum ein anderes Unternehmen mischt Zapf sich ein und streitet, wo es Grund zum Streiten gibt. Und das nicht immer mit bequemer und schon gar nicht berechenbarer Position, womit wir zur Antwort auf die eben gestellte Frage kommen: Zapf ist für den Ausbau der Autobahn. Aus Gründen der Mobilität.

Zapf bildet aus: aktuell lernen 80 Azubis bei Zapf ihr Handwerk (Foto ©m9er)

Taten statt (abgedroschener) Worte

Denn das Unternehmen hat – Achtung: Phrasenverdacht! – in verschiedener Hinsicht das eigene Engagement und die Zukunft im Blick. Da man es abgedroschener kaum noch formulieren kann, lassen wir statt platter Worte hier die Taten sprechen. Dazu haben wir uns mit Michael Neuner unterhalten. Der ehemalige Journalist ist zuständig für Kommunikation bei Zapf. Kommunizieren wir gleich mal los:

Herr Neuner, illustre Geschichte, Mythos Klaus Zapf und so weiter … Aber was zeichnet Zapf heute aus?

Dass wir die Besten sind.

Das wäre ja mal eine Ansage! Können Sie das auch untermauern?

Na klar. Wir haben uns als eines der ersten Umzugsunternehmen überhaupt zertifizieren lassen und unsere Standards sind noch strenger als die Vorgaben. Das spiegelt sich zum Beispiel in Auszeichnungen wider. 1999 kürte uns Stiftung Warentest zum besten Umzugsunternehmen und 2009 wählte uns die IHK Berlin zum besten Ausbildungsbetrieb.

Was heißt denn Ausbildung? Reden wir nicht von einfachen Möbelpackern?

Nö. Wir haben den Ausbildungsberuf FMKU, das heißt Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice, quasi erfunden und in langen Jahren auf den Weg gebracht, sodass heute ein anerkannter Ausbildungsberuf entstanden ist und unsere Azubis in eigenen Ausbildungscentren und Werkstätten lernen. Momentan bilden wir 80 junge Menschen zum FMKU, Berufskraftfahrer, Lagerfachwirt, Speditionskaufmann, Bürokaufmann und Kfz-Mechatroniker aus.

Ach so!

Genau. Außerdem beschäftigen wir uns mit erneuerbarer Energie und der Zukunft der Mobilität. Und zwar ganz konkret. So befinden sich auf den Dächern unserer Lagerhallen große Fotovoltaikanlagen und in unserer LKW-Flotte fährt einer der weltweit ersten Hybrid-LKW, ein Pilot-Projekt mit Mercedes-Benz. Elektromobilität ist natürlich ein wichtiges Thema bei uns. Wir haben daher auch eine klare, wenn auch für manche überraschende Position beim Ausbau der Stadtautobahn: Die Zukunft liegt nicht im Vermeiden von Verkehr. Das Motto lautet: nicht weniger Verkehr, sondern bessere Verkehrslösungen. Ein anderes Beispiel: Als die Umweltzone eingeführt wurde, haben wir unsere LKW umgerüstet. Ganz schöner Kraftakt! Dann gab es da aber plötzlich Ausnahmegenehmigungen für den Wettbewerb und die fuhren dann wie die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe noch jahrelang mit ihren Stinkekisten weiter. Solche Marktverschiebungen ärgern uns.

Dann lassen Sie uns zu einem erfreulicheren Thema wechseln.

Gern. Nehmen wir unser Engagement in Schulen und für Kinder. Hier investieren wir gutes Geld. Bei unserem TrickTruck zum Beispiel können Kinder Medien einmal nicht nur konsumierend erleben, sondern selbst die Initiative ergreifen. Kinder machen Kurzfilme! Leider gerät man als Unternehmen bei solchen Sachen immer in den Verdacht, sich letztlich doch nur in eindeutig werblicher Absicht an den Nachwuchs ranzuwanzen. Natürlich hängen wir unseren Wilhelm, also unser Logo, in die Lande, wenn wir Geld anfassen und damit Gutes tun. Die Vorwürfe muss man eben aushalten als Unternehmen.

Das mag ja alles sehr schön sein, aber warum sollte ich mich als Kunde für Zapf entscheiden?

Gutes Stichwort: Ihre Entscheidung. Sie können uns buchen, weil wir nicht nur qualifizierte Dienstleister sind, sondern auch gerne einen gesellschaftlichen Auftrag erfüllen. Und zusätzlich kann man sich auch für Zapf entscheiden, weil wir ein Unternehmen mit klarer Kante sind. Wir tun hier was in der Stadt.

Und wohin geht die Reise in Zukunft?

Was heute neudeutsch Self-Storage heißt, bieten wir seit 30 Jahren unter dem Namen Selbsteinlagerung an. Unter lagerboxen.com bieten wir kleine bis ganz große Lagerflächen, aber auch Boots- und Caravanstellflächen und natürlich sind wir auch in der Immobilienbetreuung ein zuverlässiger Partner. Unsere Zukunft liegt aber eindeutig in der verstärkten Ausbildung Jugendlicher und Förderung unseres Nachwuchses. Und wir werden auch in Zukunft mitmischen bei relevanten Themen, sei es Mobilität, Umwelt oder soziale Gerechtigkeit.

Dann wünschen wir Ihnen dabei viel Erfolg. Herzlichen Dank für das Gespräch.

Und jetzt: die Überraschungskiste für Sie!

Zapf spendiert unseren Lesern 3 x eine get2Card im Wert von je 66 Euro in einer schmucken, silbernen Geschenkbox und 5 x 20 Umzugskartons.

Lust auf Berlin erleben zu zweit oder steht ein Umzug bevor? Dann senden Sie bis zum 8. März 2013 eine E-Mail mit Betreff „Berliner Volksbank“ an volksbankpartner@zapf.de. Unter allen Teilnehmern werden die Gewinne verlost. Die Benachrichtigung erfolgt per E-Mail. Viel Glück!

Die an volksbankpartner@zapf.de übermittelten Daten werden gemäß den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen behandelt. Sie werden ausschließlich und einmalig zum Zweck der Gewinnbenachrichtigung genutzt und nach Ablauf der Aktion gelöscht.

Das war der 10. Beitrag unserer Serie, in der wir Unternehmer portraitieren, die Kunden und Mitglieder bei der Berliner Volksbank sind.

Alle Beiträge dieser Serie

  1. Mehr als nur Möbel auf dem Kasten
  2. Hier lachen Ihnen die Hühner
  3. Freiflug im Himmel bei Berlin
  4. Im Himmel für Haustiere
  5. Der Kick in der Halle
  6. Matthias Schweighöfer mit rotem Tanga
  7. Zum Spaßhaben ab in den Keller
  8. Ab an die frische Meeresluft – mitten in der Stadt
  9. Unsinkbar im Havelmeer
  10. "Ich glaub, es hockt!"

Endspurt mit Abkürzung

Endlich ist ein Ende in Sicht. In immer größeren Schritten nähert sich nun das Finale meiner Ausbildung, das ganz anders verläuft, als ursprünglich geplant. Vorgesehen waren als Ausbildungszeit 2 ½ Jahre. Dann hätte ich im November meine Abschlussprüfung und bis dahin noch etwas Zeit. Aber wie so oft kommt es anders, als man denkt.

Denn da ich so ungeduldig bin und am liebsten gleich meine Prüfung ablegen würde, um danach zu studieren, hat sich die Volksbank etwas einfallen lassen. Wir können die Ausbildungszeit um ein halbes Jahr verkürzen! Voraussetzung dafür ist aber, dass die Vorgaben der Schule eingehalten werden. Sprich: Die Noten müssen stimmen.

Ein halbes Jahr schneller

Zum Glück habe ich mich in den letzten Jahren Berufsschule angestrengt und mein Notenschnitt lässt die Verkürzung zu. Also habe ich den dazugehörigen Antrag an meine Personalabteilung geschickt, die diesen dann an die Schule weitergeleitet hat. Es müssen ja alle zustimmen.

Schreibtisch mit Unterlagen

Gefühlt sind das viel mehr Unterlagen

Ich hoffe, das war die richtige Entscheidung. Letzte Woche habe ich zur Prüfungsvorbereitung Unterlagen bekommen. Ich dachte ja eigentlich, dass es nach der Zwischenprüfung nicht mehr schlimmer kommen kann, aber: Irrtum! Der Berg wird immer größer. Er liegt jetzt auf meinem Schreibtisch und guckt mich jeden Abend strafend an, wenn ich mich entschließe, das Lernen noch ein bisschen hinauszuzögern. Lange kann ich mir das wohl nicht mehr erlauben, denn das Verkürzen hat leider nicht nur Vorteile.

Vier harte Monate

Schließlich muss ich nicht nur früher anfangen, für die Prüfung zu lernen als meine Mit-Azubis, die im November schreiben. Ich muss auch mehr lernen. Durch das Vorziehen der Prüfung fallen bei mir vier Wochen Schulunterricht aus und den Stoff muss ich mir natürlich selbstständig zu Hause aneignen. Und da unsere Lehrer wissen, dass viele aus meiner Klasse verkürzen wollen, versuchen sie uns so viel Lernstoff wie möglich jetzt schon in den Kopf zu hämmern. Aber nicht nur das; mir geht auch ein halbes Jahr praktische Erfahrung flöten, bei der man oft noch besser für die mündliche Prüfung vorbereitet wird.

Auf zum Studium

Aber trotz der erschwerten Bedingungen denke ich, dass ich die Prüfungen schon meistern werde. Vor mir liegen jetzt vier arbeitsintensive Monate, aber die gehen auch vorbei und ich weiß ja, wofür ich es tue – um danach mit meinem Studium anfangen zu können.

Alle Beiträge dieser Serie

  1. Endspurt mit Abkürzung
  2. Halbzeit ist Zwischenprüfungszeit
  3. Die unsichtbaren Kollegen
  4. Was bewegt die Jugend? - Zwei Azubis wollen´s wissen
  5. Hinter den Kulissen: Azubis im Schließfach
  6. Als Azubi-Azubi bei der Berliner Volksbank
  7. Zurück zur Schule
  8. Und jetzt komme ich!

Hier lachen Ihnen die Hühner

Darf’s noch etwas Dim Sun an Kokosbanane sein? Oder ein Carpaccio vom Kobe-Rind an Trüffelbutter? Oder eine Auswahl von … Nein! Darf`s nicht. Hier nicht. Wer sich für einen Abend in der Henne entscheidet, muss sich nicht mehr mit unüberschaubarem Variantenreichtum modernster Küchenkreationen beschäftigen.

Eine Auszeit von der Auswahl

Denn über die ausufernden, oft Romanumfang erreichenden Speisekarten mancher zeitgenössischer Restaurants gackern hier im alten Kreuzberg „SO 36“ die Hühner. Anstatt der Qual der Wahl hat man in der Henne fast nur eine Wahl. Aber genau deswegen kommen die Leute, und zwar seit Jahrzehnten schon: Gestatten, das halbe Masthähnchen! Ein echter Berliner Klassiker, der seit den 60er Jahren bis heute nach einem Geheimrezept zubereitet wird.

Über 100 Jahre alt und gemütlich wie anno 1908 (© W. Chodan, Berlin)

Eine Art Coca-Cola-Formel aus Kreuzberg

Die Kreation stammt von der ehemaligen Wirtin und wird seitdem unter Generationen von Henne-Köchen weitergereicht. Jeder Koch unterschreibt bei seiner Einstellung eine Verschwiegenheitserklärung und bis heute scheint es kein Sicherheitsleck der Henne-Küche zu geben. Denn ein vergleichbares Masthähnchen, das innen so saftig und außen so knusprig ist, findet man kaum anderswo.

Hüterin der geheimen Henne-Formel ist seit 1991 Angela Leistner, die vorher hier als Kellnerin jobbte und damals plötzlich vor der Chance stand, den Laden zu übernehmen. „Zufrieden mit Ihrer Entscheidung, Frau Leister?“, fragen wir sie bei unserem Besuch vor Ort. „Klar. Die Frage stellt sich eigentlich gar nicht. Gastronomie ist zwar immer ein hartes Pflaster, aber die Henne ist inzwischen einfach mein Leben“, erklärt sie uns.

Mit manchen Zeiten ein Hühnchen zu rupfen …

Zu diesem der Henne gewidmeten Leben zählen Höhen und Tiefen. Der Mauerfall zum Beispiel hatte dem Alt-Berliner Lokal schwer zu schaffen gemacht, als plötzlich alles und jeder ‚in den Osten rübermachte‘, wo über Nacht die neuen Clubs und Szene-Läden öffneten. Auch mit dem Umsatzeinbruch im Zuge der Euro-Umstellung hätte die Henne noch ein Hühnchen zu rupfen. Aber seit einigen Jahren läuft der Laden wieder wie zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

Damals, im Jahr 1908 öffnete die Arbeiterkneipe, die heute noch so aussieht wie anno dazumal. Ein Ofen bollert, manchmal bespielt einer das alte Klavier, aus den Fässern in Wandhalterungen fließen traditionelle Spirituosen, Wände und Decken sind mit Holzvertäfelungen verkleidet und nichts davon ist Kitsch, weil alles original erhalten. Man kann heute von Glück sagen, dass damals in den 60er Jahren nicht genug Geld in der Kasse war, sodass die ehemaligen Besitzer ihre Renovierungspläne nicht umsetzten. Dann wäre es um die Einzigartigkeit der Henne geschehen.

Ein prominenter Gast: der Hauptmann von Köpenick

So aber ist es kein Wunder, dass in diesem alten Gemäuer auch mancher bekannte Film gedreht wurde. Denn zum Beispiel wie beim „Hauptmann von Köpenick“ muss hier nichts an der Einrichtung verändert werden, um in einer echten Kneipe à la 1908 zu sitzen. Die über 100 Jahre währende und bewegte Geschichte der Berliner Institution können Sie nicht nur vor Ort nachempfinden, sondern auch im Buch nachschmökern, das vor Ort am Tresen erhältlich ist.

Auch heute urig wie damals; nur ohne Zigarren versteht sich (© Henne Berlin)

Das Rezept für einen gelungenen Abend

Wir haben Ihnen hier einen Fahrplan für Ihren Besuch in der Henne zusammengestellt, damit der Abend zum allseitigen Vergnügen verläuft.

Reservieren: und zwar mit Anlauf! Vor allem am Wochenende gilt: Noch am selben Abend des Anrufs einen freien Tisch zu erwischen, wäre vergleichbar mit einem Lottogewinn.

Geduld vor Ort! Die Hütte brennt und die Küchen-Kapazität ist begrenzt. Das gute Masthähnchen muss Ihnen die Wartezeit wert sein.

Überbrücken! Nach der Hähnchen-Bestellung die Atmosphäre genießen und die Wartezeit mit Kartoffel- oder Krautsalat verkürzen. Außerdem wäre da ja noch das äußerst süffige Mönchshof-Bier zu erwähnen.

Jetzt aber! Das Warten hat sich gelohnt, das Hähnchen ist da. Jetzt bloß nicht auf die Tischmanieren achten, sondern beherzt und mit den Fingern zugreifen.

Ausklingen lassen! Dazu vielleicht ein Schnäpschen zur Verdauung. (Wiegt immerhin gut 700g, das halbe Hähnchen.)

Optional: nicht bezahlen! Das gilt natürlich nur, wenn Sie einen unserer Henne-Gutscheine gewinnen sollten (siehe unten).

Voilà! Wir wünschen guten Appetit und einen gepflegten Abend!

3 x Henne für 2 zu gewinnen

Die Henne-Wirtin Angela Leistner spendiert unseren Lesern dreimal ein originales Hähnchenessen für zwei Personen bestehend aus: je dem halben Masthähnchen, einer Salatbeilage und einem Bier oder Wein pro Person.

Appetit bekommen? Dann senden Sie bis zum 20. Februar 2013 eine E-Mail mit Betreff „Berliner Volksbank“ an wirtshaushenne@t-online.de. Unter allen Teilnehmern werden die drei Henne-Abende verlost. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Viel Glück und wohl bekomm’s!

Die an wirtshaushenne@t-online.de übermittelten Daten werden gemäß den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen behandelt. Sie werden ausschließlich und einmalig zum Zweck der Gewinnbenachrichtigung genutzt und nach Ablauf der Aktion gelöscht.

Das war der 9. Beitrag unserer Serie, in der wir Unternehmer portraitieren, die Kunden und Mitglieder bei der Berliner Volksbank sind.

Alle Beiträge dieser Serie

  1. Mehr als nur Möbel auf dem Kasten
  2. Hier lachen Ihnen die Hühner
  3. Freiflug im Himmel bei Berlin
  4. Im Himmel für Haustiere
  5. Der Kick in der Halle
  6. Matthias Schweighöfer mit rotem Tanga
  7. Zum Spaßhaben ab in den Keller
  8. Ab an die frische Meeresluft – mitten in der Stadt
  9. Unsinkbar im Havelmeer
  10. "Ich glaub, es hockt!"

Verwirrung – Warum die Knöllchen jetzt europäisch sind

Das Auto falsch geparkt, kein Parkticket gelöst oder zu schnell gefahren. Auf die folgende Post vom Polizeipräsidenten ist Verlass. Ein kurzes Murren und auf zur Bezahlung des Parktickets per Post. Doch was ist das? Sah der Überweisungsvordruck letztes Jahr nicht noch anders aus?
Drei neue Abkürzungen. Von denen hat man vielleicht schon im Rahmen einer Überweisung ins Ausland gehört, beispielsweise zur Zahlung der Miete einer Ferienwohnung in der Toskana. Aber der Polizeipräsident sitzt doch am Tempelhofer Damm, in Berlin, in Deutschland. Soll das jetzt eine Auslandsüberweisung werden? Was ist denn da passiert?

SEPA? – Wo liegt SEPA?

Die 27 EU-Staaten, die EWR-Länder Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die Schweiz und Monaco wissen was sie wollen: Einen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum, neudeutsch Single European Payment Area oder kurz SEPA.
Damit ist die erste Abkürzung geklärt und wir als Bank wissen was zu tun ist. EU-Richtlinen, Verordnungen und nationale Gesetze umsetzen. Mit den Details, wie es dazu kam und was bei uns alles umzustellen ist, verschonen wir Sie an dieser Stelle mal. Wir machen brav unsere Hausaufgaben und erklären Ihnen, was es Neues gibt, was geändert wird und was auf Sie zukommt.
Firmenkunden beschäftigen sich schon seit 2008 mit dem Thema und einige Privatkunden haben schon erste Erfahrungen gesammelt, sofern sie ins Ausland überweisen mussten. Die haben jetzt einen kleinen Vorteil, denn die wissen die Bedeutung der beiden anderen Abkürzungen schon. Aber diesen Informationsvorsprung wollen wir heute deutlich reduzieren.

IBAN und BIC – Nur einer kann überleben

Die Kontonummern werden europaweit vereinheitlicht und heißen nun IBAN (International Bank Account Number = Internationale Bankkontonummer) und die passenden internationalen Bankleitzahlen heißen BIC (Bank Identifier Code).
Während die beiden “Neuen” bisher nur bei Auslandsüberweisungen im SEPA-Raum nötig waren, machen sich diese Zahlen- und Buchstabenreihen jetzt auch in den teilnehmenden Ländern breit. Überweisungen, Daueraufträge und selbst Lastschriften sind vor ihnen nicht mehr sicher. Gemeinsam erobern sie die einheimischen Zahlverfahren, doch am Ende wird nur eine der beiden gewinnen.
Am Ende des geplanten Prozesses wird die gewohnte Kontonummer, Bankleitzahl und auch der BIC aussterben. Die IBAN wird als Einzige überleben.

2016, 2014 oder bereits heute?

Die nationalen Zahlverfahren enden am 1. Februar 2014. Firmenkunden müssen ihren Zahlungsverkehr bis dahin vollständig auf das neue Verfahren mit der IBAN umstellen. Für Verbraucher gibt es eine Übergangsfrist bis 2016. Soweit die Theorie; aber wer jetzt glaubt, er könne sich entspannt zurücknehmen, den holt die Praxis ganz schnell wieder ein.
Wie beispielsweise in Form der Landeshauptkasse, die mal eben die Formulare umstellt und den Parksünder gleich zweimal schockiert. Er soll zahlen, weiß aber mit dem SEPA-Überweisungsträger nix anzufangen. Dann ist die Zukunft doch schon heute da.

EU-Standardüberweisung

Wie lautet meine IBAN?

Aber keine Panik. Wir verraten Ihnen, wo wir Ihre IBAN schon “versteckt” haben. Entdecken kann man die “Neue” auf dem Kontoauszug, auf der Rückseite der BankCard oder sogar im InternetBanking.
Wenn Sie jetzt einen bewussten Blick auf Ihre IBAN werfen, bitte nicht erschrecken, sie ist ganze 22 Stellen lang!
Mit einer kleinen Eselsbrücke lässt Sie sich dennoch ganz einfach merken, denn viele Stellen kommen Ihnen garantiert bekannt vor:

DE 99 100 900 00 1234567890
Deutschland -neu- bisherige Bankleitzahl bisherige Kontonummer

Damit ist das Geheimnis gelüftet und das “Buchstaben-Ziffern-Monster” verliert den Schrecken, aber auch ein bisschen den Zauber. Wenn man den Trick kennt, ist das alles kein Hexenwerk mehr.
Die gute Nachricht für Nostalgiker: So lebt die gewohnte Kontonummer und unsere geliebte Bankleitzahl in der IBAN doch irgendwie weiter.

Und wie ist der BIC?

Unsere internationale Bankleitzahl, auch als SWIFT-Code bekannt, lautet weiterhin BEVODEBB und ist meist in direkter Nachbarschaft zur IBAN zu finden.

Das InternetBanking rechnet selbst

Die SEPA-Überweisung wurde bereits 2008 geboren und hat auch im InternetBanking Einzug gefunden. Dort kann der Nutzer direkt in der Überweisungsmaske auf die SEPA-Überweisung umstellen. Die eigene IBAN rechnet das InternetBanking ganz schnell aus und übernimmt sie ins Formular.
So können Sie auch heute schon das Knöllchen online bezahlen, ohne den Vordruck der Landeshauptkasse zur Bank zu bringen.

Mit diesen kleinen Tipps schocken Sie die neuen Vordrucke nicht mehr und auf´s Erste sind Sie damit gut gerüstet. Was sich bei Ihren Lastschriften und Daueraufträgen ändert, erläutern wir Ihnen in einem späteren Beitrag.

Für Firmenkunden bedeutet die Umstellung auf SEPA eine ganze Menge Arbeit.
Auf unserer Internetseite haben wir daher viele Informationen, Fristen und Umstellungshilfen auf einer eigenen Themenseite zusammen gestellt.

Darf’s noch ein bisschen Papierkram sein?

Häufig beklagen Kunden den steigenden bürokratischen Aufwand beim Umgang mit ihrer Bank. Das betrifft auch uns und dazu möchten wir einmal von ganzem Herzen sagen:

„Stimmt, dit nervt wirklich!“

Was viele nicht wissen: Wachsende Papierstapel und zeitaufwändigere Abwicklungen im Bankalltag sind keine Schikane unsererseits, sondern kosten uns selbst ebenfalls viel Zeit und Nerven. Die Gründe für mehr Bankbürokratie sind allerdings vielfältig und deren Sinn ist oft schwer vermittelbar. Wir haben hier einmal einen Überblick über die Sachlage sowie die Vor- und Nachteile bei den wichtigsten Prozessen zwischen Kunde und Bank zusammengestellt.

Den Impuls zu diesem Beitrag verdanken wir übrigens dem Herrn „Kasupke“ von der Berliner Morgenpost. Kasupke war so freundlich und gab uns die Erlaubnis, seine Glosse hier zu zitieren. Unsere Antwort darauf finden Sie unten am Ende dieses Beitrags. Am 13.11.2012 hieß es in „Kasupke sagt, wie es ist“ in der Morgenpost:

„… damit se meen Jeld aus der Tasche zieht.“?

„Ick bin uff eenmal n´janz bejehrter Typ – jedenfalls für meene Bank. Die sind hinta mir her wie der Teufel hinta der armen Seele. Letzte Woche hat jeden Tach ne Bankberaterin uff den Anrufbeantworter jequatscht. Ick soll janz dringend anrufen wejen meenem Konto. Bin ick natürlich erstmal erschrocken. Jedet mal, wenn ick zurückjerufen habe, war die Dame nich da, inna Besprechung oda hatte frei. Jestern hab ick se nu erreicht. Da erzählt se mir wat von Daten aktualisieren und ick soll doch ma vorbeikommen….Nachtigall, ick hör dir trapsen. Nee danke, hab ick jesacht. Von meene paar Piepen jeb íck nich noch der Bank wat ab, damit se mir meen Jeld auf der Tasche zieht.“

Warum rufen wir an? Gesetz!

Mit seiner Vermutung, die Datenaktualisierung sei ein Vorwand und die Mitarbeiterin wollte ihm Geld aus der Tasche ziehen, irrt Kasupke. Tatsächlich ist nämlich jedes Finanzinstitut laut Geldwäschegesetz dazu verpflichtet, in regelmäßigen Abständen die Kundendaten zu aktualisieren. Dazu zählt auch die Überprüfung der Adresse. Laut AGB müssten uns Kunden eigentlich über Änderungen wie eine neue Adresse auf dem Laufenden halten, aber oft vergisst man das in der Hektik eines Umzugs.
Nachteil: Unsere Berater versuchen, Sie telefonisch zu erreichen. Und wie der Fall Kasupke zeigt, sind die Mitarbeiter selbst nicht immer gleich erreichbar bei Rückrufversuch, da selbst eingebunden in Beratungsgespräche.
Vorteil: In diesem Fall zum Wohl der Allgemeinheit. Das Geldwäschegesetz dient dazu, illegale Transaktionen und insbesondere organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Das geht mit aktualisierten und damit zutreffenden Kundendaten nun einmal besser.

Warum rufen wir noch an? Neuer Kundenstammvertrag

Hierbei handelt es sich um eine interne Angelegenheit der Berliner Volksbank. Wir stellen unseren Kundenstammvertrag auf eine kundenfreundlichere Version um, womit wir die Geschäftsbeziehung zwischen uns und unseren Kunden vereinfachen. Denn zukünftig reicht die eine Unterschrift im Kundenstammvertrag aus, um zum Beispiel bei weiteren Kontoeröffnungen nicht jedes Mal aufs Neue ein Formular ausfüllen und unterschreiben zu müssen. Für bestimmte Angebote ist außerdem ein Abschluss über unser Internetbanking möglich, sodass sogar der Weg in die Filiale entfällt.
Vorteil: Entbürokratisierung, weniger Papierkram! Sie müssen nicht mehr für jede Kontoeröffnung ein eigenes Formular unterschreiben. Und für bestimmte Abschlüsse muss man nicht einmal mehr die Filiale aufsuchen.
Nachteil: Sie müssen leider einmalig den neuen Kundenstammvertrag unterschreiben.

Papierkram, Teil 1: Kredit

Nicht erst bei Abschluss eines Kreditvertrages, sondern schon im Vorfeld bei der Einholung eines Angebotes muss die Bank über die sogenannten vorvertraglichen Informationen unterrichten. Dabei handelt es sich um eine deutsche Gesetzgebung, die auf einer EU-Richtlinie basiert und die jede Bank einhalten muss.
Vorteil: Kunden verfügen über eine einheitliche, objektive Grundlage, um die Leistungen und Angebote verschiedener Finanzinstitute zu vergleichen und zu bewerten.
Nachteil: Ein Haufen Papier!

Papierkram, Teil 2: Aktien & Co.

Und wieder ein Gesetz! Laut Wertpapierhandelsgesetz muss jede Bank die finanzielle Situation von Kunden, die Wertpapiere erwerben oder mit Aktien handeln möchten, gewissenhaft überprüfen. Dafür ist außerdem gesetzlich vorgeschrieben, dass Bankmitarbeiter bei jeder Anlageberatung ein schriftliches Protokoll aushändigen müssen. Das Protokoll muss vom Anlageberater unterzeichnet sein.
Vorteil: Mehr Sicherheit für Anleger, besserer Schutz vor Wertpapiergeschäften, die den eigenen Möglichkeiten nicht entsprechen oder zu riskant sind. Und man hat alles schriftlich: Der Kunde kann jederzeit die Inhalte des Beratungsgesprächs einsehen.
Nachteil: Bei einem Beratungsgespräch kommt man kaum unter zwei Stunden davon. Außerdem gilt es auch hier, viel Papierkram zu wälzen.

Fazit: diverse notwendige Übel

Überwiegend sind es EU-Richtlinien oder Vorgaben und daraus abgeleitete deutsche Gesetze, die uns eine Vielzahl von Vorgaben bürokratischer Art auferlegen. Dass diese Auflagen nicht zur allgemeinen Erheiterung beitragen, können wir sehr gut nachvollziehen. Auch wir würden uns etwas schlankere Abläufe wünschen, müssen uns aber aus den genannten Gründen der Sachlage beugen. Wenigstens hoffen wir, bei Ihnen für etwas mehr Verständnis gesorgt zu haben, wenn mal wieder die Bank anruft oder die eine oder andere ‚Formularschlacht‘ ansteht.

Nicht ärgern, „… jibt bestimmt nen Kaffee dazu.“

In diesem Sinne haben wir auch „Kasupke“ geantwortet. Hier unsere Replik auf dessen oben zitierte Glosse:

„Da sitz ick inna Mittachspause mit meener Stulle und les ma die Zeilen von Kasupke durch. Stimmt, denk ick bei mir. Dit nervt wirklich. Sojar mich und ick sitz auf der anderen Seite vom Telefon und versuch meene Kunden zu kriegen. Wejen der Daten, die wa aktualisieren sollen. Denn von wollen kann jar keene Rede sein. Will der Jesetzjeber so. Ständig neue Vorschriften und zack – sind Verträge nich mehr aktuell. Irjendwat fehlt imma. Mal die Einwilljung, det wa unseren Kunden überhaupt anrufen dürfen, mal darf nicht allet uff eenem Zettel stehen. Zum heulen. Bei der janzen Regulatorik kommt man als jeplagter Banker jar nich mehr dazu, nach den paar Piepen der Kunden zu fragen, jeschweige denn, wat sinnvolles damit anzufangen. Also lieber Kasupke, jehn se einfach mal zu ihrer Beraterin – passiert schon nix und jibt bestimmt nen Kaffee dazu.“

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Freiflug im Himmel bei Berlin

Bevor wir hier gleich einen kostenlosen Tandemsprung verlosen, eine Frage vorab: Wissen Sie, was beim Fallschirmspringen am gefährlichsten ist? Ganz einfach: die Autofahrt danach. Denn das Hochgefühl nach einem Sprung hält oft mehrere Tage an. Obwohl längst wieder auf dem Boden, schwebt man noch im Rausch des freien Falls zwischen Himmel und Erde. Gerade Anfängern rät der Gründer von Take Off, Ralf Heine, die Eindrücke nach dem Sprung erst einmal sacken zu lassen und nicht am Boden oder hinterm Lenkrad weiter abzuheben.

Boxen und Klettern sind gefährlicher

Tatsächlich ist das Fallschirmspringen halb so gefährlich wie sein Ruf. Einen sicheren Indikator dafür bieten die Versicherungen. Sie kalkulieren nicht nach emotionaler oder medialer Wahrnehmung einer Sportart, sondern nach harten Fakten. An den Versicherungskosten lässt sich so eine klare Rangfolge auf einer Gefährlichkeitsskala ableiten. Im Ergebnis rangiert Fallschirmspringen noch hinter Boxen und Klettern. Während Medien jedes Fallschirmunglück zur Sensationsgeschichte stilisieren, wird übersehen, dass viel mehr Menschen beim Tauchen oder Skifahren verunglücken.

Eine äußerst sichere Sache, technisch …

Dank der Entwicklung der Ausrüstung ist es heutzutage fast kaum noch möglich, aus technischen Gründen beim Fallschirmspringen zu verunglücken. Die wenigen Unfälle lassen sich fast vollständig auf menschliches Fehlverhalten zurückführen. Dazu zählt vor allem die gute, alte Selbstüberschätzung.

Im Gegensatz zum mythischen Ikarus, der so hoch flog, dass er sich an der Sonne verbrannte, lauert der Übermut beim Springen in Bodennähe. Moderne Gleitschirme machen riskante Flugmanöver bei der Landung möglich und wecken die Lust auf ein gefährliches Schaufliegen vor Publikum. Meistens sind es auch nicht Anfänger, sondern Vielflieger, die sich dabei übernehmen. Aber für Neulinge am Himmel spielt das Thema sowieso keine Rolle, denn man springt mit einem erfahrenen Lehrer im Tandem.

Das große Geld liegt nicht in der Luft.

Der Preis für einen Tandemsprung mag manchem hoch erscheinen, ist aber schon knapp kalkuliert aus Unternehmersicht. Denn die Kosten für den Flugbetrieb und die Infrastruktur am Boden sind erheblich. Also braucht man als Antrieb eine ausreichende Portion Leidenschaft, so wie sie Ralf Heine mitbringt; natürlich selbst begeisterter Springer. Der ehemalige Hubschrauberpilot witterte nach dem Mauerfall die Chance, sein Hobby zum Beruf zu machen und den Luftraum um Berlin zu erobern. Er landete 1992 in Fehrbellin (rund 50 km nordwestlich von Berlin) – mit ein paar Fallschirmen, einem aus heutiger Sicht prähistorischen, über drei Kilo schweren ‚Mobiltelefon‘ und zwei Wohnwagen, von denen der eine als Tower diente, während der andere die Fallschirmschule beherbergte.

Der Tower? Im Wohnwagen!

Die Flugpiste bestand aus ein paar Betonplatten und gesprungen wurde aus Seiner alten AN2 – dem weltgrößten Doppeldecker mit riesigem 9-Zylinder Sternmotor, 1000 PS bei 30 Liter Hubraum und ungefähr dem gleichen Öl- wie Spritverbrauch. Eine gute halbe Stunde brauchte die urige Maschine, um die Springer auf 2.500 m Höhe zu heben.

Gesprungen wurde damals im ganzen Jahr so oft, wie heute in einer einzigen Woche. Denn inzwischen, zwanzig Jahre später, findet man in Fehrbellin ein modernes Fallschirmsportzentrum inklusive eigenem Konfektionsbetrieb für Overalls und kompletter Infrastruktur. „Take Off“ ist heute bundesweit wohl das einzige Unternehmen, das alle Facetten rund um den Fallschirmsport anbietet.

Jährlich werden bis zu 18.000 Sprünge absolviert. In der Hochsaison wird die firmeneigene Cessna morgens gestartet und bleibt den ganzen Tag im Einsatz. Getankt wird heiß, bei laufendem Motor und ausgeschaltet wird die Maschine erst wieder am späten Abend.

Abflug für Anfänger mit Flugbegleiter

Jetzt aber auf in die Luft: Um beim freien Fall und einer ‚Reisegeschwindigkeit‘ von rund 200 km/h gemeinsame Manöver zu fliegen, muss man was können. Ohne Ahnung und Einweisung würde ein Anfänger bei einem Alleinflug hilflos trudeln und durch die Luft gewirbelt werden. Um das zu vermeiden, wurde der Tandemsprung erfunden.

Davon sind bis auf ganz wenige Ausnahmen alle extrem begeistert. Ein „Um Himmels Willen, nie wieder!“ hört man fast nie nach der Landung. Und höchstens ein- bis zweimal pro Jahr schafft einer bei Take Off den Absprung nicht und bleibt im Flugzeug sitzen. Stattdessen überwiegen Glückseligkeit und Hochgefühl bei allen, die die unvermeidbare Angst vor dem Sprung aus dem Flugzeug überwinden.

Ihr Weihnachtsgeschenk zum Abheben

Wenn Sie selbst als Laie mal richtig abheben wollen, dann am besten in den fachkundigen Armen eines Sprunglehrers bei Take Off. Die erfahrenen Flugbegleiter weisen Sie ein und bringen Sie sicher wieder auf den Boden. Los geht’s zum Beispiel mit dem vergünstigten Weihnachtsangebot von Take Off.

Und mit etwas Glück ein Freiflug!

Wenn Sie sogar einen kostenlosen Tandemsprung gewinnen oder jemanden damit beschenken möchten, dann los: Schreiben Sie uns bis zum 20.12.2012 einen Kommentar und verraten Sie uns, was Sie in den Himmel zieht oder wem Sie den Traum erfüllen möchten. Unter allen Teilnehmern verlosen wir rechtzeitig zum Weihnachtsfest den kostenlosen Tandemsprung bei Take Off. Viel Glück und guten Flug!

Der Gewinner wird per E-Mail am 21.12.2012 benachrichtigt und erhält einen Gutschein für einen kostenlosen Tandemsprung für die Saison 2013, den uns freundlicherweise die TAKE OFF Fallschirmsport GmbH zur Verfügung stellt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Volksbank sowie deren Angehörige sind von der Verlosung ausgeschlossen.

Das war Teil 8 unserer Serie, in der wir Unternehmer portraitieren, die Kunden und Genossenschaftsmitglieder bei der Berliner Volksbank sind. Weiter geht’s im nächsten Jahr.

Alle Beiträge dieser Serie

  1. Mehr als nur Möbel auf dem Kasten
  2. Hier lachen Ihnen die Hühner
  3. Freiflug im Himmel bei Berlin
  4. Im Himmel für Haustiere
  5. Der Kick in der Halle
  6. Matthias Schweighöfer mit rotem Tanga
  7. Zum Spaßhaben ab in den Keller
  8. Ab an die frische Meeresluft – mitten in der Stadt
  9. Unsinkbar im Havelmeer
  10. "Ich glaub, es hockt!"

Halbzeit ist Zwischenprüfungszeit

Huch, schon liegt mehr als die Hälfte meiner Ausbildungszeit hinter mir! Dafür war natürlich die Zwischenprüfung fällig. Am 26. September musste ich mich mit tausenden anderen kaufmännischen Auszubildenden prüfen lassen.

Lernen am Strand?

Schon im Sommer hatten wir einen dicken Stapel Blätter zur Prüfungsvorbereitung von unserer Ausbildungsabteilung erhalten. Dort wurde uns gezeigt, wie die Aufgaben gestellt werden und worauf wir achten müssen. Damit hatten wir erst mal genug Material zum Üben.

Das taten wir natürlich auch alle fleißig. Ich hatte jedoch erst einmal zwei wohlverdiente Wochen Urlaub. Meine Prüfungsunterlagen habe ich trotzdem mitgenommen. Ich dachte, wenn ich ausgeruht am Strand liege, kann ich dort auch mal reingucken. Pustekuchen! Das ließ ich dann natürlich doch bleiben.

Aber da es zwischendurch drei Tage regnete, habe ich doch mal reingelesen, um zu sehen, was von mir verlangt wird. Eine ganze Menge! Alles rund um das Bankwesen und noch einige Fragen zum Allgemeinwissen.

Wissen Sie die Antwort?

Hier zum Beispiel eine Frage aus unseren Prüfungsaufgaben: Welche der folgenden Maßnahmen schlagen Sie vor, um den betrieblichen Energieverbrauch zu senken?

  1. Verwendung von Produkten mit Umweltschutzsiegel
  2. Anbringen von computergesteuerten Thermostaten zur Regelung der Raumtemperatur in allen Räumen
  3. Spendensammlung zugunsten von Umweltschutzorganisationen auf der Weihnachtsfeier
  4. Umstellung von Mehrweg- auf Einwegflaschen im Kantinenbereich
  5. Verwendung von kostengünstigen Papiersorten

Mir schien Lösung 2 am plausibelsten. Und welche Maßnahme würden Sie vorschlagen? Die richtige Antwort verrate ich Ihnen am Ende dieses Beitrags.

Bitte, lieber Lehrer!

Da wir einige Fragen noch gar nicht in der Schule behandelt hatten, haben wir natürlich auch dort nachgefragt, ob die Lehrer uns weiterhelfen können. Leider sind wir anfangs auf ein wenig Ablehnung gestoßen, da die Zwischenprüfung in der Schule nicht gewertet wird.

Aber mit viel Charme und Überredungskunst konnten wir unsere Lehrerin für Rechnungswesen und unseren Lehrer für Wirtschaft überreden, ein paar Aufgaben mit uns durchzugehen.

Sie hatten dann doch Verständnis, dass die Zwischenprüfung für uns schon wichtig ist, da sie uns ja auf unsere Abschlussprüfung vorbereiten soll und das Ergebnis natürlich Aufschluss über die fachliche Entwicklung der Azubis gibt. Auf Seiten des Unternehmens, also bei der Berliner Volksbank, zählt die Zwischenprüfung sehr wohl.

Der große Tag

Kühlen Kopf bewahren oder kirre werden?

Man konnte das Gebäude gar nicht verfehlen. Schon in der Bahn waren deutlich mehr Leute in meinem Alter unterwegs als sonst. Als ich dann am Messegelände ausgestiegen bin, war der Bahnhof schon rappelvoll. Denn nicht nur wir als angehende Bankkaufleute, sondern auch die Veranstaltungs-, Industrie- und Immobilienkaufleute saßen mit mir im ICC-Messegelände in der Prüfung.

Ich bin sehr froh, dass ich keine Prüfungsangst habe. Wenn ich sehe, wie manche Leute deswegen unter Stress standen, fällt mir jedes Mal ein Stein vom Herzen. Die Atmosphäre dort war auch eher förderlich für Nervosität. Tausende Auszubildende, die sich gegenseitig ein letztes Mal abfragen, die Formeln durchgehen und irgendwelche Merksätze vor sich hin brabbeln … da kann man ja nur kirre werden! Daher war ich eigentlich sehr erleichtert, als es endlich losging. Da war dann wenigstens Ruhe.

Es war wie beim Abitur. Ich saß in einem riesigen Saal mit vielen Einzeltischen. Es gab einzelne Bereiche, in denen die verschiedenen Ausbildungsberufe saßen, und jeder Bereich hatte mehrere Aufseher, die kontrolliert haben, dass keiner abguckt oder schummelt.

Klack, klack, klack …

Alle waren äußerst konzentriert und ich saß grade an der vierten Aufgabe, als das klackern anfing. Eine Prüfungsteilnehmerin hatte hochhakige Schuhe an und lief damit durch den ganzen, mit Parkett ausgelegten Saal, um auf die Toilette zu gehen. Meine Konzentration war futsch. Ich konnte nur auf das regelmäßige klack-klack-klack achten. Das hat mich fast wahnsinnig gemacht.
Ich ließ also meinen Stift fallen und wartete ab, bis sie wieder an ihrem Platz war und ich weiterschreiben konnte. Zum Glück hatten wir genug Zeit.

Geliebtes Rechnungswesen

Wir hatten zwei Stunden Zeit für 54 Aufgaben. Insgesamt gab es 100 Punkte. Ich kam relativ gut durch, nur mein kleines Problemchen Rechnungswesen machte mir zu schaffen. Wie sich im Nachhinein herausstellte, habe ich mir aber in diesem Fall zu viele Sorgen gemacht.

Fünf Wochen später kamen die Ergebnisse. Der IHK-Durchschnitt aller teilgenommenen Banken beträgt 67 Punkte und ich liege mit meinen 75 Punkten zum Glück über dem Durchschnitt. Das Ergebnis ist in Ordnung für mich, aber für die Abschlussprüfung ist es noch ausbaufähig.

Heute kam dann auch noch ein Brief von meiner Ausbildungsabteilung mit dem Inhalt, dass sie mit meinem Ergebnis zufrieden sind. Das hört sich doch gut an. Wieder ein Schritt in der Ausbildung geschafft!

Zum Schluss noch die Lösung meiner „Quizfrage“: Die richtige Antwort ist Nr. 2.

Alle Beiträge dieser Serie

  1. Endspurt mit Abkürzung
  2. Halbzeit ist Zwischenprüfungszeit
  3. Die unsichtbaren Kollegen
  4. Was bewegt die Jugend? - Zwei Azubis wollen´s wissen
  5. Hinter den Kulissen: Azubis im Schließfach
  6. Als Azubi-Azubi bei der Berliner Volksbank
  7. Zurück zur Schule
  8. Und jetzt komme ich!

Zwei Millionen in der Aktentasche und 100-jähriges Jubiläum

Strausberg 1990: Die D-Mark kommt! Aber nicht ganz reibungslos. Denn die Geldtransportunternehmen sind hoffnungslos überlastet. “Wie kriegen wir jetzt das neue Bargeld zur Filiale?“, fragen sich die Kollegen in Strausberg. Ganz einfach: Man organisiert einen bewaffneten Polizisten, fährt mit diesem im privaten Auto nach Frankfurt/Oder, holt zwei Millionen D-Mark in bar ab, verstaut sie in Aktentaschen und fährt zurück nach Strausberg. Dort deponieren die Kollegen das Geld in einem aus DDR-Zeiten stammenden Tresor im Keller der Bank, ohne zu wissen, dass dieser nur mit einem Bruchteil der Summe versichert war … und fertig ist eine kleine Wild-West-Episode aus den Zeiten der Wiedervereinigung.

„Zur Kasse, bitte!“ wie im frühen 20. Jh.

Das war nur eine von vielen Anekdoten, die sich im Laufe einer bewegten Geschichte ansammeln. In diesem Jahr feiert unsere Filiale in Strausberg ihr 100-jähriges Bestehen und bietet damit ein schönes Beispiel für die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende, lange Tradition der genossenschaftlichen Banken.

Kunden mit Eimern voller Geld

Wo wir heute ein modernes FinanzCenter betreiben, ging es im Laufe der Wirren der Geschichte oft recht turbulent zu. 1952 zum Beispiel kam es im Zuge der Währungs-umstellung zu einem eigenartigen Besucher-andrang in Strausberg: Die Bauern aus der Umgebung kamen mit Wassereimern vorbei, die randvoll mit Bargeld gefüllt waren und in neue Noten umgetauscht werden wollten.

Der Mann mit dem Holzbein

1952: Vorstand und Aufsichtsrat, darunter Karlheinz Griebe (stehend ganz rechts)

Ein echtes Strausberger Urgestein war über Jahrzehnte der ehemalige Direktor Karlheinz Griebe. Der hatte hier als junger Mann bis 1940 gelernt, wurde dann eingezogen, kam versehrt mit einem Holzbein aus dem Krieg zurück und leitete die Bank von den 50er Jahren bis 1984; als strenger, aber geschätzter Gründungsvater. Noch bis ins hohe Alter besuchte Karlheinz Griebe wöchentlich die Filiale, um nach „seiner Bank“ zu sehen.

„Kollektiv der sozialistischen Arbeit!“

Seit der Gründung im Jahr 1912 hat der Standort Strausberg zwei Weltkriege, diverse Währungsumstellungen, die Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands und dazwischen das Bankgeschäft im real existierenden Sozialismus der ehemaligen DDR erlebt. Das unten abgebildete Original-Dokument aus den 70er Jahren zeigt eine Auszeichnung zum „Kollektiv der sozialistischen Arbeit!“; mitunterzeichnet vom bereits erwähnten Direktor Griebe. Wie man außerdem sieht, firmierte die Bank damals zwar unter etwas anderem Namen, trug aber wie heute die Genossenschaft im Schilde.

Zeitdokument von 1978 aus dem Alltag in der DDR – mit Ehrentitel für die Mitarbeiter in Strausberg

Im Gegensatz zu unserer Zeit erforderte das „Banking“ damals eine ziemliche Menge Handarbeit. Zum Beispiel mussten Überweisungen und andere Buchungen von den Kollegen in sogenannte Datenfernübertragungsjournale eingegeben werden, über die nur die benachbarte Sparkasse verfügte. Das heißt: Täglich mussten alle Vorgänge zur Sparkasse gebracht und dort per Hand eingepflegt werden. Jeden Morgen wurden dann die Journale wieder von der Sparkasse abgeholt.

Die Bank, die zum Kunden kommt

Zum Service in den weitgehend prädigitalen Zeiten gehörte damals wie heute der persönliche Kundenbesuch. Die Mitarbeiter der Bank waren regelmäßig unterwegs vor Ort bei den PGH (Produktionsgenossenschaften des Handwerks), wo sie zum Beispiel die Sparbücher der Angestellten per Hand aktualisierten. Heute geht es natürlich wie überall weit automatisierter zu. Die meisten der früher aufwendigen manuellen Abläufe sind längst automatisiert, so dass sich die Mitarbeiter vom FinanzCenter Strausberg intensiver den wichtigen Aufgaben in der Beratung widmen können.

In diesem Sinne wünschen wir den Kollegen vor Ort alles Gute zum runden Jubiläum und: auf die nächsten 100 Jahre!